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  1. Re: Preise

    Autor: Anonymer Nutzer 04.03.21 - 13:26

    Zuerst mal müssen Scalper sehr wohl ihre Gewinne versteuern. Ob sie das tun oder nicht ist eine andere Frage. Hier muss dann der Staat im Einzelfall wegen Steuerhinterziehung ermitteln.

    Wie oben schon erklärt: Die Scalper reduzieren nicht die Menge der Produkte auf dem Markt, sie passen lediglich die Preise nach oben an, wo sich dann ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage (zu Preis UVP+X einstellt). Wenn die Händler direkt mehr Geld verlangen würden, hätte das den gleichen Effekt. Wäre dann deiner Meinung nach (falls ich dich da richtig verstanden habe) legitim?
    Ich weiß gar nicht woher die Annahme kommt dass Produkte immer nur zur oder unterhalb der UVP verkauft werden dürften. Überleg vielleicht mal wofür das Kürzel steht... Auf der anderen Seite beschwerst du dich ja nicht wenn du Produkte unterhalb der UVP kaufst (wo es weniger Nachfrage zur UVP gibt als angeboten wird und daher die Preise fallen). Winter/Sommerschlussverkauf wäre dann auch nicht möglich, immerhin müsstest du ja da zu "normalen" Preisen kaufen (was das genau bedeutet hast du leider noch immer nicht erklärt).

  2. Re: Preise

    Autor: BlindSeer 04.03.21 - 13:27

    Meine Prophezeiung ist dann im Gegensatz zu deiner, dass es immer länger dauern wird, bis es sich normalisiert. Zum Release unterm UVP kenne ich im Grunde kaum, höchstens bei Produkten wo mit Zubehör gut verdient wird.
    Und "mehr" müssen wir so oder so ausgeben. Unabhängig von Scalper. Schau dir nur mal die Preise für die MIttelklasse heute und vor 10 Jahren an. :) Damit haben die Scalper aber wirklich nix zu tun. Die sorgen für eine Verlängerung der Hochpreisphase, dadurch das sie halten werden bis die Produktion dem ersten Ansturm nachkommt. Leider werden sie im "schlimmsten Fall" nur +-0 verkaufen können, statt mit Verlust.

  3. Re: Preise

    Autor: BlindSeer 04.03.21 - 13:34

    Das Scalper ggf. Steuerhinterziehung begehen habe ich doch selber gesagt. In Kombination mit meiner Beobachtung, dass sie gerne als "Privatverkauf" deklarieren, was ja steuerfrei wäre. Da sind wir uns ja voll einig. Übrigens wären sie auch in dem Fall ein Fall für den Vebraucherschutz. Als gewerblicher Verkäufer haben sie Gewährleistung abzuliefern.

    Ein Händler über UVP geht klar. Der muss auch klar mit den Konsequenzen rechnen. Expert hatte letztens eine PS5 für UVP +100¤ im Angebot. Legitim, darf er machen, muss damit leben dass ich einen großen Bogen um Expert machen werde, ebenso wie andere nun auch. Einer hat von seinem lokalem Expert berichtet, die wollen 1k¤ haben. Hier muss jedr Händler halt gegen rechnen ob höhere Marge die geringere Kundenzufriedenheit aufwiegt. Der Händler versteuert in der Regel auch.

    Scalper sind kein Korrektiv. Sie so zu glorifzieren ist wie Spammer als "korrektiv zur zu geringen Nachfrage" zu deklarieren. In England haben sie sich in die Logistik einer Handelskette gehackt, um vor offiziellem Verkauf abzukaufen. Das ist kein Korrektiv. Nicht alles was geht ist auch richtig.

    In beiden Fällen bleibt es wie gesagt den eigentlichen Leistungsträgern gegenüber unfair, den Herstellern die eben nicht mehr für ihre Leistung bekommen, im Falle von Konsolen sogar suventionieren.

  4. Re: Preise

    Autor: Anonymer Nutzer 04.03.21 - 13:40

    Naja, es steht den Herstellern ja frei die Preise nach oben anzupassen, wenn sie sehen dass die Nachfrage höher als das Angebot ist.

    Aber machen wir mal ein Gedankenspiel, vielleicht hilft das ja weiter. Stell dir vor du produzierst ein Gut X und andere Leute wollen es haben. Wie setzt du den Preis fest? Zusatzfrage: Ändert sich was an dem Preis, wenn du nicht direkt an Verbraucher verkaufst sondern das anderen Unternehmen überlässt?

  5. Re: Preise

    Autor: BlindSeer 04.03.21 - 14:00

    Der Preis wird je nach Produkt an verschiedensten Faktoren festgesetzt. Von Strategie (siehe Druckerhersteller: Grundprodukt günsitg, Verbrauchsmaterial teurer als Markenparfum), Produktionskosten, Nebenkosten, Entwicklungskosten, Haltbarkeit, kann ich durch Zubehör, oder hinten dran hängenden Lizenzen quer finanzieren (Einmalvertrieb vs. laufende Einnahmen), habe ich hinreichend Grundkapital oder muss ich die Weitentwicklung vorschießen (Computerspiele sind hier ein klassisches Beispiel), usw, usf... Und ja, auch die Marktsituation und die Konkurrenz spielen eine Rolle und wie weit ich mir meine Nische abgesichert habe, auf technischem Stand bin, wie kaufkräftig ist meine potentielle Kundschaft (hier Porsche vs. Dacia, oder auch das Konzept stelle ich wenig und teure Waren her, oder bediene ich den Massenmarkt) usw...

