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Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

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  1. Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: hhmarco 02.03.21 - 10:29

    Leider bleibt, wie auch auf anderen Seiten, die Frage offen, ob für Arbeitnehmer eine Kombination aus Abschreibung und Homeoffice-Pauschale möglich ist.

    Ebenfalls auf anderen Seiten wird diskutiert, in wie weit nicht eigentlich der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Equipment für das Homeoffice zur Verfügung stellen muss. Sollte das so sein, dann wirft für mich die im Artikel angesprochene Arbeitgeberbescheinigung auch einige Fragen auf:

    * könnte der Arbeitnehmer dann nicht entsprechendes Equipment beim Arbeitgeber "einklagen"? Würde ich persönlich nicht machen, ich möchte ja selbst Eigentum erwerben.
    * könnte das Finanzamt daraus nicht ebenfalls ableiten, dass eigentlich der Arbeitgeber das Equipment zahlen müsste?

    Meine Meinung: Jetzt Equipment kaufen und in 2022 *fest* mit einer entsprechenden Steuererstattung zu rechnen/planen, könnte für einige Arbeitnehmer noch böse Überraschungen bereithalten. Ich liebäugele aber auch gerade etwas mit einem 4K Monitor, warte aber lieber noch etwas bevor ich ein teureres Modell kaufe :)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.21 10:33 durch hhmarco.

  2. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: Mithrandir 02.03.21 - 10:42

    hhmarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > * könnte das Finanzamt daraus nicht ebenfalls ableiten, dass eigentlich der
    > Arbeitgeber das Equipment zahlen müsste?

    Dem Finanzamt ist es unterm Strich egal, da sich der Betrag ja nicht ändert. Ob nun ich das abschreibe, oder mein Arbeitgeber, macht für den Staat keinen großen Unterschied, meiner bescheidenen Laienmeinung nach.

  3. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: hhmarco 02.03.21 - 11:04

    Daran hatte ich grundsätzlich auch gedacht. Unterm Strich das gleiche wird vermutlich aber nicht bei rauskommen, da der persönliche Steuersatz des Arbeitnehmers vermutlich abweichend von dem der Firma des Arbeitgebers sein wird. Anderseits kann eine Firma die Umsatzsteuer geltend machen.

    Für den Staat macht es aber schon einen Unterschied, ob (durch den Arbeitnehmer) überhaupt etwas steuerlich abgesetzt werden kann bzw. ob es steuerrechtlich anerkannt wird. Das wird man vermutlich im nachhinein zwischen Arbeitgeber <> Arbeitnehmer nicht "heilen" können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.21 11:05 durch hhmarco.

  4. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: hhmarco 02.03.21 - 11:23

    Noch ergänzend: im Krisenjahr 2021 wird es vermutlich mehr Unternehmen geben, die gar keinen Gewinn erwirtschaften. Eine direkte Abschreibung in 2021 wird für solche Unternehmen erst einmal keinen positiven steuerlichen Effekt haben. In wie weit sich das in den Folgejahren auswirkt, vermag ich nicht zu sagen (Stichwort: Verlustvortrag)

  5. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: Fotobar 02.03.21 - 11:23

    Hier bringst du jetzt eine Menge durch einander. Sofern du nicht selbstständig auf Rechnung arbeitest gilt folgendes:

    Zu aller erst möchte ich klarstellen, dass das Thema Homeoffice seitens des Arbeitgebers nur umgangssprachlich genannt wird. Denn in den meisten Fällen (sofern dein Arbeitgeber klug ist), bist du offiziell nicht im Homeoffice, sondern machst "mobiles Arbeiten".

    Folgendes ist der Unterschied:
    Sofern dein AG dich ins Homeoffice verfrachtet, muss er dir eine vollständige Arbeitsatmosphäre stellen. Das beinhaltet (da scheiden sich die Meinungen) idR. einen Schreibtisch, Stuhl, einen Internetanschluss, die erforderlichen Geräte, den Strom etc. - Das wäre dem AG aber viel zu teuer.

    Aus diesem Grund wird die Belegschaft meistens offiziell unter "mobiles arbeiten" geführt. Dann reicht nämlich: Computer, Tastatur und Maus / Notebook (vielleicht nen LTE Stick) in die Hand und los gehts. Damit ist der AG raus aus allen anderen Verpflichtungen.

    Die Geräte zum Arbeiten muss dir in jedem Fall der AG stellen und diese gehören auch der Firrma. Hierbei wird nix abgeschrieben. Die Homeoffice Pauschale ist eher eine Hilfe für deine Stromkosten, aber etwas wischi waschi formuliert und niemand weiß so wirklich, was das nun abdecken soll. Auf jeden Fall hilft diese Pauschale, deine Stromkosten und den gestiegenen Wasserverbrauch aufzufangen, der sonst in der Firma anfallen würde.

    Sofern du dir ein Gerät selbst kaufen und abschreiben möchtest, ist es dein privates Gerät, welches nicht für deine berufliche Tätigkeit genutzt werden muss. Das sollte klar getrennt werden, in deinem eigenen Interesse. Der AG muss dir dein Arbeitsmaterial stellen, wenn du bei ihm angestellt bist.

