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Strafzoll...
Autor: dasbinich 29.10.23 - 09:15
Warum nicht? Bei den aktuellen Preisen wäre auch 50 EUR Strafzoll pro Modul immer noch günstig. Und heimische Module wären konkurrenzfähig.
Bei 20 Modulen (8,5kWp+) wären das nur 1.000 EUR Mehrkosten. -
Re: Strafzoll...
Autor: knabba 29.10.23 - 09:25
dasbinich schrieb:
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> Warum nicht? Bei den aktuellen Preisen wäre auch 50 EUR Strafzoll pro Modul
> immer noch günstig. Und heimische Module wären konkurrenzfähig.
> Bei 20 Modulen (8,5kWp+) wären das nur 1.000 EUR Mehrkosten.
Den zahlt dann wer? Ach richtig, der Verbraucher. Der die höchsten Strompreise auf der Welt bezahlen darf.
Aber wie war das mit dem Klimawandel? Wir sanktionieren also die Stromerzeugung aus Sonne? War nicht der Klimawandel das größte Problem?
Was denn nun? -
Re: Strafzoll...
Autor: P4ge 29.10.23 - 14:46
Wir hatten von 2013-2018 bereits Strafzölle auf Panels in Höhe von ca. 50%.
Woran ist es gescheitert?
Richtig Zollpapiere wurden "ausversehen" falsch ausgestellt oder Container erst gar nicht kontrolliert. -
Re: Strafzoll...
Autor: dumbledore 30.10.23 - 07:41
das Thema Strafzölle hatten wir schon mal vor 10 Jahren. Genutzt hat es nix - es war viel eher schädlich für die Deutsche/Europäische Solarindustrie. Google mal Solarworld und Franz Asbeck - die waren damals die treibende Kraft hinter den EU Zöllen und Mindestpreis pro kW/P ... heute sind beide Geschichte und nur noch in Insolvenzprozessen relevant
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Re: Strafzoll...
Autor: dirk1405 30.10.23 - 09:03
Meine Güte wird hier wieder gelabert...
Ich verlinke zwar nicht so gerne auf GEZ Seiten, aber keine Lust noch länger zu suchen.
1. Strafzölle waren nie auf 50%. Es gab hier einen Preis / Watt.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eu-china-solarmodulestreit-ts-100.html
Ich war selbst sehr früh und lange in der PV Branche tätig. Meine Firma war die erste, die in Deutschland das Thema Balkonkraftwerk voran gebracht hat, bzw. vertrieben hab.
Was damals für Theater mit VDE mit Netzbetreibern etc. war. Kann man sich gar nicht mehr vorstellen.
So nun mal zurück zum Thema Strafzoll.
Fakt ist, dass sehr viel Kapital nach China abwandert. Das tut es in anderen Bereichen auch, aber warum sollte man das hier auch machen?
Ich sehe das von verschiedenen Seiten Positiv/Negativ.
Zum einen wird gesagt, wir möchten uns nicht Abhängig von anderen machen.
Das finde ich ein sehr wichtiger Punkt. Hier sollte man aber den ganzen Prozess sehen.
Module werden ja zusammengebaut. Dafür braucht es die Wafer. Diese stammten selbst von Deutschen Herstellern auch damals schon aus China. Ich glaube bei uns gibt es gerade mal 1-2 kleine Firmen die das noch selbst Produzieren.
Hier sollten wir eher mal prüfen, ob man diese finanziell Unterstützen kann.
Wir hatten vor vielen Jahren mal eine ganz tolle Innovative Firma Solon.
Gerne mal nachlesen. Berliner Firma. Ich war selbst dort im Werk. Man hat geforscht investiert...
Durch das ständige Hin und Her der Politik was die Förderungen betrifft kam die Firma in finanzielle Nöten. Konnte sich trotz Kampf nicht halten.
Und so ging es noch anderen deutschen Firmen. Ich bin da aktuell der Meinung, dass es zum einen zu spät ist. Zum anderen wenn man jetzt noch Deutsche Firmen retten/halten will, wird das sehr sehr teuer.
Ist uns das die Energiewende wert?
Meiner Meinung ja.
