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Problem was ich habe

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  1. Re: Problem was ich habe

    Autor: OutOfCoffee 11.09.20 - 05:28

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaiser Ming schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn die Verkaufsabteilung unbedingt Sachen eingebaut haben will die
    > weder
    > > sinnvoll noch zukunftsfähig sind. Ala Kunde X möchte das so haben.
    >
    > Was Sinnvoll ist oder nicht ist liegt nicht unbedingt immer in der
    > Einschätzung der Software Entwickler.
    > Und ja wenn es der Kunde haben möchte dann ist es auch wichtig.

    Wenn der Softwareentwickler denkt es sei nicht sinnvoll muss er begründen warum er das so sieht und eine seiner Meinung nach sinnvollere Lösung dem Kunden vorstellen. Schließlich wird er ja einrn Grund haben warum er einen Kundenwunsch als nivht sinnvoll erachtet. Eventuell ist es ja etwas was der Kunde aus seiner Sicht so noch nicht betrachtet hat und man kommt gemeinsam zu einer besseren / sinnvollen Lösung.

  2. Re: Problem was ich habe

    Autor: elknipso 11.09.20 - 07:40

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn die Verkaufsabteilung unbedingt Sachen eingebaut haben will die weder
    > sinnvoll noch zukunftsfähig sind. Ala Kunde X möchte das so haben.


    Nach meiner Erfahrung können Software Entwickler in den seltensten Fällen abschätzen welche Funktionen in der Praxis sinnvoll und notwendig sind.

  3. Re: Problem was ich habe

    Autor: led02 11.09.20 - 09:16

    Ich mag ja auch so Kunden die dann ankommen und sagen: "So schwer kann das doch gar nicht sein, bei XYZ funktioniert das doch auch."

    ... und dann große Augen machen, wenn man Ihnen erklärt, dass bei XYZ auch 50 Mitarbeiter seit 20 Jahren an den Algorithmen arbeiten, damit das funktioniert. Suchmaschinen sind halt mehr als nur so ein Eingabefeld, das man irgendwo auf seiner Website platziert!

  4. Re: Problem was ich habe

    Autor: Dino13 11.09.20 - 11:00

    led02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mag ja auch so Kunden die dann ankommen und sagen: "So schwer kann das
    > doch gar nicht sein, bei XYZ funktioniert das doch auch."
    >
    > ... und dann große Augen machen, wenn man Ihnen erklärt, dass bei XYZ auch
    > 50 Mitarbeiter seit 20 Jahren an den Algorithmen arbeiten, damit das
    > funktioniert. Suchmaschinen sind halt mehr als nur so ein Eingabefeld, das
    > man irgendwo auf seiner Website platziert!

    Das sollte aber normalerweise nicht die Aufgabe eines Entwicklers sein dass dem Kunden zu erklären, selbst dann nicht wenn der Kunde in der eigenen Firma sitzt.

  5. Re: Problem was ich habe

    Autor: led02 11.09.20 - 11:40

    Naja, in dem konkreten Fall ging der Wunsch an mich als selbstständigen Entwickler. Im Ergebnis gönnt sich das anfragende Unternehmen jetzt zwei eigene Software-Entwickler in Teilzeit, auch wenn das fern ab des eigentlichen Kerngeschäfts liegt.

    In so fern ist das eigentlich ein schönes Beispiel, wo ausführliche Kommunikation zu positiven Ergebnissen geführt hat. Ich bekomme jetzt zwar weniger Aufträge von denen. Aber da es eh nur eine kleine Nebentätigkeit war, ist das auch nicht so schlimm. ;)

  6. Re: Problem was ich habe

    Autor: OutOfCoffee 11.09.20 - 13:46

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaiser Ming schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn die Verkaufsabteilung unbedingt Sachen eingebaut haben will die
    > weder
    > > sinnvoll noch zukunftsfähig sind. Ala Kunde X möchte das so haben.
    >
    > Nach meiner Erfahrung können Software Entwickler in den seltensten Fällen
    > abschätzen welche Funktionen in der Praxis sinnvoll und notwendig sind.

    Das kommt ganz darauf an wie lange sie in dem Projekt schon unterwegs sind. Bei langlaufenden Projekten mit Softwareentwicklern die auch schon länger in dem Projekt sind, können die das teilweise besser abschätzen als so mancher Fachverantwortliche ob etwas so Sinn macht, da sie mit der Zeit die ganzen Schnittstellenpartner / Schnittstellen und Prozesse die im Hintergrund laufen teils besser kennen als die anfordernde Fachabteilung / Endanwender.

  7. Re: Problem was ich habe

    Autor: Steffo 11.09.20 - 14:22

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja klar lasst uns immer und über alles diskutieren bis wir uns mit der
    > Lösung auch wirklich alle wohl fühlen. Dabei ignorieren wir einfach die
    > Software Architekten und die Projektleiter.
    > Wie gesagt ein Entwickler sollte in der Lage sein auch Software zu
    > Entwickeln die er nicht unbedingt für Sinnvoll erachtet. Das ist aber weit
    > weg von einem stumpfen Programmierer.

