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Schlechte Linuxunterstützung überrascht

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  1. Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: hle.ogr 12.02.18 - 17:14

    Dank für den Test. Ich hätte eigentlich gedacht, dass zumindest mit Kernel 4.15 alles out-of-box funktioniert. OK, der 4.15 ist noch beta und der passende Treiber war noch nicht in den Ubuntu-Repo.

    Bleibt nur zu warten, ob mit fertigem Kernel dann alles funktioniert. Denn gerade für Linux-Nutzer sollte sich doch eine neue Dimension mit diesen CPUs ergeben. Genügend schnell CPU und auch flotte GPU, und das alles ohne Angst vor einem Kernel-Update.

  2. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: Bigfoo29 12.02.18 - 17:26

    Naja, eigentlich überrascht es nicht wirklich... hier müssen viele Komponenten zusammenspielen. Ein LLVM, der noch nicht draußen ist mit einem MESA-Treiber, der noch BETA ist, auf einem Kernel-Treiber, der mit 4.16 erstmalig offiziell so in Betrieb geht und bisher auch nur BETA war. Und das alles auf Hardware, die es bislang für den Standard-Entwickler noch nicht zu besitzen gab. Wenn das gutgegangen wäre, wäre ich doch sehr überrascht gewesen. Spannender ist, ob und wie sich Bestandssysteme mit der neuen Infrastruktur schlagen werden. Denn die haben die Leute eher vor Ort (bzw. derzeit weltweit bei den Usern im Einsatz).

    Regards.

  3. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: felix.schwarz 12.02.18 - 17:59

    Mich überrascht das nicht so sehr, weil alle neuen Funktionen für Linux-Grafiktreiber inzwischen erst mal in linux-next müssen, bevor sie in den offiziellen Kernel kommen. Das heißt letztlich, dass die Entwickler jetzt die Neuigkeiten für 4.17 bauen (Release vermutlich Juli 2018), während grafiktechnisch die Neuerungen für 4.16 praktisch schon feststehen. Bugfixes und "Kleinigkeiten" sind davon nicht betroffen.

    Das heißt aber auch, dass 4.15 code-technisch auf einem Stand von vor 3-4 Monaten ist. Da AMD aber inzwischen mit einem großen Team am offenen Linux-Treiber arbeitet, ist das gerade für neueste Hardware schon eine mittlere "Ewigkeit" her.

    Wenn man den aktuellsten Treiberstand testen will (kernel-seitig, also Powermanagement/Display-Anbindung/GPU-Speicherverwaltung), sollte man wohl diesen AMD-Branch verwenden: https://cgit.freedesktop.org/~agd5f/linux/log/?h=amd-staging-drm-next

    Auf Basis dieses Branches (und git-Versionen von mesa und llvm) kann man heute schon recht gut abschätzen, was dann in 1-2 Kernel-Versionen "Standard" für alle Nutzer sein wird.

  4. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: hle.ogr 12.02.18 - 18:08

    Mich ueberrascht es trotzdem. Gerade weil AMD sich doch merklich mehr fuer Linux bemueht. Das sind doch alles keine Sachen, die erst seit ein paar Monaten bekannt sind. Das sollte man doch schon etwas langfristiger planen koennen. Aber mal schauen.

  5. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: Gamma Ray Burst 12.02.18 - 18:14

    hle.ogr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich ueberrascht es trotzdem. Gerade weil AMD sich doch merklich mehr fuer
    > Linux bemueht. Das sind doch alles keine Sachen, die erst seit ein paar
    > Monaten bekannt sind. Das sollte man doch schon etwas langfristiger planen
    > koennen. Aber mal schauen.

    AMDs Bemühungen können aber nur dann wirklich greifen wenn sie sich im Kernel bzw. den diversen Distro Releases wiederfinden, und das geht nicht von heute auf morgen.

  6. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: Stebs 13.02.18 - 11:50

    hle.ogr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bleibt nur zu warten, ob mit fertigem Kernel dann alles funktioniert.
    Kernel 4.15 ist nicht beta, sondern "released".

    > Denn
    > gerade für Linux-Nutzer sollte sich doch eine neue Dimension mit diesen
    > CPUs ergeben. Genügend schnell CPU und auch flotte GPU, und das alles ohne
    > Angst vor einem Kernel-Update.
    Raven Ridge sind sicherlich sehr interessante CPUs (nicht zuletzt in leichten Notebooks ohne dedizierte GPU), aber "Angst vor einem Kernel-Update" brauch man auch mit anderen CPUs (Intel) oder GPUs (Nvidia) nicht zu haben.

    Viel entscheidender als Open-Source oder Closed-Source Treiber ist in der Hinsicht (Angst vor Kernel-update) die Wahl der passenden Distribution.
    Nimmt man eine "stabile" Distribution für die auch nur bestimmte "abgehangene" Kernelversionen empfohlen werden (und alle Einzelkomponenten dann auch darauf abgestimmt sind) und "bastelt" selbst daran rum, kann das durchaus mal spannend werden.

    Bei Distributionen die stets aktuell sind (z.B. Rolling-Release) ist es eigentlich Usus dass man ohne Probleme auch mit proprietären Grafiktreibern (zumindest von Nvidia) frei zwischen verschiedenen Kerneln wechseln kann, durchaus auch per simplem Mausklick.

    Davon abgesehen haben Open-Source Treiber natürlich ihren Reiz und Vorteile, für Angst-freie Kernel-Updates sind sie aber nun mal nicht unbedingt nötig.

  7. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: sg (Golem.de) 13.02.18 - 17:39

    Ich hab die Raven Ridge doch noch zum Laufen gebracht und das jetzt als Update zum Text hinzugefügt.

    ---------
    Sebastian Grüner

    Golem.de

  8. Re: Schlechte Linuxunterstützung überrascht

    Autor: hle.ogr 13.02.18 - 18:44

    Sehr schoen, vielen Dank fuer das Update. Wenn ich das richtig verstehe: Der Treiber von AMD ist ok, aber die Linux-Distributionen muessen noch nachziehen und sicherstellen, dass die Treiber auch genutzt werden, sofern die Hardware vorliegt. Das duerfte ja dann zum Glueck sehr schnell bei den einzlenen Distribution geschehen, die Kernel >= 4.15 nutzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.02.18 18:45 durch hle.ogr.

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