1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Steam Play: Tschüss Windows, hallo…
  6. Thema

Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: kaliberx 19.06.19 - 09:26

    Da hast du aber wohl wenig Ahnung von Manjuro.
    Ich bin ganz bei dir bzgl Manjuro ist nichts für Einsteiger, aber Manjuro geht mit Problemen runum Paketmanagement ganz gut um und es kommt seltenst zu Archlinux bekannten und deinen genannten Problemen.

  2. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: kaliberx 19.06.19 - 09:33

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja und doch darf man daran Kritik üben, da hinter dem Konzept überhaupt
    > keine Haltung, kein Ideal steht. Wenn dir das nicht passt, so darfst du
    > mich hier nun gerne überlesen. So wie ich auch nicht weiter auf deine
    > Argumentation nun eingehen werde. Denn dieses stete Verleugnen einer
    > "Ideologie" ist ebenso eine Solche. Das ist kein "Kult" und eine klare
    > Haltung ist jederzeit wichtig! Und freie, quelloffene Projekte leben vom
    > "Mitmacheffekt", der sich auf viele Arten äußern kann. Das was Golem hier
    > aber macht ist und bleibt das obligate Bildnis vom Trittbrettfahrer, über
    > den sich dann ein Bildnis verbreitet welches komplett den Kontext
    > verwässert.

    Du weißt aber auch, das Firmen die hinter Linux stehen der Ideologie nicht folgen oder ?.
    Selbst Tovalds nicht, der macht damit auch gut Geld und kommerzialisiert es. Die einzinsten die Jünger-haft das Predigen was du schreibst ist ein Teil der Gnu-Leute. Selbst gute OS Software, hat nebenher Komerzielle Versionen von dieser, oder verlangen Geld z.B. über Support etc.

    Das was du und einige GNU Leute wollen/predigen ist leider nun mal Vergangenheit.
    Linux-Distro-Hersteller und die OS Comm ist im Kapitalismus angekommen, und der Großteil nutzt ihn ausgiebig.

    Und ehrlich ? Da ist absolut nichts verwerfliches dran, da sie noch freiwillig und oft unter Kulanz freie Software anbieten.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 09:39 durch kaliberx.

  3. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: Megusta 19.06.19 - 09:42

    Thunderbird1400 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verstehe das Problem nicht. Mich als Gamer interessiert in erster Linie, ob
    > Steam auf Linux läuft und wie die Spiele laufen. Von daher fand ich den
    > Artikel ganz interessant. Wusste garnicht, dass Steam überhaupt unter Linux
    > läuft.


    Erstmal richtig, aber es erweckt den falschen Eindruck. Jetzt kommt einer auf die Idee sich Linux zu installieren, so wie ich z.B. In der Testumbegung läuft alles sauber und man denk sich, dann her damit. Nach der Installation kommt man aber schnell von Oben wieder auf die Erde, denn Linux bootet nicht mehr, es erscheint eine Fehlermeldung, mit der man erstmal Tage beschäftigt ist. (UEFI Signatur Problem)
    Wenn man alles beseitigt hat und 1000 Forum-Seiten durchgelesen hat, beschließt man KVM zu installieren, damit Windows virtuell laufen kann. Und dann fängt das Lied von vorne an. GPU (am Laptop, ohne weiteres) kann nicht durchgereicht werden, Wlan-Bridge gibts nicht und und
    Dann hört man was von Docker, wenn es mit KVM nicht läuft, klappt es sicherlich hier. Beschreibung lautet "alles super easy". Portainer hab ich zum laufen gebracht... mehr aber auch nicht :S

  4. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: kaliberx 19.06.19 - 09:50

    nicolon24 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Güte...
    >
    > Bist du Linus Torvalds persönlich? :-D
    >
    > Nichts für ungut ;-)

    Naja Tovalds selbst folgt dieser Sache schon lange nicht mehr ;) Er macht mit seinem Wissen und Software auch gut Geld.

