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  5. › Provisionen im App Store: Spotify…

Moralisch sicher verwerflich

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  1. Moralisch sicher verwerflich

    Autor: deus-ex 17.03.19 - 12:05

    aber ich kann verstehen das sich Apple auf der von Ihnen geschaffenen Plattformen Vorteile verschafft.

    Ohne sie würden es diese Plattform nun mal nicht geben.
    So eine Plattform mit Infrastruktur, Dev Tools, Entwicklern, Testern, Anforderen, usw. usv. stampft man nicht so ohne weiteres aus dem Boden.

    Steam hat auch sein eigenes OS entwickelt um irgend wann von MS unabhängig zu sein. Soll Spotify das gleiche machen.

  2. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: Tuxgamer12 17.03.19 - 12:36

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Steam hat auch sein eigenes OS entwickelt um irgend wann von MS unabhängig
    > zu sein. Soll Spotify das gleiche machen.

    Ich freue mich dann schon auf das "Video-"OS von Netflix oder das "Social Media-"OS von Facebook oder das "Epic"-OS für Fortnite, die folgerichtig doch bitte auch entwickelt werden sollen. Dass am Ende jeder ein eigenes OS hat, auf dem er König ist.

    Merkst du selber, wie lächerlich dieser Vorschlag ist?

    Steam OS ist gewissermaßen eine "Konsole" - ein Single-Purpose System, dass ausschließlich für Spiele konzipiert wurde. Was nicht sonderlich verwunderlich ist - denn Hardware speciell für Spiele gibt es in etwa solange wie den PC selber.

    Ein Smartphone ist ein Multi-Purpose Gerät, auf dem du alles mögliche machen kannst. Das ist ein Unterschied.

  3. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: Gokux 17.03.19 - 13:11

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne sie würden es diese Plattform nun mal nicht geben.
    > So eine Plattform mit Infrastruktur, Dev Tools, Entwicklern, Testern,
    > Anforderen, usw. usv. stampft man nicht so ohne weiteres aus dem Boden.
    Das hat aber Apple vor allem geschaffen um ihre Plattform attraktiv zu machen. Wer würde schon ein iPhone kaufen wenn es keine Apps gäbe. Davon ab glaube ich auch nicht das Spotify grundsätzlich was gegen eine Gebühr hat, aber jeden Monat 30% der Gebühr an Apple abzutreten steht in keinem Verhältnis. Vor allem kann man damit unmöglich den selben Preis anbieten wie Apple selbst.
    Spotify würde sich vmtl. kaum beschweren wenn es nur 5% wären, oder 30% initial beim ersten Monat.

  4. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: deus-ex 17.03.19 - 13:22

    Natürlich ist das Schwachsinn. Aber woher dieser glaube kommt das ein PLATTFORMBETREIBER die Regeln so macht wie mir es passt weiß ich auch nicht.
    Sollen sie keine Spotify für iOS Anbieten. Scheinen sie ja nicht zu brauchen.

  5. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: deus-ex 17.03.19 - 13:23

    Spotify zahlt ab dem 2. jahr 15%.

    Wenn Abos nur 5% abgeben müssen, wird jeder Rotz im App Store auf Abo umgestellt.

  6. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: Colorado 17.03.19 - 13:51

    Das hat was mit Marktmacht zu tun. Wenn der Plattformbetreiber plötzlich machen kann was er will, wird es bald auch wieder 90% Marktanteil des Internet Explorers (oder eben Edge) geben. Da war das nämlich auch ein Problem obwohl es Microsofts Plattform war.

  7. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: deus-ex 17.03.19 - 14:32

    Nur das Apple mit iOS Lichtjahre von einer Marktmacht entfernt ist.

  8. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: FrankM 17.03.19 - 14:58

    Könnte man beim IE und Windows auch sagen, und dennoch sind alle froh und profitieren alle davon, dass MS eins auf den Deckel bekommen hat.

    Könnte man bei Google und seiner Suchmaschine auch sagen, und dennoch sind alle froh, dass sie eins auf den Deckel bekommen haben, da sie die Konkurrenz benachteiligt haben, auf ihrer eigenen Platform.

    iOS kein kleiner Markt ist, im Tablet Bereich hat iOS eine Marktbeherrschende Stellung hat, im Umsatz hat der der App Store eine Marktbeherrschende Stellung. D.h. das ist kein kleiner Markt wie viele behaupten, Android ist da bei weitem nicht so Umsatzstark. Und wenn Apple seine Macht in diesem Markt, den sie beherrschen, ausnutzen, dann ist es nur in Ordnung, wenn sie, genauso wie Google, MS, Intel, ... eine Milliardenstrafe zahlen müssen und nachbessern müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.19 14:59 durch FrankM.

  9. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: franzropen 17.03.19 - 19:56

    Sich Vorteile verschaffen darf Apple nicht.
    Wie damals Microsoft beim Browser muss Apple hier strengere Regeln einhalten.

  10. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: PerilOS 17.03.19 - 20:22

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber ich kann verstehen das sich Apple auf der von Ihnen geschaffenen
    > Plattformen Vorteile verschafft.
    >
    > Ohne sie würden es diese Plattform nun mal nicht geben.
    > So eine Plattform mit Infrastruktur, Dev Tools, Entwicklern, Testern,
    > Anforderen, usw. usv. stampft man nicht so ohne weiteres aus dem Boden.
    >
    > Steam hat auch sein eigenes OS entwickelt um irgend wann von MS unabhängig
    > zu sein. Soll Spotify das gleiche machen.


    Das ist Monopolbildung. Und an diesem Punkt muss das Kartellamt (DE/EU) einschreiten und das Monopol brechen. Läuft dann auf Marktöffnung heraus. Sprich Apple darf sich auf seinem eigenen Markt keine Vorteile herausnehmen und muss allen die gleichen Möglichkeiten geben, die Apple selbst anbietet.

