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Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

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  1. Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: ebivan 03.04.19 - 16:10

    Ich nutze zum spielen noch immer den genannen i5 4690k, getaktet auf 5GHz auf allen 4 Kernen mit einer GTX 1060 6GB.
    Bisher läuft eig alles in FullHD problemlos auf Ultra. Sollte nun ausgerechnet ein Aufbauspiel das Ende der Quadcoreära bedeuten? Bisher war ja Takt immernoch wichtiger als die Anzahl der Kerne, ist das jetzt wohl vorbei?

    Naja, werde mir dann im Herbst einen 12 Kern Zen2 gönnen...

  2. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: superdachs 03.04.19 - 18:24

    Ist es nicht da nur Spiele mit einer Mechanik die massives paraleles Rechnen ohne oft nötige Synchronisation abkönnen von vielen Kernen profitieren. Das dürften, selbst bei Aufbau und Strategiespielen, nur wenige sein.
    Viele Threads lohnen sich nur wenn sie hinreichend lange genügend Ressourcen binden können ohne auf den Austausch mit anderen Threads angewiesen zu sein.
    Die synchronisierung von Threads ist nämlich derart teuer dass es sich in den aller meisten Fällen nicht lohnt Dinge parallel zu berechnen.
    Ich denke auch bei Anno wird das über kurz oder lang wieder entschärft werden wenn die merken dass es im Normalfall schneller geht Dinge einfach nacheinander auszurechnen.

  3. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: recluce 03.04.19 - 20:46

    ebivan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich nutze zum spielen noch immer den genannen i5 4690k, getaktet auf 5GHz
    > auf allen 4 Kernen mit einer GTX 1060 6GB.
    > Bisher läuft eig alles in FullHD problemlos auf Ultra. Sollte nun
    > ausgerechnet ein Aufbauspiel das Ende der Quadcoreära bedeuten? Bisher war
    > ja Takt immernoch wichtiger als die Anzahl der Kerne, ist das jetzt wohl
    > vorbei?
    >
    > Naja, werde mir dann im Herbst einen 12 Kern Zen2 gönnen...

    Der Trend zur besseren Nutzung von mehr Kernen ist bei Spielen ja nicht mehr neu. Irgendein Spiel muß ja damit anfangen, mehr als vier Kerne für maximale Leistung vorzugeben. Warum kein Aufbau-Spiel?

  4. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: heikom36 03.04.19 - 21:19

    Bisher war ja Takt immernoch wichtiger als die Anzahl der Kerne, ist das jetzt wohl vorbei?
    ---
    Kann man pauschal nicht sagen.
    Bei Software, wo viel Rechenzeit für eine Aufgabe nötig ist, ist der Takt wichtiger. Müssen viele Aufgaben parallel abgearbeitet werden, dann bietet es sich an auf mehr Kerne zu setzen anstelle ständig Rechenoperationen unterbrechen zu müssen.

  5. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: -Jake- 04.04.19 - 00:03

    Warum ausgerechnet? Aufbauspiele waren schon immer recht CPU lastig und insbesondere Anno skaliert gut über mehrere Kerne. Es wurde als PC exklusiver Titel auf in der Regel auch gut optimiert. Selbst Intel bietet ja inziwschen 8 Kerne auf der standard Desktop Platform, daher finde ich das eigentlich nicht überraschend...

  6. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: superdachs 04.04.19 - 07:58

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bisher war ja Takt immernoch wichtiger als die Anzahl der Kerne, ist das
    > jetzt wohl vorbei?
    > ---
    > Kann man pauschal nicht sagen.
    > Bei Software, wo viel Rechenzeit für eine Aufgabe nötig ist, ist der Takt
    > wichtiger. Müssen viele Aufgaben parallel abgearbeitet werden, dann bietet
    > es sich an auf mehr Kerne zu setzen anstelle ständig Rechenoperationen
    > unterbrechen zu müssen.
    Das ist im Prinzip falsch. Dort wo keine sinnvoll parallelisierbaren Aufgaben abgearbeitet werden müssen ist ein schneller Kern deutlich im Vorteil. Dort wo man sinnvoll parallelisieren kann sind viele Kerne im Vorteil. Das ist jedoch nicht prinzipiell der Fall. Die Aufgaben müssen auch hinreichend lange dauern um den Verwaltungsaufwand den parallelisierung prinzipbedingt mitbringt aufzuwiegen. Mich wundert das bei Anno schon recht stark dass das irgendwas bringen soll. Jetzt kennt man freilich den Quelltext nicht und kann daher nur mutmaßen. Auf der anderen Seite sind 8 Threads nun nicht wirklich viel. Das bieten i7 seit über 10 Jahren.

