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Linux ist am Ende
Autor: PeterMaris 02.05.23 - 13:06
Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch mithalten?
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Re: Linux ist am Ende
Autor: BiGfReAk 02.05.23 - 13:25
Das ist eigentlich kein Problem für Linux, weil es aktuell gar nicht den Markt übernehmen möchte. Denn Linux ist ja bekanntlich "das Betriebssystem der Zukunft" (und das schon seit 30 Jahren)
Daher orientiert man sich eher langfristig -
Re: Linux ist am Ende
Autor: Lufegrt 02.05.23 - 13:43
Gefällt mir. :D
BiGfReAk schrieb:
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> Das ist eigentlich kein Problem für Linux, weil es aktuell gar nicht den
> Markt übernehmen möchte. Denn Linux ist ja bekanntlich "das Betriebssystem
> der Zukunft" (und das schon seit 30 Jahren)
> Daher orientiert man sich eher langfristig -
Re: Linux ist am Ende
Autor: lunarix 02.05.23 - 13:45
PeterMaris schrieb:
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> Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch mithalten?
Na hoffentlich schneidet man bei der Gelegenheit endlich alte Zöpfe ab; man sollte einen Emulationslayer für alte Windows-Applikationen bieten und ansonsten bei Null starten. Ausserdem das WSL besser integrieren, sodass es wirklich keinen Unterschied macht, ob ich mich in der Bash im WSL befinde oder in der Powershell unter Windows. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: countzero 02.05.23 - 13:53
lunarix schrieb:
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> PeterMaris schrieb:
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> > Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch
> mithalten?
>
> Na hoffentlich schneidet man bei der Gelegenheit endlich alte Zöpfe ab; man
> sollte einen Emulationslayer für alte Windows-Applikationen bieten und
> ansonsten bei Null starten. Ausserdem das WSL besser integrieren, sodass es
> wirklich keinen Unterschied macht, ob ich mich in der Bash im WSL befinde
> oder in der Powershell unter Windows.
Alte Zöpfe abschneiden ja, aber woher kommt eigentlich der Glaube, dass "alles neu machen" zu besserer Software führt? Gibt es auch nur ein größeres Softwareprojekt, bei dem das erfolgreich durchgeführt wurde?
Und wenn man dann auf der grünen Wiese neu anfängt und eine neue Version veröffentlicht, soll sie aber bitte auch schon alle Features des Vorgängers haben. Die Leute drehen ja schon hohl, weil in Windows 11 an der Taskleiste einige Optionen wegfallen oder noch nicht umgesetzt wurden. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: non_sense 02.05.23 - 14:00
countzero schrieb:
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> Alte Zöpfe abschneiden ja, aber woher kommt eigentlich der Glaube, dass
> "alles neu machen" zu besserer Software führt? Gibt es auch nur ein
> größeres Softwareprojekt, bei dem das erfolgreich durchgeführt wurde?
Ich denke, das Problem sind eher die Geschäftskunden und nicht Microsoft.
Die Kunden stöhnen doch am lautesten, wenn irgendein 30 Jahre alter Müll nicht mehr funktioniert. Ich sehe es ja bei unseren Kunden, die wohl wieder zurück zu Lochkarten möchten. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: Christian-Hofmann 02.05.23 - 14:09
Warum muss eigentlich immer jemand das Ende voraussagen. Windows 11 ist das Ende von Windows und nun ist Windows 12 das Ende von Linux und so weiter... Es wird wie immer nicht so kommen und beide Systeme existieren weiter...
Microsoft ist eben in einem Dilemma. Windows Anwendungen funktionieren eigentlich mehr oder weniger auch in neuen Systemversionen. Nicht weil sie es wollen, sondern der Nutzer es voraussetzt. Dadurch wird der zusätzliche Ballast eben von Version zu Version immer größer. Linux hat übrigens das gleiche Problem, zugegeben nicht in diesem Maße, dafür kann der Nutzer aber irgendwann dastehen und alte Proprietäre Software funktioniert nicht mehr.
Theoretisch müsste der ganze Ballast der letzten 30 Jahre mal entfernt werden, dann wäre das neue Windows bestimmt sehr schnell bei geringen Anforderungen und mutmaßlich auch einiges sicherer und robuster. Nur würde es vermutlich wie Blei im Regal liegen, wenn keine Software mehr läuft. Somit wird jede Version wohl noch größer und die Anforderungen an die Hardware steigen.
