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Apple und die Marktmacht

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  1. Apple und die Marktmacht

    Autor: Lirumlarum 06.05.19 - 10:58

    Normalerweise geht mir Apple am Popo vorbei aber ich find es schon erstaunlich mit wie vielen Klagen diese Firma überhäuft wird. Ich lese fast immer nur negative Sachen über Apple. Was ist da los? Ist es wirklich so, dass alle nur was vom großen Kuchen abhaben wollen oder ist Apple raffgierig und hinterhältig? Ich halte absolut nix von Iphones oder anderen Apple-Produkten. Definitiv zu teuer für die Leistung. Prestige, falls man das so nennen kann, bezahle ich nicht zusätzlich. Produkte anderer sehr namhafter Firmen (z.B. Nintendo) zocken einen auch nicht ab und liefern extrem gute Qualität ab. Ich vergleiche hier vielleicht Äpfel mit Birnen (sollte nicht witzig gemeint sein) aber warum wird zB. eben Nintendo nicht so oft verklagt? Da scheint doch schon ganz sicher irgendwas schief bei Apple zu laufen, denn so große Unternehmen wie Spotify und andere würden doch nicht absichtlich solche finanziellen Risiken eingehen.
    Worum es mir bei dem Beitrag geht: Herausfinden, ob ich da irgendwo was nicht mitbekommen habe oder ob meine Meinung gegenüber Apple vllt doch mit deren Unternehmenskultur übereinstimmt.
    Vllt kann hier einer Klarheit schaffen.
    3. Option: Golem postet nur Negatives zu Apple, weil sie diese nicht mögen. Aber diese Option sehe ich zu maximal 1% realistisch an.

    Gruß,
    Lirumlarum

  2. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: ToyoMr2 06.05.19 - 11:14

    Ich stimm dir völlig zu, von Apple hört man so viel negatives wie von keiner anderen Firma. Dennoch ist vieles Berechtigt wie ich finde und es gibt oft gute Gründe für eine Klage.
    Und was Nintendo betrifft, sind die auch nicht ganz unschuldig was Preise angeht (80¤ für neue Switch Controller). :D

  3. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: Stereo 06.05.19 - 11:23

    Seltsam, in meiner Filterblase landen nur Fails, Klagen und negative Nachrichten von Microsoft und Google-Produkten. Was mache ich falsch? ;)

  4. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: nightmar17 06.05.19 - 11:35

    Das Problem ist, dass Apple einfach in vielen Märkten mitmischt.
    Spotify schreibt ja nur rote Zahlen und die wären froh, wenn sie nicht so viel Provision für Apple zahlen müssten, dann würden bestimmt auch ein paar Euro mehr hängen bleiben.

    Ich denke viele Firmen haben Klagen am hals, aber Apple bringt ja Klicks. Google, Amazon und Facebook haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen.

    Unabhängig von Spotify und der Klage, finde ich auch, dass Apple die Provision bei Abos anpassen sollte.
    Erstes Jahr 15% ab dem zweiten 7,5%. Dann würde Spotify wohl auch keine all zu große Welle machen und würden sich als Sieger hintstellen.
    Fakt ist aber auch, dass Apple hier als Dienstleister Auftritt und auch die Kosten tragen muss.
    Spotify spart sich dadurch die Arbeit und Kosten.

  5. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: elidor 06.05.19 - 11:44

    Grundsätzlich wird von Apple natürlich jede noch so kleine Neuigkeit in einen Artikel verpackt, weil das die mit abstand am häufigsten geklickten Artikel sind. Sei es von den "Fans", die etwas über die Firma lesen wollen oder von den "Hatern", die sich darüber lustig machen wollen.