Man hat oft genug gesehen, dass wir uns auf China oder auch andere Länder nicht verlassen können. Wir haben unterschiedliche Politische Ausrichtungen. Daher wird es langfristig gesehen IMMER Probleme geben. Und das erste was unsere Politik gut kann, ist Strafzölle Sanktionen etc.
Und das ist dann schlecht für unsere Klimapolitik.
Ich selbst bin eig. der Meinung, die Politik sollte sich in eine Marktwirtschaft so wenig wie möglich einmischen.
Damals waren die Chinesischen Module auch schon günstiger.
Es gab die einen Kunden/Installateure, die immer nur das billigste haben wollten, und auf maximalen Profit aus waren.
Es gab aber auch noch andere, die damals schon gezielt auf deutsche und regionale Produkte geachtet haben.
Das Problem ist, warum sich der Staat einmischen muss ist, dass sich die meisten mit ihrer Entscheidung nicht über die Tragweite im klaren sind.
Klar ist, dass in China unter ganz anderen Gesichtspunkten produziert wird.
Man muss entscheiden, wie "wichtig" einzelne Produkte für die eigene Wirtschaft ist, und muss dementsprechend in den Markt eingreifen, um den Markt langfristig zu schützen.
Und das NUR, weil die meisten einfach nur kurzfristig an den meisten "Gewinn" denken.
Und was die Kosten betrifft:
Klar ist China günstiger.
Aber! Lieber Deutsche Produkte = Deutsche Steuern = Deutsche Arbeitnehmer?
D.h. bleiben die zusätzlichen Kosten in Deutschland. Und wie immer meiner Meinung nach gleicht sich dass dann wieder aus. Kapital bleibt im Land. Damit ist China nicht gleich günstiger.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.10.23 09:05 durch dirk1405. -
Re: Strafzoll...
Autor: dasbinich 30.10.23 - 09:31
knabba schrieb:
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> Den zahlt dann wer? Ach richtig, der Verbraucher. Der die höchsten
> Strompreise auf der Welt bezahlen darf.
> Aber wie war das mit dem Klimawandel? Wir sanktionieren also die
> Stromerzeugung aus Sonne? War nicht der Klimawandel das größte Problem?
> Was denn nun?
Richtig, der Verbraucher. Billiger (und besser) als die Jahre zuvor ist es trotzdem.
Ok, nicht ganz. Die Anlage kosten trotz billigster Module viel mehr als die letzten Jahre... Das liegt aber nicht an China oder der deutschen Politik. Dass einige den Hals nicht voll bekommen interessiert den Verbraucher auch nicht. -
Re: Strafzoll...
Autor: bplhkp 30.10.23 - 10:29
knabba schrieb:
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> Den zahlt dann wer? Ach richtig, der Verbraucher.
Eine Deindustrialsierung wird den Verbraucher noch viel teurer kommen. -
Re: Strafzoll...
Autor: P4ge 30.10.23 - 13:40
dirk1405 schrieb:
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> Meine Güte wird hier wieder gelabert...
> Ich verlinke zwar nicht so gerne auf GEZ Seiten, aber keine Lust noch
> länger zu suchen.
> 1. Strafzölle waren nie auf 50%. Es gab hier einen Preis / Watt.
> www.tagesschau.de
>
Wieviel hat 2013 ein Solar Panel gekostet und wieviel hat es geleistet?
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_13_501
Und die EU hat vorher auch schon was anderes Beschlossen.... . Naja muss wohl eine andere Zeitlinie in einem anderen Universum gewesen sein.
>Ich war selbst sehr früh und lange in der PV Branche tätig. Meine Firma war die erste, die in Deutschland das Thema Balkonkraftwerk voran gebracht hat, bzw. vertrieben hab.
Und warum jetzt nicht mehr? Schlecht gewirtschaftet?
>Aber! Lieber Deutsche Produkte = Deutsche Steuern = Deutsche Arbeitnehmer?
D.h. bleiben die zusätzlichen Kosten in Deutschland. Und wie immer meiner Meinung nach gleicht sich dass dann wieder aus. Kapital bleibt im Land. Damit ist China nicht gleich günstiger.
Deutsches Produkt mit asiatischen Vorprodukten, deren Steuern sehr ineffektiv eingesetzt werden zu "Fachkräften" die so handeln wie ihre Politik.... . Ja das macht echt einen Unterschied wo das Geld landet.