    Der Punkt ist, dass man als Software-Entwickler in der Lage sein sollte Feedback zu geben und auch Verbesserungsvorschläge zu machen. Ich habe oft genug erlebt, dass Kunden aus suboptimalen Wünschen einen Rückzieher gemacht haben. Gegenüber dem Vorgesetzten wurde die Problematik angesprochen, aber "der Kunde wollte das ja so".
    In dem Artikel geht es um Kommunikation, falls du das noch nicht verstanden hast und das Hauptproblem sind Lemminge, die alles schlucken und umsetzen, auch wenn es keinen Sinn macht.
    Man sollte den Mut haben Probleme anzusprechen und mit Verbesserungsvorschlägen zu kommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.09.20 14:23 durch Steffo.

  8. Re: Problem was ich habe

    Autor: OutOfCoffee 11.09.20 - 15:06

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dino13 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja klar lasst uns immer und über alles diskutieren bis wir uns mit der
    > > Lösung auch wirklich alle wohl fühlen. Dabei ignorieren wir einfach die
    > > Software Architekten und die Projektleiter.
    > > Wie gesagt ein Entwickler sollte in der Lage sein auch Software zu
    > > Entwickeln die er nicht unbedingt für Sinnvoll erachtet. Das ist aber
    > weit
    > > weg von einem stumpfen Programmierer.
    >
    > Der Punkt ist, dass man als Software-Entwickler in der Lage sein sollte
    > Feedback zu geben und auch Verbesserungsvorschläge zu machen. Ich habe oft
    > genug erlebt, dass Kunden aus suboptimalen Wünschen einen Rückzieher
    > gemacht haben. Gegenüber dem Vorgesetzten wurde die Problematik
    > angesprochen, aber "der Kunde wollte das ja so".
    > In dem Artikel geht es um Kommunikation, falls du das noch nicht verstanden
    > hast und das Hauptproblem sind Lemminge, die alles schlucken und umsetzen,
    > auch wenn es keinen Sinn macht.
    > Man sollte den Mut haben Probleme anzusprechen und mit
    > Verbesserungsvorschlägen zu kommen.

    Kann dem nur zustimmen. Die meisten Kunden sind froh wenn sie Entwickler haben die mitdenken und auch selbst Vorschläge bringen und auf mögliche Verbesserungen / Fehlerquellen hinweisen und nicht nur blind das umsetzen was der Kunde glaubt gerade zu wollen. Die meisten Kunden wissen häufig selbst noch nicht mal genau was sie wollen und man muss mit denen zusammen erstmal Anforderungen / Prozesse / sonstiges erarbeiten bis sie sich selbst erstmal bewusst werde was sie eigentlich möchten.

  9. Re: Problem was ich habe

    Autor: mke2fs 11.09.20 - 17:05

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was Sinnvoll ist oder nicht ist liegt nicht unbedingt immer in der
    > Einschätzung der Software Entwickler.
    > Und ja wenn es der Kunde haben möchte dann ist es auch wichtig.

    Richtig, was wichtig ist bestimmt nicht der Entwickler.
    Falsch ist: Was der Kunde haben will ist wichtig
    Falsch ist auch (wird impliziert): Was Sales sagt ist wichtig

    Denn Sales will verkaufen, denen ist das scheiß egal wie viel Geld die Entwicklung eines Features die Firma kostet und ob das überhaupt wieder rein kommt.
    Sales will das der Kunde den Deal abschließt und wenn dafür eine Zeitmaschine gebaut werden muss, dann verlangt Sales das eine gebaut wird. Auch wenn das weder sinnvoll, noch machbar ist.
    Sales kann man sich vorstellen wie ein kleines Kind was auf dem Boden liegt und Strampelt weil es seinen Willen durchsetzen will.
    Das ist auch nicht verwunderlich, denn Sales wird nach gemachten Abschlüssen und deren Höhe bewertet, danach bekommen sie Boni.
    Die werden nicht danach bewertet wie nachhaltig das war.

    Deswegen ist es wichtig das Sales der Entwicklung überhaupt gar nichts zu sagen hat, sondern sich mit einer Abteilung unterhält die die Deals und den Entwicklungsaufwand und die Zukunftkfähigkeit und die Machbarkeit der Forderung, so wie die Auslastung der Entwicklung mit anderen Aufträgen ansieht und dann entscheidet was machbar ist, was sinnvoll ist und was wirklich gemacht wird.
    Diese Abteilung gibt es wahrscheinlich in den wenigsten Firmen oder auch in gar keiner, denn mir fällt nicht mal ein Name für solch eine Abteilung ein und ich habe schon in einigen Firmen gearbeitet.

