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Gerade an der Heizung herumpfuschen

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  1. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: Grym 22.11.14 - 18:45

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klausens schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Entweder man kauft sich Hygrometer und lüftet dann entsprechend per Hand
    > > oder, wenn einem das zu viel Aufwand ist per Lüftungsanlage.
    >
    > Ja geil, wenn ich alle 2 Stunden lüften muss, um von 75% wieder auf unter
    > 65% zu kommen, dann hat mir das teure Dämmen echt was genützt. Hurra!

    So, also erst mal liegt der mangelnde Feuchtigkeitsabtransport an der Luftdichtheit eines modernen Hauses bzw. eines sanierten alten Hauses und nicht an der Dämmung. Die Dämmschicht ist auch ganz und gar nicht luftdicht. Luftdichtheit wird durch Innenputz (und auch Außenputz) sowie durch dichte Fenster und Türen erreicht. Völlig egal ob komplett umgedämmt oder Passivhausstandard.

    Und weil moderne Häuser, wie auch sanierte Altbauten, dicht sind und man nicht alle paar Stunden lüften möchte, baut man heute Lüftungsanlagen ein. Diese kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Bestenfalls auch Feuchterückgewinnung erledigt dann alle Pflichten zur Schimmelvermeidung und Vermeidung von Schadstoffbelastungen im Haus. Durch Wärme- und Feuchtigkeitsrückgewinnung sorgt die Anlage für ein angenehmes, schadstofffreies, staubgefiltertes und warmes Klima (bzw. im Sommer für ein kaltes Klima, da dann die Wärmerückgewinnung genau entgegengesetzt wirkt).

    Mit dieser Anlage hat man dann auch die Freiheit, zu lüften, wenn man möchte und nicht wenn man muss. Die Anlage stellt ja nur den notwendigen Luftwechsel sicher, zusätzlicher Luftwechsel ist immer möglich. Wenn man will, kann die Fenster im Winter aber auch wochenlang zu lassen und hat trotzdem frische und vorgewärmte Außenluft. Durch Feuchterückgewinnung kann man auch etwas gegen das Problem der trockenen Winterluft tun.

    Und in so einem Haus, KFW70-Standard, sind die Heizkosten dann auch bei durchgängigem Heizen während der Heizperiode mit einer Flächenheizung bei 200 - 500 EUR und keinesfalls mehr. Die Außendämmung sorgt dafür, dass die Bausubstanz innen mitgeheizt wird und damit nicht mehr die extremen Temperaturschwankungen mitmachen muss und schont so die Bausubstanz.

    Dauerndes Runter- und Hochrregeln bringt dann in so einem modernen Haus nichts mehr und ist eher kontraproduktiv. Das ist etwas für Altbauten, bei welchem die Bausubstanz immer kalt und die Heizung daher auch extrem viel verbraucht, ganz egal ob durchlaufend oder schnell aufheizend.

    Übrigens sollte das Schlafzimmer keinesfalls 18° oder kälter sein. Diese Zimmer hatten früher immer solche Temperaturen, da unbeheizt. Die optimale Schlaftemperatur ist nur unwesentlich unter der Wohnzimmertemperatur. Ein zu kaltes Schlafzimmer erhöht die Gefahr für rheumatische Beschwerden aller Art beträchtlich. Was es dort braucht, ist frische Luft, kein Zug und eine Temperatur, bei welcher man nicht schwitzt. In einem modernen Haus kann man dann auch die Winterdecke weglassen und stattdessen den Raum ordentlich temperieren (was bei heutiger Dämmung nicht mal zwangsweise heizen sein muss, sondern eben mit allen vorhanden technischen Mitteln für eine angenehme Schlaftemperatur sorgen).

  2. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: hifimacianer 24.11.14 - 08:47

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja geil, wenn ich alle 2 Stunden lüften muss, um von 75% wieder auf unter
    > 65% zu kommen, dann hat mir das teure Dämmen echt was genützt. Hurra!

    Vielleicht solltest du dich mal ein wenig mit Physik auseinandersetzen!
    Feuchte Luft nimmt viel mehr Energie auf, um so warm zu werden wie trockene.
    Du musst also mehr heizen als bei trockener Luft.

    Außerdem fungieren die Wände wie ein Batterie und speichern die Wärme.
    Wenn man also kurz stoßlüftet, um die Feuchtigkeit zu senken, spart man trotzdem Energie. Man darf natürlich nicht das Fenster dauerhaft gekippt lassen, da dadurch die Wände auskühlen und man daswegen viel mehr heizen muss um es wieder mollig warm zu haben.

    Ein kurzes Stoßlüften hat hingegen kaum Auswirkung auf die benötigte Energie.

  3. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: Christian72D 27.11.14 - 09:26

    fluppsi schrieb:

    > Allerdings frage ich mich, wie öde gleichmäßig das Leben vom Autor sein
    > muss, wenn die Heizung nach einem Script immer zur gleichen Zeit
    > runterfährt. Bleibt der nicht mal länger auf? Friert er sich dann den
    > Hintern ab? Stell ich mir irgendwie nervig vor, jedesmal wenn mein Leben
    > vom Standard abweicht auf einem Tablet durch Menüs hangeln zu und
    > irgendwelche Veränderungen durchführen zu müssen. Ich geh einfach zur
    > Heizung, dreh sie auf und fertig. Ist aber wohl nicht so hip.

