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@Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

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  1. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: vulkman 14.12.17 - 13:39

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jaaa golem, dann kündige ich! Aber sowas von! Ich zeigs euch! Na wartet!
    > ;-)
    >
    > Meine Güte, dann lies den Text doch einfach nicht.

    Es geht nicht um den Text, es geht darum, dass die Überschrift den Text vorweg nimmt, und man die Überschrift nicht überlesen kann, denn um sie Filtern zu können, muss man sie erstmal gelesen haben, und dann ist es zu spät.

    > Bilde dir mal deine eigene Meinung und las dich nicht dauern von anderen
    > beeinflussen.

    Wenn Du glaubst, Du lässt Dich nicht beeinflussen, hast Du grundlegende neurologische Tatsachen nicht verstanden. Es gibt kein "nicht beeinflussen".

    > Wenn der Autor viel Unfug im Film findet, dann muss das nicht für dich oder
    > mich gelten.

    Aber es führt automatisch dazu, dass meine Betrachtung des Films durch das Wissen um die Meinung dieses Rezensenten verfälscht wird. Ich werde dann unweigerlich die Frage stellen "hat er Recht?" und die hätte ich nicht gestellt, wenn der Text eine neutrale Überschrift gehabt hätte, wie es eigentlich bei Reviews auch üblich ist.

    > Habt ihr echt keine eigene Meinung mehr? Oder wollt ihr euch keine mehr
    > bilden?

    Nicht der Punkt.

  2. Spoiler Protection - Browser Addons

    Autor: lixxbox 14.12.17 - 15:59

    Ging mir genauso.
    Habe gerade mal nachgesehen. Zumindest für Chrome gibt es diverse Addons die einen vor Spoilern schützen. Scheint zu klappen.

  3. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: Elgareth 14.12.17 - 16:46

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ist es andererseits aber schwer, die Überschrift
    > > neutral zu verfassen?
    >
    > Warum sollte Golem das tun müssen? Weil Du den Film noch nicht gesehen
    > hast, darf ihn jemand anderes nicht als Unfug bezeichnen? Muss die
    > versammelte Weltpresse jetzt abwarten, bis jeder Sheldon Cooper dieses
    > Planeten sich den Streifen reingezogen hat, um endlich eine wertende
    > Meinung ins Internet zu schreiben (die jemand anderem nicht in den Kram
    > passen könnte)?
    > Zu viel verlangt. Der Autor hat ein gutes Recht, den Film scheiße, megageil
    > oder einfach nur "Meh." zu finden. Solange nicht in Überschriften und
    > Anreißern gespoilert wird, darf hier jeder seine Meinung kundtun.
    >
    > Star Wars ist Kunst. Kunst liegt im Auge des Betrachters. Der Betrachter
    > ist nicht verpflichtet, vollkommen wertungsfrei zu berichten. Eine
    > Rezension zu einem Kinofilm ist keine journalistisch-objektive Abarbeitung
    > nüchterner Fakten. Wer das erwartet, hat es nicht verstanden und
    > beansprucht eine exklusive Meinungshoheit und Nicht-Informations-Korridore
    > im Internet. Absurd.
    >
    > Geht offline, wenn Ihr keine (abweichenden) Meinungen sehen könnt.

    Du umschiffst schon wieder das Thema.
    Niemand hat etwas dagegen, dass der Autor den Film als Unfug bezeichnet. Es geht rein darum, das nicht in der Überschrift zu tun.
    Und daher nochmal die Frage: Was wäre verloren, wenn die Überschrift (und NUR die Überschrift) neutral gehalten wäre?
    Nochmal: Um den Inhalt des Artikels geht es überhaupt nicht, denn da kann sich jeder entscheiden, ihn zu lesen oder nicht. Es geht REIN um die Überschrift.

  4. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: Anonymer Nutzer 14.12.17 - 16:52

    > Allein schon, dass du hier Spoiler und Wertung völlig gleichsetzt macht es
    > schon eine Bürde, mit dir zu diskutieren.

    Ich mache explizit das Gegenteil. Ich bin entschieden dagegen, Filme zu spoilern, da man solche Fakten im Gegensatz zu bloßen Meinungen nicht ignorieren kann.

    > Hätte man die Rezension von HP6 mit "Snape kills Dumbledore" betitelt, wäre
    > das ein Spoiler. Fändest du das auch okay?