    Sofern du selbstständig auf Rechnung arbeitest, (kann) der Auftraggeber ein Gerät seiner Firma stellen, muss es aber nicht. Das ist Sache der Verhandlung. Andernfalls bist du hierbei deine eigene "Firma" und musst dein eigenes Gerät abschreiben - Dann hast du selbstredend aber auch kein richtiges Homeoffice oder mobiles Arbeiten beim AG.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.21 11:26 durch Fotobar.

  6. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: hhmarco 02.03.21 - 11:48

    Fotobar schrieb:
    > Hier bringst du jetzt eine Menge durch einander.

    Ich bringe nicht wirklich etwas durcheinander sondern stelle Fragen, insbesondere weil ich den Artikel für ungenau/missverständlich halte.

    Zitate aus dem Artikel:
    > - "Die neue Sofortabschreibung für Computer, Drucker und Software spart Unternehmen und *Arbeitnehmern* Steuern"

    > - "Unternehmen und *Arbeitnehmer* mussten mehr als 800 Euro teure Soft- und Hardware bisher abschreiben."

    Der Artikel suggeriert (für mich), dass ich als Arbeitnehmer einfach drauf los kaufen kann und ich es im nächsten Jahr definitiv steuerlich absetzen kann.

    Edit: habe einen Absatz gelöscht, da im vorherigen Posting etwas geändert wurde



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.21 11:52 durch hhmarco.

  7. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: ad (Golem.de) 02.03.21 - 12:11

    hhmarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Artikel suggeriert (für mich), dass ich als Arbeitnehmer einfach drauf
    > los kaufen kann und ich es im nächsten Jahr definitiv steuerlich absetzen
    > kann.

    Schau mal in den letzten Absatz, das ist der Fallstrick, den du überspringen musst.

  8. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: Oktavian 02.03.21 - 12:49

    > Leider bleibt, wie auch auf anderen Seiten, die Frage offen, ob für
    > Arbeitnehmer eine Kombination aus Abschreibung und Homeoffice-Pauschale
    > möglich ist.

    Natürlich. Die Abschreibung gilt für Geräte/Software zur Arbeit. Die Homeoffice-Pauschale deckt die Nutzung des umbauten Raumes ab sowie den Mehrverbrauch an Strom, Wasser, Heizung, etc.

    Was man nicht kombinieren kann ist die Homeoffice-Pauschale und ein absetzbares Arbeitszimmer (oder nur in sehr speziellen Ausnahmefällen). Diese Abschreibungsregeln hier kann man aber kombinieren sowohl mit der Homeoffice-Pauschale als auch ganz normal mit dem Arbeitszimmer. Es wird auch nicht wirklich etwas neues geschaffen, man kann nicht mehr oder weniger absetzen als vorher, nur die Abschreibungsfristen sind andere.

    > Ebenfalls auf anderen Seiten wird diskutiert, in wie weit nicht eigentlich
    > der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Equipment für das Homeoffice zur Verfügung
    > stellen muss.

    Da gibt es keine gesetzliche Regelung, das dürfen die beiden frei aushandeln. Aber natürlich gilt, wer bezahlt, kann absetzen. Anders sieht es aus bei der Tele-Arbeit, aber das ist wieder ein anderes Thema.

    > * könnte der Arbeitnehmer dann nicht entsprechendes Equipment beim
    > Arbeitgeber "einklagen"?

    Nein, aber natürlich können sie ohne Equipment ggf. kein Homeoffice machen und der AG kann den AN nicht zwingen, Equipment auf eigene Rechnung anzuschaffen. Wie meist im Leben, man sollte sich einigen.

    > * könnte das Finanzamt daraus nicht ebenfalls ableiten, dass eigentlich der
    > Arbeitgeber das Equipment zahlen müsste?

    Das wiederum ist dem Finanzamt völlig egal. Wichtig ist nur, wer hats bezahlt und wird es beruflich genutzt.

    > Meine Meinung: Jetzt Equipment kaufen und in 2022 *fest* mit einer
    > entsprechenden Steuererstattung zu rechnen/planen, könnte für einige
    > Arbeitnehmer noch böse Überraschungen bereithalten. Ich liebäugele aber
    > auch gerade etwas mit einem 4K Monitor, warte aber lieber noch etwas bevor
    > ich ein teureres Modell kaufe :)

    Nur zu, geh einfach mal davon aus, in diesem und nächstem Jahr findet eine Prüfung nur sehr oberflächlich statt. Aber natürlich solltest du darlegen können, dass der Monitor überwiegend/ausschließlich beruflich genutzt wird. Sonst kannst Du ihn nur anteilig absetzen. Und schau noch, dass auf der Rechnung das Wort "Gaming" nicht auftaucht. Man erspart sich lästige Nachfragen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.21 12:53 durch Oktavian.

  9. Re: Fragen zur Kombination mit Homeoffice-Pauschale und Arbeitgeberbescheinigung

    Autor: hhmarco 02.03.21 - 14:19

    Danke, damit kann ich etwas anfangen :)

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