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Ich fand die Serie furchtbar

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  1. Ich fand die Serie furchtbar

    Autor: fluxx 29.03.20 - 13:27

    Ich mag Star Trek und davon recht viele Serien, besonders TNG, Voyager und auch Discovery - gehöre also hoffentlich nicht zu den Fans, die alles seit TOS schlecht finden. Picard fand ich einfach nur gruselig schlecht, und das insbesondere aus diesen Gründen:

    1. Der offensichtliche Fan-Service alte Character zurück zu bringen die entweder damals schon zu unbedeutend waren und deshalb über die Klippe springen müssen, oder so bedeutend, dass man ihnen eine sympatische Rolle auf den Leib schneidert.

    2. Picard wirkt teilweise wie ein Tattergreis, vielleicht liegt es auch an der deutschen Synchro. Es passt von vorne bis hinten nicht, dass er sich damit nochmal in ein Raumschiff schwingt und die Welt rettet. Entweder man hätte den Character etwas weniger alt machen sollen, oder einen komplett anderen Story-Bogen spannen müssen.

    3. Die neuen Charactere sind teilweise sehr gut, teilweise grausam Klischee-haft, insbesondere Weltraum Legolas, was bitte soll denn das gewesen sein? Das wirkt wir ein Disney Movie, in dem man noch die Checkboxen füllen will, damit für jeden etwas dabei ist.

    Am aller-allerschlimmsten sind aber die hanebüchenden Drehbücher. Alleine das Wunder-Zauberstab-Dings in der letzten Folge, was bitte war das denn? Das ist ja für Rollenspiel-Meister im ersten Jahr noch akzeptabel, aber für Erwachsene Drehbuchautoren? Das Ende war vorhersehbar, viel zu viel Dramatik dafür, dass man eh schon wusste, dass es eine Staffel 2 gibt und irgendwo ein Golem-Körper herum liegt. Der Borg-Kubus, die grösste Waffee in Geschichte von Star Trek, zum Leben erweckt von einer 5-Minuten Borg Königin, bis jemand den Roten Knopf drückt, danach vom Himmel geholt von einer Orchidee. Muahaha. Ich könnte in einem fort so weiter machen. Nichts hat Konsequenzen oder wirkt im nachhinein durchdacht (nur das offensichtliche), wenn es eng und spannend wird fällt doch wieder Legolas von der Decke, ein Borg-Kubus springt herbei oder ein Golem-Körper steht parat. Furchtbar.

    Ich finde die Drehbücher komplett verhunzt, ich war richtig froh, dass die Staffel zu Ende ist (als Star Trek Fan schaut man es ja doch). Schade, dass es eine zweite Staffel gibt.

  2. Re: Ich fand die Serie furchtbar

    Autor: ZeldaFreak 29.03.20 - 20:20

    Ich gucke parallel TNG und da ist mir aufgefallen, dass auch dort viel Aufgebaut wird und das Ende dann eher schnell abgefrühstückt wird.
    Das mit dem "Zauberstab-Dings" ist zugegebenermaßen einfach schlecht. Ich habe nur gewartet dass es bei Picard selber angewendet wird, aber da hat man den Golem hergezaubert. Wenn man schon weiß dass es eine 2. Staffel gibt, passt das einfach nicht. Entweder man hätte nur eine Staffel machen dürfen, die Serie umbenennen müssen oder diesen Part umschreiben müssen.

    Das mit Seven und dem Kubus ist durchaus okay, wobei es da auch nicht ganz rund ist. Ich meine Seven wird zur Königin, hängt im Kollektiv und Zack ist die wieder okay? Zugegeben noch ein Feind rein zu holen, dass hätte auch nicht jedem gefallen, aber wäre doch glaubhafter.

    Picard selber wirkt in TNG viel "glatter". Jetzt ist er nur ein alter Sack und mehr auf Kumpel Modus. Riker hingegen passt. Deanna, naja.

    Was mich bei den neueren Serien durchaus stört, dass alles eigentlich ein langer Film ist. TNG und viele andere Serien, kann man in einem begrenzten Maß irgendeine Folge an machen und kann die ohne Probleme gucken. Klar gibt es eine Storyline im Hintergrund, die in ein paar Schlüsselfolgen weiter erzählt wird, aber sonst ist es eine abgeschlossene Geschichte, mit ein paar kleinen Häppchen untergeschoben, die in der Zukunft wieder Relevanz haben.

    Ich denke mal was bei Picard das Problem ist, haben auch andere Serien, aber das ist was der Markt anscheinend haben will. Man will auch die Nicht-Zielgruppe zufrieden stellen, denn die können ganz laut schreien, wenn denen etwas nicht passt, dank des Internets.

