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Hat das jemand durchgerechnet?

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  1. Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: theonlyme 13.03.18 - 15:14

    Angenommen ich kaufe eine 2900¤ Heizung. (Den Sommer mit einbezogen) heize ich 8 Stunden am Tag. Damit düfte es ca. 8 Jahre dauern, bis mein Gewinn die Anschaffungskosten deckt. Voraussetzungen in den nächsten 8 Jahren: 1) Etherium bricht nicht ein, 2) Softwareupdates für die Heizung, 3) Es gibt keine effizientere Miningmethode als meine Heizung (sonst sinkt der Gewinn).

    Klingt nicht nach einer soliden Investition.

  2. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: theFiend 13.03.18 - 15:16

    Steht doch letztlich schon im Artikel das du mit dem Mining 100 ¤ im Monat verdienen kannst, aber die Stromkosten für den Betrieb schon höher sind.
    Die Anschaffungskosten sind da noch garnicht mit drin...

    Also hinsichtlich eines return of invest kannste das vergessen...

  3. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: theonlyme 13.03.18 - 15:21

    Dieselben Heizungskosten fallen bei meiner üblichen elektrischen Heizung auch an. In dieser Hinsicht kann die Physik auch nichts ändern.

    D.h. die Frage, die man beantworten sollte, wäre:
    ist es besser eine normale elektrische Heizung zu kaufen oder die vorgeschlagene.
    Nach meiner Rechnung ist bisher die normale elektrische Heizung ein klarer Favorit.

  4. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: TRTRTR 13.03.18 - 15:31

    Bei einer normalen Heizung hast du die kosten ja auch, nur wirft die keinen Gewinn ab, bzw. bekommst du einen teil der Kosten wieder rein.

    In vielen Ländern sind die Stromkosten viel geringer als hier bei uns. Da könnte sich so etwas lohnen.

    https://www.kwh-preis.de/strompreis-dossier-teil-5-strompreise-im-europaeischen-vergleich

    Der Vergleich ist zwar schon älter aber der Trent bleibt gleich. In Frankreich sind die kosten nur halb so hoch. In Bulgarien und Island sind die noch niedriger.

  5. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: F1ndus 13.03.18 - 15:43

    Ich hatte eine Weile drei RX580 als Mining-Karten laufen.

    30 MH/s pro Karte sind realistisch. Dafür müssen sie ein spezielles Mining-BIOS bekommen, undervolted und overclocked werden. Dann machen sie die 30 MH/s bei ca. 90W. Und da ist der Knackpunkt. Wenn der Rechner 450W im Normalbetrieb +200W im "Boost Mode" (wtf) braucht, dann ist das weit entfernt davon, profitabel zu sein. Von dem Anschaffungspreis von 2900 mal ganz zu schweigen. So ein Setup mit zwei Karten bekommt man mit 250W plus-minus am sweet spot gut zum laufen.

    Als der Miner jetzt im Winter lief, konnte ich einen Heizkörper ausmachen - bei zwei Karten wird das vielleicht schon wieder enger.

  6. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: theonlyme 13.03.18 - 16:17

    Es mir mir weiterhin fraglich, warum alle den zentralen Punkt übersehen (bzw. absichtlich verschweigen). Es ist völlig egal, wieviel der Strom kostet.
    Zuerst muss die Heizung ihre Anschaffungskosten vergleichen mit einer normalen elektrischen Heizung (Amazon 300¤) ausgleichen. Auch wenn die 2900¤ teuere Heizung den ganzen Tag läuft, produziert sie bei einem 24h Betrieb nur 100¤ im Monat. Das sind über zwei Jahre am Stück bis sie den initialen Preisunterschied aufholt (immernoch unabhängig vom Strompreis).

  7. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: Chris0706 13.03.18 - 16:21

    Wenn dann muss man damit Warmwasser produzieren, das wird sowohl im Sommer als auch in Winter benötigt. Mit entsprechend vielen Grafikkarten kann sich das ganze dann schon relativ schnell lohnen. Die Frage ist ob es nicht sinnvoller ist mit Asics die wahrscheinlich stabilere Kryptowährung Bitcoin zu Minen.. Wenn ich zudem noch Photovoltaik betreibe, gehen die Stromkosten nochmal in den Keller. Wer zudem noch nen Pool für den Sommer hat..