  7. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: Gucky 04.04.19 - 08:33

    Quadcore ohne Multithreading ist das Problem. Man merkt schon seit ein paar Jahren, dass Multithreading bei älteren CPUs einen deutlichen FPS bringen kann, ein i7-2600k läuft weitaus besser als ein i5-2500k.

  8. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: yumiko 04.04.19 - 11:07

    ebivan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich nutze zum spielen noch immer den genannen i5 4690k, getaktet auf 5GHz
    > auf allen 4 Kernen mit einer GTX 1060 6GB.
    > Bisher läuft eig alles in FullHD problemlos auf Ultra. Sollte nun
    > ausgerechnet ein Aufbauspiel das Ende der Quadcoreära bedeuten? Bisher war
    > ja Takt immernoch wichtiger als die Anzahl der Kerne, ist das jetzt wohl
    > vorbei?
    >
    > Naja, werde mir dann im Herbst einen 12 Kern Zen2 gönnen...
    Also mit DirectX12 sind Kerne durchaus wichtig (das kann sich auf 4 statt einen verteilen).
    Dem Windows und größeren Hintergrundprogrammen sollte man noch 1-2 Kerne etwas lassen.
    Dann kommt es darauf an, auf wie viele Kerne das Spiel sich verteilen kann.

    Mein alter 6-Kerner war teilweise über 90% ausgelastet bei Full-Power (jetzt mal BDO + Quake Champions, TS, Browser).
    Jetzt verteilt sich bei gleichem Szenario das auf Ryzens 16 Kerne und der säuselt bei so 1,5 GHz vor sich hin.
    Das widerlegt die übliche Intel-Fanboy-Annahme, das Singlecore Performance immer wichtiger ist als mehr Kerne. Daher haben Rechenzentren auch nur einen Prozesser mit einem Kern, gell?

  9. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: heikom36 04.04.19 - 11:24

    OK... beim Schreiben habe ich auch als überlegt, wo der Vorteil bei einem Aufbauspiel steht. Wollte da erst die Figuren nennen, die dann parallel zum Spiel die Umgebung auflockern. Aber das hat man ja mittlerweile auch in jedem anderen Spiel. Daher habe ich auch Software und nicht Spiel geschrieben. Ich stelle mir nämlich die gleiche Frage warum ausgerechnet bei diesem Genre. :-D

  10. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: nachgefragt 04.04.19 - 12:34

    Hast du einen der Tests gespielt wirklich praktische Probleme festgestellt?
    In den Alpha- und Betatests hatte mein 4690K und eine GTX 980 kein Problem mit dem Spiel.
    (bzw. nicht mehr als Leute mit 12 Kernen)

    Nicht sicher ob man da nicht schon mit einen 4670K (pre Devils Canyon) einen Unterschied merken würde. Wundern würds mich nicht.

  11. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: superdachs 04.04.19 - 12:47

    yumiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ebivan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich nutze zum spielen noch immer den genannen i5 4690k, getaktet auf
    > 5GHz
    > > auf allen 4 Kernen mit einer GTX 1060 6GB.
    > > Bisher läuft eig alles in FullHD problemlos auf Ultra. Sollte nun
    > > ausgerechnet ein Aufbauspiel das Ende der Quadcoreära bedeuten? Bisher
    > war
    > > ja Takt immernoch wichtiger als die Anzahl der Kerne, ist das jetzt wohl
    > > vorbei?
    > >
    > > Naja, werde mir dann im Herbst einen 12 Kern Zen2 gönnen...
    > Also mit DirectX12 sind Kerne durchaus wichtig (das kann sich auf 4 statt
    > einen verteilen).
    > Dem Windows und größeren Hintergrundprogrammen sollte man noch 1-2 Kerne
    > etwas lassen.
    > Dann kommt es darauf an, auf wie viele Kerne das Spiel sich verteilen
    > kann.
    >
    > Mein alter 6-Kerner war teilweise über 90% ausgelastet bei Full-Power
    > (jetzt mal BDO + Quake Champions, TS, Browser).
    > Jetzt verteilt sich bei gleichem Szenario das auf Ryzens 16 Kerne und der
    > säuselt bei so 1,5 GHz vor sich hin.
    > Das widerlegt die übliche Intel-Fanboy-Annahme, das Singlecore Performance
    > immer wichtiger ist als mehr Kerne. Daher haben Rechenzentren auch nur
    > einen Prozesser mit einem Kern, gell?