    Er ist z.B. dank VA-Linux und Redhat Aktien Multi-Millionär, und lebt auf einem großen Anwesen mit Villa in Baltimore.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 09:58 durch kaliberx.

  5. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: b.mey 19.06.19 - 09:50

    Das alte Problem mit den Idealisten. Ich finde deine Haltung und Meinung sehr sympathisch und richtig. Aber die Zeiten in denen Computer und Linux Bestandteil einer ideologischen Betrachtung von ein paar begeisterten Techikfans und Profis waren sind leider 2019 schon viele Jahre vergangen.

    Früher war ich immer begeistert von dem Gedanken, dass jeder mal zum intensiven und begeisterten Nutzer von Informationstechnologie wird. Heute bin ich deutlich älter und erkenne den Fehler. Wir haben nun quasi den Zustand, dass fast jeder begeisterter Nutzer von Informationstechnologie ist. Aber das war nur möglich, weil die Techologie so einfach wurde, dass sie einfach jeder ohne kurz darüber nachzudenken nutzen kann. Deshalb haben ja nun auch endlich so viele, so schnell den Mehrwert dieser Technologie für sich begriffen. Das war das was ich früher immer wollte und richtig fand. Nur habe ich den Punkt "Einfach" vollkommen unterschätzt.

    Sicherheit und einfache Nutzbarkeit sind defakto nie möglich, wenn ich Systeme so gestalte, dass man erst darüber nachdenken muss und sie hinterfragen und verstehen können muss, bevor man sie nutzen kann. Informationstechnik dient heute primär Unterhaltung und direkter Kommunikation untereinander. Aber so gut wie Niemand hat ein ernstaftes Interesse daran zu verstehen, wie das nun funktioniert. Es geht doch primär nur darum, dass es funktioniert. Einige sind dann noch davon begeistert, wenn es dabei besonders toll aussieht, intelligent designed ist und die Nutzung so richtig Freude macht, weil sie praktisch ist, ohne darüber nachzudenken funktioniert und man bei der Nutzung Freude hat, evtl. sogar kreativ inspiriert wird. Das ist Informationstechnologie heute.

    In dieser Realität wirkt dein Idealismus aus den 90ern leider komplett unrealistisch. So sehr ich mir wünschen würde, dass dein Bewustsein und deine Ideologie bzgl. freier Software sich durchsetzen würde, so sehr ist mir längst klar geworden, wie unrealistisch das ist. Die meisten geben sich liebend gerne in die Abhängikeit, weil es ihnen entweder egal ist, man kein Interesse an Technologie dahinter hat, man keine Zeit hat sich intensiver damit zu beschäftigen oder ein beliebiger anderer Grund, der sich haute aus dem Alltag der Menschen ergibt.

    Als ich mit dem Computer begann, war alles unintuitiv, ich musste mich intensiv mit der Technologie befassen und entwickelte ein starkes Interesse daran Probleme zu lösen und Zusammenhänge zu begreifen. Wenn ich Freude an der Technik haben wollte und Nutzen daraus ziehen, war ich gezwungen mich intensiv technologisch damit auseinanderzusetzen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber Computer waren damals ein Nischenthema. Dann haben sie sich in der Arbeitswelt stärker ausgebreitet. Dort musste man dann die eigentlich daran uninteressierten "zwingen" sich mit Computern zu befassen. Dort begann es, dass erstmals eine unbegeisterte größere Anzahl an Nutzern mit der Technik arbeiten "mussten" und nicht wollten. Man hat dann schnell erkannt, dass Anwendungen intuitiver, leichter und schöner werden mussten, damit Laien besser damit umgehen können und schneller den Umgang damit lernen. So wurden an Technik uninteressierte Menschen erstmal massenhaft zu Computernutzern. Dieser Trend verstärkte sich. Immer mehr wurde der Computer zum allgemeinen Technik in vielen Haushalten.

