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Schnell behauptet aber stimmt das auch?

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  1. Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: Nico82x 15.03.19 - 16:28

    Die Behauptung, man sei wegen der Provision nicht mehr wettbewerbsfähig, hat ja zwei Probleme in sich. Zum Einen kann man durchaus Argumentieren, dass die Zahl der Abonnenten alleine dadurch, dass es die iOS basierten Geräte gibt, weit höher ist, als sie es sonst wäre. Dass Apple hierbei als Plattform-Betreiber dafür seine 15% einbehält erscheint mir jetzt mitnichten unverhältnismäßig.
    Die andere Behauptung, dass man dadurch geringere Einnahmen habe und deshalb nicht mehr wettbewerbsfähig ggü. Apple Music sei, würde ja nur dann zutreffen, wenn auch die Kostenseite identisch wäre und darüber hinaus auch nur dann, wenn das Geschäft dann nicht mehr profitabel wäre. Ist es noch profitabel, dann verdient Spotify halt weniger aber wäre sehr wohl noch wettbewerbsfähig. Sind die Kostenseiten veschieden, dann könnte es sogar sein, dass Spotify selbst nach der Provisionsabgabe noch besser wirtschaftet, als Apple Music. Das könnte z.B. dann der Fall sein, wenn die Lizenzkosten bei Spotify niedriger sind. Oder weniger Personal beschäftigt wird pro Abonnent. Oder die Infrastrukturkosten niedriger sind als bei Apple.
    Natürlich kann es auch genau umgekehrt sein aber ohne die Zahlen zu kennen ist das alles Spekulation.

  2. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: Lord Gamma 15.03.19 - 19:38

    Nico82x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Behauptung, man sei wegen der Provision nicht mehr wettbewerbsfähig,
    > hat ja zwei Probleme in sich. Zum Einen kann man durchaus Argumentieren,
    > dass die Zahl der Abonnenten alleine dadurch, dass es die iOS basierten
    > Geräte gibt, weit höher ist, als sie es sonst wäre. Dass Apple hierbei als
    > Plattform-Betreiber dafür seine 15% einbehält erscheint mir jetzt
    > mitnichten unverhältnismäßig.
    > Die andere Behauptung, dass man dadurch geringere Einnahmen habe und
    > deshalb nicht mehr wettbewerbsfähig ggü. Apple Music sei, würde ja nur dann
    > zutreffen, wenn auch die Kostenseite identisch wäre und darüber hinaus auch
    > nur dann, wenn das Geschäft dann nicht mehr profitabel wäre. Ist es noch
    > profitabel, dann verdient Spotify halt weniger aber wäre sehr wohl noch
    > wettbewerbsfähig. Sind die Kostenseiten veschieden, dann könnte es sogar
    > sein, dass Spotify selbst nach der Provisionsabgabe noch besser
    > wirtschaftet, als Apple Music. Das könnte z.B. dann der Fall sein, wenn die
    > Lizenzkosten bei Spotify niedriger sind. Oder weniger Personal beschäftigt
    > wird pro Abonnent. Oder die Infrastrukturkosten niedriger sind als bei
    > Apple.
    > Natürlich kann es auch genau umgekehrt sein aber ohne die Zahlen zu kennen
    > ist das alles Spekulation.

    Die Zahlen kann man halt schlecht kennen lernen bzw. vergleichen, wenn Apple es anderen Apps nicht erlaubt, was Apple Music darf, z. B. Notifications für Sonderangebote nutzen usw.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.19 19:39 durch Lord Gamma.

  3. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: Nico82x 15.03.19 - 20:02

    Ja alles richtig. Sogar möglich, dass die Behauptungen von Spotify stimmen aber tatsächlich kann es auch Spotifiy nicht mit Gewissheit sagen.

  4. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: Lord Gamma 15.03.19 - 22:35

    Nico82x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja alles richtig. Sogar möglich, dass die Behauptungen von Spotify stimmen
    > aber tatsächlich kann es auch Spotifiy nicht mit Gewissheit sagen.

    Müssen sie vielleicht auch gar nicht. Vielleicht braucht man ja nicht zu warten bis es zu spät und die marktbeherrschende Stellung (ca. 70% des Umsatzes durch Mobile-Apps) ausgenutzt ist, wenn die EU ein Einsehen hat. Denn selbst wenn die Zahlen nicht so viel besser werden, wenn man ähnliche Rechte wie Apple Music bekommt, so dürfte es nicht so schwierig festzustellen sein, dass Apple Music bevorzugt wird, wenn man es geschafft hat, festzustellen, dass bspw. der IE auf Windows bevorzugt wurde (obwohl es da wohl leider tatsächlich schon zu spät war).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.19 22:38 durch Lord Gamma.

  5. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: exxo 16.03.19 - 08:33

    Nico82x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    . Sind die Kostenseiten veschieden, dann könnte es sogar
    > sein, dass Spotify selbst nach der Provisionsabgabe noch besser
    > wirtschaftet, als Apple Music. Das könnte z.B. dann der Fall sein, wenn die
    > Lizenzkosten bei Spotify niedriger sind. Oder weniger Personal beschäftigt
    > wird pro Abonnent. Oder die Infrastrukturkosten niedriger sind als bei
    > Apple.
    > Natürlich kann es auch genau umgekehrt sein aber ohne die Zahlen zu kennen
    > ist das alles Spekulation.

    Dein Beitrag ist schlichtweg plumper Whataboutism.

