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Warum keine PCIE-SSDs?

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  1. Warum keine PCIE-SSDs?

    Autor: Crass Spektakel 01.10.19 - 14:41

    Warum sind SSDs als PCIE-Steckkarte eigentlich so sündhaft teuer?

    Ein Bekannter wollte neulich eine 4TB-SSD kaufen. Natürlich mit flottem PCIE-Anschluß. Aber während solche Platten für SATA spottbillig sind gibt es sie als M2-SSD nur bis 1TB preiswert (90¤/TB) und als PCIE kosten sie ein absolutes Vermögen (ne 4TB SSD locker mal 700-900 Euro also 180-220¤/TB).
    Als Notlösung hat er sich eine 1TB M2-PCIE-SSD und eine 4TB-SATA-SSD gekauft. Hat zusammen 450¤ gekostet. Er hätte gerne auch 500¤ für eine reinrassige 4TB-PCIE-SSD gezahlt aber sicher nicht die aufgerufenen 700-900 Euro.

    Elektrisch sind sie zu 100% kompatibel zu M2-PCIE-Karten. Allerdings könnte man sie durch die grössere Bauform leichter kühlen, mehr Flash-Chips unterbringen und besser mit Frischluft versorgen.

    M2 ist eigentlich eine Notlösung aus der Notebook-Sparte. Dieser Anschluß hat in einem Desktop nur Nachteile. Die größten und schnellsten M2-SSDs haben nur zwei Terabyte, sind sauteuer, ziemlich lahm und werden brüllend heiß. Die größten PCIE-SSDs haben zwei 2Petabyte, sind zwar auch sauteuer aber auch sauschnell und gut gekühlt.

    Beim Preis pro TB siehts so aus:
    SATA-SSD: 80¤/TB
    M2-PCIE-SSD: 90¤/TB
    PCIE-Steckkarte: je nach Grösse 150 bis 600¤/TB...

    In einem Kundenserver habe ich vor vier Jahren eine PCIEx8-SSD installiert welche mit 7,2TB daherkommt, ein grosser Kühlkörper hält die SSD selbst unter Volllast kühl, die Daten wandern mit 6,5GB/s. Das Ding war damals natürlich knackig teuer aber eigentlich sollte es soetwas heute für 1000-1200 Euro an jeder Strassenecke geben.

    Eine begrenze Alternative sind U2-Laufwerke. Die liegen zwar preislich nahe an reinen PCIE-Lösungen aber dafür ist die Auswahl sehr viel grösser. Im Gegenzug muß man sich bei normalen PCs mit skurrilen Adaptern und Kabelwirrwarr rumägern..

    völliger Schwachsinn...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.19 14:47 durch Crass Spektakel.

  2. steht doch vieles im Artikel?!

    Autor: Pecker 01.10.19 - 15:10

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sind SSDs als PCIE-Steckkarte eigentlich so sündhaft teuer?

    Angebot und Nachfrage. Im Artikel steht doch, dass diese hauptsächlich für Server in Frage kommen. Es gibt wenige spezielle Anbieter deswegen auch der hohe Preis. Wer solche Karten kauft, hat spezielle Ansprüche und zahlt den speziellen Preis.

    > Ein Bekannter wollte neulich eine 4TB-SSD kaufen. Natürlich mit flottem
    > PCIE-Anschluß. Aber während solche Platten für SATA spottbillig sind gibt
    > es sie als M2-SSD nur bis 1TB preiswert (90¤/TB) und als PCIE kosten sie
    > ein absolutes Vermögen (ne 4TB SSD locker mal 700-900 Euro also
    > 180-220¤/TB).

    Ist halt so. SATA SSDs sind massenprodukte und billig, dafür halt langsamer. und bei M2 limitiert halt der Platz, wesewegen da mehr Speicher nicht drinnen ist, bzw. sehr teuer wird.

    > Als Notlösung hat er sich eine 1TB M2-PCIE-SSD und eine 4TB-SATA-SSD
    > gekauft. Hat zusammen 450¤ gekostet. Er hätte gerne auch 500¤ für eine
    > reinrassige 4TB-PCIE-SSD gezahlt aber sicher nicht die aufgerufenen 700-900
    > Euro.

    Warum auch immer. Wenn man etwas wirklich braucht, (beruflich) dann zahlt man auch die 700¤ alles andere ist Hobby.

    > Elektrisch sind sie zu 100% kompatibel zu M2-PCIE-Karten. Allerdings könnte
    > man sie durch die grössere Bauform leichter kühlen, mehr Flash-Chips
    > unterbringen und besser mit Frischluft versorgen.

    Das ist wohl so, aber irgendwer muss die produzieren. Die Nachfrage nach solchen Karten ist klein und es wird ein PCI Slot belegt.