    Auch für dich noch mal eine kleine Erklärung zu parallelem Rechnen und warum _viele_ Kerne nur in Ausnahmesituationen ein Gewinn gegenüber wenigen leistungsstarken sind.
    Paralleles rechnen bringt einen entscheidenden Nachteil mit sich. Das was man parallelisiert muss man nämlich nicht nur zur Laufzeit verwalten sondern auch wieder zusammenführen. Diese Dinge sind ausgesprochen teuer und kosten viel Performance. Hat man also viele kleine Aufgaben die eventuell sogar parallel berechenbar wären ist das in Summe dennoch langsamer als diese kleinen Aufgaben auf einem Kern hintereinander auszuführen. Hat man parallelisierbare Aufgaben die für sich selbst schon sehr lange laufen können ohne synchronisiert werden zu müssen, dann lohnt es sich diese auch wirklich zu parallelisieren.
    Sicher ist es heute sinnvoll mehr als einen Kern zu haben. Ich denke mit vier bis sechs Kernen, gern auch mit zwei Threads pro Kern, fährt man momentan im Alltag am besten wenn diese Kerne hinreichend schnell sind. Ein Drölfzig-Core Ryzen wird dir in Alltagsanwendungen keinerlei Vorteile bringen da das was dort vielleicht auf vier Kernen mit 20% Auslastung/Kern getan wird auf einem Kern mit 80% Auslastung durchaus schneller sein kann. Vor allem hast du von einem unausgelasteten Prozessor ja auch nix, genauso wenig wie von leerem Ram.
    Spiele eignen sich, aufgrund der Tatsache dass hier oft synchronisiert werden muss, schlicht sehr schlecht für paralleles Rechnen. Das liegt in der Natur der Sache und nicht in der Unfähigkeit der Programmierer. Sehr viele Kerne lohnen sich bei ganz speziellen Anwendungen oder wenn sehr viele, unabhängige, Prozesse laufen müssen die nicht beendet werden (Dienste).

    Beispiel aus der Praxis. Ich benutze zwei Rechner. Einen i7 7700HQ mit 4C/8T und 16GB RAM sowie ein älteres 2x6C/12T=12C/24T Dual-Xeon System mit 96GB RAM. Beide Systeme können bei der richtigen Anwendung ihre Vorteile ausspielen. Der i7 hat eine signifikant höhere Singlecore Leistung und ist in den meisten Alltagsdingen deutlich schneller. Das Xeon-System nutze ich hingegen für "Multimedia-Kram", also Fotoentwicklung, Videoediting und Musikkram sowie zum Entwickeln mit größeren Docker-Stacks wo auch wieder viele unabhängige Dienste laufen. Zusätzlich betreibe ich dafür mehrere kleinere SSD an verschiedenen Controllern um den IO-Flaschenhals einzudämmen. Beim spielen (selbst bei X4 was schon ziemlich stark parallelisiert ist für ein Spiel) versagt der Xeon gegenüber dem i7. Einfach weil die einzelnen Aufgaben zu klein sind als dass es sich lohnen würde sie parallel zu berechnen. Bei der Fotobearbeitung oder bei der Entwicklung ist das Xeonsystem hingegen deutlich performanter.

    Kurzum. Viele, nur wenig ausgelastete Kerne sind nicht unbedingt insgesamt schneller als wenige stark ausgelastete. Ein Setup mit mehr als vier Kernen lohnt sich nur in Ausnahmefällen.

