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Billiger Fanservice statt Qualität

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  1. Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: Celsi 06.04.22 - 11:05

    Die zweite Staffel hat klar gemacht, dass man die (schon schauderhafte) Qualität der ersten Staffel noch locker unterlaufen kann.
    Für die dritte Staffel ist man sich seiner eigenen Grenzen jetzt offenbar immerhin bewusst und setzt darauf, wie im alten Ägypten, das Gefolge zusammen mit der Mumie beizusetzen.
    Ich glaube nicht, dass man dann noch viele Gedanken an eine originelle, glaubwürdige Storyline verschwenden wird, nicht nachdem man das in 1 und 2 schon nicht getan hat.
    Stattdessen in jeder Folge einen neuen "Altstar" aufpoppen lassen, nach dem Motto der Serie mit einem völlig veränderten, "dunklen" Charakter, und schon hat man auch die letzten 10 Folgen der schlechtesten Star Trek Serie ever hinter sich gebracht.

  2. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: digitalnative 06.04.22 - 11:22

    Celsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die zweite Staffel hat klar gemacht, dass man die (schon schauderhafte)
    > Qualität der ersten Staffel noch locker unterlaufen kann.
    > Für die dritte Staffel ist man sich seiner eigenen Grenzen jetzt offenbar
    > immerhin bewusst und setzt darauf, wie im alten Ägypten, das Gefolge
    > zusammen mit der Mumie beizusetzen.
    > Ich glaube nicht, dass man dann noch viele Gedanken an eine originelle,
    > glaubwürdige Storyline verschwenden wird, nicht nachdem man das in 1 und 2
    > schon nicht getan hat.
    > Stattdessen in jeder Folge einen neuen "Altstar" aufpoppen lassen, nach dem
    > Motto der Serie mit einem völlig veränderten, "dunklen" Charakter, und
    > schon hat man auch die letzten 10 Folgen der schlechtesten Star Trek Serie
    > ever hinter sich gebracht.

    Ok, ich schaue mir Picard am Abend entspannt an. Finde Discovery ehrlich gesagt schlechter, wenn nicht ermüdend. Bin wohl nicht kritisch genug um mir jedesmal den Cast sowie sonstige Dinge durch den Kopf gehen zu lassen. Ist Unterhaltung in meinen Augen und so sehe ich die Serie auch :) Enstpannt oder schalte einfach aus und geh schlafen.

  3. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: unbuntu 06.04.22 - 11:28

    Also die zweite Staffel finde ich wesentlich interessanter und besser gemacht als die erste...

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  4. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: PeterTasse 06.04.22 - 11:29

    Celsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die zweite Staffel hat klar gemacht, dass man die (schon schauderhafte)
    > Qualität der ersten Staffel noch locker unterlaufen kann.
    > Für die dritte Staffel ist man sich seiner eigenen Grenzen jetzt offenbar
    > immerhin bewusst und setzt darauf, wie im alten Ägypten, das Gefolge
    > zusammen mit der Mumie beizusetzen.
    > Ich glaube nicht, dass man dann noch viele Gedanken an eine originelle,
    > glaubwürdige Storyline verschwenden wird, nicht nachdem man das in 1 und 2
    > schon nicht getan hat.
    > Stattdessen in jeder Folge einen neuen "Altstar" aufpoppen lassen, nach dem
    > Motto der Serie mit einem völlig veränderten, "dunklen" Charakter, und
    > schon hat man auch die letzten 10 Folgen der schlechtesten Star Trek Serie
    > ever hinter sich gebracht.