    > M2 ist eigentlich eine Notlösung aus der Notebook-Sparte. Dieser Anschluß
    > hat in einem Desktop nur Nachteile.

    Quatsch. Er ist klein, billig, schnell. Hat also Vorteile gegenüber SATA und braucht weniger Platz als PCI

    > Die größten und schnellsten M2-SSDs haben nur zwei Terabyte, sind sauteuer, ziemlich lahm
    > und werden brüllend heiß.

    Naja, langsam sind die eher nicht, wenn man das entsprechende modell kauft. Der M2 Anschluss gibt ja ordentlich power her.

    >Die größten PCIE-SSDs haben zwei 2Petabyte, sind zwar auch sauteuer
    > aber auch sauschnell und gut gekühlt.

    Die Anbindung ans System ist aber schon die selbe. Es limitiert halt dann die eigentliche SSD und da gibts auch andere alternative. Wer aber 2Petabyte (wirklich?) braucht, der kann die auch zahlen.

    > Beim Preis pro TB siehts so aus:
    > SATA-SSD: 80¤/TB
    > M2-PCIE-SSD: 90¤/TB
    > PCIE-Steckkarte: je nach Grösse 150 bis 600¤/TB...
    >
    > In einem Kundenserver habe ich vor vier Jahren eine PCIEx8-SSD installiert
    > welche mit 7,2TB daherkommt, ein grosser Kühlkörper hält die SSD selbst
    > unter Volllast kühl, die Daten wandern mit 6,5GB/s. Das Ding war damals
    > natürlich knackig teuer aber eigentlich sollte es soetwas heute für
    > 1000-1200 Euro an jeder Strassenecke geben.

    Na dann mal auf und bring sowas auf den Markt.

    > Eine begrenze Alternative sind U2-Laufwerke. Die liegen zwar preislich
    > nahe an reinen PCIE-Lösungen aber dafür ist die Auswahl sehr viel grösser.
    > Im Gegenzug muß man sich bei normalen PCs mit skurrilen Adaptern und
    > Kabelwirrwarr rumägern..
    >
    > völliger Schwachsinn...

    Für jeden Anwendungsfall das passende dabei. Für Konsumenten ist PCIE total daneben.

  3. Re: Warum keine PCIE-SSDs?

    Autor: Ach 01.10.19 - 15:11

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >M2 ist eigentlich eine Notlösung aus der Notebook-Sparte. Dieser Anschluß hat in einem Desktop nur Nachteile. Die größten und schnellsten M2-SSDs haben nur zwei Terabyte, sind sauteuer, ziemlich lahm und werden brüllend heiß.

    PCIe. M.2 werden schon mal nicht "brüllend heiß", sondern wenn, dann sehr warm, wozu man sie aber durchgehend und über längere Zeit auslasten muss, was in der Praxis nur in einer Hand voll Szenarien auftreten kann(Server/Cachlaufwerk für Filmbearbeitung u.Ä.), dem man aber mit sehr einfachen Mitteln begegnen kann, wie etwa mit einem u20¤ Kühler. Und dann sind M.2 das genaue Gegenteil von lahm. Sie sind das derzeit schnellste, was man mit der Ausnahme von Raid Anordnungen auf PCI Karten überhaupt käuflich erwerben kann. Das ist dann auch ein ganz triftiger Grund dafür, dass die so kostspielig sind. Auf den großen M.2 SSDs finden sich derzeit nur die teuersten Komponenten. M.2 gelten immer noch als HE und die Hersteller richten sie für genau diese Sparte aus. Physikalische Vorteile des Formates sind der geringe Platzverbrauch und das Ausbleiben jeglicher Verkabelung. Den Bericht überhaupt mal durchgelesen oder zumindest das Vid geschaut?

  4. Re: Warum keine PCIE-SSDs?

    Autor: mifritscher 01.10.19 - 16:31

    Es gibt für kleines Geld (20...50¤) PCI-E Karten, auf die man einfach M.2 SSDs schrauben kann.

    PCI-E SSDs sind auf Leistung optimiert - da sind oft _deutlich_ bessere Controller und Flash-Chips drinne als auf den M.2 Kärtchen.

  5. Re: Warum keine PCIE-SSDs?

    Autor: Renegade3349 02.10.19 - 11:44

    So eine hatte ich in einem Z87 Board verbaut, was noch kein M2 hatte.
    Bis auf die Fehlende Unterstützung für Boot von dem Laufwerk war die Leistung so wie man erwartet hätte, also wie in einem M2 Slot. Da die Lanes 1zu1 durchgeschleift werden und die M2 NVMe auch PCIe nutzen ist das kein Problem.
    Die Karten funktionieren notfalls sogar abwärtskompatibel (dann natürlich auf 2GByte/s begrenzt) in einem PCIe 2.0 x4 Slot.

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