    Dann wurde das Internet interaktiv. Wieder waren es erst die alten Technikbegeisterten, die Informationstechnologie schon immer spannend fanden und sich deshalb damit befassten, nicht weil sie es mussten. Aber weil in so vielen Haushalten Computer so normal wurden, wurde auch schneller bei den einfachen Nutzern das Internet 2.0 interessanter. Und dann entstanden Angebote für genau diese Nutzer. Facebook, Google etc. Man wollte gezielt die ganz normalen nicht an der Technologie begeisterten Menschen abholen. Wichtig dabei immer: Ganz einfach, sofort zu begreifen, wie das funktioniert und was hier passiert interessiert am Ende Niemanden, solange es funktioniert.

    Dann kam das wirklich intutiv zu nutzende Smartphone ab 2007. Damit wurden dann in Rekordzeit auch alle anderen, abgeholt. Alles wurde noch einfacher, noch intutitiver und die Nutzung von so viel Technologie machte noch viel mehr Spaß bei der Nutzung. Erfolgserlebnisse beim Umgang mit der Technik waren schnell und einfach für jeden zu generieren. Selbst an Technik vollkommen Desinteressierte haben schnell begriffen was Smartphones können und wie leicht man sie nutzen kann. Auch Tablets spielen hier eine kleine Rolle.

    Und da sind wir heute. Und bei dieser breiten Gruppe an Nutzern, die sich ganz grob aufteilen in die riesige Gruppe der an der Technik eigentlich komplett uninteressierten, der Gruppe der eigentlich nur an den Features interessierten und begeisterten und der Gruppe der (alten) von der Technologie und Technik begeisterten und daran wirklich technisch interessierten User, die alle diese Technologie nutzen. Und in dieser Realität, ist dein Idealismus der freien Software noch nicht mal mehr für die dritte Gruppe so relevant und bedeutend, wie es zu den 90ern, als viele dieser Ideen entstanden sind, mal war. Informationstechnologie ist ein reines Consumerprodukt geworden, und letztlich versuchene eben genau jene Consumer aus den anderen beiden Gruppen immer mal wieder den Sprung nach Linux. Aber nicht wegen der Idologie. Die ist längst komplett unwichtig geworden.

    Und unter genau dieser Realität ist dieser Artikel hier absolut passend und gut gelungen. Ihn auf Basis dieser angestaubten Idologiegedanken, die heute kaum noch Jemand aus den ersten beiden Gruppen nachvollziehen kann, geschweige denn überhaupt kennt, zu kritisieren und daraus einen Vorwurf zu machen, finde ich daher unpassend, nicht konstruktiv und unfair. Auch Linux ist zum Consumerprodukt geworden. Und von der Idologie der freien Software ist nur noch sehr wenig übrig geblieben. Leider.

  6. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: kaliberx 19.06.19 - 10:04

    b.mey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .........

    Trotzdem sehr gut geschrieben !

  7. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 10:21

    War ein Test inwiefern eine umfassende Debatte hier möglich ist, inwiefern auch verschiedene Kritikpunkte aufgefasst und entsprechend weiter besprochen werden. Ich kann nun sagen: Der Test hat leider genau das erwartete Ergebnis gebracht ... deutlich zu erkennen an der teils mehr als nur abwertenden Sprache - Stichwort "Geschwurbel". Damit machst du es dir hübsch einfach und musst dich natürlich nicht mit meiner Argumentation befassen. Musst du tatsächlich nicht, aber abwerten musst du sie auch nicht. ;-)

  8. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 10:22

    Danke, gut aufgegriffen und auch erweitert um neue Aspekte. Super! :)