    Sehe ich anders.
    Ich bin eindeutig ein Fan der alten Stark-Trek Serien, mehr aber noch der Filme. Und wenn man mal ehrlich ist. Guckt man sich TNG heute an, ist das einfach nur stumpf und grausam was man damals als toll empfand. Und auch damals war vieles einfach absolut unlogisch. Da packt man sich schon an den Kopf, was da gezeigt wurde.
    Als schlechtesten Abklatsch im Star-Trek Universum empfand ich Discovery. Alleine das Aufbauschen der Hauptrollen der Gefühle untereinander - das war einfach unerträglich.
    Diversität und Offenheit waren immer ein wichtiger Teil der Star-Trek Serien. Und ich finde das hat man in Picard sehr gut hinbekommen. Dazu ist die Serie nicht so überzogen wie Discovery oder stumpf wie die alten TNG-Folgen. Ein absolut gelungener Mix. Und ich gebe zu, dass ich sehr stark mitfieber und die Rollen IMHO perfekt gespielt werden. Würdest Du mich fragen, ist Picard eine herausragende Serie. Natürlich (und Zum Glück) nicht im Stile der alten TNG/Voyager usw., aber ideal um auch heute noch unterhaltend zu sein - und dabei nicht mal stumpf oder langweilig.

  5. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: carstenj 06.04.22 - 12:05

    Hi,

    ich versuche mal was, was im Internet ganz selten passiert. Mich erstmal erklären, bevor ich ne Frage stelle. :)

    Ich finde deine Ansicht total interessant und ich frage nicht nach weil ich dich von meiner Meinung überzeugen will, sondern mich interessiert wirklich, wie du denkst. Das soll ausdrücklich KEINE offensive Fragestellung sein.

    Ich bin auch alter ST Fan, und du hast recht, manche TNG Folgen sind nicht der große Wurf. Aber alles in allem, trotzdem mancher Logikfehler und absurder Storys, waren die über 170 TNG, DS9 und VOY Serien konsistent meiner Meinung nach und hatte Perlen, die ich mein Lebtag nicht vergessen werde. Das ist ein Anspruch, den eine Serie nicht haben muss, aber TNG beispielsweise hatte manche Dialoge, die könnte man so auswendig lernen und sowohl im privaten als auch im Firmenumfeld verwenden.

    Oder die Folge "The Measure of a Man" bzw. "Wem gehört Data". Sowas werde ich niemals vergessen, oder als Picard innerhalb von ein paar Minuten ein ganzes Leben nachlebt und die Flöte als Erinnerung daran erhielt. Da krieg ich Tränen in den Augen wenn ich davon erzähle. Die Melodie vergesse ich auch niemals.

    Discovery mal außen vor, aber bei Picard fand ich sowas nicht ansatzweise. Logiklücken ohne Ende, Story hat mich absolut nicht abgeholt und die Charakter sind auch eher durchschnittlich bis völlig egal. im Grunde wird bei mir nichts hängen bleiben. Ich kenne allerdings nur die erste Staffel.

    Hat dich das gar nicht gestört, oder hast du andere Maßstäbe? Als pure Unterhaltung ist es für mich schwer, weil ich eben TNG geliebt habe und glücklich darüber war, Picard nochmal zu sehen. Auch als ich TNG vor 2 Jahren nochmal komplett gesehen habe, fand ich das fantastisch, mit natürlich den Abstrichen bei den Effekten und manch schwächerer Folge.

  6. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: unbuntu 06.04.22 - 12:08

    Das kann man aber auch schwer vergleichen. TNG war von Folge zu Folge einzeln aufgebaut und kann sich Sachen erlauben, die bei Picard eben nicht gehen, weil bei Picard eben eine große Gesamtstory abläuft. Solche Folgen wie das mit der Flöte würden da gar keinen Platz finden können.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  7. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: carstenj 06.04.22 - 12:15

    Ja, das Konzept ist ein anderes, allerdings hat das für mich die Qualität nicht beeinflusst, sondern die o.a. anderen Faktoren (Story, Logiklücken, Charaktere).

    Aber es wäre auch anders gegangen, bei Supernatural z.B. gab es in einer Staffel eine Hauptstory, trotzdem gab es zwischendurch einzelne, abgeschlossene Folgen, die damit nichts mit zu tun hatten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.22 12:15 durch carstenj.