  8. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: Dwalinn 13.03.18 - 16:50

    Man sollte auf alle fälle auch erstmal gucken wie viel ein normaler Mining Rechner PC kostet für die 3000¤ bekommt man auch Rechner mit mehr Grafikkarten.

  9. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: theFiend 13.03.18 - 17:09

    theonlyme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieselben Heizungskosten fallen bei meiner üblichen elektrischen Heizung
    > auch an. In dieser Hinsicht kann die Physik auch nichts ändern.

    Also wenn Du ne Heizung hast, die 100¤ Stromkosten für einen Raum pro Monat verbraucht, solltest du das Ding dringend wegwerfen!

  10. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: lost_bit 13.03.18 - 17:20

    theonlyme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieselben Heizungskosten fallen bei meiner üblichen elektrischen Heizung
    > auch an. In dieser Hinsicht kann die Physik auch nichts ändern.

    Elektrische Heizung? Soll es ja geben.

    Bereits vor 10 Jahren hieß es in der Grundausbildung Elektrotechnik:"Heizen mit elektrischen Strom ist eine Schande. Elektrischer Strom ist nach Druckluft eine der teuersten Energieformen."

  11. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: M.P. 13.03.18 - 17:29

    Naja - in Zeiten von Solarzellen auf dem Dach nur noch begrenzt richtig.

    Irgendwann kriegt man vielleicht bei Energie-Überangebot gar keine Einspeisevergütung mehr für den erzeugten Solarstrom. Dann kann man ihn mit einem elektrischen "riesen Tauchsieder" in einem gut isolierten riesigen Wassertank als thermische Energie speichern, sich Akkus anschaffen, und - besser - als el. Energie zwischenspeichern, bis es wieder Geld für eine Einspeisung gibt, oder mit der überschüssigen Energie Cryptominig betreiben.
    Möglicherweise kann man die Abwärme des Cryptominig aber auch in einem Wassertank zwischenspeichern.

  12. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: FreiGeistler 13.03.18 - 17:53

    lost_bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > theonlyme schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dieselben Heizungskosten fallen bei meiner üblichen elektrischen Heizung
    > > auch an. In dieser Hinsicht kann die Physik auch nichts ändern.
    >
    > Elektrische Heizung? Soll es ja geben.
    >
    > Bereits vor 10 Jahren hieß es in der Grundausbildung Elektrotechnik:"Heizen
    > mit elektrischen Strom ist eine Schande. Elektrischer Strom ist nach
    > Druckluft eine der teuersten Energieformen."

    Eine Schande nicht, weil ist ja nur Geld.
    Ökologisch siehts je nach Land verschieden aus.
    Bei mir in der Schweiz (2/3 Wasser- 1/4 Atomenergie) wären wohl heizen via Holz und danach Strom am ökologischsten.

  13. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: Apfelbrot 13.03.18 - 21:03

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > theonlyme schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dieselben Heizungskosten fallen bei meiner üblichen elektrischen Heizung
    > > auch an. In dieser Hinsicht kann die Physik auch nichts ändern.
    >
    > Also wenn Du ne Heizung hast, die 100¤ Stromkosten für einen Raum pro Monat
    > verbraucht, solltest du das Ding dringend wegwerfen!

    Wo hat irgendwer behauptet dass eine elektrische Heizung 100¤ im Monat kostet?

    Nochmal für langsame.
    Eine Elektrische Heizung frisst bei selber Heizleistung genau so viel Strom wie dieser Miner.

  14. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: DerDy 13.03.18 - 23:53

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwann kriegt man vielleicht bei Energie-Überangebot gar keine
    > Einspeisevergütung mehr für den erzeugten Solarstrom.
    Es ist vom Gesetzgeber doch festgeschrieben, dass der Strom aus deiner PV-Anlage immer Vorfahrt hat, d.h. der Strom wird abgenommen bzw. zumindest bezahlt.

