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Moderne Hardware

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  1. Moderne Hardware

    Autor: Crass Spektakel 03.07.19 - 05:13

    Ich verwende Linux seit 1994. Und zocke unter Linux (Doom, XPilot uva) seit 1995. Mein erster Linux-Spiele-Rechner war ein 386sx16 mit 2MB RAM auf dem ich ohne X11 im SVGA-Modus Doom spielte und es lief geil.

    Aber es gibt eine Sache die mich an heutigem Linux-Gaming stört: Ohne moderne Hardware geht garnichts. Oder genauer ausgedrückt: Man braucht keine leistungsstarke Hardware aber modern muß sie sein. Aber nicht zu modern.

    Beispiel PentiumHT@3200Mhz, 3GB RAM, Geforce 6800. Das ist ein absolut flotter Arbeitsplatz und unter XP liefen auch sehr viele Spiele ziemlich gut. Natürlich nichts neues wie ARK oder GTA5 aber eine Runde Battefield 42, Mount&Blade oder GTA3 liefen gerade unter XP richtig gut.
    Aber unter Linux?
    -Der Rechner hat kein 32Bit und kein NX-Bit und nur beschränkten PAE-Support.
    -Ubuntu 18.04 bekommt man nur über Netinstall und einen Legacy-Kernel installiert.
    -Es gibt keinen vollwertigen 32Bit-Steam-Client sondern nur eine embedded GUI-Version bei der bis auf die Bibliothek alles entfernt wurde. Richtig, nichtmal Profil, Chat und Shop sind drin.
    -Ubuntu 18.04 und die gängigen PPAs bieten absolut keine Treiber für non-free Geforce 6800.
    -Nouveou läuft saumässig schlecht und ist hochgradig inkompatibel, selbst der nackte Steam-Client startet nicht.
    -man kann sich den binary nonfree Treiber von NVidia runterladen und selber kompilieren, allerdings muß da erstmal gepatcht werden sonst läuft er nicht
    -hat man einen manuel kompilierten gepatchten non free Legacy Treiber installiert (und da lasse ich einfach mal ein Dutzend Probleme weg und kommt zum Punkt) dann startet der Steam-Client.
    -Ausser Steam startet aber fast nichts weil dieser Treiber kein OpenGL4 kann und mit OpenGL1-3 läuft praktisch garnichts. Wohlgemerkt, auch WINE/Proton/Crossover und wie sie alle heissen kann man damit in 90% der Fälle vergessen weil diese ja von DirectX nach OpenGL übersetzen und zwar fast immer zu OpenGL4 und neuer.
    -Mount&Blade war das modernste Linux-Spiel ohne Verrenkungen.
    -Plants vs Zomvies, GTA3 San Andreas und Total Annihilation waren die modernsten Windows-Spiele
    -was läuft läuft gut aber unter Windows XP lief sehr viel mehr mit sehr viel weniger Aufwand

    Beispiel Core2E6300@3600Mhz, 8GB RAM, Geforce 8800. Das Gerät ist sogar unter Windows 10 ein flottes Maschinchen auf dem man einige moderne Spiele zocken kann (früher sogar ARK aber das läuft seit zwei Jahren nicht mehr mit 512MB Grafikspeicher).
    Aber unter Linux?
    -Ubuntu 18.04 64Bit und Steam 64Bit läuft problemlos.
    -Für die Geforce 8800 wird hingegen ein ungeeigneter nonfree Treiber empfohlen - instabiles System, wenig FPS in Spielen. Die Geforce 8800 gilt seitens Canonical als "not supported / depricated", man müsse mindestens eine Geforce 400 verwenden.
    -Mit einem Treiber aus dem PPA läuft das System allerdings perfekt - ein Anfänger wäre hier ausgestiegen.
    -Es laufen einige Spiele aber nicht alle da die Geforce 8800 kein vollständiges OpenGL4 beherrscht. Interessanterweise hilft hier WINE und Proton denn oft laufen mehr Windows-emulierte Spiele denn Linux-Native-Spiele. Gegenüber einer Geforce 1070 büßt man wohl 50% der Titel ein. Unter Windows ist der Unterschied weniger drastisch.

    Kurzum: Eingeschränkt verwendbar.

    Ein Zwischending war der Core2E6300@1866Mhz, 3GB RAM, Geforce 7600. Der kann zwar 64Bit und läuft mit normalen Kernel (32+64Bit) ist bei 64Bit aber spürbar langsamer als bei 32Bit. Ansonsten hat man fast durchgehend die gleichen Probleme wie beim PentiumD, bestenfalls einen Hauch einfacher und besser.
    Eine probehalber eingesteckte Geforce 460 verbesserte die Kompatibilität bei Spielen ENORM. Aber selbst da lief nicht alles. Erst eine Geforce 780ti ermöglichte den Start praktisch jeden Spieles.

    Einen passenderen Treiber wählen aus Repository oder PPA oder binär selber kompilieren verbessert die Leistung oft enorm.
    Lediglich die 780, 970 und 1070 wurden gut erkannt und eingerichtet.
    Fallstricke in jeder Grössenordnung: Geforce 600 und 700 gibt es mit verschiedenen Kernen (Fermi, Maxwell, Keppler) und jeder läuft mit einem anderem Treiber besser. Meine 780ti wurde perfekt erkannt , eine 620er, 750er usw waren lauffähig aber nicht optimal. Eine 2070 wurde mit einem unpassendem Treiber eingerichtet, erst ein aktuelles PPA brachte einen guten und erst ein selber kompilierter brachte perfekte Ergebnisse.

    AMD Radeon: Es läuft ganz brauchbar aber weniger gut als NVidia bei Linux-Spielen. Punkt aus Basta. Ich werde keine Zeit in AMD Radeon für Linux-Gaming investieren.

    Was wirklich gut lief: diverse Core2, i3, i5, i7 von 2006 bis 2017, 8 bis 64GB RAM, Geforce 780, 970, 1070 - alles lief wunderbar. So wünscht man sich das. Alles ausserhalb dieses Spektrums: Abenteuerlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.19 05:19 durch Crass Spektakel.

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