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  5. › Raspberry Pi 4B: Bastelrechner wird…

Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

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  1. Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: brotiger 25.06.19 - 09:32

    Ich verstehe das Konstrukt hinter den Platinen immer weniger. Der Raspberry Pi sollte mal eine Bastelplatine für Schüler und Studenten werden, die Foundation die Ausbildung an den Platinen fördern. Deswegen ist die Foundation gemeinnützig, deswegen stellt Broadcom die Chips zu Preisen zu Verfügung, welche sonst niemand auf dem Markt bekommt, und deswegen darf die Raspberry Pi Trading Limited (Auftraggeber/Händler der Boards) ihren Gewinn an die Foundation abführen, wodurch auf beiden Seiten keine Steuern anfallen. Broadcom setzt sein Engagement vermutlich noch zusätzlich von der Steuer ab.

    Ich sehe aber nie einen RP in der Hand eines Schülers oder Studenten. Die Foundation kommt ihrem gemeinnützigen Zweck seit Jahren kaum nach. Statt dessen verschwinden Millionen der Platinen hinter Fernsehern und tun dort das, was ganz normale, unsubventionierte Boxen auf dem Markt auch tun (Streaming, Multimedia, Emulatoren). Oder sie verschwinden in industriellen Produkten (COM-Module). Mit dem RPi 4 hat man ganz klar gezeigt, dass diese beiden Märkte bedient werden sollen und nicht der eigentliche Zweck, für welchen die Foundation ihre Steuerfreiheit bekommen hat.

    Der Steuerzahler subventioniert hier eine massive Marktverzerrung, obwohl ganz normale Unternehmen gleichwertige Produkte zum selben Preis anbieten. Spätestens nach dem RPi 2 hätte man mal ein Auge auf die Geschäftspraktiken der Foundation werfen müssen.

  2. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: toastedLinux 25.06.19 - 09:53

    Das ließt sich auf deren Bericht aber doch ein wenig anders: https://static.raspberrypi.org/files/about/RaspberryPiFoundationReview2018.pdf

  3. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: AveN 25.06.19 - 12:30

    Du hast zwar nicht ganz unrecht, viele Pi werden zu den von Dir genannten Zwecken eingesetzt, aber bei uns in der Schule finden sie auch Verwendung und auch bei einigen SuS privat zum spielend lernen.

    LG

  4. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: derdiedas 25.06.19 - 13:12

    Nur berechtigt der prozentual kaum relevante Einsatz in der Bildung noch eine Steuerbefreiung und Anerkennung als gemeinnützige Stiftung?

    Gruß DDD

  5. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: brotiger 25.06.19 - 13:20

    toastedLinux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ließt sich auf deren Bericht aber doch ein wenig anders:

    So gut wie alle Aktivitäten in diesem Bericht wurden von Dritten erledigt, ohne jede Unterstützung durch die Raspberry Pi Foundation.

    Wenn man ein Dojo gründet, besteht beispielsweis der einzige Kontakt mit der Foundation darin, dieses mittels Web-Formular zu registrieren. Alles andere macht man selbst, von der Organisation der Örtlichkeit über die Beschaffung der RPis bis zum Marketing, dem Drucken eventueller T-Shirts, Ausdrucken der Unterlagen etc. Es gibt noch nicht mal ein "Starter Kit" mit einem Pi oder ein paar Zetteln drin oder sowas. Dabei wären die Kosten dafür mehr als überschaubar. Es gibt nur 2000 Dojos, für unter 200.000 Pfund hätte man die Starter Kits also wohl liefern können. Zum Vergleich:

    Die Raspberry Pi Foundation hatte 2017 ein Jahreseinkommen von 27 Millionen Pfund. Auf "Charitable Activities" entfielen nur ca. 4 Mio, aber über 15 Mio auf "Raising Funds". Die haben vier Mal mehr Geld für das Einwerben von Geldern als für den eigentlichen Stiftungszweck ausgegeben. Die Personalkosten alleine sind schon fast so hoch wie die Ausgaben für "Charitable Activities". Der Rest vom immerhin 8 Mio ging auf die Bank oder wurde in Aktien investiert. Die haben doppelt so viel Geld auf die Bank gelegt wie für den Stiftungszweck ausgegeben.

    Das ist fast schon so schlimm wie bei WikiMedia.

  6. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: elknipso 26.06.19 - 08:16

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur berechtigt der prozentual kaum relevante Einsatz in der Bildung noch
    > eine Steuerbefreiung und Anerkennung als gemeinnützige Stiftung?
    >
    > Gruß DDD


    Das Ding ist nun mal faktisch ein Basteirechner. Kein normaler Anwender käme auf die Idee sich für seinen Mediaplayer einen Raspi zu kaufen und daran zu basteln bis alles geht, da wird gleich ein Amazon Fire TV Stick gekauft der fertig konfiguriert das gewünschte bietet.

    Will jemand dagegen basteln und ausprobieren holt er sich einen Raspi.

