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Irgendiwe kann man es keinem recht machen

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  1. Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: KarstenS2 28.03.20 - 00:22

    Da werden mal alte Tugenden der TNG Serie wieder ausgepackt, wie eine eher langsame Erzählung mit Schwerpuntk auf Tiefgang oder der Bezug zu aktuellen Themen aus dem realen Leben, und es wird doch wieder nur rumgeheult. Alleine in diesem Forum hier. Es wird sogar schlimmer rumgeheult als bei Discovery, obwohl diese Serie definitiv wesentlich mehr mit den alten Serien gemein hat.

  2. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: LH 28.03.20 - 00:49

    KarstenS2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da werden mal alte Tugenden der TNG Serie wieder ausgepackt, wie eine eher
    > langsame Erzählung mit Schwerpuntk auf Tiefgang oder der Bezug zu aktuellen
    > Themen aus dem realen Leben, und es wird doch wieder nur rumgeheult.

    Leider werden diese alten Tugenden teilweise nur als schmückendes Beiwerk für eine relativ durchschnittliche, effektheischende Erzählweise verwendet :/
    Speziell das Ende hat viele der aktuellen Probleme von Picard gezeigt. Dabei ist nicht jeder Fehler dem Drehbuch zuzuschreiben, einige wichtige Probleme sind wohl auch im Schnitt entstanden, dennoch sind die unnötigen Elemente und Logikbrüche nur für eine effektreichere Darbietung nur schwer zu ignorieren.

    *SPOILER*
    Die letzte Folge zeigt viele der Probleme deutlich auf.
    Picards Ende war unnötig und würdelos, vor allem da es gar nicht wirklich aufgearbeitet wird. Den Twist konnte man schon letzte Woche ahnen, ähnlich wie die Tribbles mit den Superblut bei Into Darkness... Aber was hat es uns nun gebracht, außer einer sehr schmalzigen Erzählung? Nicht einmal über den Verbleib des echten Picard wurde etwas gesagt, ohne über die ethischen und menschlichen Grundfragen diskutiert, wenn man eine Person ohne dessen Einwilligung zu haben so tiefgreifend neu erschafft. Davon, dass es zudem nur ein Klon ist, und "unser" Picard nun tot, wird auch nicht gesprochen. Auch eine exakte Kopie eines Gehirns ist nun einmal eine Kopie, wie die beiden Riker nicht die gleiche Person waren.
    Und warum diese Fixierung von Picard auf Data? Nebenher, wenn Picard in seinem Tod jemanden sehen wollen würde, dann wohl eher seine Familie, gerne auch die aus The Inner Light.
    Und auch der Abschied von Data war eigentlich sinnlos, das es nicht DER Data war, sondern nur einer von X Kopien, immerhin hat auch B4 noch etwas von ihm.
    Auch die Darstellung der Flotten war überraschend albern, wie oft muss eine Befehlhaberin eigentlich den offensichtlichen Befehl geben? Und warum konnte nicht ein einziges der Schiffe die einzige kleine Kolonie angreifen? Warum bewegten sich die Schiffe nicht?
    Auch der Borg-Cubus hatte praktisch keinen echten Nutzen in der Handlung der Staffel, außer eine coole Location zu sein. Man hätte ihn aber ohne den geringsten Verlust für die Handlung aus den letzten beiden Folgen entfernen können. Mit dem gesparten Geld hätte man lieber den "Raumkampf" besser darstellen können.
    Auch ist nicht klar, warum weder die Romulaner noch die Förderation sonderlich interessiert an den riesigen Alien-Techtentakeln waren, und am Ende einfach gingen. Dabei ist die Gefahr - auch für die Förderation - ja nicht verschwunden, jederzeit kann jemand ein neues Signal schicken.
    Auch die Handlungen diverser Figuren blieben völlig Folgenlos. Agnes darf als Mörderin nun also einfach so weitermachen? Ok...

    Am Ende war es viel künstliche Hektik, die über Probleme im Drehbuch und der gesamten Rahmenhandlung hinwegtäuschen sollten.
    Man wollte offensichtlich alles, und ist meistens der "Rule of Cool" gefolgt. Wenn es gut klingt, wird es gemacht, auch wenn man dafür am Ende keinen Nutzen hat.

    Es gibt noch viele solcher Punkte, am Ende aber war es eine durchschnittliche Folge. Bisher fand ich die Staffel ganz in Ordnung, aber das Ende war leider kein Höhepunkt.