  8. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: Oktavian 06.04.22 - 12:21

    > Oder die Folge "The Measure of a Man" bzw. "Wem gehört Data". Sowas werde
    > ich niemals vergessen, oder als Picard innerhalb von ein paar Minuten ein
    > ganzes Leben nachlebt und die Flöte als Erinnerung daran erhielt. Da krieg
    > ich Tränen in den Augen wenn ich davon erzähle. Die Melodie vergesse ich
    > auch niemals.

    Ich weiß, was du meinst. Diese Folgen waren Perlen. Aber ich erinnere mich auch noch (oder vielmehr versuche ich, die Erinnerung zu verdrängen) an endlose Holodeck-Folgen, bei denen den Schreiberlingen nichts eingefallen ist (oder sie gerade gestreikt haben), und bei denen man günstig ein anderes Film-Set mitbenutzen konnte. Einfache Füllmasse halt.

    Die Erzählstruktur damals (Folge, Reset, Folge, Reset, Folge, Reset) ermöglicht das, die Qualität war sehr schwankend. Aber diese Erzählstruktur hatte ja schon bei DS9 ausgedient, die Story-Fäden wurden länger, die Qualität gleichmäßiger. Aber gleichzeitig fielen auch die Perlen weg. In DS9 war die Gesamt-Story gut, aber die Highlights selten.

    > Hat dich das gar nicht gestört, oder hast du andere Maßstäbe? Als pure
    > Unterhaltung ist es für mich schwer, weil ich eben TNG geliebt habe und
    > glücklich darüber war, Picard nochmal zu sehen.

    Da gehört ein ziemlicher Nostalgie-Faktor dazu. Es sind Kindheits- und Jugenderinnerungen. Bei manchen ist das TNG, bei anderes Star Wars, bei anderen TOS. Und wehe, jemand rüttelt an diesen Erinnerungen.

  9. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: EDL 06.04.22 - 12:23

    Ja, zugegeben ... die erste Picard-Staffel hatte hinsichtlich Story auch unfreiwillig chaotische Momente. Seven taucht in mehreren Folgen urplötzlich aus dem Nichts auf - total zusammenhanglos ... der Plot war nicht der größte Wurf, aber dennoch unterhaltsam.

    In der zweiten Staffel wird einiges besser gemacht finde ich und den Zeitsprung ins 21 Jh. empfinde ich als schöne Hommage an "Zurück in die Gegenwart" inkl. einer ordentlichen Portion Humor ...

  10. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: PeterTasse 06.04.22 - 12:23

    Also solche Momente aus den Serien habe ich absolut nicht. Es war auch damals nur spannende Unterhaltung.
    Aus den generellen "Regeln" des Star-Trek Universums und der gezeigten Gesellschaft und Hierarchien kann man sich viel in Erinnerung behalten. Aber einzelne Folgen oder Momente - für mich jedenfalls nicht. Aus den Filmen eventuell, zB aus "First Contact". Vllt war ich bei den Serien aber auch noch einfach zu jung, um das wirklich so in Erinnerung zu behalten bzw. auch zu verstehen. Und heute möchte ich mir nicht diese tausenden Stunden antun - nur um eine Serie zu sehen, die nur gute Teile hat aber oftmals eher mittelmäßig ist. Voyager habe ich mir noch einmal komplett angesehen. DS9 fand ich immer schon schrecklich.
    So hat jeder halt seine Vorlieben. Und ich denke wir können uns alle einig sein, das Discovery ne absolute Katastrophe ist. Aber Picard? Ich denke es ist ne Serie, die man wohl empfehlen kann. Staffel 2 könnte Dir - wenn es um diese guten Stories geht - eventuell gefallen. Ich finde sie bisher jedenfalls deutlich besser als Staffel 1 - die ich auch als etwas random empfand.

  11. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: carstenj 06.04.22 - 12:44

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da gehört ein ziemlicher Nostalgie-Faktor dazu. Es sind Kindheits- und
    > Jugenderinnerungen. Bei manchen ist das TNG, bei anderes Star Wars, bei
    > anderen TOS. Und wehe, jemand rüttelt an diesen Erinnerungen.