    Ach ganz vergessen daß das die smarten HKV nicht mehr erlauben. :D
    Ich hatte früher die Honeywell 20/25 und jetzt die neuen Homematic: 1x kurz am Ring gedreht und ich kann die Temperatur auf 0,5° genau einstellen.
    Ohne Menus oder sonst was.

    Und ich finde das bequemer alle x Tage mal die Heizung manuell umzustellen als sie JEDEN Tag ein- und ausschalten zu müssen!

  4. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: inside-man 28.11.14 - 23:58

    Nun ja, dann kann aber schon ab und zu mal passieren, das abends die Heizung angedreht wird, man vergisst es abzustellen und die ganze Nacht wurde geheizt, das sieht man dann erst morgens. Genau dafuer ist dann eine Automatisierung sinnvoll.

  5. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: Grym 29.11.14 - 00:03

    inside-man schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun ja, dann kann aber schon ab und zu mal passieren, das abends die
    > Heizung angedreht wird, man vergisst es abzustellen und die ganze Nacht
    > wurde geheizt, das sieht man dann erst morgens. Genau dafuer ist dann eine
    > Automatisierung sinnvoll.

    Wenn du ein modernes Haus hast, dann wird 24/7 geheizt, dafür aber extrem wenig. Informiere dich mal über die Funktionsweise und die Vorteile von Flächenheizungen. Heizungsautomation wie im Beispiel oben ist was für schlecht gedämmte Altbau-Häuser/Wohnungen mit Heizkörpern. DORT macht das Sinn. Bei einem Neubau mit Flächenheizung ist es KONTRAproduktiv. Aber dort wirst du mit einer modernen Heizung und einer für einen Neubau angemessenen Dämmung Heizkosten im Bereich 200-600 EUR haben. 600 EUR wenn es eine 200qm Neubau-Villa ist und du es extrem warm haben willst und sehr oft lüftest (und keine automatische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hast).

  6. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: whitbread 29.11.14 - 22:25

    600¤ verbrauche ich pro Monat alleine an Heizöl!

    Wahnsinn, wie emotional das Ganze behandelt wird. Wer neu baut wird natürlich 'ne Heizung einbauen, die nicht nur anhand der Aussentemperatur an einer kalten Nord-Aussenwand regelt. Eine Heizungsregelung würde ich da auch eher in die Heizungsanlage integrieren, wobei gerade die Integration in das SmartHome natürlich das Optimum darstellt. Im Endeffekt sind es doch aber mind. 3 Argumente, die für SmartHome-Lösungen zum Tragen kommen: Komfort, Kosteneinsparung / Umwelt und ggf. noch Sicherheitsaspekte.

    Ich habe auch mit wenigen Elementen von Homematic angefangen (Heizungssteuerung) und baue nach und nach aus, wobei nicht immer die Kosten ursächlich für den Ausbau sind. Ich hatte einfach keine Lust, die Heizungsthermostaten alle einzeln am Gerät zu programmieren und finde es via Weboberfläche der Zentrale einfach bequemer. Jetzt habe ich eben on Top auch morgens nen warmes Badezimmer :)

    Und gewiss, ich kann auch jeden Heizkörper manuell abdrehen, wenn ich das Zimmer verlasse und den Rest des Tages nicht mehr nutze bzw. abends 1/2h vorm Schlafengehen die Heizung im Schlafzimmer wieder anstellen. Und wer nicht technikbegeistert ist soll eben weiterhin sein Flurlicht manuell schalten oder nen unvernetzten Bewegungsmelder verbauen, aber ich habe festgestellt, dass sich mit der Zeit immer mehr Anwendungsfälle ergeben, für die ich die Vernetzung der Komponenten eben einfach smart finde.

  7. Re: Gerade an der Heizung herumpfuschen

    Autor: Grym 30.11.14 - 01:09

    Für einen Altbau ist das doch alles schön und gut, bei einem Neubau hast du immer alle Zimmer bei der optimalen Temperatur, Tag wie Nacht, für keine 500 EUR im JAHR. Dort und nur dort, bei einem Neubau!!!, macht eine Automation der Heizungsanlage KEINEN Sinn, weil eine moderne FLÄCHENheizung in einem nach aktuellem Baustandard gedämmten Haus durchheizt, aber eben auf extrem niedriger Temperatur. Wir reden hier von einer VORLAUF-Temperatur von 30-33°.

    Wenn man so will, dann simuliert die Flächenheizung einfach nur, dass draußen eine angenehme Temperatur von 20-24° ist, sie heizt nicht in dem Sinn, was man früher mal unter Heizung verstand. So ein bollerndes Ding, welches den Raum auf voller Leistung innerhalb einer Stunde überhitzt, dafür aber in dieser Stunde allein schon einen zweistelligen EUR-Betrag verschlingt. Durch Dämmung und Flächenheizung wird das Haus in einem Zustand gehalten wie an einem lauen Sommertag oder einem wärmeren Frühjahrs- oder Herbsttag. Bollernde Heizkörper nicht notwendig.

    Bezüglich anderer Automation, abseits von Heizung (Neubau: Nein, Altbau: Ja, durchaus sinnvoll), ist das einfach eine Geschmacksfrage. Manch einer mag es, wie der Vorposter, mancher nicht. Das kann doch dann jeder für sich selbst entscheiden. Hier in diesem Thread ging es primär um die Heizung und dort muss man klar unterscheiden zwischen Altbau mit Heizkörper und mäßiger bis nicht vorhandener Dämmung und Neubau mit Flächenheizung und Dämmung nach aktuellen Baustandard 2014.

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