    Ohne Zweifel, die Macher von Star Trek Picard kennen Star Trek gut, man sieht es an den vielen Anspielungen. Aber es gibt trotzdem noch viel zu tun, wird sie daraus einen Serie mit Dauerläufer-Potential gemacht haben.

  3. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Weyoun88 28.03.20 - 12:15

    Genauso ist es!

  4. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Hallonator 28.03.20 - 12:30

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch ist nicht klar, warum weder die Romulaner noch die Förderation
    > sonderlich interessiert an den riesigen Alien-Techtentakeln waren, und am
    > Ende einfach gingen. Dabei ist die Gefahr - auch für die Förderation - ja
    > nicht verschwunden, jederzeit kann jemand ein neues Signal schicken.
    Hatte sowieso gehofft, dass da einfach die Borg kommen und keine Schlangen.

  5. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Ph4te 28.03.20 - 13:23

    Naja gut, das war jetzt nicht zu erwarten. Es hieß ja, es kommen nach dem Absenden des Signals Synthetics, die biologisches Leben auslöschen werden. Und die Borg bestehen aus biologischem Leben, das sozusagen "aufgewertet" wird.

    Was für mich unlogisch ist, ist die Tatsache, dass die Gefahr jetzt quasi gebannt ist. Die Nachricht besagte etwas in die Richtung von "Ruft uns und wir töten alles organische Leben". Jetzt wurden die gerufen und sollen sich allen Ernstes jetzt sagen, "OK das Signal ist weg, lassen wir das."?

    Die einzig logische Konsequenz wäre, dass die sich jetzt auf die Socken machen. Ist ja egal wie lange die brauchen, die sterben ja nicht. Und die kommen aus dem Raum, in dem das Signal produziert wurde, also kennen die auch den Weg.

  6. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Ach 28.03.20 - 13:24

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch der Borg-Cubus hatte praktisch keinen echten Nutzen in der Handlung der Staffel, außer eine coole Location zu sein.

    Die Romulaner haben doch ihren Heimatplaneten verloren. Insofern bot sich der Borg Cube als Unterbringen für zumindest einige Romulaner an.

    > Auch eine exakte Kopie eines Gehirns ist nun einmal eine Kopie, wie die beiden Riker nicht die
    > gleiche Person waren.

    Könnte mir vorstellen, dass diese Frage in irgend einer der weiteren Folgen nachgeholt würde. Dass also Picard in eine psyschologische Krise stürtzen würde über die Frage, ob er überhaupt "echt" sei und welches Recht zum Existieren er überhaupt hätte. Das jedenfalls war damals ein belibtes Verfahren um ein bestehendes historisches Problem, wenn man es schon nicht aus der Welt schaffen kann, doch zumindest etwas gerader zubügeln.

    > Ohne Zweifel, die Macher von Star Trek Picard kennen Star Trek gut, man sieht es an den vielen
    > Anspielungen. Aber es gibt trotzdem noch viel zu tun, wird sie daraus einen Serie mit
    > Dauerläufer-Potential gemacht haben.

    ST - Picard hat die Tugenden wie Schwächen der alten TNG in die Gegenwart transportiert. Es wäre natürlich schön, wenn sich die Serie über die Zeit von ihren alten Schwächen lösen würde. Davon auszugehen dass das passiert, dazu gibt es aber leider zu wenig Hinweise, und es drohen weitere Enttäuschungen, wenn sich ST-Picard auch in Zukunft nicht von der Vergangenheit abheben sollte. Diese Aufgabe fällt dann wohl eher in den Bereich neuer Sci-Fi mit frischen Darstellern, und die Frage nach der Konsumierbarkeit von ST-Picard verkürtzt sich entsprechend auf die Frage der Erwartungshaltung, mit der man der Serie begegnet. Aber zumindest weiß man nun, was man mit ST-P bekommt.

  7. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Hallonator 28.03.20 - 13:54

    Ph4te schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja gut, das war jetzt nicht zu erwarten. Es hieß ja, es kommen nach dem
    > Absenden des Signals Synthetics, die biologisches Leben auslöschen werden.
    > Und die Borg bestehen aus biologischem Leben, das sozusagen "aufgewertet"
    > wird.
    Ja, aber die Nachricht, die das sagt, ist ja uralt. Seitdem könnte sich ja viel geändert haben.