    Ja, vermutlich ist zumindest der erste Teil korrekt. Das ist sehr subjektiv. Ob nun ST oder SW, habe beides als Kind geliebt und tue das auch heute noch. Die Frage, ob man das nicht durch die "rosarote Brille" sieht, ist berechtigt.

    Aber ich würde von mir behaupten, offen für Neues zu sein. Die neuen SW-Filme sind katastrophaler als alles andere, und zwar weil sie inkonsistent sind, auf allen Ebenen, nicht weil "Wokeness" da eine Rolle spielt. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich guck mir Picard auf jeden Fall weiter an, gerade dieses Auftauchen und Verschwinden von Seven fand ich in der ersten Staffel total seltsam. Fan-Service ist ok, aber das muss irgendwie Sinn ergeben. Ganz anderes Genre, aber wo das passte ist z.B. Cobra Kai. Das ist es PERFEKT umgesetzt meiner Meinung nach.

    Ich gehe auf jeden Fall so unvoreingenommen wie möglich in die Staffel rein, sofern ich sie denn auf einem meiner 38234 Streaming-Dienste denn mal irgendwann sehen kann.

  12. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: splash42 06.04.22 - 12:48

    Celsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die zweite Staffel hat klar gemacht, dass man die (schon schauderhafte)
    > Qualität der ersten Staffel noch locker unterlaufen kann.

    Echt? Bei der ersten Staffel hätte ich teilweise noch zugestimmt, aber die zweite Staffel fand ich bisher recht gut und spannend gemacht.

  13. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: Agba 06.04.22 - 13:03

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann man aber auch schwer vergleichen. TNG war von Folge zu Folge
    > einzeln aufgebaut und kann sich Sachen erlauben, die bei Picard eben nicht
    > gehen, weil bei Picard eben eine große Gesamtstory abläuft. Solche Folgen
    > wie das mit der Flöte würden da gar keinen Platz finden können.

    Wenn es bei Picard eine große gesamt Story gäbe, hätte ich das doch wohl gemerkt.
    Die Serie plätschert doch eher von einer belanglosen Thematik zur nächsten um jeden interessanten Story Ansatz sofort wieder einzustampfen und scheitert letztlich sogar an ihrem Hauptuniversum um die Story dann im parallel Universum fortzusetzen, weil die Autoren nicht mehr wussten was sie mit dem mist anfangen sollten, in welchen sie sich in Staffel 1 reingeschrieben haben



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.22 13:11 durch Agba.

  14. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: gadthrawn 06.04.22 - 15:56

    PeterTasse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So hat jeder halt seine Vorlieben. Und ich denke wir können uns alle einig
    > sein, das Discovery ne absolute Katastrophe ist.

    Mir gefiel Discovery. War ehrlich gesagt genauso unlogisch oder logisch wie die ganzen Serien davor. Halt ein bisschen moderner.

    Aber mir gefiel auch schon Enterprise - und ganz ehrlich - damals haben auch schon viele über Enterprise gemeckert - angefangen mit "Musik mit Worten- das geht ja gar nicht", "zu modern" etc.pp..

    Nichts ist so verbohrt wie Leute die das gleiche wie in den 80ern oder 90ern erwarten.

  15. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: PeterTasse 06.04.22 - 16:20

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PeterTasse schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So hat jeder halt seine Vorlieben. Und ich denke wir können uns alle
    > einig
    > > sein, das Discovery ne absolute Katastrophe ist.
    >
    > Mir gefiel Discovery. War ehrlich gesagt genauso unlogisch oder logisch wie
    > die ganzen Serien davor. Halt ein bisschen moderner.

    Hast Du nur die erste Staffel geguckt, oder auch Staffeln 2 und 3? Die Erste fand ich auch noch ganz gut, die 2. konnte man sich ansehen. Die Dritte ist ungefähr das Schlechteste was ich je gesehen habe.

