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Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

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  1. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: Teeklee 06.08.20 - 15:23

    isaccdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In China kannst du Wohnungen für 150 Euro mieten. Von daher ist die
    > Relation zu einem Deutschen Gehalt nicht gegeben. Davon ab verdienen in
    > China viele Akademiker und Industrie Arbeiter ungefähr gleich viel. In
    > Deutschland sieht das anders aus.

    Klar, die obere Mittelschicht und Elite ist mit uns vergleichbar und ich würde in absoluten Zahlen sagen sogar größer und vermögender als hier. Klar China erlebt zur Zeit einen gigantischen Boom, aber wie gesagt nicht jeder profitiert davon. Nicht umsonst schreiben manche Arbeiter in Produkte Zettel, dass sie Gefangen usw. sind.

    Wobei man in China offiziell schon zur Mittelklasse gehört ab einem Einkommen von 300 Euro im Monat.

    > Falun Gong? Ernsthaft? Das ist eben das Paradebeispiel für eine politische
    > Ideologie, die hier im Westen als harmlose Religion verkauft wird. Kann
    > jeder ziemlich einfach nachvollziehen, der mal genauer recherchiert.

    Wie es scheint bist du voll auf dem Propagandazug der chinesischen Regierung unterwegs.
    Ich sage jetzt nicht, dass es unproblematisch ist, aber wenn die Leute daran Glauben wollen, und es friedlich ausüben wollen, warum muss ich es dann verbieten und mit Gewalt gegen die Leute vorgehen und diese verfolgen?

    > Die 1 Kind Politik gibt es übrigens in China nicht mehr und galt sowieso
    > nur für den Fall, dass kein Sohn gezeugt wurde. Man konnte natürlich
    > trotzdem noch ein zweites Kind bekommen, musste aber dann vieles selbst
    > bezahlen.
    Aber das Problem ist trotzdem da.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.20 15:29 durch Teeklee.

  2. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: isaccdr 06.08.20 - 16:13

    Teeklee schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Wie es scheint bist du voll auf dem Propagandazug der chinesischen
    > Regierung unterwegs.
    > Ich sage jetzt nicht, dass es unproblematisch ist, aber wenn die Leute
    > daran Glauben wollen, und es friedlich ausüben wollen, warum muss ich es
    > dann verbieten und mit Gewalt gegen die Leute vorgehen und diese
    > verfolgen?

    Falun Gong ist in China nicht verboten, weil sie einen Glauben praktizieren (das machen hunderte andere Religionen dort auch, sogar in Parks) , sondern weil die politisch aktiv sind. Die Religion ist nur der Vorwand, vergleichbar mit Scientology. In China ist Religionsfreiheit bei weitem nicht so breit angelegt, wie in Deutschland. Das ist aber bekannt. Wer das dann trotzdem macht, weiß was er tut.

    Mit Propaganda hat das eher nichts zu tun. Religion ohne politische Dimension ist und war in China nie ein Problem.

    Ich will das auch nicht gutheißen, aber andere Länder haben eben andere Gesetze. Auch in Deutschland ist die Religionsfreiheit nicht unendlich was auch nicht selten dazu führt, daß Gruppierungen verboten werden, auch wenn keine konkreten Gewaltdelikte vorlagen.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.20 16:25 durch isaccdr.

  3. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: isaccdr 06.08.20 - 17:41

    berritorre schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist natürlich mal eine geniale Auslegung. Wenn du kuscht und genau das
    > machst, wa die Diktatoren wollen, dann hast du fast nirgends ein Problem

    Nein, das ist keine Auslegung, sondern einfach das was einen Rechtsstaat ausmacht. Auch wenn es gerne anders dargestellt wird, gibt es dort Gesetze und keine Willkürherrschaft. Alles andere aus deinem Text erübrigt sich deshalb.

  4. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: berritorre 06.08.20 - 19:26

    Alles klar. China ist ein Vorbild an Menschenrechten, Freiheit und sowieso alles wie auf Wolken.

    Sorry, aber so brauchen wir nicht weiter diskutieren.

    In einem Rechtsstaat muss auch Kritik an diesem Rechtsstaat möglich sein und es muss Möglichkeiten geben, die Regeln zu ändern.

    Wenn wir danach gehen, waren viele Gräultaten in Diktaturen völlig legitim, weil es ging ja nach dem von den Diktatoren beschlossenen Gesetzen.

    Das finde ich schon ein seltsames Verständnis von Rechtsstaat. Und wenn das in China wirklich so gesehen wird, wie du das so beschreibst, dann ist es dort ja schlimmer als ich gedacht habe.