  11. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: PerilOS 17.03.19 - 20:23

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur das Apple mit iOS Lichtjahre von einer Marktmacht entfernt ist.


    100% Marktmacht auf iOS Geräten ;)

  12. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: ger_brian 18.03.19 - 01:18

    So funktioniert das aber nicht, mit dieser Argumentation ist jedes einzelne Unternehmen Monopolist ;)

  13. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: traxanos 18.03.19 - 07:58

    ger_brian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So funktioniert das aber nicht, mit dieser Argumentation ist jedes einzelne
    > Unternehmen Monopolist ;)


    Das Monopol entsteht nicht nur durch Marktanteile! Es mag zwar sein das Apple nicht die Mehrheit hat, dennoch gibt es eine marktbeherrschende Stellung.

    Siehe GooglePay und ApplePay: Google startet, die Masse interessiert es nicht. Dann kommt Apple und die Masse nutzt kontaktloses Zahlen. Banken werden sogar nernös, da die Kunde wechseln. Nur ein kleines Beispiel.

  14. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: ger_brian 18.03.19 - 11:00

    Ein Monopol definiert sich darüber, dass auf Seite des Angebots nur ein Verkäufer vorhanden ist. iOS mit einem Marktanteil von 15% in Europa ist WEIT von einer Marktbeherrschenden Stellung entfernt. Dass die iOS Nutzerschaft im Durchschnitt zahlungskräftiger ist und somit für Bezahldienste interessanter ist hat hierbei nichts zu sagen.

  15. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: Tuxgamer12 18.03.19 - 13:34

    ger_brian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iOS mit einem Marktanteil von 15% in Europa ist
    > WEIT von einer Marktbeherrschenden Stellung entfernt.

    Schauen wir doch mal auf Wikipedia, da steht viel interessantes.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Relevanter_Markt#Bestimmung

    Machen wir doch einmal diesen dort beschriebenen SSNIP-Test um zu sehen, was alles zum relevanten Markt gehört.
    Gedankenspiel: Alle Preise im App-Store werden um 10% (wegen mir auch 100%) erhöht.
    Frage: Werden die ios-Nutzer nun in einem anderen Store einkaufen. Hehe, blöde Frage - geht gar nicht. Nächste Frage: Werden die ios-Nutzer nun auf Android-Apps ausweichen? Ich würde sagen: nein.

    Damit würde ich wohl sagen: Der App Sotre hat eine Marktbeherrschenden Stellung für den relevanten Markt (ios-Geräte) mit an die 100% Marktanteil.

  16. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: Lord Gamma 18.03.19 - 15:21

    ger_brian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Dass die iOS
    > Nutzerschaft im Durchschnitt zahlungskräftiger ist und somit für
    > Bezahldienste interessanter ist hat hierbei nichts zu sagen.

    Wieso nicht? Wenn viele Kunden in ein Geschäft gehen und dort nichts kaufen, während das meiste in einem einzigen anderen Geschäft gekauft wird, hat das nichts zu sagen? Im Apple-Store werden ca. 70% des Umsatzes mit Mobile-Apps verteilt und das ist für Entwickler/Lieferanten eine marktbeherrschende Stellung seitens Apple.

  17. Eigene Apps aus dem Appstore raus...

    Autor: ezadoo 18.03.19 - 15:38

    Mal ein anderer Gedankengang zu diesem Thema:

    Was wäre, wenn Apple einfach alle seine Apps aus dem Appstore herausnehmen würde und, wie andere Smartphone-Hersteller auch, alle eigenen Apps auf all ihren Geräten vorinstallieren würde?
    Dann würden sich ja alle beanstandeten Punkte auflösen, denn da Apple nicht im Appstore wäre, müssten sie keine Provision zahlen, können Push-Notifications senden, welche zwar nach Appstore-Richtlinien nicht erlaubt sind, was aber in diesem Falle rechtlich keine Rolle spielen dürfte, da die eigenen Apps ja nicht im Appstore wären und somit auch nicht an die Richtlinien gebunden wären.
    Und dadurch, dass Apple keine eigenen Apps im Appstore hätte, wäre ja faktisch eine Trennung zwischen Storebetreiber und Verkäufer/Anbieter im Store vorhanden und eine Absplitterung in eine separate Firma wäre nicht mehr notwendig. Dann müsste Apple nur noch eine Lösung für die Updates der vorinstallierten Apps ohne den Appstore schaffen, oder eine rechtliche Lösung, dass sie die Updates doch über den Store ausliefern können, ohne von dessen Regulierung betroffen zu sein, z.B. durch eine Aufteilung der Updates nach System-Apps und nach Appstore-Apps im Update Tab, oder die App Updates kommen mit zu den iOS-Updates in den Einstellungen, oder oder oder.
    Und am Ende wäre für den Verbraucher nichts gewonnen, außer dass Updates und die Herkunft der Apps undurchsichtiger werden und es alles ein bisschen komplizierter für den Benutzer wird.

  18. Re: Moralisch sicher verwerflich

    Autor: Balion 18.03.19 - 18:11

    Also soll man sich alles gefallen lassen, was der Plattformbetreiber so festlegt, auch wenn er sich selbst nicht dran hält?
    Klingt irgendwie unsinnig, wenn man dagegen vorgehen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.19 18:11 durch Balion.

  19. Re: Eigene Apps aus dem Appstore raus...

    Autor: plutoniumsulfat 20.03.19 - 12:23

    Das wird nicht funktionieren, weil man Apple Music dann kostenlos nutzen können müsste. Dann sieht Spotify & Co zwar kein Land mehr, aber Apple auch kein Geld.

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