  7. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: brotiger 26.06.19 - 08:29

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > derdiedas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Das Ding ist nun mal faktisch ein Basteirechner. Kein normaler Anwender
    > käme auf die Idee sich für seinen Mediaplayer einen Raspi zu kaufen und
    > daran zu basteln bis alles geht, da wird gleich ein Amazon Fire TV Stick
    > gekauft der fertig konfiguriert das gewünschte bietet.

    Das Netz ist nun wirklich voll mit vorinstallierten Android- und RPi-Boxen. Meist kommt Kodi dann auch gleich mit den ganzen illegalen Streaming-Addons, dafür muss man bei einem Fire TV schon was tun.

    Die Entscheidung der Foundation, die neue Version 4K-fähig zu machen und zwei HDMI-Ports zu verbauen statt irgendwas anderes zu verbessern oder den Preis zu senken zeigt ja wohl auch ganz klar, was der Markt will. Und ein Bastelrechner scheint das wohl nicht zu sein...

  8. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: oYa3ema5 26.06.19 - 10:31

    Hmm. Zweischneidig. Ich gehe davon aus, das zwar der Anteil an Häckern unter den SBClern sinkt, aber vermutlich steigt die absolute Gesamtzahl noch schneller an, und in absoluten Zahlen ist das immer noch ein Wachstumsmarkt. Zudem hält man sich die Optionen offen, schafft Möglichkeiten. Natürlich ist ein A72-Quadcore Overkill zum Auslesen von zwei Temperatursensorenn, aber er *kann es einfach* und behindert dich nicht.

  9. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: qoace 26.06.19 - 12:08

    Kann nur meine persönlich Erfahrung wiedergeben. An 2 von 3 Unis bei denen ich ein wenig Einblick hatte, kam der RPi nicht in nennenswerter Zahl zum Einsatz. In der Anderen wurde viel damit gearbeitet, wenn es das Modul hergegeben hat. Müssen Fächer, wie Autonome Systeme, Embedded System gewesen. Mit Clustern wurde auch gearbeitet. Ging in Richtung Workbalance Loader. Viel mehr Details kann ich ihnen leider auch nicht liefern. Der RPi stand nicht im Fokus

  10. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: DY 27.06.19 - 07:22

    kann man nicht Abstreiten.
    Vor allem wird es überall gepimpt und baut auf einem Closed Source Kern auf, der gut mit Patenten gesichert ist.
    Gut, der Markt muss durch einen Konzern belegt werden- nicht dass dieser Bereich von echten Community Produkten besetzt wird.

  11. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: floxiii 27.06.19 - 16:57

    Das sehe ich nicht so. Bisher war das Arbeiten mit dem Desktop ein ziemlicher Krampf, und wenn sich das mit dem Pi4 ändert, ist das doch begrüßenswert.

  12. Re: Multimediarechner auf Kosten der Allgemeinheit?

    Autor: nixidee 30.06.19 - 18:50

    brotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe das Konstrukt hinter den Platinen immer weniger. Der Raspberry
    > Pi sollte mal eine Bastelplatine für Schüler und Studenten werden, die
    > Foundation die Ausbildung an den Platinen fördern. Deswegen ist die
    > Foundation gemeinnützig, deswegen stellt Broadcom die Chips zu Preisen zu
    > Verfügung, welche sonst niemand auf dem Markt bekommt, und deswegen darf
    > die Raspberry Pi Trading Limited (Auftraggeber/Händler der Boards) ihren
    > Gewinn an die Foundation abführen, wodurch auf beiden Seiten keine Steuern
    > anfallen. Broadcom setzt sein Engagement vermutlich noch zusätzlich von der
    > Steuer ab.
    >
    > Ich sehe aber nie einen RP in der Hand eines Schülers oder Studenten. Die
    > Foundation kommt ihrem gemeinnützigen Zweck seit Jahren kaum nach. Statt
    > dessen verschwinden Millionen der Platinen hinter Fernsehern und tun dort
    > das, was ganz normale, unsubventionierte Boxen auf dem Markt auch tun
    > (Streaming, Multimedia, Emulatoren). Oder sie verschwinden in industriellen
    > Produkten (COM-Module). Mit dem RPi 4 hat man ganz klar gezeigt, dass diese
    > beiden Märkte bedient werden sollen und nicht der eigentliche Zweck, für
    > welchen die Foundation ihre Steuerfreiheit bekommen hat.
    >
    > Der Steuerzahler subventioniert hier eine massive Marktverzerrung, obwohl
    > ganz normale Unternehmen gleichwertige Produkte zum selben Preis anbieten.
    > Spätestens nach dem RPi 2 hätte man mal ein Auge auf die Geschäftspraktiken
    > der Foundation werfen müssen.
    Der Neid ist ja putzig. Man macht exakt das, wofür diese "Foundation" gegründet wurde:

    "The Raspberry Pi Foundation is a UK registered charity (No. 1129409). The object of the charity is to further the advancement of education of adults and children, particularly in the field of computers, computer science and related subjects."

    Steht nichts von "Schüler und Studenten". Der gemeinnützige Zweck wird offensichtlich vollumfänglich umgesetzt.

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