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Die Lösung heißt: Projektleiter

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  1. Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: twothe 10.09.20 - 13:07

    Projektleiter gab es früher überall, einige gut, viele schlecht, aber im Kern haben sie dafür gesorgt, dass die verschiedenen Teile des Projekts gut miteinander gearbeitet haben. Dann wurden sie alle durch Scrum wegrationalisiert, und nun zersetzen sich diese Firmen in viele kleine Einzelteile die nicht mehr miteinander kommunizieren wollen.

    Mein Rat: schafft euch ordentliche Projektleiter an! Solche die technisches Verständnis mit psychologischem Wissen kombinieren, und lasst die Finger von den Schönrednern, die schon im Bewerbungsgespräch primär mit Buzzwords auftrumpfen.

  2. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: GL 10.09.20 - 13:13

    In Scrum nennt man das Product Owner und die sind in Scrum absolut notwendig.

  3. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: led02 10.09.20 - 13:19

    Meiner Meinung nach ist der PO eben kein Projektleiter. Scrum definiert einen strengen Prozess, der eben ohne Projektleiter klar kommen soll. Der Product Owner vertritt die Interessen des Kunden und ist in diesem Sinne eher als Anwender zu sehen, der nicht unbedingt die Einsicht in die technischen Details der Umsetzung hat.

  4. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: xUser 10.09.20 - 13:39

    GL schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Scrum nennt man das Product Owner und die sind in Scrum absolut
    > notwendig.

    Der Product Owner ist ganz sicher nie der Projektleiter. Das wäre eine toxische Rollenkombination und fährt das Projekt fast sicher gegen die Wand. Der Product Owner ist übrigens auch kein Teamleiter.

  5. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: Schattenwerk 10.09.20 - 14:09

    Projektleiter haben aber i.d.R. das Problem, welches im Artikel auch angedeutet wird:

    - Sie sind ein single point of failure (Krankheit, Urlaub etc.)
    - Sie neigen zur Überlastung
    - Schlechte Projektleiter erzeugen Fehler, welche sich automatisch auf komplette Teams übertragen
    - Meiner Erfahrung nach sorgt ein guter Projektleiter leider dafür, dass manche Leute den Kopf ausmachen*

    * Ich musste leider schon oft erleben, dass gute Projektleiter dazu führen, dass einige Leute einfach den Kopf ausmachen und ihre Verantwortung stumpf auf den Projektleiter übertragen: "Das stand da so, ja ich weiß, macht kein Sinn, ABER DAS STAND DA SO!". Das was vom Projektleiter geschrieben/gesagt wurde, wurde 1:1 als Wahr und fehlerfrei akzeptiert, wenn der Empfänger keinen Bock zum Nachdenken hatte. Oder es wurden offensichtliche einfache Fragestellungen, welche man tatsächlich selbst hätte beantworten können, sinnlos zum Projektleiter als Frage gefeuert, was bei ihm zur Überlastung führte.

    Arbeiten solche besagten Entwickler alleine für sich, dann ist das genau so scheiße, jedoch reißen sie den Projektleiter in den Abgrund, zieht dieser oft das ganze Projekt mit sich. Es ist also nicht nur mit einem guten Projektleiter abgetan ;)

  6. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: Oktavian 10.09.20 - 14:26

    > - Sie sind ein single point of failure (Krankheit, Urlaub etc.)

    Ja, es ist Aufgabe eines guten Projektleiters und eines Unternehmens, hier vorzubeugen. In einem Unternehmen, in dem ich gearbeitet habe, war strikt vorgegeben, wo die Projektleitdokumentation liegt, in welcher Form, und nach welcher Methodik geleitet wird. Dann gab es einen regelmäßigen Austausch der PL untereinander, wer gerade was in welchem Projekt macht, wo man steht, was bevorsteht, wo es Probleme gibt. Eigentlich ein klassisches StandUp. Dadurch könnte man leicht beim Urlaub einen Vertreter finden und bei spontanem Ausfall konnte jemand mit etwas mehr Aufwand auch hier für Ersatz sorgen.