BTW ich mutmaße einmal, dass NTFS alleine schon wegen dem eben beschriebenen Punkt noch weitere 30 Jahre in Windows bleiben wird, genau so wie FAT16 :) -
Re: Linux ist am Ende
Autor: nightmar17 02.05.23 - 14:27
Mir würde das schon reichen, wenn Windows 12 ein reines 64Bit System wird und 32Bit ablöst.
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Re: Linux ist am Ende
Autor: gdh 02.05.23 - 15:24
Christian-Hofmann schrieb:
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> Warum muss eigentlich immer jemand das Ende voraussagen. Windows 11 ist das
> Ende von Windows und nun ist Windows 12 das Ende von Linux und so weiter...
> Es wird wie immer nicht so kommen und beide Systeme existieren weiter...
>
> Microsoft ist eben in einem Dilemma. Windows Anwendungen funktionieren
> eigentlich mehr oder weniger auch in neuen Systemversionen. Nicht weil sie
> es wollen, sondern der Nutzer es voraussetzt. Dadurch wird der zusätzliche
> Ballast eben von Version zu Version immer größer. Linux hat übrigens das
> gleiche Problem, zugegeben nicht in diesem Maße, dafür kann der Nutzer aber
> irgendwann dastehen und alte Proprietäre Software funktioniert nicht mehr.
>
> Theoretisch müsste der ganze Ballast der letzten 30 Jahre mal entfernt
> werden, dann wäre das neue Windows bestimmt sehr schnell bei geringen
> Anforderungen und mutmaßlich auch einiges sicherer und robuster. Nur würde
> es vermutlich wie Blei im Regal liegen, wenn keine Software mehr läuft.
> Somit wird jede Version wohl noch größer und die Anforderungen an die
> Hardware steigen.
>
> BTW ich mutmaße einmal, dass NTFS alleine schon wegen dem eben
> beschriebenen Punkt noch weitere 30 Jahre in Windows bleiben wird, genau so
> wie FAT16 :)
Ich glaube der themenersteller hat den Sarkasmus nicht golem forist gerecht deklariert. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: honk 02.05.23 - 15:31
Naja, am Ende wird Linux deswegen sicher nicht sein, aber wäre schon blöd, wenn man unter Linux wieder jahrelang nicht das aktuelle "Windows Dateisystem" lesen und schreiben kann.
MS hat zwar in den letzten Jahren seine liebe zu OpenSource entdeckt, aber ich wage zu bezweifeln, dass das eine ausreichend offene Dokumentation von ReFS umfasst, eher wird es wohl noch ein paar neue Patente geben, die die Nutzung unter anderen Betriebssystemen erschweren. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: TheUnichi 02.05.23 - 16:00
honk schrieb:
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> Naja, am Ende wird Linux deswegen sicher nicht sein, aber wäre schon blöd,
> wenn man unter Linux wieder jahrelang nicht das aktuelle "Windows
> Dateisystem" lesen und schreiben kann.
>
> MS hat zwar in den letzten Jahren seine liebe zu OpenSource entdeckt, aber
> ich wage zu bezweifeln, dass das eine ausreichend offene Dokumentation von
> ReFS umfasst, eher wird es wohl noch ein paar neue Patente geben, die die
> Nutzung unter anderen Betriebssystemen erschweren.
Da Microsoft es auch sauber mit der WSL sprechen lassen muss und auch in ihrer eigenen Cloud im Grunde nur Linux gesprochen wird, wird es recht schnell offizielle Linux-Treiber für ReFS geben. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: lunarix 02.05.23 - 16:29
countzero schrieb:
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> lunarix schrieb:
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> > PeterMaris schrieb:
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> > > Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch
> > mithalten?
> >
> > Na hoffentlich schneidet man bei der Gelegenheit endlich alte Zöpfe ab;
> man
> > sollte einen Emulationslayer für alte Windows-Applikationen bieten und
> > ansonsten bei Null starten. Ausserdem das WSL besser integrieren, sodass
> es
> > wirklich keinen Unterschied macht, ob ich mich in der Bash im WSL
> befinde
> > oder in der Powershell unter Windows.
>
> Alte Zöpfe abschneiden ja, aber woher kommt eigentlich der Glaube, dass
> "alles neu machen" zu besserer Software führt? Gibt es auch nur ein
> größeres Softwareprojekt, bei dem das erfolgreich durchgeführt wurde?
Oftmals hat sich gezeigt, dass ein Reset der bessere Weg ist anstatt eine Bestehende Codebase immer weiter nur zu flicken. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: Valdyn 02.05.23 - 18:01
Mal davon abgesehen das bereits Windows 11 32-Bit aufgegeben hat, was sind genau die Auswirkungen der reinen Existenz eines 32-bittigen Windows auf dein 64-Bit-System das du dessen Aufgabe forderst?