    Was hat Harry Potter jetzt mit dem Thema zu tun? Nichts, also lassen wir doch die Nebenkriegsschauplätze und Strohmann-Argumentationen in der Schublade.

  5. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: Anonymer Nutzer 14.12.17 - 16:57

    > Du umschiffst schon wieder das Thema.
    > Niemand hat etwas dagegen, dass der Autor den Film als Unfug bezeichnet. Es
    > geht rein darum, das nicht in der Überschrift zu tun.

    Und für mich ist das das selbe. Im Unterschied zu einem Spoiler, den man nicht mehr einfach aus dem Kopf bekommt, kann man eine Wertung bestehend aus ganzen sechs Wörtern schlicht vergessen. Oder man macht ein Riesenfass deshalb auf.

    > Und daher nochmal die Frage: Was wäre verloren, wenn die Überschrift (und
    > NUR die Überschrift) neutral gehalten wäre?

    Der Autor hat sich die Formulierung ausgesucht. Seine Entscheidung. Genau an der Stelle funktioniert Demokratie nicht, wenn jetzt jeder Hansel seine Vorstellung einer genehmen, vernünftigen Überschrift einreicht.

    > Nochmal: Um den Inhalt des Artikels geht es überhaupt nicht

    Die Überschrift ist genauso Inhalt wie der Fließtext. Ich finde es unmöglich, wie hier so getan wird, als würde sich ein simples Werturteil des Autoren unwiderruflich in Köpfe einbrennen und man würde die Meinung nicht mehr los. Das wirkt mir zu kindisch für ein "Profi-Forum".

  6. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: Elgareth 14.12.17 - 17:11

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du umschiffst schon wieder das Thema.
    > > Niemand hat etwas dagegen, dass der Autor den Film als Unfug bezeichnet.
    > Es
    > > geht rein darum, das nicht in der Überschrift zu tun.
    >
    > Und für mich ist das das selbe. Im Unterschied zu einem Spoiler, den man
    > nicht mehr einfach aus dem Kopf bekommt, kann man eine Wertung bestehend
    > aus ganzen sechs Wörtern schlicht vergessen. Oder man macht ein Riesenfass
    > deshalb auf.
    >
    > > Und daher nochmal die Frage: Was wäre verloren, wenn die Überschrift
    > (und
    > > NUR die Überschrift) neutral gehalten wäre?
    >
    > Der Autor hat sich die Formulierung ausgesucht. Seine Entscheidung. Genau
    > an der Stelle funktioniert Demokratie nicht, wenn jetzt jeder Hansel seine
    > Vorstellung einer genehmen, vernünftigen Überschrift einreicht.
    >
    > > Nochmal: Um den Inhalt des Artikels geht es überhaupt nicht
    >
    > Die Überschrift ist genauso Inhalt wie der Fließtext. Ich finde es
    > unmöglich, wie hier so getan wird, als würde sich ein simples Werturteil
    > des Autoren unwiderruflich in Köpfe einbrennen und man würde die Meinung
    > nicht mehr los. Das wirkt mir zu kindisch für ein "Profi-Forum".

    Genau das passiert aber ganz automatisch, insbesondere für Personen, die sich den Aufwand machen, ganz bewusst jede Info zu vermeiden.
    Das Gehirn "markiert" das Thema als wichtig, dann liest man die Überschrift, und zack, gespeichert. Dazu kommt dann die emotionale Komponente, dass man sich aufregt, nun doch Infos gelesen zu haben, was das abspeichern weiter begünstigt.
    Und da man sich nunmal bewusst von Infos fernhält, bleibt das die einzige Information zu dem Thema, bis und während man den Film sieht.

    Das kann man nicht vergessen... ggf. könnte man die Erinnerung per Hypnose "sperren" lassen.
    Ja, der Autor hat sich die Überschrift ausgesucht. Meinungsfreiheit und so. Aber ebenso unter Meinungsfreiheit fällt dann, diese Entscheidung kritisieren zu können, eben mit der Begründung, dass das manchen den Film versaut.
    Hoffentlich lernt der Autor / Golem daraus, und verfasst die nächsten Reviews mit neutraler Überschrift, so hätte die Kritik die gewünschte Wirkung erzielt.
    Denn nochmal:
    Niemand verliert etwas durch eine neutrale Überschrift, wer sich für das Thema interessiert liest den Artikel ohnehin, hat also alle Infos nach wie vor. Nur die, die bewusst nichts darüber wissen wollen, können durch eine neutrale Überschrift dies vermeiden. Also abgesehen von einem "Der Autor wollte das so" gibt es nicht wirklich ein Pro-Argument für eine wertende Überschrift, oder?
    Da fällt mir der alte Spruch wieder ein "Kannste schon so machen. Ist dann halt Kacke". Und ein guter Autor legt in meinen Augen wert auf sowas.

