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Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

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  1. Re: Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

    Autor: Trollversteher 26.01.19 - 11:46

    >Es ist halt erst jetzt Leuten eingefallen, dass sie damit vielleicht ein paar Dollars machen können. Ich gehe davon aus, sie hoffen auf einen Vergleich. Um echte Inhalte geht es da eigentlich nie.

    >Könnte höchstens sein - Verschwörungstheorie - dass Intel meint, AMD bekäme derzeit viel zu viel gute Presse und man könnte mal etwas FUD streuen... :/

    Man könnte auch meinen, dass Intel sich ärgert, seine HT-Quadcores nicht auch gleich als Octacores beworben zu haben - oder wo genau liegt da der Unterschied zu SMT?

  2. Re: Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

    Autor: Trollversteher 26.01.19 - 11:53

    >Die Frage ist: Was war dann mit Amiga? Agnes, Denise und Hab-ich-vergessen waren ja auch ein Dreigespann. Waren das dann drei Prozessoren oder auch nur drei Chips, die insgesamt einer waren?

    "Paula" war die Dritte im Bunde ;-)
    Das waren aber keine Prozessoren, sondern "Custom-Chips", die z.T. Controller und zB.
    "Grafik"- oder "Soundkarte" beinhalteten (North und Southbridge eines PCs sind auch keine "Prozessoren") und etwas integrierte Logik zum beschleunigen bestimmter Operationen (zB der "Blitter" für beschleunigte Block-Bit-Operationen) beinhalteten. Du konntest aber auf keinem diesen Custom-Chips aber keine Rechenoperationen oder "normalen" Programmcode ausführen.
    Nach dieser Definition hätten moderne Smartphones, die neben CPU und GPU unzählige "Coprozessoren" und integrierte Logik für die unterschiedlichsten Aufgaben haben schon längst 20-Kerner ;-) )

    >Disclaimer: So wenig ich die Bulldozer mochte, so gehe ich doch mit AMD konform, dass man hier vollwertige "Kerne" ausgeliefert hat. Immerhin waren sie deutlich weniger voneinander abhängig, als die SMT-"Kerne", die man zwar von Intel nie so genannt hat, was man aber letztlich immer als solches rüberbringen wollte.

    Wo genau liegt denn eigentlich der Unterschied zwischen SMT/"HT" und den AMD-"Kernen"?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.19 12:04 durch Trollversteher.

  3. Re: Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

    Autor: Trollversteher 26.01.19 - 11:58

    >Ich mag den Vergleich mit dem Amiga, obwohl ich glaube dass der nicht ganz passend ist. Ich habe mein Amiga 500 damals geliebt und sehr viel durch den an Erfahrungen gesammelt.
    Nur soweit ich mich erinnern kann, war neben der CPU (68000) Agnes der Mathematische Co-Prozessor für komplexere Berechnungen, Denise der Grafikprozessor (4096 Farben - und das gleichzeitig wenn man wusste wie - einfach nur geil für diese Zeit), und Paula war der Sound-Prozessor. Oder war Denise die Blitter-Einheit... Ähm... Mann..
    >Ich hoffe ich irre mich jetzt nicht aus dem Kopf raus. Also kein Multi-Core im eigentlichen heutigen Sinne - außer vielleicht Agnes und der 68000 zusammen
    Hach... Das waren Zeiten...

    Nicht ganz, einen Mathematischen Co-Prozessor (bzw. FPU) gab es beim 500er noch nicht, der kam erst mit der 68020er Generation.
    Agnus war vor allem eine DMA-Einheit, die den Zugriff auf das sog. "Chip-RAM" gesteuert hat (was man heute wohl am ehesten mit "shared memory" bei embedded GPUs vergleichen kann).

  4. Re: Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

    Autor: Bigfoo29 26.01.19 - 12:30

    ...wofür sie berechtigt eins aufs Dach bekommen hätten. Wobei es nicht so ist, dass sie es nicht probiert hätten. Als separates Rechenwerk wurde es ja immer versucht, zu verkaufen. Dabei liegt die Mehrleistung zwischen 20 und -10% Der Overhead von HT zusätzlich auf dem realen Kern kann unter Umständen sogar den bestehenden Fluss verlangsamen.

    Das kann bei der AMD-Variante nicht passieren, da die Load/Store-Einheiten breiter sind, als sie für einen Kern nötig wären.

    Regards.

  5. Re: Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

    Autor: Bigfoo29 26.01.19 - 12:39

    Wie in den anderen Threads schon beschrieben:
    HT: Ein Kern, zwei Ladeinterfaces mit voller Breite. HT versucht, in den bestehenden Befehlsstrom weitere Befehle der eigenen Warteschlange in den physischen Kern zu injizieren, damit der besser ausgelastet ist. Das geht aber nur, wenn der auch Kapazitäten frei hat. Ansonsten passiert mit den Befehlen in der HT-Warteschlange gar nichts. Im schlimmsten Fall führt das zur Verschlechterung der Gesamtperformance der ausgeführten Programme, weil die nach Wartezeit auf dem HT-Thread die Befehle nochmal ausführen lassen müssen (oder eben weiter drauf warten müssen).

    Bei AMD gibt es zwei Warteschlangen, die sich ein Wartehalle (mit Lade-/Speicher-Funktionen) teilen müssen (die Infrastruktur ist nur ein Mal vorhanden, aber "breiter" als für einen einzelnen Kern nötig). Durch diese gemeinsame Wartehalle geht bei Voll-Last auf 2 Kernen aber möglicherweise nicht jeder Befehl so schnell durch die Kette, wie es bei zwei vollständig separaten Kernen wäre. Außerdem war das zu Anfang nötig, um den gemeinsamen FPU ansteuern zu können. (Hat man später anders gelöst.) Physisch sind aber beide CPU-Kerne - anders als bei HT - da. Bei Standard-Funktionen bedeutet das, dass der Leistungsvorteil von den Modulen zwischen 100 und 0% im Vergleich zu einem Einzelkern ist. (Wobei ich mir gerade kein Szenario ausmalen kann, in dem die "Wartehalle" trotz Überbreite nur einen Kern bedienen kann und den zweiten komplett ignorieren müsste.

    Es ist quasi das exakt umgekehrte Konzept zu HT.

    Regards.

  6. Re: Dann ist es ja sogar ein 12 Core!

    Autor: Trollversteher 27.01.19 - 09:21

    Danke für die Aufklärung - ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Wikipedia Artikel zum Thema HT nur überflogen und dabei übersehen hatte, dass es sich hier tatsächlich nur um eine Optimierung der Auslastung eines Kernes handelt - ich war bisher immer davon ausgegangen, dass es bei den HT-"Kernen" zumindest doppelte Decoder- und Ausführungseinheiten gibt, aber man lernt ja nie aus ;-)

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