Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Raumfahrt: Erster Apollo…

NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: jevermann 06.09.16 - 20:40

    "AS 202 war die erste Mission, bei der ein Computer an Bord eines Raumfahrzeugs war. "

    Das ist leider nicht korrekt. Der "Gemini Digital Computer" (GDC) wurde bereits 1965 im Gemini-Programm eingesetzt. Er war der erste in einem in einem bemannten Raumfahrzeug eingesetzt Computer. Davor gab es auch noch unbemannte Missionen, die Computer eingesetzt haben. Die Ranger-Missionen ab 1961 hatten bereits rudimentäre Computer an Bord.

  2. Re: NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: Torrozilla 06.09.16 - 21:48

    jevermann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "AS 202 war die erste Mission, bei der ein Computer an Bord eines
    > Raumfahrzeugs war. "
    >
    > Das ist leider nicht korrekt. Der "Gemini Digital Computer" (GDC) wurde
    > bereits 1965 im Gemini-Programm eingesetzt.
    Da hat der Redakteur nicht richtig übersetzt oder gelesen. Der AGC war der erste Computer aus ICs, während Gemini noch diskrete Bauteile genutzt hat.

    Und heute würde man ein Gerät aus diskreten Bauteilen nicht mehr "Computer" nennen.

  3. Re: NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: JouMxyzptlk 07.09.16 - 00:00

    Torrozilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und heute würde man ein Gerät aus diskreten Bauteilen nicht mehr "Computer"
    > nennen.

    Das stimmt nicht, die alte Definition mit Rechenwerk, Speicherwerk und Befehlsabfolge gilt immer noch.
    Daher gibt es auch ein paar mechanische Computer, Zuse Z1 dürfte der bekannteste sein.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Z1_%28computer%29

    Wenn man Registrierkassen dazu zählt viele, aber das ist so eine Graubereich den jeder etwas anders interpretiert, einfache Addiermaschinen sind für mich persönlich kein Computer im heutigen Sinn.

  4. Re: NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: chefin 07.09.16 - 09:12

    Es kommt eben wirklich drauf an was man unter Computer versteht. Zuse hatte programmierbare Computer gebaut. Das dürfte in jedemfall als Computer durchgehen.

    Aber die Sonden und Gemini hatte Schaltwerke, die Hardverdrahtet waren. Also Ablaufsteuerungen ähnlich einer alten Waschmaschine mit ihrer Schaltwalze. Nur elektronisch umgesetzt mit Transistoren statt mit Mechanik. Die Schritte waren fest eingebaut, es gab kein Rechenwerk wie wir es heute kennen. Alles war quasi "on the fly", also wurde aus dem aktuellen Zustand ermittelt.

    Da aber Speicher verbaut war und Entscheidungsmöglichkeiten kommt es stark drauf an was man als Computer versteht. Wenn ich 2 Schaltwalzen habe und zu irgendeinem Zeitpunkt ein Sensor entscheidet ob die erste Walze weiter läuft oder ab jetzt die zweite Walze ist das zwar einen Entscheidung aber meines erachtens nicht ausreichend um es Computer zu nennen. Den sowas konnte schon im 19Jh mechanische Apparate, Spieluhren, etc. Empfehle da mal sich in Speyer das Museum anzuschauen, wo solche Uralten mechanische Geräte stehen die "Entscheidungen" treffen anhand Sensoreingaben....voll mechanisch.

    Die bezeichnung Computer wurde von der NASA eben erst im Apolloprogramm auch so benutzt. Wobei es bereits in den 50er Computer gabe, also ein Computer nicht erst für Apollo erfunden wurde. Alle vorherigen elektronischen Kisten waren sogenannte Sequenzer...elektronische Geräte die Schaltwalzen nachgebildet haben. Jedenfalls so die Begrifflichkeiten damals. Heute mag man das anders sehen, heute würde man den einen oder anderen Sequenzer aufgrund seiner Komplexität auch als Computer durchgehen lassen.

    Allerdings bin ich kein Freund Definitionen nachträglich zu ändern. Ich halte mich möglichst dran wie die Menschen etwas benannt haben als sie es erfunden oder gebaut haben. Sonst kann es dir passieren, das deine Urenkel den High-end Gaming-PC als Taschenrechner mit Bildscchirm bezeichnen weil deren Computer sowas als Hintergrundtask abwickeln ohne erkennbare CPU-Last. Oder würdest du einen Pferdewagen als Auto bezeichnen. Oder ein Fahrzeug mit Federantrieb (auch das gab es), welches man vorgespannt hat um dann eine Strecke zurück zu legen.

