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Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

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  1. Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: Herr Unterfahren 30.10.20 - 09:28

    Am Ende hat Lady Gacker ein paar Cent mehr auf Konto, aber den Großteil der Kohle greift sich doch eh wieder nur die mafiöse Organisation formerly known as "Tonträgerindustrie" ab.

    Dann schau ich mich doch lieber im Merch- Store meiner Lieblingsband um. Dann weiß ich, daß wenigstens ein Teil des Geldes ankommt.

  2. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: unbuntu 30.10.20 - 10:02

    Ich versteh auch nicht, warum viele einzelne Werke nicht vorhanden sind und die Musiker nichts dagegen tun (können). Als Musiker hätte ich jedenfalls schon was dagegen, dass mein Rechteverwerter verhindert, dass Leute meine Musik hören können.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  3. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: miauwww 30.10.20 - 10:03

    Ist eben wie überall. Bequeme Konsumenten interessiert das, was Du kritisierst, meist einfach nicht. Ist etwa bei Büchern auch so: wenn man möchte, dass Autoren und kleine Verlage auch hinreichend was abbekommen, macht es einfach keinen Sinn, jeweilige Bücher bei Amazon und Co. zu kaufen.

  4. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: Hallonator 30.10.20 - 10:15

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist eben wie überall. Bequeme Konsumenten interessiert das, was Du
    > kritisierst, meist einfach nicht.
    Zumal man auch nicht sonderlich viel machen kann.

    Klar, man kann eine CD kaufen. Da kommt dann aber oft auch nur ca ein Euro beim Künstler an.

    Das mag mehr sein als bei Spotify, aber ich zahl für ne CD ja auch mehr als für nen Spotify-Monat

  5. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: miauwww 30.10.20 - 10:23

    Hallonator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > miauwww schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist eben wie überall. Bequeme Konsumenten interessiert das, was Du
    > > kritisierst, meist einfach nicht.
    > Zumal man auch nicht sonderlich viel machen kann.
    >
    > Klar, man kann eine CD kaufen. Da kommt dann aber oft auch nur ca ein Euro
    > beim Künstler an.
    >
    > Das mag mehr sein als bei Spotify, aber ich zahl für ne CD ja auch mehr als
    > für nen Spotify-Monat

    Ich finde so eine Lösung wie Bandcamp ganz gut. Die Musiker müssen da natürlich auch mitmachen wollen. Wie kleine Verlage eben ihre Bücher auch selber oder auf gemeinsamen Vertriebsplattformen anbieten müssen.

  6. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: Fex 30.10.20 - 10:41

    Das hat glaube auch alles etwas mit der GEMA zu tun. Habe mal einen Vortrag letztens gehört eines Labels, die davon erzählten, wie die gema versucht mehr Geld von Spotify zu berappen

  7. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: derdiedas 30.10.20 - 10:56

    Na eher das Gegenteil - wenn der Autor direkt ohne Verlag bei Amazon sein Buch vertreibt hat er wesentlich mehr davon als wenn ein geschissener Verlag seinen Anteil verringert.

    Zudem haben wir Buchpreisbindung - sprich ob im Bücherladen oder als eBook - der Preis bleibt gleich.

    Gruß DDD

  8. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: miauwww 30.10.20 - 11:12

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na eher das Gegenteil - wenn der Autor direkt ohne Verlag bei Amazon sein
    > Buch vertreibt hat er wesentlich mehr davon als wenn ein geschissener
    > Verlag seinen Anteil verringert.
    >
    > Zudem haben wir Buchpreisbindung - sprich ob im Bücherladen oder als eBook
    > - der Preis bleibt gleich.
    >
    > Gruß DDD

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: die Vorteile für einen Autor sind geradezu extrem, wenn er einen Verlag hat. Denn der zahlt nicht nur Honorar, er sorgt auch für Marketing, Lesungen, Rechteverkauf etc. pp. - Das Selfpublishing dagegen kostet einen Autor erstmal nur Geld und auf Amazon u. dergl. viel abzusetzen, ist für 95% der Autoren völlig utopisch.