    Statt erstmal zu fordern das diese Kosten die nichts mit den Gebühren im Store zu tun haben, offengelegt und verglichen werden, bleiben wir schön beim Thema. Diese Art von Ablenkungsmanöver ist viel zu offensichtlich. Aber es ist sind bereits ein paar Foristen auf deinen Trick reingefallen.

    Der Punkt ist das Apple den Store betreibt und an den Abos von Spotify mitverdient und damit diese Marge von Spotify reduziert. Apple Music hat das Problem nicht und somit hat Apple einen Wettbewerbsvorteil. Punkt.

    Hier muss das argumentative Störfeuer von Apple Liebhabern unterbunden werden Dieses unnötige Rauschen verzerrt die Diskussion um die es wirklich geht



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.19 08:37 durch exxo.

  6. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: Nico82x 16.03.19 - 09:36

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein Beitrag ist schlichtweg plumper Whataboutism.

    Not really. "Whataboutism" ist das scheinbare Runterziehen eines Themas auf das Niveau eines anderen um es damit weniger schlimm erscheinen zu lassen. Wenn man dir beispielsweise vorwerfen würde, dass du gestern im Laden im Elektronik-Markt einen USB Stick hast mitgehen lassen und du antwortest mit "ja aber was ist mit den ganzen Ausländern in Deutschland, die ständig was klauen??". Ich blieb immer beim Thema und habe lediglich die Argumentation hinterfragt anstatt diese als gesetzt anzunehmen.

    > Statt erstmal zu fordern das diese Kosten die nichts mit den Gebühren im
    > Store zu tun haben, offengelegt und verglichen werden, bleiben wir schön
    > beim Thema. Diese Art von Ablenkungsmanöver ist viel zu offensichtlich.
    > Aber es ist sind bereits ein paar Foristen auf deinen Trick reingefallen.

    Mein Trick? ;-)
    Da ich in dieser Sache keinerlei Mitsprache oder Einflussmöglichkeit habe, ist diese Bezeichnung wohl fehl am Platze.

    > Der Punkt ist das Apple den Store betreibt und an den Abos von Spotify
    > mitverdient und damit diese Marge von Spotify reduziert. Apple Music hat
    > das Problem nicht und somit hat Apple einen Wettbewerbsvorteil. Punkt.

    Nein, das ist genau nicht der Punkt. Wo steht denn geschrieben, dass alle Anbieter von Musik-Streaming die gleiche Marge haben müssen? Genau darauf zielt doch mein Ursprungspost ab: es ist nur rein zufällig Apple, der eine Kostenposition für Spotify darstellt aber spielt das eine Rolle? Wäre es nicht Apple sondern XY die nicht zufällig auch ein Streaming-Portal betreiben, dann wären die Kosten absolut identisch. Und solange diese Position seitens Apple nicht ausgenutzt wird (was noch zu beweisen ist), solange ist das völlig irrelevant. Apple tritt hier als Plattform-Betreiber und als Streaming-Anbieter auf.
    Im Übrigen ist nicht einmal klar, ob das Ausnutzen dieser angeblich marktbeherrschenden Stellung nicht auch statthaft wäre. Apple ist ja nicht einmal Marktführer bei Smartphones, das ist doch weiterhin Samsung oder habe ich was nicht mitbekommen? Wo steht alos geschrieben, dass Apple Spotify irgendwelche Rechte einräumen müsste? Solange hier kein Monopol vorliegt, solange müssen sie das mutmaßlich auch nicht.

    > Hier muss das argumentative Störfeuer von Apple Liebhabern unterbunden
    > werden Dieses unnötige Rauschen verzerrt die Diskussion um die es wirklich
    > geht

    Hast dir ja ein paar nette Floskeln für den Stammtisch überlegt aber zu einer sachlichen Diskussion gehört auch, dass man sich auf den Diskussions-Partner einlässt und die Totschlag-Argumente im Sack lässt.

  7. Was wurde behauptet? Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: Tuxgamer12 16.03.19 - 13:00

    Nico82x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Behauptung, man sei wegen der Provision nicht mehr wettbewerbsfähig,
    > hat ja zwei Probleme in sich.

    Wo wurde das behauptet?

    "Damit sich Spotifys Einnahmen dadurch [Apple-Provision] nicht verringern, müsste der Anbieter den Standardpreis von 10 Euro für das Abo erhöhen. Dann wäre Spotify nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber Apples eigenem Musikstreamingabo, das Kunden von einem Apple-Gerät für 10 Euro buchen können."

    Spotify meint, nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein, würde man die Preise erhöhen, dass Spotify genauso viel Einnahmen pro Kunde einfährt, wie das Apple Musik tut.

    Und das wird "unfairer Wettbewerb" genannt.

    Was du auf der Ausgaben-Seite machst, ist hierfür irrelevant. Hat niemand behauptet, dass ein Anbeiter auf der Ausgabens-Seite benachteiligt wird.

  8. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: zilti 16.03.19 - 15:37

    Nico82x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre es nicht Apple sondern XY

    Nur ist es hier aber Apple, und genau das ist das Problem.

  9. Re: Schnell behauptet aber stimmt das auch?

    Autor: eidolon 16.03.19 - 21:54

    Nico82x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Übrigen ist nicht einmal klar, ob das Ausnutzen dieser angeblich
    > marktbeherrschenden Stellung nicht auch statthaft wäre. Apple ist ja nicht
    > einmal Marktführer bei Smartphones, das ist doch weiterhin Samsung oder
    > habe ich was nicht mitbekommen?

    Wäre mir neu dass Samsung Betriebssysteme und Appstores anbietet...

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