    > Was für mich unlogisch ist, ist die Tatsache, dass die Gefahr jetzt quasi
    > gebannt ist. Die Nachricht besagte etwas in die Richtung von "Ruft uns und
    > wir töten alles organische Leben". Jetzt wurden die gerufen und sollen sich
    > allen Ernstes jetzt sagen, "OK das Signal ist weg, lassen wir das."?
    >
    > Die einzig logische Konsequenz wäre, dass die sich jetzt auf die Socken
    > machen. Ist ja egal wie lange die brauchen, die sterben ja nicht. Und die
    > kommen aus dem Raum, in dem das Signal produziert wurde, also kennen die
    > auch den Weg.

    Ahjo. Die Macher werden das dann ja wohl in der nächsten Season aufgreifen und eine Erklärung in die Richtung liefern

  8. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Keridalspidialose 28.03.20 - 15:04

    Wo siehst du in der Serie die Tugenden von TNG?

    Es werden keine ethischen oder gesellschaftlichen Probleme behandelt.
    Es wir an keiner Stelle Diplomatie eingesetzt.
    Man haut sich ständig auf die Fresse und übt brutal Rache.

    Nichts was Star Trek, TNG im speziellen, ausmacht findet man in Star Trek Pciard. Das ist genau das Problem.

    Belangloses Gequassel in dunklen Räumen hat nichts mit einer lngsamen Erzählweise zu tun. Wenn man absolut gar nichts von belang erzählt.

    ___________________________________________________________



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.20 15:04 durch Keridalspidialose.

  9. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Ach 28.03.20 - 15:25

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo siehst du in der Serie die Tugenden von TNG?
    >
    > Es werden keine ethischen oder gesellschaftlichen Probleme behandelt.
    > Es wir an keiner Stelle Diplomatie eingesetzt.
    > Man haut sich ständig auf die Fresse und übt brutal Rache.
    >
    > Nichts was Star Trek, TNG im speziellen, ausmacht findet man in Star Trek
    > Pciard. Das ist genau das Problem.
    >
    > Belangloses Gequassel in dunklen Räumen hat nichts mit einer lngsamen
    > Erzählweise zu tun. Wenn man absolut gar nichts von belang erzählt.

    Hast du nur ein bisschen aufgepasst in der letzten Folge? Der gesamte Disput löst sich in einer alle Parteien einbeziehenden diplomatischen Lösung. Sowohl die Romulaner wie die Menschen wie die Androiden opfern ihre ursprünglichen Ziele und geben sich nicht nur mit dem Einhalten des Status Quo zufrieden, sondern gehen wieder auf einander zu, z.B. indem alle Einschränkungen der Reisefreiheit für Androiden aufgehoben wurden. Der alte Mythos um den Endkampf der Maschinen gegen die Bios wurde als kontraproduktiv starrsinnige und überholte Erzählung eines alten Streits entmystifiziert und die Fähigkeit abgesprochen, als Blaupause für die Zuzkunft zu fungieren. Natürlich stehen Picard und Riker mal wieder im Zentrum der diplomatischen Initiative.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.20 15:34 durch Ach.

  10. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Hallonator 28.03.20 - 19:30

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keridalspidialose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wo siehst du in der Serie die Tugenden von TNG?
    > >
    > > Es werden keine ethischen oder gesellschaftlichen Probleme behandelt.
    > > Es wir an keiner Stelle Diplomatie eingesetzt.
    > > Man haut sich ständig auf die Fresse und übt brutal Rache.
    > >
    > > Nichts was Star Trek, TNG im speziellen, ausmacht findet man in Star
    > Trek
    > > Pciard. Das ist genau das Problem.
    > >
    > > Belangloses Gequassel in dunklen Räumen hat nichts mit einer lngsamen
    > > Erzählweise zu tun. Wenn man absolut gar nichts von belang erzählt.
    >
    > Hast du nur ein bisschen aufgepasst in der letzten Folge? Der gesamte
    > Disput löst sich in einer alle Parteien einbeziehenden diplomatischen
    > Lösung. Sowohl die Romulaner wie die Menschen wie die Androiden opfern ihre
    > ursprünglichen Ziele und geben sich nicht nur mit dem Einhalten des Status
    > Quo zufrieden, sondern gehen wieder auf einander zu, z.B. indem alle
    > Einschränkungen der Reisefreiheit für Androiden aufgehoben wurden. Der alte
    > Mythos um den Endkampf der Maschinen gegen die Bios wurde als
    > kontraproduktiv starrsinnige und überholte Erzählung eines alten Streits
    > entmystifiziert und die Fähigkeit abgesprochen, als Blaupause für die
    > Zuzkunft zu fungieren. Natürlich stehen Picard und Riker mal wieder im
    > Zentrum der diplomatischen Initiative.
    That's so 90s