  9. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 10:25

    Sehr gut, dann wäre der Punkt ja auch kein wirkliches Problem. Die Kritik lasse ich mir gerne sagen: Mein letzter Ausflug in Richtung Manjaro ist in der Tat aber auch etwas her. Vor zwei Jahren habe ich mich an Manjaro OpenRC versucht und dann längere Zeit nicht mehr aktualisiert. Das Projekt wurde derweil eingestellt bzw. zu Artix. Nach einem Update funktionierte nicht mehr sonderlich viel. Das war natürlich mein Fehler und meine Unachtsamkeit, absolut klar. Dennoch bleibt es wichtig sich über die Distribution wie auch ihre Grundlagen zu informieren. Der Golem-Artikel ist derweil dazu keine sonderlich gute Hilfestellung.

  10. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 10:28

    Sehe ich eben anders und genau durch solche Artikel wird es auch nicht wirklich besser: Jeder darf und soll bitte verwenden was beliebt. Keine Vorschriften dazu - auch wenn man mir vorsorglich hier versucht das in den Mund zu legen, um meine Kritik und meinen Standpunkt hübsch zur Seite zu schieben (nicht auf dich bezogen). Solange ein buntes, vielfältiges Umfeld erhalten bleibt und Jeder seinen Weg finden kann, kein Problem damit. Aber genau das sehe ich weiterhin gefährdet derweil.

  11. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: Peace Ð 19.06.19 - 10:36

    Kommt irgendwie so rüber, als würdest Du dich angegriffen fühlen, weil jemand Steam unter Linux installiert hat, nur um mal zu testen, wie die Performance im Vergleich zu Win10 aussieht.

    Ich fand den Artikel auch interessant und wenn es sich performance-technisch gelohnt hätte, hätte man auch über einen Umzug nachdenken können.

    Weiterhin lautet der Titel eben nicht nur "Ein Gamer zieht um", sondern beginnt direkt mit "Steam Play: [...]". Es ist also von vornherein klar, dass es hier um einen Performancevergleich via Steam-Games geht.

    Keine Ahnung also, wie man sich so darüber aufregen kann... Da müssten sich ja die ganzen Entwickler ja auch so aufregen, dass man Steam für Linux überhaupt angeboten hat...

  12. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 10:38

    Danke für deinen umfassenden Text und deine dahingehend auch kritische, aber eben auch freundliche Antwort. Insofern ist mein Ansinnen ja auch angekommen, wo ich anhand weiterer Reaktionen schon eher den Kopf geschüttelt habe. Der Punkt ist: Ich möchte Niemanden hier zu etwas zwingen und ja, natürlich sehe ich auch diese Realität, welche du beschrieben hast. Dennoch empfinde ich den Ursprung von "freier Software", den Grundgedanken nicht als angestaubt. Klar, du hast den Tenor aufgegriffen, welcher in so vielen Äußerungen dieser Tage und Zeit zu finden ist. Unter der Prämisse ist der Artikel tatsächlich nur ein weiteres Werk eben dieser Mentalität - obacht, das ist erst einmal ohne weitere Beurteilung meinerseits gemeint und weder positiv noch negativ konnotiert, falls da Jemand wieder etwas meint zwischen den Zeilen lesen zu müssen.

    Mir war und ist es aber dennoch wichtig diesen Grundgedanken hier zu erwähnen, eben weil GNU/Linux-Distributionen ihren Ursprung dort haben und es auch noch diese Nischen gibt und hoffentlich noch lange Zeit geben wird. Das zu erhalten ist mein Ziel, ohne jemals Jemandem etwas vorschreiben zu wollen. Und ich habe für mich Lösungsalternativen gefunden, wünsche sie jedem Anderen natürlich auch. Das ABER: Der Artikel ist dennoch weit zu oberflächlich und pauschalisiert verfasst, lockt unter falschen Vorstellungen als wäre Windows auf einmal der Inbegriff allen Übels und GNU/Linux DIE Lösung schlechthin. Die vollkommen falsche Maßgabe allein dort und auch das ist Teil meiner Kritik gewesen! :)

  13. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 10:47

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt irgendwie so rüber, als würdest Du dich angegriffen fühlen, weil
    > jemand Steam unter Linux installiert hat, nur um mal zu testen, wie die
    > Performance im Vergleich zu Win10 aussieht.

