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Genauso unrund wie bei KD
Autor: devarni 12.06.15 - 11:36
So richtig vernünftig funktioniert das anscheinend bei keinem. Kabeldeutschland hat auch Probleme. Zuerst gab es nur die iOS App, die Masse der Android Benutzer wurde komplett übergangen.
Als die Android App draussen war musste man festellenn das die komplette RTL Sendergruppe fehlt und ansonsten war die Streamingqualität auch eher schlecht. Auf einem kleinen Smartphone gerade noch zu gucken auf einem grösseren Tablett eher nicht.
Das ist alles insgesamt sehr unausgegoren und es ist mehr als fraglich wie man damit andere Streaminganbieter angehen will. Bei Sky scheint die App zudem noch auf einige wenige Geräte beschränkt zu sein.
Ich verstehe nicht warum das alles so unprofessionell gemacht wird? Warum ist da keiner in der Lage mal ein perfektes Angebot auf die Beine zu stellen was wirklich die Leute erreicht die sehr wenig TV gucken aber schon geneigt sind mal auf einem Tablet/Smartphone was zu gucken.
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Re: Genauso unrund wie bei KD
Autor: cola79 12.06.15 - 14:12
devarni schrieb:
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> Ich verstehe nicht warum das alles so unprofessionell gemacht wird? Warum
> ist da keiner in der Lage mal ein perfektes Angebot auf die Beine zu
> stellen was wirklich die Leute erreicht die sehr wenig TV gucken aber schon
> geneigt sind mal auf einem Tablet/Smartphone was zu gucken.
Eigentlich ganz einfach zu verstehen:
Nimm mal Sky, die wollen rund 35¤ für alles, wenn du per Receiver schaust. Davon zahlen die aber auch den Content, sowie die Verbreitung, sprich, die zahlen an die Kabelgesellschaft, die kaufen davon die Receiver, lassen die Smartcards herstellen und bieten die Hotline etc...
Wenn sie ihr Programm online anbieten, dann fallen die Ausgaben Verbreitung und Receiver-Smartcardkosten weg, Hotline bleibt, App müsste man einmal ordentlich durchentwickeln. Hinzu kommen dann aber Kosten für die Verbreitung, sprich Bandbreite.
Unterm Strich also billiger, aber sie können das nicht an die Kunden weitergeben, weil es ihr Altgeschäft kannibalisieren würde. Wenn du Sky komplett nen 10er billiger kriegen kannst und dazu noch keine Hardware brauchst, dann nimmst du das ja. Bloß, den Wechsel kann Sky nicht bezahlen. Die können nicht parallel noch das Geschäft mit den Altkunden stemmen, die per Receiver gucken.
Da rächen sich die langen Vertragslaufzeiten. Ohne die könnte Sky sagen "in 4 Wochen nur noch online". Aber zwei Jahre müssen sie in der Regel das Geschäft noch weiterführen, oder die Kunden ausbezahlen. Verträge können nicht einseitig zu Ungunsten des Anderen gekündigt werden.
Netflix macht nicht ohne Grund monatliche Kündigung und kleiner Preis. Viele kündigen oft nicht, wenns "nur" um weniger als 10¤ geht und wenn sie mal ihr Angebot drastisch anpassen müssten, werden sie die Kunden schnell ohne Ausgleichszahlung los-spätestens im nächsten Monat. -
Re: Genauso unrund wie bei KD
Autor: devarni 12.06.15 - 15:23
Was ich nicht verstehe:
Der Kunde muss ja bereits einen TV Vertrag beim Kabelanbieter haben, er muss sich ja auch mit seiner Kundennummer bzw. seinem Account beim Kabelanbieter einloggen.
Er zahlt also bereits für den Kontent und für ihn ist es mehr oder weniger ein "Zweitfernsehgerät".
Das Streamingangebot ist also nur zusätzlich. Ich würde sogar sagen bei Kabeldeutschland funktioniert das auch nur im W-Lan und z.B. nicht in den Mobilfunknetzen.
Das ganze ist also eigentlich ein geschlossenes System das nur von bestehenden Kunden benutzt werden kann.
Eigentlich spricht nichts dagegen hier nun auch ein auch volles Angebot anzubieten und man könnte sogar Kunden bekommen die sonst vielleicht kein HD Paket gebucht haben in dem man ihnen ein entsprechendes "HD Streamingpaket" anbieten könnte (natürlich für weniger als das Zatoo und Co. haben wollen).
Für mich ist das ganze von hinten bis vorne nicht richtig konzipiert und dabei könnte man hier richtig was vernünftiges anbieten wo Netflix und Co. alt aussehen würde. Die Kabelgesellschaften überlassen das Geschäft den anderen und eine wirkliche Idee wie sie mit den veränderten Nutzungsgewohnheiten umgehen haben sie anscheinend auch nicht.
Frank Arnold, Musician & IT Freelancer
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