    WIR WOLLTEN DOCH DIE TOTALE ESKALATION

  11. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: tpk 28.03.20 - 20:38

    Ich mag den Flow, ich mag die Charaktere. Hätte nie gedacht, dass ich einem fast 80 Jährigen mit Vergnügen eine ganze Serie zuschaue. Aber auch die anderen Schauspieler sind durchweg toll, allen voran der Kapitän. Hat mir sehr gefallen, wie er die verschiedenen künstlichen Intelligenzen mit völlig verschiedenen Charakteren gespielt hat.
    In der Serie geht es um Werte und paradoxerweise um Menschlichkeit - obwohl es ja künstliche Wesen sind. Für mich kommt das durch das Spielen der Schauspieler rüber, nicht so sehr, was sie sagen, sondern viel mehr wie. Eine Gefühlssache. Das ist etwas, was die Amis (einige) einfach gut können. Eine ganze Folge praktisch nur in einem Holzhaus spielen zu lassen ohne dass es dröge wird, ist große Kunst.
    Die letzen zwei Folgen fand ich auch die Schwächsten, ich stimme den meisten Kritik Punkten vollkommen zu. Picard nur als technische Replika seiner selbst überleben zu lassen, hui. Und die Romulanerin sieht, dass der Sender abgeschaltet ist, ist zufrieden und ab nach Hause? Na ja. Da hatten die wohl einfach ein Problem mit Sendezeit und/oder Budget.
    Aber hat Picard nicht ein wunderbares Gesicht gezogen, als er sagte, dass er gerne noch so 10-15 Jahre hätte? Das ist es, was ich mitnehme :-)

  12. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: ZuWortMelder 28.03.20 - 22:13

    Ich fand, dass die flüchtenden Romulaner, mit denen man sich auch einige schwarze Schafe in die Förderation geholt hat, und die jetzt im Verborgenen an ihren eigenen dunklen Machenschaften rumwerkeln, schon als Anspielung auf unsere heutige Zeit.
    Das hast du ja auch zu nicht ganz unverpassbaren Teilen in unserem gesellschaftlichen Leben. Ich sag nur Schläferzellen.

    Dass die Förderation ihre ehemaligen noblen Ziele aus dem Auge verloren hat, könnte eine Analogie zu unser lobbydurchdringten Politik sein, ebenso die, von der Furcht vor den Romulanern, angedeutete Militarisierung. Gibt ja auch bei uns genügend gesellschaftliche Grabenkämpfe.

    Der vorgetäuschten Anschlag der Syntetischen hat mich an den Beginn des zweiten Weltkrieg denken lassen.

    Und der angstgetrieben Bann der Künstlichen spiegelt so ein Bisschen die Angst vor zu schnellen Vortschritt in einigen technischen (Genforschung evtl) und medizinichen Bereichen wieder.

    Und das Totargumentieren bis zum kriegsverhindernden Ende, war ja mal so ein klassischer Picard/TNG, substanzieller geht es doch kaum.

    Die Stories wurden zu TNG-Zeiten einfacher erzählt, weil weder die gestalterischen noch die erzählerischen Mittel zur Verfügung standen.

  13. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: recluce 29.03.20 - 00:09

    KarstenS2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da werden mal alte Tugenden der TNG Serie wieder ausgepackt, wie eine eher
    > langsame Erzählung mit Schwerpuntk auf Tiefgang oder der Bezug zu aktuellen
    > Themen aus dem realen Leben, und es wird doch wieder nur rumgeheult.
    > Alleine in diesem Forum hier. Es wird sogar schlimmer rumgeheult als bei
    > Discovery, obwohl diese Serie definitiv wesentlich mehr mit den alten
    > Serien gemein hat.

    Volle Zustimmung!

  14. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Ach 29.03.20 - 01:59

    > That's so 90s

    Noch nicht mal nur. Patrick Stewart selber spielt ja schwerpunktmäßig und immer wieder die Rolle des großen Mediators. Man denke z.B. an seinen Charakter in X-Man. Dieser typische TNG Style hängt IMHO ganz sicher auch mit dem Schauspieler Patrick Stewart zusammen und entspringt nicht nur an nur dem Drehbuch.