    Angegriffen fühle ich mich keineswegs, aber ich kann dir gerne für Vergleiche und Performance-Eindrücke auch Links geben, beispielsweise Phoronix. Dort findest du ziemlich umfassende Berichte, ebenso für bisweilen proprietäre (Unterhaltungs)software auch GamingOnLinux.

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fand den Artikel auch interessant und wenn es sich
    > performance-technisch gelohnt hätte, hätte man auch über einen Umzug
    > nachdenken können.

    Auch das ist vollkommen in Ordnung, aber dann solltest du mit einer anderen Distribution vorzugsweise beginnen und für dich entdecken welchem Weg du dich widmen möchtest. Manjaro kann natürlich auch auf der Liste stehen, aber dennoch ergeben sich dort manche Fallstricke. Darüber habe ich geschrieben!

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weiterhin lautet der Titel eben nicht nur "Ein Gamer zieht um", sondern
    > beginnt direkt mit "Steam Play: [...]". Es ist also von vornherein klar,
    > dass es hier um einen Performancevergleich via Steam-Games geht.
    >
    > Keine Ahnung also, wie man sich so darüber aufregen kann... Da müssten sich
    > ja die ganzen Entwickler ja auch so aufregen, dass man Steam für Linux
    > überhaupt angeboten hat...

    Wo konkret hast du Aufregung gelesen? Ich habe einzig Kritik daran geübt, dass dieser Artikel falsche Erwartungshaltungen weckt. Und was ich persönlich von Steam halte, habe ich beiläufig ebenfalls erwähnt.

  14. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: SupaIgel 19.06.19 - 11:53

    Auch Disclaimer vorweg: nutze seit was weiß ich wie lange Linux, bin ein riesiger FOSS Fan/Unterstützer und stelle auch meine eigenen Software unter FOSS Lizenzen zur Verfügung. Verstehe auch alle Argumente und Gedanken, aber sorry: Das geht am Thema vorbei, in Gegensatz zu manch anderen Clickbait-Artikeln hier, hält der Artikel ziemlich das was er verspricht: "Wollt ihr wissen, wie gut ihr Games (Steam) unter Linux nutzen könnt, vor allem mit Bezug auf die Nutzung von Windows Spielen? Hier haben wir das für euch mal getestet!"
    So, das suggeriert Titel und Kurzbeschreibung für mich. Und genau das liefert der Artikel. Hier wird nirgendwo angekündigt, vollumfänglich zu einem Wechsel zu bewegen, alle Themen die das mit sich bringt zu behandeln und erst recht nicht über FOSS zu philosophieren. Und ich denke auch nicht, dass diese Themen in jeden Artikel gehören, der einen Aspekt von Linux behandelt. Und die Distro-Frage stand für mich in dem Artikel auch gar nicht zu Debatte, sondern für mich klang das alles doch schon sehr exemplarisch und nicht empfehlerisch.
    Ich mag dieses extreme Schwarz-Weiß denken nicht. Wenn ich n Artikel schreibe, wie man einen leckeren veganen Kuchen backt, muss ich auch nicht das Thema Lederschuhe behandeln, nur damit auch bitte allen Lesern klar wird, wie man bitte richtig vegan lebt und nicht nur n Kuchen backt. Um in der Analogie und meiner Ansicht zu bleiben: das Rezept sollte für alle sein, die n leckeren Kuchen wollen und nicht nur für Fundi-Veganer! Genau das ist dem Artikel hier gelungen! IMHO

    Danke für den interessanten Artikel! Eventuell kann ich so ja n paar Gamer überzeugen, die nur noch aus dem Grund an Windows kleben!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 11:54 durch SupaIgel.

