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Schlecht erklärt.
Autor: bernstein 28.01.23 - 16:29
Leider erklärt der Text überhaupt nicht wie ein solcher Pellet-Antrieb funktioniert. Sorry aber "winzige Pellets" und "Laserablation" sind zu wenig Information. Das Bild gibt weitere Hinweise, aber es bleibt sehr vage.
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Re: Schlecht erklärt.
Autor: Nore Ply 29.01.23 - 12:27
bernstein schrieb:
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> Leider erklärt der Text überhaupt nicht wie ein solcher Pellet-Antrieb
> funktioniert. Sorry aber "winzige Pellets" und "Laserablation" sind zu
> wenig Information.
Nicht zu konkret zu werden ist eine der Grundlagen einer gewissen Sorte von Golem-News. -
Re: Schlecht erklärt.
Autor: stoney0815 29.01.23 - 22:02
Laser Ablation bedeutet das ein Laserstrahl mit seiner Energie einen Stoff verdampft. Das erfolgt entweder kontinurlich bei einem dauerhaften Strahl oder Schicht für Schicht bei einem gepulsten Strahl. Letzteres ist wahrscheinlicher, weil deutlich besser beherrschbar. Das Verdampfen generiert einen Impuls, der den Stoff (hier die Pellets) beschleunigt.
Ich habe nur nicht ganz verstanden, ob die Pellets komplett verdampfen sollen, also man nur noch ein beschleunigtes Plasma auf die Reise schickt. Dann würde das Solarsegel Sinn machen, da es groß ist und dem Impuls des beschleunigten Plasmas auffängt und an das raumfahrzeug überträgt.
Oder sollen die Pellets nur teilweise verdampfen und dann quasi wie Maschinengewehrkugeln auf eine Prallplatte am Raumfahrzeug einschlagen.Aber das Zielen wird natürlich irgendwann nicht mehr beherrschbar.
Die Lösung umgeht ein paar Probleme die zB bei dem vergleichbaren Project Starshot auftreten würden. Bei Starshot sollen die energiereichen Photonen des Lasers von einem quasi perfekten Spiegel reflektiert werden. Aber es unendlich schwierig einen so hoch reflektierenden Spiegel zu konstruieren, denn wenn dieser nicht wirklich 99,9999....% reflektiert, erwärmt er sich irgendwann so stark das er anfängt zu schmelzen.Das Problem hat die MIT Lösung nicht. Im Gegenteil, das Plasma wird immer kälter je länger es fliegt. -
Re: Schlecht erklärt.
Autor: gadthrawn 30.01.23 - 16:04
Na dann mal ne blöde Frage:
Schießt man von oberhalb der Atmossphäre mit einem richtig fetten Laser und Pelletlager auf ein sich ständig entfernendes Objekt?
Die Zieloptik muss für den "Rand" des Sonnensystems ja schon extrem gut sein. Und das Segel sollte tunlichst nicht nur am Rand getroffen werden.
Bis dahin dürfte aber das Plasma ja schon wieder kalt geworden sein....
Oder schmilzt man das Schicht für Schicht bis es da ist? Ziemlich Reichweite auf die der gerade arbeiten muss, ohne durch Abweichung auf das Segel selbst zu treffen und das zu erwärmen.
Oder ist die Sonde das Pelletlager und wird anvisiert?
(Eigentlich ja egal, entweder winzige Pellets werden nah wie ein Billiardqueue gepusht oder weit weg - das Zielen dürfte problematisch sein)
Oder beschleunigt man doch nur "hier" ... ? -
Re: Schlecht erklärt.
Autor: Ach 30.01.23 - 17:00
gadthrawn schrieb:
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> Na dann mal ne blöde Frage:
>
> Schießt man von oberhalb der Atmossphäre mit einem richtig fetten Laser und
> Pelletlager auf ein sich ständig entfernendes Objekt?
>
> Die Zieloptik muss für den "Rand" des Sonnensystems ja schon extrem gut
> sein. Und das Segel sollte tunlichst nicht nur am Rand getroffen werden.
Ich kenne zwar den Öffnungswinkel des verwendeten Lasers nicht, aber der Strahl des bekannten Lunarlasers, der spezielle Reflektoren auf der Mondoberfläche anstrahlt um die genaue Mondentfernung zu messen, hat sich schon wenn er den Mond(384000km) erreicht auf einen Strahlendurchmesser von 4km verbreitert. Wie bei einer ganz normalen Glühbirne nimmt die Helligkeit/Energie des Lasers mit der Entfernung eben quadratisch ab.
Die Beschleunigung via Laser muss sich deshalb noch in relativer Erdnähe abspielen, weil ansonsten die Energiedichte zu sehr abnimmt, und ich denke, dass ähnliches auch für den Peletantrieb gilt, ob die Pelets nun verdampft, oder ob die vom Laserstrahl noch ausreichend beschleunigt werden sollen. Allerdings : bereits mit einer ordentlichen Beschleunigung über die Dauer von nur 24h könnte man schon einen beachtenswerten Schub ausüben.
Bei dem ursprünglich geplantem Einsteinteleskop, also bei dem Teleskop mit dem reinen Sonnensegelantrieb, da hat der Wissenschaftler die Flugbahn übrigens so geplant, dass das Teleskop zu allererst in Richtung Sonne gestürzt wird, um die Sonne knapp zu passieren und dann so früh wie möglich die Sonnensegel zu öffnen und auf diese Weise die größt mögliche Strahlendichte auf die Segel drücken zu lassen.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.23 17:18 durch Ach.