  7. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: motzerator 14.12.17 - 17:33

    thecrew schrieb:
    ----------------------------
    > Selbstverständlich, aber wir leben nun mal in Zeiten wo Tarantino drüber
    > nachdenkt nen Startrek "für Erwachsene" zu drehen. Just sayn...

    Star Trek ist tot. Es wurde mit Discovery zerstört. Was Tarantino dann macht,
    kann keinen Schaden mehr anrichten. Also lass ihn doch machen, schlimmer
    als die Klingonen in Discovery kann er nicht werden.

  8. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: quineloe 14.12.17 - 18:43

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Allein schon, dass du hier Spoiler und Wertung völlig gleichsetzt macht
    > es
    > > schon eine Bürde, mit dir zu diskutieren.
    >
    > Ich mache explizit das Gegenteil. Ich bin entschieden dagegen, Filme zu
    > spoilern, da man solche Fakten im Gegensatz zu bloßen Meinungen nicht
    > ignorieren kann.
    >
    > > Hätte man die Rezension von HP6 mit "Snape kills Dumbledore" betitelt,
    > wäre
    > > das ein Spoiler. Fändest du das auch okay?
    >
    > Was hat Harry Potter jetzt mit dem Thema zu tun? Nichts, also lassen wir
    > doch die Nebenkriegsschauplätze und Strohmann-Argumentationen in der
    > Schublade.

    Ein Beispiel für einen echten Spoiler. Das Wort Spoiler hast du auf den letzten drei Seiten 10x benutzt. Darum geht es hier nicht.
    Strohman-Trolling ist, wenn man dem Gegner einen Standpunkt unterstellt, und dann gegen diesen falschen Standpunkt argumentiert (typische Einleitung hier: So you're saying.... du meinst also...), um den echten Argumenten des anderen aus dem Weg gehen zu können. Passt also hier nicht.

    Aber das weißt du eigentlich alles, du bist ja nicht doof. Aber du trollst, und deswegen jetzt ignore.

  9. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: forenuser 14.12.17 - 19:16

    thecrew schrieb:


    > Heutzutage kann man auf richtige "Neutrale" Tests oder Reviews eh nix mehr
    > geben. Weil jeder seine eigene Meinung direkt mitverwurstet.
    >
    > Sieht man übrigens auch gerade wieder an der Netflix Serie Dark. Die
    > deutschen reviews sagen eher Mehhhh (Dabei haben die meisten
    > Presseschreiber gerade mal die ersten 3 Folgen gesehen). International sagt
    > dagegen WOW. Und gibt ne 8.8/10. Vanity Fair wählt es mit unter die beste
    > Serie 2017. Ist doch irgendwie "Paradox" wie Meinungen so auseinander
    > gehen. Aber es bleiben halt Meinungen. Weil es echte "neutrale"
    > Testberichte kaum noch gibt.


    Und bei Medienprodukten wie Büchern, Film oder Musik soll ein Objektiver/neutraler Test wie aussehen?

    Laufzeit: x Minuten
    Farbe: Ja/Nein
    Bildformat: x:y
    Tonformat: x.y
    Liste der Beteiligten

    Ja, das wäre ein neutraler Test. Aber das steht wohl auch auf Filmplaket...
    Alles was darüber hinaus geht ist bereits eine Meinung - und die ist per Definition niemals neutral.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.12.17 19:17 durch forenuser.

  10. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: quineloe 14.12.17 - 19:21

    Es geht immer noch nur um die Überschrift, die auf der Front Page angezeigt wird.

    Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Das Niveau hier fällt echt in den Keller.

  11. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: forenuser 14.12.17 - 19:38

    Äh, nein. Meine Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "thecrew" und dort wird explizit von Tests/Reviews geschrieben.

    Aber schön, dass Sie an dieser Stelle auch etwas mitzuteilen hatten...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  12. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: Anonymer Nutzer 14.12.17 - 19:42

    > Ein Beispiel für einen echten Spoiler. Das Wort Spoiler hast du auf den
    > letzten drei Seiten 10x benutzt. Darum geht es hier nicht.