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Re: Linux ist am Ende
Autor: Keep The Focus 02.05.23 - 18:05
schon mitbekommen, dass Linux mittlerweile auch Rust im Kernel ermöglicht hat und aktuelle Dateisysteme unterstützt?
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Re: WinDOS ist am Ende
Autor: cubie2 02.05.23 - 18:31
PeterMaris schrieb:
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> Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch mithalten?
WinDOS muss erst mal sehr mächtig Rückstände aufarbeiten, um zumindest mit Linux gleichzuziehen.
So etwas wie ReFS, bei MS bereits vor 10 (!) Jahren vorangekündigt, bis heute nur teilweise nutzbar, hat Linux seit zig Jahren.
Kann so ein WinzigWeicher nicht wissen (denn die wissen meist eher wenig bis extrem wenig), ist aber so.
Und von FreeBSDS usw. reden wir besser erst gar nicht, denn das muss einem WinzigWeichen mit Sachkenntnis die Schamesröte ins Antlitz zaubern.
Man möchte fast meinen, dass es angesichts der Fakten fast gut ist, dass WinzigWeichen mit Sachkenntnis recht dünn gesäht sind, wegen Schamesröte und so. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: 486dx4-160 02.05.23 - 19:11
PeterMaris schrieb:
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> Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch mithalten?
Beim Dateisysteme-Schwanzvergleich liegt Linux meilenweit vorne, und seit ein paar Monaten werden auch da die ersten Teile in Rust programmiert.
Linux kann dennoch nicht mithalten: Anwender werden viel zu lange mit alten Rechnern arbeiten müssen. Bei Windows wird dagegen darauf Wert gelegt, dass regelmäßig Neue angeschafft werden müssen. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: Christian-Hofmann 02.05.23 - 19:36
486dx4-160 schrieb:
> Linux kann dennoch nicht mithalten: Anwender werden viel zu lange mit alten
> Rechnern arbeiten müssen. Bei Windows wird dagegen darauf Wert gelegt, dass
> regelmäßig Neue angeschafft werden müssen.
Ich verstehe deine Aussage jetzt nicht so wirklich. Warum werden Linux Anwender dazu gezwungen mit alter Hardware zu arbeiten?
Es ist eher so, dass die Distributionen welche geringe Anforderungen haben eher verschwunden sind. Während es früher viele gab, die eine schlanke Alternative zu Windows waren, so sind diese heute eigentlich vollständig verschwunden. Dadurch dass es kaum noch aktuelle Distributionen mit 32 Bit support gibt, sind viele alte Systeme rausgefallen. Durch die immer weiter vorangehende Umstellung auf Wayland fallen weitere Systeme mit alter GPU raus. Zum Vergleich dazu: Auf einem aktuellen Windows 10 läuft eine S3 Trio64V2/DX Grafikkarte noch immer. Diese Karte wurde damals mit einer Windows 3.11 Treiber-Diskette verkauft am Anfang. Versuche damit mal aus der Konsole unter Linux herauszukommen in einer aktuellen Distribution :)
> Beim Dateisysteme-Schwanzvergleich liegt Linux meilenweit vorne, und seit ein paar Monaten
> werden auch da die ersten Teile in Rust programmiert.
Naja, Linux hat die meisten Dateisysteme die du nutzen kannst (auch zur Installation). Aber entstanden sind die meisten leistungsfähigen Systeme eher in der Unix Welt. Eben dort wo damals die riesigen Unix/Solaris Maschinen schon Terabyte große Raids nutzten, währen man Zuhause mit seinen 500 Mb Festplatten nicht wusste, wie man diese voll bekommt. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: Steffo 02.05.23 - 19:43
PeterMaris schrieb:
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> Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch mithalten?
Linux hat Btrfs und Rust hat doch auch Einzug im Linux-Kernel. -
Re: Linux ist am Ende
Autor: Sharra 02.05.23 - 19:44
Es ist nicht Windows. Nuff said.
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Re: Linux ist am Ende
Autor: lunarix 02.05.23 - 23:30
Steffo schrieb:
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> PeterMaris schrieb:
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> > Neuer Kernel in Rust, neues Dateisystem. Wie soll Linux da noch
> mithalten?
>
> Linux hat Btrfs und Rust hat doch auch Einzug im Linux-Kernel.
Dabei fällt mir ein, Windows hat auch btrfs, wenn man denn will https://www.lilysthings.org/blog/windows-on-btrfs/ ;-)