    Ich kann die Kritik daran auch wirklich gut nachvollziehen. Mir selber war das damals stellenweise viel zu spießig. Damals hatte man allerdings auch keine Wahl. Es gab da kaum eine Alternative zu ST außer echten Kinoproduktionen. Heute ist dagegen der Zeitgeist ein anderer, die globalen Geschehnisse sind andere und vor allem gab und gibt es einige Sci-Fi Serien, die sich von ST auf sehr positive Weise weiterentwickelt haben oder gar mit einem ganz anderen Ansatz gestartet sind und dabei keine schlechteren Ergebnisse abliefern. Battle Star Galaktika z.B.. Bei der aktuellen Situation kann ich das also schon verstehen, dass diejenigen, die die damalige Ödnis nicht durchlebt haben und mit einer viel vielschicthigeren Auswahl groß geworden sind, leicht ungeduldig werden. Leider ist die Ungedult offensichtlich sogar so groß, dass nicht mal mehr die Geduld dafür vorhaden ist, die zwar eher vereinzelt, aber eben trotz allem deutlich vorhaden Stärken der Serie ins Auge zu fassen.

    Aus dieser Richtung gesehen, wäre STP also nur etwas für Leute, bei denen TNG einst Teil ihres Lebens war. Für alle anderen ist es fast schon "zu spät".

  15. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: violator 29.03.20 - 11:25

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es werden keine ethischen oder gesellschaftlichen Probleme behandelt.
    > Es wir an keiner Stelle Diplomatie eingesetzt.

    Und es gab nichtmal Raumschiffe und Planeten!

  16. Doch kann man

    Autor: superdachs 29.03.20 - 13:05

    Indem man einfach eine verdammte Star Trek Serie macht und nicht auf Teufel komm raus versucht seinen egoistischen Müll dort mit unterzubringen.

    Picard ist um Längen mehr Star Trek als die Discovery Vergewaltigung aber es hat dennoch viele massive Schwächen.

  17. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Gokux 30.03.20 - 10:12

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > *SPOILER*
    > Auch eine exakte Kopie eines Gehirns ist nun einmal eine Kopie, wie die
    > beiden Riker nicht die gleiche Person waren.
    Naja das Argument zieht schlecht, da ja jeder Beamvorgang eine neue Kopie erstellt und das Original (bzw. die Kopie, der Kopie usw.) vernichtet.

  18. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Torreto Syndrom 30.03.20 - 10:31

    Gokux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja das Argument zieht schlecht, da ja jeder Beamvorgang eine neue Kopie
    > erstellt und das Original (bzw. die Kopie, der Kopie usw.) vernichtet.

    Der Beamer ist also eine Mord-Maschine.

  19. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: rizzorat 30.03.20 - 11:16

    Kritisieren und rummeckern bringt mehr Aufmerksamkeit als "gut finden". Sieht man auch an all den YouTubern.

    Unwürdiges Ende, sag mir

    TNG hatte gar kein Ende. Wurde im Kino weiter geführt, Nemesis war kein Ende als solches
    TOS das selbe
    DS9 hatte eins, was OK war.
    Voyager....OK man war zu hause, Ziel erreicht. Charakterentwicklungen wurden nie abgeschlossen.
    Enterprise "DAs ist das paradebeispiel von unwürdigem Ende"

    Das einzig probate Ende ist also, gar keins zu machen, weil TOS und TNG werden ja immer als Referenz genommen.

    TNG war erst ab Staffel 3 ok, davor war das auch Grütze. Ich kanns nur immer wieder sagen. Es werden 10 Folgen mit einem Gesamtwerk von TNF von 7 Staffel a 26 Folgen verglichen.....

    Man stelle sich vor damals hätte es YouTuber und Internetforen gegeben. Star Trek wäre nie aus den Kinderschuhen gekommen.

    Heute ist es einfach soviel cooler sachen zu zerreden.

  20. Re: Irgendiwe kann man es keinem recht machen

    Autor: Cybso 30.03.20 - 12:37

    LH schrieb:
    > Picards Ende war unnötig und würdelos, vor allem da es gar nicht wirklich
    > aufgearbeitet wird.

    Was willst du denn daran noch aufarbeiten? Das Irumodische Syndrom hat ihn getötet, wie Q es Picard bereits in All Good Things vorhergesagt hat. Dass dies nicht tiefer thematisiert wurde, sondern einfach nur als "Krankheit", über die er nicht reden will, abgetan wird, finde ich einen ganz netten Fanservice, weil nur diese den Zusammenhang kennen und nicht das "offensichtliche" noch einmal erläutert wird.