  15. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 12:04

    Du konntest das auch schon lange vorher: Berichte und Vergleiche wie auch Benchmark-Ergebnisse sind das Eine. Das Andere die Erfahrungsberichte, aber selbst unter YouTube finden sich zahlreiche Hinweise und Möglichkeiten. Wenn jetzt dieser Artikel einfach dazu herhalten soll eine Empfehlung für Spieler*innen zu sein und man von "Windows" vermeintlich genervt ist, dann ist dort weiterhin ein Ungleichgewicht denn man hätte sich längst selbst überzeugen können. Quellen dazu gibt es mehr als nur reichlich, egal ob "gut" oder "schlecht". Dann bleibt da noch die Philosophie-Frage: Sobald GNU/Linux zu einem "Produkt" des Massenmarktes wird ist es auch entgültig vorbei mit FLOSS dahingehend. Insofern passen die Herleitungen von b.mey und kaliberx durchweg. Auch entsprechend daher mein Hinweis auf das Trittbrettfahrer-Dasein eben dieses Artikels, welcher sich insofern zu einem Helfer des puren Pragmatismus macht.

    Durch das schnöde Übertragen von weiterhin grundlegend problematischen Aspekten - nichts Anderes ist der "Kapitalismus" als Systemkontext - wird sich gar nichts verbessern nur noch verschlimmern. Aber (A) ist das eine andere Debatte und (B) habe ich darauf nur implizit hingewiesen. Das dies aber geäußert und erkannt worden ist: Gut so. Nur die Schlussfolgerung wäre bei mir und für mich eine Andere: Komplette Ablehnung, dann auch für Linuxdistributionen, welche mir das so dermaßen reinwürgen wollen. Und das ist einzig meine Meinung, meine Obliegenheit. :-) Manjaro wie auch Arch Linux haben keinerlei Abgrenzungen zwischen freier und proprietärer Software, also werden auch Blobs mit ausgeliefert - immerhin bei Debian ist das insofern anders. Ein ums andere Mal: Nicht Jeder muss das für sich adaptieren, das war gar nicht die Fragestellung. Aber einmal kurz inne halten und erkennen, dass eine bunte, vielfältige Struktur auch entsprechend verschiedene Gedanken und Ansätze braucht ... um genau das geht wie ging es auch und so ist dieser Artikel kein guter Ansatz. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Schlagwort dazu: Embrace, Extend and Extinguish aus dem Microsoft-Kontext. Das passt sehr gut. Nicht weil Microsoft das übernimmt sondern weil kurzgefasste Gedanken und Ansätze wie auch Empfehlungen zu nicht mehr Vielfalt führen. Ein logischer Trugschluss, welcher Freiräume kurz gesagt früher oder später komplett ausradiert.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 12:11 durch throgh.

  16. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: Peace Ð 19.06.19 - 12:34

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peace Ð schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kommt irgendwie so rüber, als würdest Du dich angegriffen fühlen, weil
    > > jemand Steam unter Linux installiert hat, nur um mal zu testen, wie die
    > > Performance im Vergleich zu Win10 aussieht.
    >
    > Angegriffen fühle ich mich keineswegs, aber ich kann dir gerne für
    > Vergleiche und Performance-Eindrücke auch Links geben, beispielsweise
    > Phoronix. Dort findest du ziemlich umfassende Berichte, ebenso für
    > bisweilen proprietäre (Unterhaltungs)software auch GamingOnLinux.
    >

    Sind mir beides mir bisher unbekannte Plattformen gewesen, danke dafür! Aber heißt ja nicht, dass Golem zusammen mit Androidpit ihre eigenen Erfahrungen teilen dürfen :P

    > Peace Ð schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich fand den Artikel auch interessant und wenn es sich
    > > performance-technisch gelohnt hätte, hätte man auch über einen Umzug
    > > nachdenken können.
    >
    > Auch das ist vollkommen in Ordnung, aber dann solltest du mit einer anderen
    > Distribution vorzugsweise beginnen und für dich entdecken welchem Weg du
    > dich widmen möchtest. Manjaro kann natürlich auch auf der Liste stehen,
    > aber dennoch ergeben sich dort manche Fallstricke. Darüber habe ich
    > geschrieben!
    >

    Stimmt, scheinbar ging es hier wohl generell um Linux. Eine Begründung für die Distro wäre dann wahrscheinlich nicht schlecht gewesen.