    Und die Buchpreisbindung spielt hierbei überhaupt keine Rolle. Der Direktverkauf lohnt sich für Verlage enorm, weil sie nicht bis zu 50% der Verkaufspreises an den Handel abdrücken müssen.

    https://www.mairisch.de/2013/11/06/was-macht-eigentlich-ein-verlag-teil-7-finanzen/

    Und wenn der Verlag mehr Geld hat, kann er auch mehr für Autoren tun.

  9. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: Insomnia88 30.10.20 - 12:11

    Die Buchpreisbindung beschränkt sich auf das Medium. Das klang in deiner Antwort nämlich anders. Ein E-Book ist ein separates Medium und kein Vertriebskanal weshalb es einen anderen, oftmals günstigeren Preis, als gedruckte Bücher haben kann. Siehst du überall dort wo es E-books zu kaufen gibt. Gleiches gilt auch für Hörbücher.

  10. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: notuf 30.10.20 - 14:15

    oh da irrst du dich. das system bevorzugt bekannte "reiche" stars und benachteiligt unbekannte. Selbst wenn du lady gaga nicht hörst, sondern nur deine lokale unbekannte indie-band aus buxtehude, bekommt lady gaga dafür geld.

  11. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: bananensaft 30.10.20 - 14:44

    Ich denk mir immer wieder, vielleicht ist das auch einfach eine Klarstellung der Verhältnisse. Ich meine, unterm Strich kann jeder Honk Musik machen. Es braucht weder viel Equiment dazu, noch allzu besondere Fähigkeiten. Gute Musik zu machen, die Millionen von Leute hören wollen, dass ist der Trick. Und das können dann nur Wenige, die sind dafür aber auch reich.
    Selbst wenn Du gut singen kannst, ist das kein Garant für irgendwas, das können Tausenden Menschen weltweit auch. Womit der Wert von Musik per se einfach sinkt. Also warum sollten die damit reich werden oder auch nur davon leben können. Und wenn man von der eigenen Musik nicht leben kann, ist man vielleicht einfach nicht gut genug um aus der Masse herauszustechen und sollte arbeiten gehen. Oder man macht es wie Lady Gaga, die eigentlich eine klassische Musikausbildung hat, und erfindet sich neu. WEnn man das nicht kann oder will. Tja, dann nun.

    Ich behaupte die meisten, erfolgreichen, Musiker/innen sind vornehmlich Geschäftsleute und dann Sänger. Nimm Madonna, die Frau kann eigentlich nicht singen, da gibt/gab es sehr viel Bessere (z.B. Carey oder Houston). Aber sie hat Hirn und hat offenkundig immer aufs richtige Produzenten Pferd gesetzt.

    Und ich glaube der Erfolg der Streamingdienste bildet das teilweise ab. Den Leuten ist die Musik nicht mehr wert, als die 100-150¤ pro Jahr.

  12. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: lestard 30.10.20 - 14:59

    Wenn man nur die Konsumentenbrille auf hat mag das stimmen. Aber wenn man wirklich auch seine Lieblingskünstler aktiv unterstützen möchte (auf dass sie auch nächstes Jahr wieder neue Musik rausbringen können), dann muss man wohl auch hin und wieder etwas von denen Kaufen. Da macht der Unterschied zwischen Spotify und einer verkauften CD/Schallplatte einen großen Unterschied.
    Seit ich eigenes Geld verdiene mache ich das zumindest so. Einer der Künstler hatte das auch mal in einem Interview erklärt. Er verdient mehr als die Hälfte seiner Einnahmen durch ein paar hundert Leute, die die Platten kaufen. Streaming ist nur ein Zubrot aber ohne die Käufer gäbe es keine neuen Alben. Das dürfte für fast alle Künstler gelten, die nicht in den großen Playlists auftauchen und wirklich wirklich viele Streams haben. Und das gilt ganz besonders in Pandemie-Zeiten, wo auch die Live-Einnahmen wegfallen.
    Also wenn man auch in Zukunft noch Musik von seinen Lieblingskünstlern hören will, sollte man hin und wieder auch mal entweder CD/Schallplatte oder Merch kaufen.