  5. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: Pantsu 06.08.20 - 19:47

    Gerade "shillen" alle für China, obwohl es viel schönere asiatische High-Performer-Staaten gibt, die zwar etwas konservativ sind, aber immer noch mehr Freiheiten garantieren.
    Was Propaganda angeht, ist sogar Nordkorea schöner und herzlicher, China ist für mich eine eiskalte Fabrik, die noch nichtmal kulturell etwas Interessantes zu bieten hat und Propaganda haben sie auch nicht drauf, weil sie die kalte kalifornische Cyber-Ästhetik kopieren. Naja, und die Sprache ist auch nicht so melodisch ... Ich bin einfach Besseres gewohnt, entweder die Wochenschau oder wenigstens ein lieblicher nordkoreanischer Gesang ...
    Also wovon lassen sich China-Fans so beeindrucken? Technik kann, wie gesagt, auch jeder andere "dort irgendwo in Asien".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.20 19:48 durch Pantsu.

  6. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: berritorre 06.08.20 - 19:55

    Äh, was?

  7. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: isaccdr 06.08.20 - 20:21

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles klar. China ist ein Vorbild an Menschenrechten, Freiheit und sowieso
    > alles wie auf Wolken.
    >
    > Sorry, aber so brauchen wir nicht weiter diskutieren.
    >
    > In einem Rechtsstaat muss auch Kritik an diesem Rechtsstaat möglich sein
    > und es muss Möglichkeiten geben, die Regeln zu ändern.
    >
    > Wenn wir danach gehen, waren viele Gräultaten in Diktaturen völlig legitim,
    > weil es ging ja nach dem von den Diktatoren beschlossenen Gesetzen.
    >
    > Das finde ich schon ein seltsames Verständnis von Rechtsstaat. Und wenn das
    > in China wirklich so gesehen wird, wie du das so beschreibst, dann ist es
    > dort ja schlimmer als ich gedacht habe.

    Was du schreibst, habe ich nie behauptet oder gesagt. Und du solltest vielleicht mal lesen, was die Definition eines Rechtsstaates ist. Aus Wikipedia:

    "Ein Rechtsstaat ist ein Staat, der einerseits allgemein verbindliches Recht schafft und andererseits seine eigenen Organe zur Ausübung der staatlichen Gewalt an das Recht bindet.

    Die verfassungsmäßige Bindung durch Recht und Gesetz legitimiert das Handeln einer Regierung, Gesetzgebung oder Verwaltung und schützt vor staatlicher Willkür."

    Genau das trifft auf den chinesischen Staat zu. Du hast wahrscheinlich eine eher moralische Interpretation dieses Begriffes im Kopf. Ein Rechtsstaat kann Demokratie kultivieren, ein Rechtsstaat setzt aber keine Demokratie voraus.

    Wie gesagt, die Gesetze sind halt eben andere und ja, nicht Demokratie kompatibel. Da ist gewiss nicht alles Tutti Frutti, aber das ist schon ein sehr großer Unterschied zu einer Willkürherrschaft wie in Nordkorea.
    Die Politiker in China sind an das chinesische Gesetz gebunden und ja, es gibt auch immer wieder mal den Fall das Spitzenpolitiker oder deren Kinder rechtmäßig verurteilt werden. Ein sehr krasser Fall war beispielsweise, gar nicht so lange her, das ein Sohn eines Spitzenpolitikers einen Passanten tot gefahren und anschließend geflüchtet ist. Der wurde dann halt rechtmäßig zum Tode verurteilt.

    Und wie kommst du darauf, dass Gesetze in China nicht änderbar sind? Weißt du überhaupt irgendwas über chinesisches Recht und die chinesische Justiz?

    Ich denke ich habe dir in meinen Texten keinen Anlass dazu gegeben anzunehmen, ich würde meinen es gibt in China die gleichen Freiheits- und Menschenrechte wie in Deutschland. Dieses Recht plumpe Gefasel mit der Diktatur die suggeriert, als würde es dort keine Gesetze geben, darauf kann ich ich halt nicht eingehen. Nur weil ich dieses sinnlose gebashe nicht befolge, brauchst du mir nicht mit Sätzen kommen wie "Sorry, aber so brauchen wir nicht weiter diskutieren", weil das zeigt einfach nur, dass du ein ziemlich plumpes Stammtisch-Bild über China hast und auch nicht bereit bist, dich auf eine Diskussion einzulassen, die daran rücken könnte. Nix für Ungut.

  8. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: ternot 07.08.20 - 10:37

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kawim schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lass mich raten, die Darstellerin ist Chinesin?
    >
    > Das hat gar nichts damit zu tun dass sie Chinesin ist sondern was sie
    > gesagt hat. Und zwar fand sie das vorgehen letztes Jahr von der Polizei von
    > HongKong richtig und gut. Lustig finde ich das nicht.


    Was mischt du dich in die Innenpolitik von China ein?

    Das ist die Sache von China allein.