    Dass der Golem in der vorletzten Woche nicht ohne Grund gezeigt wurde, war klar, wobei ich jetzt eher damit gerechnet hatte, dass dieser als neue Hülle für Data dienen würde.

    > Nicht einmal über den
    > Verbleib des echten Picard wurde etwas gesagt, ohne über die ethischen und
    > menschlichen Grundfragen diskutiert, wenn man eine Person ohne dessen
    > Einwilligung zu haben so tiefgreifend neu erschafft.

    Es muss ja auch noch Stoff für die zweite Staffel bleiben... und das können die Fans ja auch gerne unter sich diskutieren. Bei TNG/DS9/VOY haben wir damals auf Mailinglisten jede einzelne Folge seziert.

    > Und warum diese Fixierung von Picard auf Data?

    Vielleicht weil Picard und Data sieben Jahre lang bei TNG und vier Kinofilme eng befreundet waren, und Data sich am Ende für Picard geopfert hat?

    > Nebenher, wenn Picard in
    > seinem Tod jemanden sehen wollen würde, dann wohl eher seine Familie, gerne
    > auch die aus The Inner Light.

    Ja, hätte er vielleicht, aber es war ja keine Leben-nach-dem-Tod-Sequenz, sondern eine "aufwendige Quantensimulation", die sich in den Computern in Maddox' Labor abgespielt hat. Die Gedächtnisengramme von Picards Familie waren dort leider nicht verfügbar... Datas schon.

    > Und auch der Abschied von Data war eigentlich sinnlos, das es nicht DER
    > Data war, sondern nur einer von X Kopien, immerhin hat auch B4 noch etwas
    > von ihm.

    Es war das letzte Backup von Data, mit dem Picard da gesprochen hat. Sag mal, hast du die Folge überhaupt gesehen, oder im Schnelldurchlauf mit Untertiteln durchgespult?

    > Auch der Borg-Cubus hatte praktisch keinen echten Nutzen in der Handlung
    > der Staffel, außer eine coole Location zu sein.

    Reicht doch... und wie gesagt, es muss auch noch Stoff für die zweite Staffel bleiben.

    > Mit dem gesparten Geld hätte man lieber den "Raumkampf" besser
    > darstellen können.

    Es gab doch gar keinen Raumkampf, und das mit voller Absicht. Nur ein bisschen geballere auf ein paar Orchideen und virtuellen Kopien des Frachters.

    > Auch ist nicht klar, warum weder die Romulaner noch die Förderation
    > sonderlich interessiert an den riesigen Alien-Techtentakeln waren, und am
    > Ende einfach gingen.

    Vielleicht weil man keinen Krieg mit den fremden Wesen anzetteln wollte?

    > Agnes darf als Mörderin nun also einfach so weitermachen? Ok...

    Wie war das mit Ethik? Sie hat dies nicht aus eigenem Antrieb getan, sondern weil sie psychisch durch O dazu gebracht wurde. Ein Strafsystem kann auf Rache und Abschreckung ausgelegt sein (wie das Amerikanische), oder darauf, den Straftäter wieder in die Gesellschaft zu integrieren (wie tendenziell das europäische). Welches der beiden Systeme passt eher zur heilen Föderationswelt des 24. Jahrhunderts?

    > durchschnittliche Folge. Bisher fand ich die Staffel ganz in Ordnung, aber
    > das Ende war leider kein Höhepunkt.

    Mein Eindruck ist genau gegenteilig. Die erste Hälfte war furchtbar langatmig, das hätte man locker auf zwei bis drei Folgen zusammenstreichen können. Danach hat die Serie die Kurve bekommen...

    Wobei man da ja auch noch anmerken muss, dass alle frühere StarTrek-Serien die Kurve erst nach zwei bis drei Staffeln bekommen hatten und vorher zum Teil furchtbar langweilig und unlogisch waren.

    > Ohne Zweifel, die Macher von Star Trek Picard kennen Star Trek gut, man
    > sieht es an den vielen Anspielungen. Aber es gibt trotzdem noch viel zu
    > tun, wird sie daraus einen Serie mit Dauerläufer-Potential gemacht haben.

    Ich glaube nicht, dass wir in anbetracht von Stewart's Alter 7 Staffeln sehen werden. Es sei denn, der Focus wird von der Hauptfigur gelöst, aber das spräche dann eher für einen Spin-Off.

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