  13. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: psyemi 30.10.20 - 15:29

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man nur die Konsumentenbrille auf hat mag das stimmen. Aber wenn man
    > wirklich auch seine Lieblingskünstler aktiv unterstützen möchte (auf dass
    > sie auch nächstes Jahr wieder neue Musik rausbringen können), dann muss man
    > wohl auch hin und wieder etwas von denen Kaufen. Da macht der Unterschied
    > zwischen Spotify und einer verkauften CD/Schallplatte einen großen
    > Unterschied.
    > Seit ich eigenes Geld verdiene mache ich das zumindest so. Einer der
    > Künstler hatte das auch mal in einem Interview erklärt. Er verdient mehr
    > als die Hälfte seiner Einnahmen durch ein paar hundert Leute, die die
    > Platten kaufen. Streaming ist nur ein Zubrot aber ohne die Käufer gäbe es
    > keine neuen Alben. Das dürfte für fast alle Künstler gelten, die nicht in
    > den großen Playlists auftauchen und wirklich wirklich viele Streams haben.
    > Und das gilt ganz besonders in Pandemie-Zeiten, wo auch die Live-Einnahmen
    > wegfallen.
    > Also wenn man auch in Zukunft noch Musik von seinen Lieblingskünstlern
    > hören will, sollte man hin und wieder auch mal entweder CD/Schallplatte
    > oder Merch kaufen.

    Hab es immer schon so gesehen: Die Künstler sollen Geld über Touren, Konzerte verdienen.. Das reicht eigentlich.
    Der Rest ist eigentlich nur zubrot.
    Klar in der Momentanen Situation ist das schwer aber sobald es wieder auf Normal zurück geht.

  14. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: notuf 30.10.20 - 15:47

    du vergisst aber ein paar wichtige faktoren:
    - die richtigen leute kennen, die sich pushen
    - geld für werbung ausgeben (wie auch immer diese werbung aussieht)

    wie bei fast allen (super)reichen gilt auch im music business: reicher wird wer bereits reich war in 99% der fälle.

  15. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: Hallonator 30.10.20 - 15:56

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit ich eigenes Geld verdiene mache ich das zumindest so. Einer der
    > Künstler hatte das auch mal in einem Interview erklärt. Er verdient mehr
    > als die Hälfte seiner Einnahmen durch ein paar hundert Leute, die die
    > Platten kaufen.

    Und das soll stimmen?

    Von "Ein paar Hundert verkauften CDs" dürfte bei ihm ein Betrag ankommen, von dem ein Mensch nicht leben kann.

    Davon abgesehen ist der Verkauf von CDs ein schlechtes Geschäftsmodell. Wer hat schon überhaupt noch eine Stereo-Anlage?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.10.20 16:03 durch Hallonator.

  16. Re: Wenn denn bei den Musikern auch mehr ankäme

    Autor: lestard 30.10.20 - 19:37

    Sorry, ich habs falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht alle Einnahmen sondern die Einnahmen, die direkt aus der Musik kommen, also Streaming, Downloads und eben verkaufte physische Tonträger. Die Aussage im Interview (ich finds leider grade nicht mehr) war sinngemäß, dass Streaming ja gut und schön ist aber damit trotzdem nicht soviel Geld reinkommt, wie durch den Verkauf von CDs und Schallplatten. Alleine von Streaming kann er nicht leben. Und das nächste Album wird von den Platten-Käufern finanziert.
    Live-Auftritte kommen natürlich noch dazu als Einnahmequellen.

    Ich bin aber auch kein Musiker und kanns nur aus zweiter Hand wiedergeben. Ich lass mich gerne korrigieren.

    Hallonator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Davon abgesehen ist der Verkauf von CDs ein schlechtes Geschäftsmodell. Wer
    > hat schon überhaupt noch eine Stereo-Anlage?

    Also ich persönlich würde auch keine CD mehr kaufen sondern wenn dann nur Schallplatten. Laut dem besagten Interview verdient man mit Vinyl auch etwas mehr als mit CD. Wenn man dann noch sein eigenes Label macht, bleibt auch mehr hängen.
    Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass mittlerweile auch mehr Vinyl als CD verkauft werden, wobei das wohl ganz stark auch an den sinkenden CD-Verkaufszahlen liegt und nicht nur an den steigenden Zahlen bei Vinyl.

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