    >
    > Aber mir gefiel auch schon Enterprise - und ganz ehrlich - damals haben
    > auch schon viele über Enterprise gemeckert - angefangen mit "Musik mit
    > Worten- das geht ja gar nicht", "zu modern" etc.pp..
    >
    > Nichts ist so verbohrt wie Leute die das gleiche wie in den 80ern oder
    > 90ern erwarten.

    True.

  16. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: coronaserien 06.04.22 - 16:31

    mal angemeldet um auch was zu TNG zu sagen:

    In der Corona-Zeit habe ich etliche Star Trek-Serien komplett durchgeschaut: ST, TNG, DS9, Voyager und Star Trek: Enterprise.

    TNG sticht für mich immer noch heraus, und ich möchte carstenj voll zustimmen. Klar gibt es auch Probleme, z.B. hab ich irgendwann nur noch mit den Augen gerollt, wenn zu Beginn einer Folge ein aufgebrachter Klingone auftaucht - dann geht es fast immer ab auf die selbe Einbahnstraße.

    Aber einzelne herausragende Folgen, und auch die durchgängig behutsame und konsequente Charakterzeichnung sind für mich hängengeblieben. Im Gegensatz zu vielen modernen Serien wird hier nicht regelmäßig ein beliebiger Charakter für unlogische Ausraster genommen, damit sich alle Anderen aus dem entstandenen Trümmerhaufen freischaufeln müssen. Mir sind die Figuren und ihre (sich auch entwickelnden) Beziehungen - deren Grundlage das klare, saubere, manchmal dezent sterile Design des Raumschiffs bildet - letztendlich als würdevoll, liebevoll und glaubhaft in Erinnerung geblieben. Auch die allerletzte, absolut wunderbar ausgewählte Szene bleibt dem treu.

    Die klassische Serienstruktur funktioniert bei Star Trek übrigens sehr gut, wie ich finde. Als würde man den Geschichtenerzähler bitten eine weitere Story von seinen Weltraumabenteuern zu erzählen. Und gibt es bei TNG auch keinen hard reset mit jeder Folge, sondern immer Elemente - im Großen wie im Kleinen - die weitergetragen werden.

    Mir hat es jedenfalls viel Freude bereitet, TNG nochmal zu sehen.

  17. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: forenuser 06.04.22 - 18:09

    digitalnative schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    (...)

    > Ist Unterhaltung in meinen Augen und so sehe ich die Serie auch :)
    > Enstpannt oder schalte einfach aus und geh schlafen.

    Ui, das ist gefährlich, damit kann man einen ganzen Mob von "Trekkies" gegen sich aufbringen.
    Unterhaltung... Das ist Religion - also für diese Trekkies.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  18. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: forenuser 06.04.22 - 18:16

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PeterTasse schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So hat jeder halt seine Vorlieben. Und ich denke wir können uns alle
    > einig
    > > sein, das Discovery ne absolute Katastrophe ist.
    >
    > Mir gefiel Discovery. War ehrlich gesagt genauso unlogisch oder logisch wie
    > die ganzen Serien davor. Halt ein bisschen moderner.

    Same here, auch wenn ich Staffel 3 noch nicht gesehen habe (ich bin im Augenbblick schlicht jeder Serie überdrüssig...) und Staffel 4 ja nicht bei NF läuft...

    (...)

    > Nichts ist so verbohrt wie Leute die das gleiche wie in den 80ern oder
    > 90ern erwarten.

    Wobei es aber neu sein muss ohne das man was Neues einbringen darf...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  19. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: Celsi 06.04.22 - 18:20

    Dass TNG seine Schwächen hatte, ist unbestritten. Es hat doch praktisch die gesamte erste Season gedauert, bis sie sich "eingependelt" haben. Aber von da an war von "durchschnittlich gut" bis "Perle" stets alles dabei, Flops eher selten, auf Anhieb fällt mir eigentlich nur "The Captain's Heart" als schlecht ein.
    Weitere, bisher nicht genannte Perlen hingegen (aus dem Kopf, habe nirgendwo nachgesehen, die sind für immer in mein Gehirn gebrannt und ich kann sie über weite Passagen (in Englisch) mitsprechen:
    - Starship Mine
    - Remember Me
    - Yesterday's Enterprise
    - Booby Trap
    und sogar aus Season 1:
    - Die Folge mit den Bynaren, die die Enterprise kapern (unmerkbarer Folgentitel bestehend aus 0en und 1en)

    Ich finde Picard nicht mal primär wegen der müden Story und den Logikfehlern so grausig. Auch ein etwas "dunkleres" Setting ist ok für mich, schließlich bete ich "The Expanse" an.