  12. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: yumiko 04.04.19 - 16:49

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch für dich noch mal eine kleine Erklärung zu parallelem Rechnen und
    > warum _viele_ Kerne nur in Ausnahmesituationen ein Gewinn gegenüber wenigen
    > leistungsstarken sind.
    > Paralleles rechnen bringt einen entscheidenden Nachteil mit sich. Das was
    > man parallelisiert muss man nämlich nicht nur zur Laufzeit verwalten
    > sondern auch wieder zusammenführen. Diese Dinge sind ausgesprochen teuer
    > und kosten viel Performance. Hat man also viele kleine Aufgaben die
    > eventuell sogar parallel berechenbar wären ist das in Summe dennoch
    > langsamer als diese kleinen Aufgaben auf einem Kern hintereinander
    > auszuführen. Hat man parallelisierbare Aufgaben die für sich selbst schon
    > sehr lange laufen können ohne synchronisiert werden zu müssen, dann lohnt
    > es sich diese auch wirklich zu parallelisieren.
    > Sicher ist es heute sinnvoll mehr als einen Kern zu haben. Ich denke mit
    > vier bis sechs Kernen, gern auch mit zwei Threads pro Kern, fährt man
    > momentan im Alltag am besten wenn diese Kerne hinreichend schnell sind. Ein
    > Drölfzig-Core Ryzen wird dir in Alltagsanwendungen keinerlei Vorteile
    > bringen da das was dort vielleicht auf vier Kernen mit 20% Auslastung/Kern
    > getan wird auf einem Kern mit 80% Auslastung durchaus schneller sein kann.
    > Vor allem hast du von einem unausgelasteten Prozessor ja auch nix, genauso
    > wenig wie von leerem Ram.
    > Spiele eignen sich, aufgrund der Tatsache dass hier oft synchronisiert
    > werden muss, schlicht sehr schlecht für paralleles Rechnen. Das liegt in
    > der Natur der Sache und nicht in der Unfähigkeit der Programmierer. Sehr
    > viele Kerne lohnen sich bei ganz speziellen Anwendungen oder wenn sehr
    > viele, unabhängige, Prozesse laufen müssen die nicht beendet werden
    > (Dienste).
    >
    > Beispiel aus der Praxis. Ich benutze zwei Rechner. Einen i7 7700HQ mit
    > 4C/8T und 16GB RAM sowie ein älteres 2x6C/12T=12C/24T Dual-Xeon System mit
    > 96GB RAM. Beide Systeme können bei der richtigen Anwendung ihre Vorteile
    > ausspielen. Der i7 hat eine signifikant höhere Singlecore Leistung und ist
    > in den meisten Alltagsdingen deutlich schneller. Das Xeon-System nutze ich
    > hingegen für "Multimedia-Kram", also Fotoentwicklung, Videoediting und
    > Musikkram sowie zum Entwickeln mit größeren Docker-Stacks wo auch wieder
    > viele unabhängige Dienste laufen. Zusätzlich betreibe ich dafür mehrere
    > kleinere SSD an verschiedenen Controllern um den IO-Flaschenhals
    > einzudämmen. Beim spielen (selbst bei X4 was schon ziemlich stark
    > parallelisiert ist für ein Spiel) versagt der Xeon gegenüber dem i7.
    > Einfach weil die einzelnen Aufgaben zu klein sind als dass es sich lohnen
    > würde sie parallel zu berechnen. Bei der Fotobearbeitung oder bei der
    > Entwicklung ist das Xeonsystem hingegen deutlich performanter.
    >
    > Kurzum. Viele, nur wenig ausgelastete Kerne sind nicht unbedingt insgesamt
    > schneller als wenige stark ausgelastete. Ein Setup mit mehr als vier Kernen
    > lohnt sich nur in Ausnahmefällen.
    Die Ausnahmesituation besteht, wenn man ein modernes System mit vielen Prozessen betreibt.
    Wo gibts das nur? Vielleicht bei einem Linux/Windowsrechner mit mehreren aktiven Programmen? Jepp!

    Mehrere Programme/Spiele/Betriebssystem laufen alleine schon gut nebenher, weil sie nichts miteinander zu tun haben.
    Wenn man nur EINE Anwendung betrachtet, wo die Threads mehr oder weniger untereinander verwoben werden hast du natürlich recht. Man kann natürlich mehrere Computer haben wo jeweils nur ein Programm läuft und da tolle Intel 1-Kerner Celererons drunter haben.
    ODER einen Computer mit vielen Kernen. Wo du also mehrere Rechner hast, wollen andere lieber einen (alleine schon günstiger für die Umwelt und Softwarelizenzen). Und das der Xeon bei Spielen "versagt" - ich denke das haben die Ryzen oder Threadripper Käufer geahnt.
    Die HT (aktuell bei Intel) beschleunigen eher den Taskwechsel, als das sie Kerne zur Verfügung stellen. Wenn mit HT an der Rechner schneller wird, dann doch erst recht mit mehreren echten Kernen bzw. SMT.

