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Mit wasser gibt es keine Temperatursprünge mehr.

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  1. Mit wasser gibt es keine Temperatursprünge mehr.

    Autor: Ach 20.02.24 - 19:11

    Der Effekt, dass sich die Temperaturen mit Wasserkühlung nicht mehr über eine so großen Bereich strecken und die Temperatur auch nur sehr viel allmählicher steigt und sinkt, wurde im Podcast ausgelassen. Das ist der Grund, wessen dem wassergekühlte Hardware zumindest in meinen Setups bisher immer länger überlebte als luftgekühlte Hardware. Das gilt ebenso für alle nicht direkt gekühlten Komponenten, die davon profitieren, dass die nicht länger von der Abwärme der unter Umständen sehr warmen Luftkühler angestrahlt werden.

  2. Re: Mit wasser gibt es keine Temperatursprünge mehr.

    Autor: NemesisTN 21.02.24 - 12:44

    Das ist so nicht (mehr) ganz richtig.
    Die neuen CPUs haben auch mit WaKü heftigste Temperatursprünge...
    Hab daheim nen Ryzen 9 7900 unter Wasser.
    Extremst krass ist der Sprung beim Starten von Prime95: von Raumtemperatur auf 75 °C in einer Sekunde.
    Auch beim normalen daddeln steigt die Temperatur nicht langsam an (wie beim Vorgänger i7-6700 in dem Rechner), sondern springt von Raumtemperatur auf ca. 40..43 °C.

    Genauso die Radeon 6900XTXH.
    Von Raumtemperatur auf ca. 45..50 °C.

    Ein Problem ist eben die sehr kleine Chipfläche, die die Hitze weg bekommen muss, dadurch entstehen Hotspots, die man auch mit Heatspreader nicht glatt gebügelt bekommt...

    Ein weiteres ist in der Architektur heutiger CPUs selbst zu finden:
    Solange das thermische Limit nicht erreicht ist, pumpen sie automagisch immer mehr Strom rein, bis das Temperaturlimit erreicht ist, um auch das letzte Megahertz raus zu quetschen.
    Das habe ich bei mir allerdings übers UEFI geregelt, das PPT steht fest auf 142 W.

  3. Re: Mit wasser gibt es keine Temperatursprünge mehr.

    Autor: Kadjus 22.02.24 - 10:43

    Diese Hohen Temperatursprünge deuten auf eine schlechte Anbindung an den Kühler hin. Auch bei luftgekühlten Systemen sollten solche Sprünge nicht auftreten.
    Prüfe mal, ob die Wärmeleitpaste gleichmäßig und nur hauchdünn aufgetragen ist, sowie der Anpressdruck des Kühlkörpers ausreichend hoch ist.
    Beliebte Fehler sind zu viel und ggf. schlechte, harte Paste, die den Spalt nicht gut füllt und verkantete Schrauben, die sich dadurch fest anfühlen, aber eben nicht fest sind.
    Zudem sollte die Pumpe auch im Idle einen Minimaldurchfluss, z.B. 1l/min haben, weil die Wärmeübertrager nur eine sehr geringe Wärmekapazität haben.
    Oft bilden sich in den Mäandern der Übertrager gerne Luftblasen, die nicht raus wollen. Dazu den PC flach legen und mit maximalem Volumenstrom durchspülen.

  4. Re: Mit wasser gibt es keine Temperatursprünge mehr.

    Autor: Ach 22.02.24 - 14:59

    So einfach ist das nicht zu sagen. Ja, kritische Temperaturen werden heute auch mit Wakü schnell erreicht, hab ich bei meinem 5950x ebenfalls festgestellt. Nichtsdestotrotz nimmt eine Wakü aufgrund ihrer viel höheren Wärmekapazität mehr Prozessorwärme auf, erlaubt also mehr Spielraum für Spannung und Takt unter dem gegebenen Temperaturlimit.

    Nun ist es aber so, dass man im Bereich dieses zwar noch kühlbaren Spielraums immer kompromissloser die Spannung steigern muss, damit das System noch stabil laufen kann, woher dann die berüchtigten Verbrauchssprünge herrühren, die bei einem 12-, 16- oder Mehrkerner schnell von 200 Watt auf 350 Watt und mehr springen können, für in aller Regel nur ein paar mehr an Megaherzen. Und das ist dann vielleicht noch für begeisterte Übertakter interessant, während man bei Produktiv- wie auch bei Spielesystemen an der Stelle die Grenze zieht, wegen des deutlich ansteigenden Verschleiß, wegen der damit einherhegenden Instabilitäten und natürlich auch wegen des Verbrauchs.

    Dieser Grenze begegnet man nach wie vor mit einem Powerlimit, ob direkt durch die Begrenzung der TDP (= Thermal Design Power), gemessen in Watt im Bios oder indirekt durch Undervolting, also durch Begrenzung der Prozessorspannung z.B. mit dem AMD Curveeditor Tool. Und innerhalb der dem System so zugebilligten Leistung bewährt sich wiederum die Wakü mit aufgrund ihrer besseren Wärmeabfuhr niedrigeren und stabileren Temperaturen.

    Edit : selbiges gilt für die Graka, falls die nicht von vorneherein unter einem Leistungslimit steht. Mag sein, dass das eher bei Nvidia Karten die Norm darstellt, während AMD eher dem Kunden die Wahl lässt, kann das sein?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.24 15:03 durch Ach.

  5. Re: Mit wasser gibt es keine Temperatursprünge mehr.

    Autor: NemesisTN 23.02.24 - 07:58

    Danke für die Vorschläge aber das ist jetzt nicht mein erster PC, den ich zusammen schraube...
    Pastenfehler und verkanteten Kühler schließe ich direkt aus, da Monoblock und richtig gute Paste.
    Und mit der Begrenzung des PPTs ist ja auch alles im Normbereich.
    Nur wenn das PPT offen bleibt gehen die Temperaturen auch mit Wasser durch die Decke -> kein Fehler 40.

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