    Natürlich habe ich das Wort benutzt. Um anhand eines Vergleichs den Unterschied zu einer ggf. zu ignorierenden Meinung klarzumachen.

    > Aber du trollst

    Beweis das bitte mal.

    > und deswegen jetzt ignore.

    Kann ich auch nicht ändern.

  13. Der Unfug stark in dem Franchise ist...

    Autor: forenuser 14.12.17 - 19:44

    Gesetzt man kann ausreichend englisch um den Titels "Star Wars" zu verstehen oder kennt das Franchise bzw, hat wenigstens mal davon gehört, so kann man nicht unvoreingenommen an "Star Wars" denken, egal in welche Richtung die Voreingenommenheit geht.

    Aber wenn diese Überschrift reicht, damit Freude/Interesse auf den Film verdorben wird... Da sollte man bis zur (Privat)-Vorstellung doch besser jede Öffentlichkeit meiden. Mal davon ab, beschweren Sie sich über wie auch immer geartete Werbung zu dem Film? Weil damit will man auch ihre "Unvoreingenommenheit" kassieren.

    Davon ab steht in der Überschrift wohl nichts, was man nicht spätestens seit Teil 3 (1?) wusste - der Unfug stark in dem Franchise ist...

    Ja, Star Wars kann sicher Spaß bringen, aber es war, ist und wird wohl ist immer nur unfughaltiges Popcornkino sein.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.12.17 19:50 durch forenuser.

  14. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: quineloe 14.12.17 - 19:51

    Du meinst den Beitrag, der so anfängt?

    >Mhh aber er hat recht die Überschrift ist direkt abwertend dargestellt.

    Geht um die Überschrift, alles klar. Danke für's Geräusch.

  15. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: k_yasha 14.12.17 - 21:11

    Und die Rezi kam überraschend, weil??
    Es ist die x-te Film-Rezi auf Golem und wait for it, auch nicht die erste zu nem Star Wars Film ;-)

    Das hätte man wissen oder über die SuFu herausfinden können. Der 30cm-Fehler halt.

  16. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: MickeyKay 15.12.17 - 13:00

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Echt? Im Vergleich zu den Episodenfilmen war das Gute an R1 ja gerade das
    > Nicht-so-Schablonenhafte der Charaktere (keine weißen Prinzessinen-Engel
    > und buchstäblich schwarze Ritter).
    Klar, auf jeden Fall ein toller Ansatz, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Aber man baut keine Bindung zu den Figuren auf. Es hat bei mir sogar recht lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass... Moment, muss kurz nachschauen wie der hieß (man sieht wie egal und austauschbar die Figuren sind)... dass Cassian eine der Hauptfiguren des Films ist.
    Die Figuren bleiben alle blass. So kommt Reys Wandlung zur Rebellin zu plötzlich und nicht nachvollziehbar.
    Dass am Ende alle sterben ist auch storytechnisch sinn- und belanglos. Zum einen berührt es emotional nicht und es ist auch egal, da alle ihre zugeschrieben Aufgabe erfüllt haben. Das hätte man für eine spannende Wendung benutzen können. So wirkt es nur aufgesetzt (und das war es auch. Man hatte die Befürchtnis, dass Disney ein solches Ende nicht zulässt und so war der Film zuerst mit Happy-End geplant und dann wurden nur noch schnell die Sterbeszenen eingefügt. Ohne diese Szenen wäre die Story exakt genauso verlaufen).
    Als Gegenbeispiel Luke Skywalker: Hier wurde mit nur wenigen Sätzen eine Figur geschaffen, in die man sich gerne hineinversetzt. Der Farmer-Junge, der kurz davor stand, selber dem Imperium beizutreten, wird nach der Ermordung von Onkel und Tante zum Rebellen.
    Man wollte damals am liebsten gleich mit bei der Rebellion einsteigen.
    Oder Han Solo. Muss ich da noch mehr sagen? Was Harrison Ford hier alleine durch Anwesenheit erzeugt hat, ist kaum zu überbieten. Allein der Name "Han Solo" überrollt einen mit Emotionen und Erinnerungen. Eine Figur, die auch die Phantasie anregt, was in dessen Vergangenheit wohl noch alles passiert sein mag.
    Wenn ich jetzt den Namen "Rey" in den Raum werfe, was passiert dann? Richtig. Nichts.
    Die Episoden 4 bis 6 haben einfach gezeigt, wie man auch mit simpler Gut-Böse-Story und Klischees interessante Figuren auf die Leinwand bringt. Das hat nichts mit "als Kind gesehen und damit aufgewachsen" zu tun, denn meine Eltern (wie viele andere Erwachsene damals auch) fanden die alten SW-Filme seinerzeit auch super!