    Dazu kommt, dass der Umsatz im AppStore fast doppelt so hoch ist, wie der im PlayStore.
    https://www.itopnews.de/2018/10/3-quartal-2018-app-store-mit-93-mehr-umsatz-als-google-play/

    Guckt man sich dann die Meldungen aus letzter Zeit neben Spotify an:
    - Audioproblem -> keine Zahlen bekannt, könnten auch Einzelfälle sein
    - Qualcomm -> politische "Probleme", nichts, was den Endanwender direkt betrifft
    - Apple verklagt Apfelroute -> ziemlich lächerlich...
    - Rückruf Typ-G Stecker -> geringe Wahrscheinlichkeit, wird aber auf Kosten von Apple ersetzt
    - Screen Time Apps -> Haben versucht MDM zu nutzen, obwohl vorher bekannt war, dass das seitens Apple verboten ist, Apple hat es nur nicht direkt geahndet...
    - Airpower 2 wird eingestellt -> Da haben sie was versprochen, was sie nicht halten konnten, aber immerhin hat noch niemand dafür bezahlt...

    Die Masse an Nachrichten über Apple liegt aber einfach daran, dass damit mehr Geld gemacht wird, als mir anderen Themen.

  6. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: elidor 06.05.19 - 11:46

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, dass Apple einfach in vielen Märkten mitmischt.
    > Spotify schreibt ja nur rote Zahlen und die wären froh, wenn sie nicht so
    > viel Provision für Apple zahlen müssten, dann würden bestimmt auch ein paar
    > Euro mehr hängen bleiben.

    Spotify bietet die Abos über In-App Käufe schon lange nicht mehr an. Die paar Bestandskunden werden nicht viel von ihrem Umsatz ausmachen.
    Wenn ein Abo bei Spotify auf der Webseite abgeschlossen wird und Spotify anschließend auf einem iOS Gerät genutzt wird, dann sieht Apple keinen einzigen Cent davon.

  7. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: eidolon 06.05.19 - 11:54

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unabhängig von Spotify und der Klage, finde ich auch, dass Apple die
    > Provision bei Abos anpassen sollte.

    30% sind eh lächerlich. Wofür genau rechtfertigt sich diese Höhe? Das Weiterleiten von Transaktionsdaten hat von der Leistung her ja nichtmal was mit der Höhe zu tun. Man stelle sich vor, dass Paypal ne Gebühr haben will, die sich anhand der Höhe der Überweisung berechnet und nicht ne Pauschale, dann wäre sofort die Kacke am Dampfen.

  8. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: eidolon 06.05.19 - 11:55

    elidor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Abo bei Spotify auf der Webseite abgeschlossen wird und Spotify
    > anschließend auf einem iOS Gerät genutzt wird, dann sieht Apple keinen
    > einzigen Cent davon.

    Spotify darf aber in der iOS-App nichtmal per Text darauf hinweisen, das hat Apple untersagt. Und das ist eigentlich auch ein Unding.

  9. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: Vollpfosten-Detektor 06.05.19 - 12:50

    elidor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Masse an Nachrichten über Apple liegt aber einfach daran, dass damit
    > mehr Geld gemacht wird, als mir anderen Themen.

    Natürlich liegt es daran...
    Ich lese auch immer wieder gern die (verzweifelten) Kommentare von Apple-Fangirlz/Drohnen wenn sie versuchen, Scheiße schön zu schwurbeln :-D

  10. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: Squirrelchen 06.05.19 - 13:06

    eidolon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nightmar17 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Unabhängig von Spotify und der Klage, finde ich auch, dass Apple die
    > > Provision bei Abos anpassen sollte.
    >
    > 30% sind eh lächerlich. Wofür genau rechtfertigt sich diese Höhe? Das
    > Weiterleiten von Transaktionsdaten hat von der Leistung her ja nichtmal was
    > mit der Höhe zu tun. Man stelle sich vor, dass Paypal ne Gebühr haben will,
    > die sich anhand der Höhe der Überweisung berechnet und nicht ne Pauschale,
    > dann wäre sofort die Kacke am Dampfen.

    Troll oder keine Ahnung?
    https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/merchant#intent
    https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/paypal-plus#fees

    Natürlich sind hier die Gebühren nicht so hoch wie bei der Verwaltung einer Handelsplattform, aber dass ist egal.