    Und das fällt mir nur spontan ein, was in eine Preisberechnung einfließt. Daraus ergibt sich ein Verkaufspreis von X. Wobei der Preis für den Fall dass ich Direktvertrieb anbiete dieser Preis X die Basis ist auf den dann die Direktvertriebskosten mit eingepreist werden müssen (Einzellogistik ist teurer als eine Palette zu verschicken, ebenso müssen mehr Rechnungen verschickt werden, usw.). Oder sagen wir besser es ergibt sich ein Einzelstückpreis von X. Für X wird ein Stück verkauft, egal ob Händler oder direkter Kunde (da ist es dann X + Steuern). Danach wird Staffellung kalkuliert, da höhere Mengen eine garantierte Einnahmen sind und geringere Verwaltung bedürfen (1000 Rechnungen, Abrechnungen, Zahlungsüberwachungen vs. 1 Rechnung für 1000 Stück). Ggf. kann man auf beiden eine Art Stammkundenrabatt anrechnen.

    Nur was du mir mit der einfachen Frage auf ein komplexes Thema sagen willst weiß ich nicht. Übrigens wäre ich auch als Hersteller nicht glücklich über Scalper und Hoarder... Die kratzen am Image (wie man hier auch sieht) und sorgen dafür dass ggf. vorhandene Nebenprodukte und Querfinanzierungen nicht klappen.

  6. Re: Preise

    Autor: Anonymer Nutzer 04.03.21 - 15:07

    Das ist eine schöne Auflistung! Was mir für die aktuelle Diskussion zu kurz kommt ist die Nachfrage. Denn wenn du niemanden hast der dir das Produkt zu dem festgesetzten Preis abnimmt, dann kannst du es auch nicht verkaufen (der Preis wird nach unten korrigiert). Analog stimmst du mir sicher zu dass sich der Preis nach oben verschiebt wenn mehr Nachfrage als Angebot da ist.

    Sehr schön fand ich übrigens dass du zwischen Verkauf an Einzelabnehmer oder Großabnehmer unterschieden hast, daher setzen AMD und Nvidia ja auch nicht direkt die Preise fest sondern einen Orientierungspunkt (die UVP) - kleine Mengen die direkt verkauft werden mal ausgenommen. Der Rest, also wann der Preis (UVP +-X) wie hoch ist, wird dann von den Händlern und Verbrauchern anhand der Marktlage festgelegt.
    Und nichts anderes passiert ja jetzt.

  7. Re: Preise

    Autor: BlindSeer 04.03.21 - 15:21

    Mir ist durchaus bewusst wie die Mechaniken funktionieren und ich kritisere nicht den Grundsatz, sondern dadurch geförderte Eigenschaften: Gier und Egoismus. ;)
    Für mich sind Scalper übrigens keine natürlichen Marktakteure, sondern parasitäre Eindringlinge ins System, die nur aus dem System raus ziehen wollen. Ähnlich wie ein Bandwurm zum Beispiel. Die Ware wird geliefert aber die Nährstoffe kommen nicht beim Zielort an. Wie gesagt, als Produzent wäre ich selber verärgert über Scalper.

    Und wieso sollte ich zwanghaft die Preise hoch schrauben, nur weil man mir mehr abnehmen will als ich kann? Ich kann mir auch ein gutes Image aufbauen und langfristig mehr absetzen und auch von meinem Ruf zehren. Es sind übrigens derzeit nicht die Produzenten die die Preise hoch setzen, sondern die Händler. Der Produzent und damit Leistungsträger hat nix von der Anpassung, einzig der Händler. Was mich als Produzenten ggf. auch ärgert weil der erhöhte Preis zum Teil auch mein Image angreift.

  8. Re: Preise

    Autor: Clown 05.03.21 - 11:06

    yumiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Scalper verknappen nichts - die wollen ja die Ware verkaufen.
    > Für den Service der sofortigen Lieferbarkeit verlangen sie einen Aufpreis,
    > den Leute gerne bereit sind dafür zu zahlen. Quasi stellen die sich für
    > dich bei allen Online-Shops an.
    > Schätzungen gehen von weit unter 1% der verfügbaren Ware bei den Scalpern
    > aus.
    > Verknappen tun die jedenfalls nichts.

    Der "Service der sofortigen Lieferbarkeit" wäre schon bei jedem anbietendem Shop exakt identisch, wenn Scalper gar nicht erst existierten. Dafür einen Aufpreis zu verlangen, ist bestenfalls zynisch. Und Dein lächerlicher Versuch dies zu rechtfertigen ebenfalls.

    Wenn es überhaupt zu einem Aufpreis kommen muss (und der Meinung bin ich nicht), wäre es deutlich wünschenwerter, wenn der Shop selber den Aufpreis aufschlägt, da dieser im Vergleich zum Scalper zum einen dem Fernabgabegesetz unterliegt und zum anderen Steuern zahlt (auch und insb auf den Aufpreis).
    Es ist in JEDER Hinsicht schlecht, wenn eine im Grunde unbeteiligte dritte Partei reingrätscht, nur um Geld zu machen.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  9. Re: Preise

    Autor: Clown 05.03.21 - 11:20

    Thunderbird1400 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, welche Erkenntnis, dass Leute Geld verdienen wollen.

    Womit _verdienen_ Scalper denn Geld? Mit dem Wegschnappen? Mit dem Aufpreis? Mit den Steuern, die sie nicht zahlen? Mit der Gewährleistungspflicht, der sie nicht nachkommen?
    Würde der Händler den Aufpreis fragen, wäre das eine gänzlich andere Geschichte. Der Händler bietet Ware und/oder Dienstleistung an. Der Scalper nicht. Nicht mal im Ansatz. Hier findet einfach kein Austausch statt.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

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