  15. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: sofries 14.03.18 - 00:39

    Eure Rechnungen sind beim Minen von Kryptowährungen eher müßig. Wenn z.B, ETH in 5 Jahren das 50 fache wert ist, dann hat sich diese Heizung schon sehr schnell bezahlt gemacht, falls die geminte Währung jedoch stagniert oder gar stark abfällt, dann hat man sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes verheizt.

    Letzendlich ist jedes Produkt was mit Kryptowährungen derzeit verknüpft ist sowieso nur ein Bonus für leidenschaftliche Glücksspieler. Hier mit seriösen Investitionsberwertungrn zu hantieren ist in etwa so, als ob ich den Cash Flow meiner zukünftigen Lotteriegewinne bestimmen will,

  16. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: FranzDieKatze 14.03.18 - 08:13

    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Es ist vom Gesetzgeber doch festgeschrieben, dass der Strom aus deiner
    > PV-Anlage immer Vorfahrt hat, d.h. der Strom wird abgenommen bzw. zumindest
    > bezahlt.


    Dies stimmt zwar, jedoch ist es erstens rein technisch gar nicht möglich dem ÖkoStrom immer Vorfahrt zu gewähren. Zudem liegt die Einspeisevergütung inzwischen bei maximal ~13Cent/KWh. Je mehr Erzeugt wird desto weniger gibt es. Bei Strompreisen von 25-30Cent/KWh bei mir vor Ort ist das nicht einmal mehr die Hälfte.

    Deshalb ist es ökonomisch am besten die Erzeugte Energie selbst zu nutzen, weshalb ein Haushaltsspeicher, welcher die während den Sonnenstunden erzeugte Energie für den späteren Verbrauch speichern kann, in Verbindung mit Photovoltaik inzwischen sehr an Attraktivität gewonnen hat. Am besten noch in Verbindung mit Wärmepumpe.

    Anstelle dieses Hausspeichers könnte man auch ein Mining Rack die Energie verblasen lassen und dieses theoretisch noch einen Warmwasserspeicher heizen lassen. Ist jedoch in der Praxis kaum möglich.

  17. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: M.P. 14.03.18 - 08:47

    Mit dem gleichen Argument kann man für den Kauf eines Lottoscheins für 5 Euro plädieren: wenn der den Jackpot knackt ....

    Ähnlich kann man natürlich an das Cryptomining herangehen: Wenn es klappt freut man sich, wenn man auf die falschen Zahlen gesetzt hat, sollte man aber den Verlust des Einsatzes verschmerzen können.

    Da Einsatz (Energieaufwand) zu Gewinnchance (Wert der geschürften Cryptowährung) aber beim Cryptomining ein niedrigeres Ratio haben, sollte man vielleicht schon sehen, dass man durch "extra Erlöse" einen weiteren garantierten Nutzen aus dem Einsatz zieht...

    Wenn der zusätzliche technische Aufwand aber hohe Kosten verursacht, sollte man die Finger davon lassen. Unterm Strich sollte das eben schon eine Kostenersparnis beim Heizen ergeben ...

  18. Re: Hat das jemand durchgerechnet?

    Autor: F1ndus 14.03.18 - 12:21

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eure Rechnungen sind beim Minen von Kryptowährungen eher müßig. Wenn z.B,
    > ETH in 5 Jahren das 50 fache wert ist, dann hat sich diese Heizung schon
    > sehr schnell bezahlt gemacht, falls die geminte Währung jedoch stagniert
    > oder gar stark abfällt, dann hat man sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes
    > verheizt.
    >
    > Letzendlich ist jedes Produkt was mit Kryptowährungen derzeit verknüpft ist
    > sowieso nur ein Bonus für leidenschaftliche Glücksspieler. Hier mit
    > seriösen Investitionsberwertungrn zu hantieren ist in etwa so, als ob ich
    > den Cash Flow meiner zukünftigen Lotteriegewinne bestimmen will,

    Klar, das sowieso. Es sollten generell nur Leute über Crypto nachdenken, die...
    1. an die Technologie glauben und deswegen darin investieren
    2. bereit sind, das investierte Geld komplett binnen Stunden/Tagen wieder zu verlieren

    Alles andere ist eh leichtsinnig. Aber das ist eine Diskussion außerhalb dieser Heizung. :D

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