  9. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: berritorre 07.08.20 - 20:45

    Ich habe China nie mit Nordkorea verglichen. Keine Ahnung wo du das hier nimmst. Dass es immer irgendein Beispiel gibt, das schlimmer ist, das ist sowieso klar.

    > Und wie kommst du darauf, dass Gesetze in China nicht änderbar sind?
    > Weißt du überhaupt irgendwas über chinesisches Recht und die chinesische Justiz?

    Wie soll eine Minderheit es schaffen Gesetze die sie unterdrücken zu ändern? Durch die freien Wahlen in China? Verstehst du was ich meine? Eine multikulturelle Gesellschaft wie die chinesische (alleine schon durch die Grösse des Landes gibt es eben eine Vielzahl an unterschiedlichen Kulturen), hat meiner Meinung nach eine besondere Verantwortung auch Minderheiten zu schützen und nicht die Aufgabe sie alle gleich zu machen. D.h. nicht, dass auch minderheiten sich an allgemeingültige Gesetze zu halten haben. Aber wenn Gesetze nur darauf ausgelegt sind, Minderheiten zu unterdrücken, dann läuft da was schief.

    Natürlich kann man nicht alles nach Minderheiten ausrichten. Muss man auch gar nicht. Solange man sie nicht unterdrückt wäre da schon viel geholfen. Und ich sehe nicht, warum man alle Chinesen gleich machen muss. Das ist sicher nicht notwendig. Nehmen wir halt mal das Beispiel der Uiguren. Es kann doch nicht sein, dass man Kinder von ihren Eltern trennt und Erwachsene Menschen in Umerziehungscamps sperrt? Kann mir nicht vorstellen, dass das alles Kriminelle und Terroristen sind. Und die Uiguren sind ja nicht die einzige Minderheit die sich entweder komplett an die von der Zentralregierung verordnete Leitkultur zu halten hat, oder halt interniert wird. Sorry, da finde ich es gar nicht so abwegig wenn einem Nazi-Parallelen in den Sinn kommen.

    Und nur weil hier gerade China angesprochen wird, heisst das nicht, dass man nicht auch an anderen Regierungen Kritik üben kann/muss. Auch im Westen ist nicht alles Gold was glänzt. Das sehen wir ja gerade auch in den USA. In Russland gibt es ebenso Tendenzen Andersdenkende/Anderslebende zu diskriminieren.

    Was mir an China besonders Angst macht (das gibt es in anderen Ländern auch, die Chinesen machen das aber "besonders gut") ist die all gegenwertige Überwachung und wie sie offensichtlich von den Chinesen hingenommen wird (oder hingenommen werden muss).
    Unter dem Deckmantel der Verbrechensbekämpfung kann man sowas ja ganz gut verkaufen. Und wenn ich mir so ansehe was da in China schon möglich ist, dann fällt mir die Kinnlade runter.
    Und dann viel Spass wenn du der Zentralregierung widersprichst oder nicht kuscht.

    Die Einstellung zum Staat mag in China eine andere sein. Aber auch die "richtigen" Chinesen werden irgendwann merken, dass es immer schwerer wird, wenn man eben nicht immer überall 100% in das vorgegebene Muster passt. Ich hoffe schwer, dass es nicht so kommen wird, aber es deutet alles daraufhin dass die Regierung die totale Kontrolle/Überwachung anstrebt.

    Die wissen auch, dass die Chinesen nicht alles ewig schlucken. Noch kann der wirtschaftliche Fortschritt und der Nationalstolz das überdecken. Aber irgendwann wollen alle Chinesen auch ihr rechtmässiges Stück vom Kuchen. Und da haben die Chinesen in der Vergangenheit schon gezeigt, dass ein Oberhaupt schnell weg ist, wenn das Volks das Gefühl hat, nicht richtig von ihm vertreten zu werden. Das versucht die Zentralregierung vorzubeugen. Und ich glaube, sie machen das recht clever.

  10. Re: Den Film würde ich mir nicht mal anschauen, wenn er gratis wäre.

    Autor: berritorre 07.08.20 - 20:50

    Hahahaha, das ist ja ein prima Argument.

    Wenn dein Nachbar seine Frau mal wieder verprügelt, dann sagst du auch: "Geht uns nix an, was da bei denen zu Hause passiert...".

    Ich denke schon, dass man hier Kritik üben darf und sollte, wenn man der Meinung ist, dass dort ein Unrecht geschieht. Das hat nichts mit Einmischung in die "Innenpolitik" Chinas zu tun.

    Sonst hätte man damals beim Holocaust auch sagen können: Was mischen sich die anderen in die deutsche Innenpolitik ein? Sorry, aber ich denke wir haben durchaus eine gewisse Verpflichtung auf Misstände hinzuweisen.

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