    Im Übrigen: Schaut euch mal die Gebühren bei Amazon, Ebay oder irgendeinem anderen Händler an. Jeder Händler will (und muss) verdienen. Es ist logisch, dass Apple seinerseits mittels seines Hausrechts untersagen (möchte), dass Ihre Einnahmegrundlage umgangen wird.
    Da ist, meines Erachtens nach, auch absolut nichts verwerfliches dran.


    Autor: nightmar17 06.05.19 - 11:35
    > [...] Spotify schreibt ja nur rote Zahlen [...]

    Sorry aber du hast keine Ahnung wie die Wirtschaft funktioniert... Und nein, ich werde dir jetzt nicht erklären, wie Firmen wie Spotify, vor einigen Jahren noch Amazon, etc... funktionieren und ab wann dann der Break Even (also ab wann das Unternehmen Geld verdienen "will") eintritt. Informier dich bitte einfach mal selbst wie solche Systeme funktionieren.

    > [...] und die wären froh, wenn sie nicht so viel Provision für Apple zahlen müssten, dann würden bestimmt auch ein paar Euro mehr hängen bleiben. [...]

    Ach sag an, wenn die Gebühren sinken, bleibt mehr Gewinn hängen... Wahnsinnige Erkenntnis.
    Der Punkt dürfte hier eher sein, dass man sich nun stark genug fühlt um auch mal gegen einen großen Gegner anzutreten, denn Spotify hat natürlich langsam das Maximum an Bekanntheit erreicht.
    Man sollte auch mal den Ball flach halten. Ich liebe meinen Spotify Account, aber dennoch ist dies ein rießiges Unternehmen, dass letztlich auch nur mein Bestes will... also sicherlich nicht meine Freundschaft.
    Solange Sie noch nicht so bekannt waren, und vor allem durch hohe Listings profitieren konnten, waren die Gebühren von Apple also ok und nun auf einmal, ist es das böseste auf der Welt? Finde den Fehler!

    ------------------
    Ich könnte Ausnussen vor Nussigkeit!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.05.19 13:09 durch Squirrelchen.

  11. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: Teeklee 06.05.19 - 13:23

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fakt ist aber auch, dass Apple hier als Dienstleister Auftritt und auch die
    > Kosten tragen muss.
    > Spotify spart sich dadurch die Arbeit und Kosten.

    Es gibt aber keine Alternative... Entweder du verwendest den Apple Dienst oder du bist nicht auf einem IPhone vertreten.

    Dann kommen noch absurde Regelungen hinzu die dazu dienen es den Verwendern einfach so unbequem wie möglich zu machen, Abos außerhalb vom App Store abzuschließen.

    - Besuch einer Website
    - Hinweise sind Verboten

    Also entweder du unterwirfst dich und drückst die 30% an Apple ab oder die Nutzererfahrung wird zur Hölle für deine App.

  12. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: unbuntu 06.05.19 - 18:10

    Es bleibt aber schon lächerlich, für immer dieselbe Arbeit unterschiedliche Gebühren zu verlangen. Und dann noch 30%.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  13. Re: Apple und die Marktmacht

    Autor: heikom36 08.05.19 - 17:31

    Nein, ist wirklich so. Bei Apple ist es aber noch auffälliger weil die sich ja selbst als "das ehrlichste", "sauberste", "fairste" und "skandalfreiste" Unternehmen sehen - sprich: Sie selbst halten sich für den allumfassenden Gott.
    Wenn die dann wie der Teufeln handeln, Klage sind normal.
    Apple ist schon lange nicht mehr Apple wie aus den 80'ern als sie die Marktmacht von IBM brechen wollten. Apple ist heute sogar um einiges schlimmer als es IBM in den 80'ern und davor war.
    Ein sehr derber und raffgieriger Konzern ist aus Apple geworden - bewundert habe ich die mal - in den 80'ern. Jetzt kann ich nur noch Verachtung empfinden.

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