  17. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: Anonymer Nutzer 15.12.17 - 13:27

    > Klar, auf jeden Fall ein toller Ansatz, auf den ich mich sehr gefreut
    > hatte. Aber man baut keine Bindung zu den Figuren auf. Es hat bei mir sogar
    > recht lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass... Moment, muss kurz
    > nachschauen wie der hieß (man sieht wie egal und austauschbar die Figuren
    > sind)... dass Cassian eine der Hauptfiguren des Films ist.

    Ja, das meine ich mit "zu wenig Zeit". Der Film hat zu viele neue Akteure, außer Tarkin und Vader kennt man niemanden und lernt auch niemanden kennen.

    > Die Figuren bleiben alle blass. So kommt Reys Wandlung zur Rebellin zu
    > plötzlich und nicht nachvollziehbar.

    Da fand ich es eigentlich schön gemacht, dass die sich gar nicht "zur Rebellin wandelt". Jedenfalls nicht aus Überzeugung für die "Sache". Besonders in der Szene, in der sie ansetzt, sich aus der "Rebellenmasse" abzuheben, weil sie ja schon seit frühester Kindheit im Krieg lebt und von Cassian gleich wieder zurechtgestutzt wird, weil alle im Krieg geboren sind und diesen leben (müssen). Es gibt eben nicht den einen Luke Skywalker. Die Rebellion sind viele und sie ist eine schmutzige Kunst.
    Star Wars lief immer auf einen Ritt des strahlenden Siegers in den Sonnenuntergang hinaus, Rogue One handelt durchweg vom Opfern für einen höheren Zweck, von Fundamentalismus, vom Krieg als dreckigem, moralfreien Abgrund und vom Erringen von Zielen um jeden Preis.

    > Dass am Ende alle sterben ist auch storytechnisch sinn- und belanglos. Zum
    > einen berührt es emotional nicht und es ist auch egal, da alle ihre
    > zugeschrieben Aufgabe erfüllt haben. Das hätte man für eine spannende
    > Wendung benutzen können. So wirkt es nur aufgesetzt (und das war es auch.
    > Man hatte die Befürchtnis, dass Disney ein solches Ende nicht zulässt und
    > so war der Film zuerst mit Happy-End geplant und dann wurden nur noch
    > schnell die Sterbeszenen eingefügt. Ohne diese Szenen wäre die Story exakt
    > genauso verlaufen).

    Aber sie haben das Ende so geschrieben. Und es wirkt in der Abschottung von Scarif und der gegnerischen Überlegenheit glaubwürdig. Man kommt - anders als in den Episodenfilmen von SW - eben nicht quicklebendig und mit einem blitzeblanken Orden von jedem Himmelfahrtskommando wieder. Und mal ehrlich, bei wie vielen Mainstream-Filmen dieser Budget-Größenordnung stirbt der gesamte Cast?
    Gerade weil es ein Disney-Film ist, rechne ich den Machern einen gewissen Mut an, die ausweglose Situation nicht aus Gründen der Schreibfaulheit mit dem Ende versehen zu haben, das der Film nun mal hat.

    > Als Gegenbeispiel Luke Skywalker: Hier wurde mit nur wenigen Sätzen eine
    > Figur geschaffen, in die man sich gerne hineinversetzt. Der Farmer-Junge,
    > der kurz davor stand, selber dem Imperium beizutreten, wird nach der
    > Ermordung von Onkel und Tante zum Rebellen.

    Öööööööööde. ;-) Prinz Niemand von Niemandshausen lernt an drei Tagen, der beste Jedi forever and ever zu werden. Fünf Minuten mit dem alten Kenobi parliert und - zack - weg ist der Todesstern, Macht sei Dank.
    In das Märchen vom Krieg der Sterne passt das wie Hintern auf den Nachttopf, aber Rogue One ist ein ernsterer Film. Die Bemühung um ein wenig mehr Realismus und Glaubwürdigkeit wirkt zumindest auf mich recht erfrischend.