    > - Sie neigen zur Überlastung

    Ja, das ist tatsächlich ein Problem. PLs neigen dazu, sich für unersetzlich und einzig vollkompetent in diesem Projekt zu halten. Muss man denen abtrainieren. Ich habe mich immer über eine Projektassistentin gefreut oder über Teilprojektleiter, Co-Projektleiter, etc.

    > - Schlechte Projektleiter erzeugen Fehler, welche sich automatisch auf
    > komplette Teams übertragen

    Ja, und schlechte Entwickler erzeugen Fehler, die sich automatisch auf das Produkt übertragen. Das ist so im leben, inkompetente Leute machen schlechte Arbeit.

    > - Meiner Erfahrung nach sorgt ein guter Projektleiter leider dafür, dass
    > manche Leute den Kopf ausmachen*

    Auch wieder etwas, was im Aufgabenbereich des PLs liegt, dieses Problem zu verhindern, oder ggf. hier umzubesetzen. Das ist dann eben ganz klar ein inkompetenter Mitarbeiter, man kann ihm helfen oder sich von ihm trennen.

  7. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: SasX 10.09.20 - 20:19

    led02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach ist der PO eben kein Projektleiter. Scrum definiert
    > einen strengen Prozess, der eben ohne Projektleiter klar kommen soll. Der
    > Product Owner vertritt die Interessen des Kunden und ist in diesem Sinne
    > eher als Anwender zu sehen, der nicht unbedingt die Einsicht in die
    > technischen Details der Umsetzung hat.

    Vieles ist nicht so streng. Streng sind Dinge wie z.b. Timeboxen. Darauf zu achten, dass diese eingehalten werden, ist Aufgabe des Scrum Masters.

    Für größere Projekte, welche ein Scrum Team (3-9 im Development Team) überschreiten, gibt es entsprechend dazu passende Prozesse wie Nexus.

    Der PO ist kein Projektleiter. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das richtige Produkt gebaut wird und er ist Owner des Product Backlogs.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.20 20:37 durch SasX.

  8. Re: Die Lösung heißt: Projektleiter

    Autor: ratti 13.09.20 - 10:35

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Projektleiter gab es früher überall, einige gut, viele schlecht, aber im
    > Kern haben sie dafür gesorgt, dass die verschiedenen Teile des Projekts gut
    > miteinander gearbeitet haben. Dann wurden sie alle durch Scrum
    > wegrationalisiert, und nun zersetzen sich diese Firmen in viele kleine
    > Einzelteile die nicht mehr miteinander kommunizieren wollen.

    Da ist meine Erfahrung gegensätzlich. Seit wir nach Scrum arbeiten, geht alles viel einfacher. Ja, Projekte sind manchmal eher so la-la, aber ohne agile Arbeit hätten wir es an die Wand gefahren. Und, ja, da war ich früher exakt gegenteiliger Meinung.

    Allerdings ist agiles Arbeiten ein „Mindset“. Sorry, weiss kein besseres Wort dafür. Wenn man in eine Waterfall-Organisation reingeht und macht jetzt agil, dann klappt halt nix. Man muss Menschen haben, die Kommunizieren, die Unklarheiten beleuchten, die Schwächen zugeben und Stärken einbringen, auch wenn sie nicht in der Arbeitsplatzbeschreibung stehen. Und und und.

    Das heisst für mich (Ich komme aus der Techniker-Ecke und spreche nur für diese), das man aufhört, Leute einzustellen, die nicht reden können, die mit zu engen Heavy-Metal-T-Shirts beim Kunden auftauchen, die nicht geduscht haben und die nicht in der Lage sind, einem Auftraggeber unter 20 Sekunden zu erklären, was eine Datenbank ist: Sowas wie Excel, nur komplizierter. Ende.

    Arbeit ist auch eine Charakterfrage. Wer einen Fehlschlag abhakt mit „Das stand nicht in den Akzeptanzkriterien“, der arbeitet nicht agil, der arbeitet garnicht, der kennt bloß Fachvokabular.

    Eine Abteilung muss auch dann ein, zwei Wochen arbeiten können, wenn PO und SM die Treppe runterfallen und sich die Beine brechen. Sonst hat man die falschen Leute.

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