  13. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: heikom36 04.04.19 - 17:53

    Mehrere Programme/Spiele/Betriebssystem laufen alleine schon gut nebenher, weil sie nichts miteinander zu tun haben.
    ---
    Öhmmm.... im PKW kann ich auch den Italiener, Spanier und Syrer mitnehmen, die alle nichts miteinander zu tun haben aber alle benötigen die Leistung des einen Motors.

    Auch EINE Anwendung kann unbegrenzt viele Tasks haben.
    Die EINE Anwendung ist noch nichtssagend. Was die Anwendung macht ist eher interessant.
    Das angesprochene Spiel ist ja auch nur EINE Anwendung wenn man es genau nimmt.
    HT kann gar nicht mehr Kerne bereitstellen - mal so nebenbei.
    HT steht für Intels Hyper-Threading Technologie. EIN Kern kann dann mehrere Tasks effizienter bearbeiten.

  14. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: superdachs 05.04.19 - 12:58

    yumiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > superdachs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auch für dich noch mal eine kleine Erklärung zu parallelem Rechnen und
    > > warum _viele_ Kerne nur in Ausnahmesituationen ein Gewinn gegenüber
    > wenigen
    > > leistungsstarken sind.
    > > Paralleles rechnen bringt einen entscheidenden Nachteil mit sich. Das
    > was
    > > man parallelisiert muss man nämlich nicht nur zur Laufzeit verwalten
    > > sondern auch wieder zusammenführen. Diese Dinge sind ausgesprochen teuer
    > > und kosten viel Performance. Hat man also viele kleine Aufgaben die
    > > eventuell sogar parallel berechenbar wären ist das in Summe dennoch
    > > langsamer als diese kleinen Aufgaben auf einem Kern hintereinander
    > > auszuführen. Hat man parallelisierbare Aufgaben die für sich selbst
    > schon
    > > sehr lange laufen können ohne synchronisiert werden zu müssen, dann
    > lohnt
    > > es sich diese auch wirklich zu parallelisieren.
    > > Sicher ist es heute sinnvoll mehr als einen Kern zu haben. Ich denke mit
    > > vier bis sechs Kernen, gern auch mit zwei Threads pro Kern, fährt man
    > > momentan im Alltag am besten wenn diese Kerne hinreichend schnell sind.
    > Ein
    > > Drölfzig-Core Ryzen wird dir in Alltagsanwendungen keinerlei Vorteile
    > > bringen da das was dort vielleicht auf vier Kernen mit 20%
    > Auslastung/Kern
    > > getan wird auf einem Kern mit 80% Auslastung durchaus schneller sein
    > kann.
    > > Vor allem hast du von einem unausgelasteten Prozessor ja auch nix,
    > genauso
    > > wenig wie von leerem Ram.
    > > Spiele eignen sich, aufgrund der Tatsache dass hier oft synchronisiert
    > > werden muss, schlicht sehr schlecht für paralleles Rechnen. Das liegt in
    > > der Natur der Sache und nicht in der Unfähigkeit der Programmierer. Sehr
    > > viele Kerne lohnen sich bei ganz speziellen Anwendungen oder wenn sehr
    > > viele, unabhängige, Prozesse laufen müssen die nicht beendet werden
    > > (Dienste).
    > >
    > > Beispiel aus der Praxis. Ich benutze zwei Rechner. Einen i7 7700HQ mit
    > > 4C/8T und 16GB RAM sowie ein älteres 2x6C/12T=12C/24T Dual-Xeon System
    > mit
    > > 96GB RAM. Beide Systeme können bei der richtigen Anwendung ihre Vorteile
    > > ausspielen. Der i7 hat eine signifikant höhere Singlecore Leistung und
    > ist
    > > in den meisten Alltagsdingen deutlich schneller. Das Xeon-System nutze
    > ich
    > > hingegen für "Multimedia-Kram", also Fotoentwicklung, Videoediting und
    > > Musikkram sowie zum Entwickeln mit größeren Docker-Stacks wo auch wieder
    > > viele unabhängige Dienste laufen. Zusätzlich betreibe ich dafür mehrere
    > > kleinere SSD an verschiedenen Controllern um den IO-Flaschenhals
    > > einzudämmen. Beim spielen (selbst bei X4 was schon ziemlich stark
    > > parallelisiert ist für ein Spiel) versagt der Xeon gegenüber dem i7.
    > > Einfach weil die einzelnen Aufgaben zu klein sind als dass es sich
    > lohnen
    > > würde sie parallel zu berechnen. Bei der Fotobearbeitung oder bei der
    > > Entwicklung ist das Xeonsystem hingegen deutlich performanter.
    > >
    > > Kurzum. Viele, nur wenig ausgelastete Kerne sind nicht unbedingt
    > insgesamt
    > > schneller als wenige stark ausgelastete. Ein Setup mit mehr als vier
    > Kernen
    > > lohnt sich nur in Ausnahmefällen.
    > Die Ausnahmesituation besteht, wenn man ein modernes System mit vielen
    > Prozessen betreibt.
    > Wo gibts das nur? Vielleicht bei einem Linux/Windowsrechner mit mehreren
    > aktiven Programmen? Jepp!
    >
    > Mehrere Programme/Spiele/Betriebssystem laufen alleine schon gut nebenher,
    > weil sie nichts miteinander zu tun haben.
    Du spielst mehrere Spiele gleichzeitig?
    > Wenn man nur EINE Anwendung betrachtet, wo die Threads mehr oder weniger
    > untereinander verwoben werden hast du natürlich recht. Man kann natürlich
    > mehrere Computer haben wo jeweils nur ein Programm läuft und da tolle Intel
    > 1-Kerner Celererons drunter haben.
    > ODER einen Computer mit vielen Kernen. Wo du also mehrere Rechner hast,
    > wollen andere lieber einen (alleine schon günstiger für die Umwelt und
    > Softwarelizenzen). Und das der Xeon bei Spielen "versagt" - ich denke das
    > haben die Ryzen oder Threadripper Käufer geahnt.
    > Die HT (aktuell bei Intel) beschleunigen eher den Taskwechsel, als das sie
    > Kerne zur Verfügung stellen. Wenn mit HT an der Rechner schneller wird,
    > dann doch erst recht mit mehreren echten Kernen bzw. SMT.