  3. Re: Ich fand die Serie furchtbar

    Autor: mister_a 30.03.20 - 14:51

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich gucke parallel TNG und da ist mir aufgefallen, dass auch dort viel
    > Aufgebaut wird und das Ende dann eher schnell abgefrühstückt wird.

    Das stimmt wohl. Jedoch finde ich das in dem Erzählkontext von separaten Folgen, durchaus in Ordnung. Es hat teilweise etwas von einem Auftrag an den Zuschauer, über die zentrale Frage der Folge nochmal nachzudenken. Die Crew hat das unmittelbare Problem für sich gelöst, bzw. den größten Schaden abgewendet und zieht zum nächsten Auftrag weiter. Jedoch bleibt häufig an Ort und Stelle der Handlung eben die Situation durchaus weiter bestehen oder es wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob die Lage sich entspannt.

    In der Erzählversion über die gesamte Staffel hinweg, hätte ich mir da eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den relevanteren Parts der Story gewünscht. Das ist bei Picard jetzt so nicht der Fall gewesen. Man sieht sehr viel Handlung, die einfach nur einen zeitfüllenden Effekt hatte, aber nicht wirklich essentiell für das erzählerische Gesamtbild war. Daneben wird man einfach vor gewaltigen charakterlichen Veränderungen gesetzt wie die einem die Gefängnissuppe zum Mittag serviert wird. So wird Dr. Juratis Wandlung aus meiner Sicht nur lieblos hingeklatscht. Eine sparsame Erklärung gibts dann hinterher, das wars. Und ihre Handlungen (und damit auch Wandlungen) waren durchaus essentieller für das Fortkommen der Geschichte als z.B. das Verhältnis zwischen Elnor und Picard oder diesem auch im Nachhinein überhaupt nicht sinnstiftenden Trip nach Freecloud.

    Wie Golem auf die Idee kommt Dr. Jurati sei glaubhaft und gut gespielt, entzieht sich meiner Kenntnis. Jeder Statist in Homeland (ja, anderes Genre, aber ich ziehe hier den Vergleich allein zur Chrakterdarstellung) wirkt imho glaubwürdiger.

    Auch Sojis Entwicklung ist meiner ansicht nach episch gescheitert. Wirkt die ganze Linie vom Borgkubus bis hin zur Lanung 'zuhause' doch recht konsistent und gut erzählt, erfüllt sie wider besseren Wissens dann innerhalb kürzester Zeit die Bedingungen dafür, wofür die Romulaner sie als ultimatives Ziel ausgegeben haben. All ihre Erfahrungen die sie mit den humanoiden gemacht hat, sind innerhalb von 15 Minuten hinfällig. Ich hätte gern gewusst bzw ansprechend nachvollziehbar erläutert, warum sich ein Standpunkt so ändert. Das ist meine Erwartung an guten Serien. Nicht einfach nur zeigen, dass da eine Veränderung stattgefunden hat. Da kann ich mir auch eine endlosschleife einer Ampelschaltung ansehen. Ist auch Veränderung....

    Hinzu kommen Logikfehler wie das Auftauchen von NAreks Schwester im abgestürzetn Kubus. Die gute Frau ist vor ihrer geplanten Ermordung durch das temporär aktive Borgkollektiv rettungsweise an Bord eines Romulanischen Schiffs gebeamt worden. Plötzlich ist sie vor Eintreffen der romulanischen Flotte wieder bzw erzählerisch 'immer noch' an Bord des Kubus. Das ist dann schon keine Kleinigkeit mehr, wenn man die Fehlerausdehnung in Lichtjahren angeben kann.

    Ich schaue TNG auch gerade wieder. Da ist mir all das - ausser vielleicht holprige Erzählungen und phasenweise etwas irritierende Folgen in der ersten Staffel - jetzt nicht aufgefallen. Das war charakterlich in der Darstellung stets in Ordnung und auch die Leute waren da, wo man sie vermuten konnte. Die Basics stimmten halt...

  4. Re: Ich fand die Serie furchtbar

    Autor: ghostinthemachine 31.03.20 - 09:54

    1+
    Nicht nur inhaltlich ein Reinfall, nein, auch noch kacklangweilig.

  5. Re: Ich fand die Serie furchtbar

    Autor: DerCaveman 01.04.20 - 16:20

    fluxx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 2. Picard wirkt teilweise wie ein Tattergreis, vielleicht liegt es auch an
    > der deutschen Synchro.

    Ernst Meincke ist seit seinem Schlaganfall nicht 100% wieder zurück, aber ich finde es gut, dass er genommen wurde.

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