  5. Re: NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: wp (Golem.de) 07.09.16 - 09:51

    Danke für den Hinweis. Ist geändert.

    wp (Golem.de)

  6. Re: NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: Lagganmhouillin 07.09.16 - 10:57

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Allerdings bin ich kein Freund Definitionen nachträglich zu ändern. Ich
    > halte mich möglichst dran wie die Menschen etwas benannt haben als sie es
    > erfunden oder gebaut haben.

    Aber das passiert doch ständig. Das englische "to compute" (berechnen) kommt vom lateinischen "computare". Das heißt, der Begriff ist viel älter, als die Geräte, die man heute gemeinhin als "Computer" bezeichnet. Und war es nicht so, daß man früher allgemein Rechenmaschinen im englischen Sprachraum als "computer" bezeichnet hat? (Wobei "calculating machine" auch ein gebräuchlicher Ausdruck war.)

  7. Re: NICHT der erste Computer an Bord eines Raumfahrzeugs

    Autor: Kein Kostverächter 07.09.16 - 11:53

    "Computer" war früher im Englischen die Bezeichnung für die Leute, langwierige Berechnungen durchgeführt haben, also eine Berufsbezeichnung.

    Bis die Tage,

    KK

    ----------------------------------------------------------
    Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.
    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
    ----------------------------------------------------------
    Gesendet von meinem AppleTree iphone23 mit GoogleByte TalkAlways
    What the FUUK is going on?

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Nürnberg
  2. Sparkasse Herford, Herford
  3. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  4. BSH Hausgeräte GmbH, Dillingen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 57,99€
  2. 229,90€ + 5,99€ Versand


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paperino im Interview: "Am Ende ist es nicht so schwer, wie es aussieht"
Paperino im Interview
"Am Ende ist es nicht so schwer, wie es aussieht"
  1. Kickstarter Soundcam macht Geräusche in Echtzeit sichtbar
  2. Turris Mox Cz.nic plant modularen Router per Crowdfunding
  3. Light Phone 2 Das Mobiltelefon für Abschalter

A Way Out im Test: Knast-Koop mit tiefgründiger Story
A Way Out im Test
Knast-Koop mit tiefgründiger Story
  1. Spielemarkt Download-Anteil bei Games steigt auf 42 Prozent
  2. Mobbing Sponsoren distanzieren sich von Bully Hunters
  3. Analogue Super Nt im Test FPGA-Zeitmaschine mit minimaler Realitätskrümmung

IMSI Privacy: 5G macht IMSI-Catcher wertlos
IMSI Privacy
5G macht IMSI-Catcher wertlos
  1. DAB+ Radiosender hoffen auf 5G als Übertragungsweg
  2. Netzbetreiber 5G kommt endlich in die Umsetzungsphase
  3. Mobilfunk 5G-Frequenzen in EU ab 2020 für bis zu 20 Jahre verfügbar

  1. Nordrhein-Westfalen: Gelder für Breitbandausbau werden kaum abgerufen
    Nordrhein-Westfalen
    Gelder für Breitbandausbau werden kaum abgerufen

    Auch in Nordrhein-Westfalen kommt der Breitbandausbau nur langsam voran. Schuld sollen auch die komplizierten Förderregelungen sein. Deswegen ist ein Großteil der bereitgestellten Gelder nicht abgerufen worden. In den meisten Fällen sollen die Baumaßnahmen noch nicht begonnen haben.

  2. Fotodienst: Flickr an Smugmug verkauft
    Fotodienst
    Flickr an Smugmug verkauft

    Flickr wird wieder einmal verkauft. Die Foto-Community gehörte seit 2005 zu Yahoo und geht nun in die Hände von Smugmug über. Für Nutzer sind das gute Nachrichten, denn der Familienbetrieb Smugmug verspricht, das Angebot weiterzuführen.

  3. Spionagevorwürfe: Twitter verbietet Kaspersky-Werbung
    Spionagevorwürfe
    Twitter verbietet Kaspersky-Werbung

    Kaspersky darf nicht mehr auf Twitter werben. Das Unternehmen verstoße gegen die Werberichtlinien und begünstige Spionage durch Russland. Firmenchef Eugene Kaspersky widerspricht.


  1. 16:00

  2. 14:00

  3. 12:18

  4. 11:15

  5. 09:03

  6. 17:15

  7. 16:55

  8. 16:06