    Wir reden nicht von 1-Core Celerons sondern von 4C/8T vs 8C/16T zum Beispiel. Und ja, dort beschleunigen viele Kerne nichts da die einzelnen Prozesse die Kerne, im Ottonormalbetrieb, nicht auslasten.
    10 Kerne mit 10% Auslastung sind nicht schneller als 5 kerne mit 20% Auslastung oder 1 Kern mit 100% Auslastung. Sie sind sogar eher langsamer da auch dort, natürlich, das Betriebssystem einen erhöhten Verwaltungsaufwand hat. Eine Beschleunigung erfährt man wenn man anfängt Kerne auslasten zu können. Das schaffen Datenbankanwendungen zum Beispiel.
    Mit popligen 16GB Ram wird man da aber dann selbst mit einem Dicker-Pimmel-Ryzen nichts mehr reißen da die Prozesse dann irgendwann recht schnell in der Swaphölle schmoren.

    Dass ein Xeon (wie auch die großen Ryzen) in Spielen nichts reißen können liegt schlicht am Takt und der Effizienz der einzelnen Kerne. Das ist auch nix schlimmes. Was ich nur witzig finde ist dass sich Leute riesen Ryzen-Prozessoren in den Computer schrauben deren drölfzig Kerne die meiste Zeit nur sinnlos rumwarten und am Ende langsamer unterwegs sind als Leute mit einem schnellen i5 oder i7.

    HT bedeutet natürlich nicht mehr _echte Kerne_. Aus Programmsicht hingegen schon. Dass ein echter Kern und ein HT Pseudo-Kern insgesamt natürlich auch langsamer sind als zwei echte Kerne steht völlig außer Frage. Das ist bei AMDs SMT-Implementierung übrigens nicht anders, sie ist also keineswegs irgendwie schneller oder besser als Intels Hyper Threading.

  15. Re: Ausgerechnet bei Anno stößt mein 5GHz i5 nun an seine Grenzen?

    Autor: heikom36 05.04.19 - 15:44

    Ergänzung:

    Das schaffen Datenbankanwendungen zum Beispiel.

    Das schaffen _sehr große und komplexe_ Datenbanken.
    Meine Datenbankanwendungen, die ich programmiere, brauchen das nicht. Das sind mal persönlich zugeschnittene Anwendungen für die Rechnung oder so, bei einem überschaubaren Kundenstamm.

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