    > Peace Ð schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weiterhin lautet der Titel eben nicht nur "Ein Gamer zieht um", sondern
    > > beginnt direkt mit "Steam Play: [...]". Es ist also von vornherein klar,
    > > dass es hier um einen Performancevergleich via Steam-Games geht.
    > >
    > > Keine Ahnung also, wie man sich so darüber aufregen kann... Da müssten
    > sich
    > > ja die ganzen Entwickler ja auch so aufregen, dass man Steam für Linux
    > > überhaupt angeboten hat...
    >
    > Wo konkret hast du Aufregung gelesen? Ich habe einzig Kritik daran geübt,
    > dass dieser Artikel falsche Erwartungshaltungen weckt. Und was ich
    > persönlich von Steam halte, habe ich beiläufig ebenfalls erwähnt.

    Naja, einen Artikel direkt als schlecht zu bezeichnen, hat eine gewisse Aufregung rüber gebracht :D Zumindest bei mir.

  17. Re: Sehr oberflächlicher, schlechter Artikel

    Autor: throgh 19.06.19 - 12:40

    Ja, die Wortwahl "schlecht" war wirklich sehr negativ konnotiert meinerseits. Die Kritik nehme ich gerne an. Tatsächlich wollte ich gar nicht so dermaßen um Aufmerksamkeit bitten sondern schlicht nur die Fragestellung in Richtung der Oberflächlichkeit und das Pragmatismus anbringen. Im Nachgang bin ich auch nicht glücklich darüber, aber vielleicht können hier einige besprochene Punkte für zukünftige Artikel derart helfen? Wenn nicht, auch okay: Dann war / ist es halt meine eigene Meinung im Titel aber zu arg formuliert. Danke dir für den Punkt! Am Ende bleibt das "schlecht" dann sofern sich Falscheindrücke ergeben oder Nutzer*innen negative Erfahrungen sammeln, welche nachhaltig ein sehr oberflächliches Bild ergeben und sich Gemeinschaften der je gewählten Distributionen mit Enttäuschungen und Anfeindungen befassen (müssen).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 12:41 durch throgh.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. Interhyp Gruppe, Berlin, München
  3. [bu:st] GmbH, München
  4. Packsize GmbH, Herford

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 444,99€
  2. 29,90€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  3. 159,90€ inkl. Versand mit Gutschein: ASUS-VKFREI (Vergleichspreis 196,41€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

Videokonferenzen: Bessere Webcams, bitte!
Videokonferenzen
Bessere Webcams, bitte!

Warum sehen in Videokonferenzen immer alle schlecht aus? Die Webcam-Hersteller sind (oft) schuld.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. Webcam im Eigenbau Mit wenigen Handgriffen wird die Pi HQ Cam zur USB-Kamera

Star auf Disney+: Erstmal sollten Fehler korrigiert werden
Star auf Disney+
Erstmal sollten Fehler korrigiert werden

Statt zunächst Fehler zu beheben, bringt Disney+ lieber neue Inhalte - und damit auch neue Fehler.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Zwei Star-Wars- und fünf Marvel-Serien kommen 2021
  2. Neue Profile von Disney+ im Hands-on Gelungener PIN-Schutz und alte Fehler
  3. Netflix-Konkurrenz Disney+ noch zum günstigeren Abopreis zu bekommen