    Natürlich kann die Entwicklung nicht einfach Aufträge ablehnen, denn auch wenn etwas schwachsinnig erscheint kann es betriebswirtschaftlich sinnvoll sein das umzusetzen.
    Das kann die Entwicklung auch wiederum nicht einschätzen, da sie vom Verkaufsteil keine Ahnung haben.
    Sie können wie Sales sagen kann was sie haben will sagen was sie für ausgemachten Unsinn halten, wie ihre Auslastung ist und wo die Probleme der technischen Umsetzung liegen.

  10. Re: Problem was ich habe

    Autor: mke2fs 11.09.20 - 17:22

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gegenfrage: Wenn der Kunde X es haben will und braucht, wieso soll es dann
    > nicht sinnvoll sein? Also für den Kunden? Der Kunde, der dafür bezahlt?
    >
    > Wenn 100% aller Kunden möchten, dass im hinteren Mittelsitz eines Autos ein
    > Scheißhaus ist, dann sollte sich der Autobauer X überlegen diesen
    > Kundenwunsch als "nicht sinnvoll" abzutun. Immer entscheidet der Kunde, wie
    > er ein Produkt haben will.
    >

    Wenn der Kunde die dafür entstehenden Kosten zu 100% zahlt kann er auch eine vergoldete Klohschüssel an der Stelle bekommen, ich vermittel auch gerne noch jemanden der die nach jeder Nutzung wieder auf Hochglanz poliert :)

    Das Problem ist das der Kunde unter Umständen nur diese Klohschüssel sieht, der Entwickler sieht aber das er dann einen Fäkalientank verbauen muss. Der Tank zieht nach sich das das Fahrzeug einen höheren Unterboden braucht, was dann vielleicht auch noch mit dem Wunsch des Kunden kollidiert das das Fahrzeug tiefer gelegt sein soll.
    Außerdem muss ein Anschluss für die Entleerung und eine Pumpe für Fäkalien auf 12V-Basis installiert werden - letztere muss erst für PKW zertifiziert werden.
    Der höhere Unterboden macht es nötig die ganzen Fahreigenschaften das Fahrzeuges erneut zu testen und ggf. das Fahrgestell anzupassen.
    Das alles treibt den Preis für das Fahrzeug nach oben, nach dem ermittelt wurde wie viel das kosten würde und welche neuen Preise sich für die Fahrzeuge ergeben würden haben dann doch von den 100% Kunden 90% Abstand von einem Kauf genommen.
    Nach dem man nun ermittelt hat das der Markt dann doch viel kleiner wäre musste man auf die verbliebenen 10% Kunden den Entwicklungsaufwand berechnen und stellte fest das danach gar kein Kunde mehr kaufen wollte :)

    In der Realität ist es meist leider nicht so wie oben beschrieben.
    Da hört es damit auf das Sales den Vertrag unterschrieben bekommen haben will und das blaue vom Himmel zusagt, die Entwicklung dann den Auftrag bekommt ohne vorher gefragt worden zu sein wie viel Aufwand das ist und ob sie überhaupt Zeit haben - der Kunde ist natürlich super wichtig, das Feature hat man ihm zu vorgestern versprochen - und nach den ersten Analysen der Projektleiter sich erstmal krankheitsbedingt (Herzkasper) für einige Monate verabschiedet.
    In den meisten Unternehmen gibt es da leider eine Klare Top-Down-Struktur (auch gut erkennbar auf welchen Etagen und in welchen Abständen zueinander die Büros angeordnet sind):

    - Vorstand
    - Marketing
    - Finance
    - Sales
    - HR
    - Ende der Etage -
    - Entwicklung
    - QA
    - Support
    - Lagerhaltung
    - Versandt

    Vor allem auf der letzten Liste ist die Verteilung auch innerhalb der Liste sehr wichtig, das ist die Rangordnung wie gezahlt wird, die Ausstattung und falls sie nicht auf eine Etage passen rutschen die unteren ggf. auch auf weiter unten liegende Etagen.

  11. Re: Problem was ich habe

    Autor: mke2fs 11.09.20 - 17:25

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaiser Ming schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn die Verkaufsabteilung unbedingt Sachen eingebaut haben will die
    > weder
    > > sinnvoll noch zukunftsfähig sind. Ala Kunde X möchte das so haben.
    >
    > Nach meiner Erfahrung können Software Entwickler in den seltensten Fällen
    > abschätzen welche Funktionen in der Praxis sinnvoll und notwendig sind.



    Das hängt davon ab wie viel Erfahrung der Entwickler in dem Bereich hat und was er schon alles gegen die Wand fahren sehen hat.
    Und selbst wenn ein Feature für einen Kunden sinnvoll ist heißt das noch lange nicht das es sinnvoll ist es zu implementieren (von einem Kosten- und Gewinnstandpunkt aus gesehen), noch das es sich einfach und sauber implementieren lässt (das wiederum ist etwas was ein Entwilckler, aber nicht Sales einschätzen kann)

  12. Re: Problem was ich habe

    Autor: BLi8819 11.09.20 - 23:14

    Du verwechselst die Sinnhaftigkeit der Anforderung mit der Komplexität der Umsetzung.

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