    Nein, was mich absolut abschreckt sind die Charaktere: Flach gezeichnet, unglaubwürdig und untypisch handelnd.
    - Picard: Früher energischer Captain, nun sentimentaler Greis, den keiner mehr richtig ernst nimmt. Mitleid motiviert sein Gefolge, nicht Respekt.
    - Data: Wollte immer ein Mensch sein, nun will er tot sein.
    - Seven: Sensible Frau mit Unrechtsbewusstsein, von Janeway aufgezogen. Heute: Chuck Norris mit Möpsen, die jeden umnietet, der ihr krumm kommt.
    - Raffi: zu kaputt, um glaubwürdig zu sein.
    - Der Han Solo Abklatsch mit den Holo-AlterEgos ist noch mit am besten zu ertragen.
    - Agnes hingegen ist der Jar Jar Binks der Serie
    - Die romulanische Sackelfe mit der modischen Damenfrisur und dem überdimensionierten Buttermesser: ohne Worte.
    - die Androidentussi (Dahj?) fand ich ganz okay, auch noch, als ihre Doppelgängerin (Soji?) auftauchte... da konnte ich ein wenig "eintauchen", mitfühlen.
    Zum Ende wurden es aber zu viele davon, zu Lasten der Glaubwürdigkeit.
    - Riker: Eremierter Pizzabäcker mit Tochter Pocahontas, den man flugs eine ganze Flotte anvertraut, nachdem das "zerstörte" romulanische Empire entdeckt hat, dass man Warbirds auch leasen kann und 200 (?) Stück davon hervorzaubert
    - Deanna... hm, in Würde gealtert und in ihren kurzen Szenen noch ganz sie selbst. Wenigstens die haben sie in Ruhe gelassen.

    Als standalone Serie mit anderen Figuren wäre es eine von vielen nichtssagenden, kommerzialisierten und unterdurchschnittlich anspruchsvollen Serien gewesen.
    Als Sequel zu TNG ist es eine Katastrophe. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich in den 80ern/90ern verhaftet bin. Das hat damit zu tun, dass es einfach nicht passt.
    Wer beispielsweise den VW Käfer weiterführen/wiederaufleben lassen will und dann ein kantiges SUV mit 500PS präsentiert, wird sich auch anhören müssen, dass das nicht passt. Und Käfer Fans werden zurecht enttäuscht sein und rummeckern, während sich aber auch einige finden werden, die das SUV trotzdem toll finden und sich nicht am Bruch stören.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.22 18:32 durch Celsi.

  20. Re: Billiger Fanservice statt Qualität

    Autor: Nightdive 06.04.22 - 18:32

    Also ich fand die Staffel 2 von Picard bisher sehr gut und Unterhaltsam und auch noch deutlich besser als Staffel 1.

    Ich habe viel Bereitschaftsdienste vor Ort in 3 Schichten und ich schaue mir wirklich viel Schrott an um die freie Zeit zu überbrücken aber selbst als Scifi Fan schaffe ich es nicht mehr mir die neuesten Folgen Discovery anzuschauen. Tilly, Burnham und Sporenantrieb und der ganze woke Schmutz sind für mich einfach nicht mehr ertragbar. Da schaue ich mir lieber einen Sekundenzeiger bei der Kreisbewegung zu.

    Picard hat vielleicht nicht den Tiefgang wie TNG und ist auch weniger Stimmig aber so schlecht wie Discovery kann es niemals werden.

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