    > Oder Han Solo. Muss ich da noch mehr sagen? Was Harrison Ford hier alleine
    > durch Anwesenheit erzeugt hat, ist kaum zu überbieten.

    Und genau von einem Film über Solo erwarte ich nur blöde Witze und aufgesetzten Chauvinismus. Nachdem er nicht mal mehr Greedo zuerst erschießen durfte, wird er zu Schwiegermutters Lieblings-Schmuggler. Da warte ich vorsichtig pessimistisch ab, was das für ein Klamauk-Streifen wird.
    Schon in Episode 7 wirkte Solo wie ein Fremdkörper, trotz Fords Präsenz. Zugegeben, in dem blassen Cast der alten Filme war es auch nicht schwer für ihn, als sehr guter Akteur herauszustechen. Mal sehen, wie sie Skywalker einbauen.

    > Wenn ich jetzt den Namen "Rey" in den Raum werfe, was passiert dann?
    > Richtig. Nichts.

    Rey hatte bisher einen Film. Solo mussten sie in seinem vierten Auftritt absägen, weil der Darsteller nicht mehr wollte. Der Vergleich ist unfair.

  18. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: eidolon 16.12.17 - 10:44

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wie du, u.a. wohl auch Vulkman, der offensichtlich auch noch nicht über
    > eine Rezension gefallen ist, bis er hier auf golem war.

    Und wenn er sie nicht auf Golem gesehen hätte, hätte er sie dann auf Heise gesehen. Oder auf einer Newsseite. Oder hat der Internet nur für golem.de?

  19. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: eidolon 16.12.17 - 10:46

    Und in dem Fall diskutieren wir hier über eine Überschrift in der "viel Unfug" genannt wird, wo soll das in der Art wertend sein? Und dass Luke mehr als in EP7 vorkommt war ja schon klar, bevor die überhaupt mit EP8 angefangen haben...

    Unfug gabs übrigens in jedem Star Wars.

  20. Re: @Golem.de: Ich hätte den Film gern unvoreingenommen gesehen

    Autor: MickeyKay 19.12.17 - 12:20

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da fand ich es eigentlich schön gemacht, dass die sich gar nicht "zur
    > Rebellin wandelt".
    Doch, tut sie - inklusive pathetischer Anrede ihrer Mitstreiter bevor es in den Kampf geht.

    > Aber sie haben das Ende so geschrieben. Und es wirkt in der Abschottung von
    > Scarif und der gegnerischen Überlegenheit glaubwürdig.
    Glaubwürdig - ja. Dennoch storytechnisch belanglos. Es ändert nichts an der Handlung, hätten die Figuren überlebt. Und da es keine emotionale Bindung zu den Figuren gibt, bleibt der Zuschauer auch emotional kalt.

    > Und genau von einem Film über Solo erwarte ich nur blöde Witze und
    > aufgesetzten Chauvinismus. Nachdem er nicht mal mehr Greedo zuerst
    > erschießen durfte, wird er zu Schwiegermutters Lieblings-Schmuggler.
    Nunja, schau dir die Szene noch mal genauer an: Greedo schießt in der Special Edition nicht zuerst. Bestenfalls schießen beide exakt gleichzeitig. Plus: Han Solo greift vorher heimlich zum Blaster. Er hat also vor, zuerst zu schießen. Da hat sich also überhaupt rein gar nie nichts irgendwie in einer Art und Weise was geändert. Ich verstehe nicht, wo dieses "Greedo schießt zuerst"-Bild herkommt, wer hat das in die Welt gesetzt?
    Um die Fans zu beruhigen, wurde das außerdem in der Bluray-Version wieder korrigiert.

    > Schon in Episode 7 wirkte Solo wie ein Fremdkörper, trotz Fords Präsenz.
    > Zugegeben, in dem blassen Cast der alten Filme war es auch nicht schwer für
    > ihn, als sehr guter Akteur herauszustechen. Mal sehen, wie sie Skywalker
    > einbauen.
    Da wirkte Leia wesentlich deplatzierter. Die stand da nur rum und durfte ein, zwei Sätze sagen. Sie hat sich tatsächlich in keinster Weise bewegt!

    > Rey hatte bisher einen Film.
    Luke hatte seinerzeit auch nur einen Film - und das hat gereicht. Klar, aus heutiger Sicht ist die Story recht dünn, aber die Emotionen dahinter waren trotzdem stärker.

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