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Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

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  1. Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: derdiedas 11.01.17 - 08:59

    Dazu hatten wir 10 identische virtuelle Häuser gebaut (100l Aquarien die mit Styropor ausgekleidet wurden und mit 5 Ziegelsteinen als "Nachbau" der Wände die Wärme speichern und 10 identische Wärmequellen.)

    Dann haben wir per software messen lassen wie viel Energie benötigt wird um den Innenraum konstant bei 22°C zu halten. Einmal hat 24*7 22° und einmal 14h 22° und 10h 19°.

    Das interessante - die Nachtabsenkung hat mehr verbraucht. Ob die Ursache in dem Wärmespeicher lag oder durch die Änderung der relativen Luftfeuchtigkeit die Wasser in den Wärmespeicher überträgt, da kältere Luft weniger Wasser halten kann oder doch schlichtweg ein Fehler im Messaufbau - wir haben das nicht mehr rausbekommen.

    Gruß ddd
    P.S: Ich habe schon immer die Nachtabsenkung deaktiviert, und kann zu meinem Nachbarn der das identische Haus hat (Ist ein Doppelhaus) keinerlei signifikante Unterschiede finden.

  2. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: Slartie 11.01.17 - 12:57

    Ihr habt also etwas gemessen, was auf den ersten Blick den Gesetzen der Thermodynamik aber mal sowas von offensichtlich widerspricht, und habt es dann dabei belassen statt den Grund (oder wahrscheinlicher: euren Fehler im Testaufbau) zu ermitteln?

    Was ist das für ne Uni, an der das als "wissenschaftliche Arbeit" durchgeht???

  3. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: Peter Brülls 11.01.17 - 13:44

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu hatten wir 10 identische virtuelle Häuser gebaut (100l Aquarien die
    > mit Styropor ausgekleidet wurden und mit 5 Ziegelsteinen als "Nachbau" der
    > Wände die Wärme speichern und 10 identische Wärmequellen.)

    Und eine Spinne kann das 10fache ihres Gewicht tragen, ein Mensch schafft daher mindestens eine Tonne.

  4. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: TechBen 11.01.17 - 13:49

    Ähnliche Ergebnisse hatte ich für elektr. Warmwasserspeicher/Untertisch einmal recherchiert. Ich wollte es mit einer Funksteckdose nur bei Bedraf einschalten, um den Energiebedarf zu senken.

    Wird das Gerät via Funksteckdose vom Strom genommen, kühlt das bevorratete Wasser langsam ab. Schaltet man es kurz vor Warmwasserbedarf ein, ist der Stromverbrauch zum Aufheizen höher, als wenn das Gerät "durchläuft" und die Temperatur nur halten muss.
    Das galt, solange man das Gerät täglich nutzt.
    Bei längeren "Auszeiten" dreht sich das Ergebnis irgendwann.

  5. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: FattyPatty 11.01.17 - 14:02

    Das ist auch logisch. Die benötigte Energie, um Wasser zu erwärmen, ist immer gleich. Bereits warmes Wasser warm zu halten, braucht natürlich weit weniger Energie, als kaltes Wasser auf Zieltemperatur zu bringen.

    Weiterhin sind Wärmeverluste erstmal keine bzw gewollt, denn man will ja nicht isoliert die Heizkörper erwärmen, sondern mittels derer die Möbel und Wände, damit diese wiederum die Luft länger auf Temperaturen halten.

    Der Nachtabsenker verbraucht zwar die gleiche Energie für das aufheizen des Kessels, er verbraucht aber deutlich mehr für das erwärmen der immer wieder erkaltenden Wände und Möbel.

    Die reagieren nämlich träger als Wasser.

    Ausschalten spart natürlich immer erstmal Geld. Aus ist aus. Aber heizen kostet eben immer das gleiche ubd wird deutlich teurer, wenn man jeden morgen die Bude um 5 Grad erwärmt, anstatt einfach generell die Wärmeverluste auszugleichen. Die sind selbst in einer zugigen ungedämmten Bude geringer, als die Auskühlung durch Absenkung.

  6. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: Slartie 11.01.17 - 16:00

    Das ist überhaupt nicht logisch. Die Wärmeenergie, die pro Zeiteinheit übertragen wird, ist um so höher, je höher die Temperaturdifferenz ist. Halte ich die Differenz konstant auf sagen wir 60 Grad, verliert mein Wasser ständig Energiemenge X. Das muss ich mindestens laufend reinpumpen, sonst sinkt die Temperatur. Lasse ich sie einfach sinken, habe ich nur ganz am Anfang einen Verlust von X - sobald die Temperatur etwas gesunken ist, habe ich einen Verlust von Y, das nach den Regeln der Thermodynamik kleiner als X ist.

    Will ich später wieder auf eine Temperaturdifferenz von 60 Grad (ich nehme jetzt an, die Raumtemperatur ist immer gleich, also ist bei gleicher Differenz auch die Wassertemperatur gleich), muss ich eine Energiemenge Z reinpumpen, die immer kleiner ist als das über die Zeit aufsummierte X, das zum Halten notwendig gewesen wäre - Wasser zu erwärmen ist keine Magie, die auf mysteriöse Weise mehr Energie bräuchte als das Halten der Temperatur, sondern einfach nur das Ergebnis davon, dass mehr Energie reingepumpt wird als durch die Wärmeübertragung an den Raum verloren geht. Das Absenken der Temperatur spart mir also Energie, weil in der Zeit der abgesenkten Temperatur weniger verloren geht.

    Wenn irgendetwas anderes beim Experiment herauskommt, habe ich einen Fehler in meinem Versuchsaufbau. Typische Fehler, die gern bei Experimenten dieser Art gemacht werden:
    - Außentemperaturen sind nicht konstant
    - Die Zeit, über die der Energieverbrauch gemessen wird, ist nicht identisch. Gern wird zu einem Zeitpunkt T begonnen, bis zu einem Zeitpunkt T1 gewartet und dann die Ursprungstemperatur wiederhergestellt. Da diese im einen Versuchsaufbau (der mit dauerhafter Heizung) konstant ist, ist dort sofort das Experiment beendet und die Energiemenge wird notiert. Beim anderen Aufbau (der mit Absenkung) lässt man noch die Zeit verstreichen, bis die Ursprungstemperatur wiederhergestellt ist, und notiert dann die Energiemenge. Die kann dann natürlich größer sein, denn während der Aufheizphase findet der Wärmeverlust natürlich weiterhin statt, und wenn ich den Verlust über diese Zeit beim ersten Aufbau ignoriere, ist es kein Wunder, dass der scheinbar "energiesparender" ist.
    - Die Heizung ist unter hoher Last deutlich weniger effizient als unter niedriger Last (das ist btw auch der einzig mögliche, valide Grund dafür, dass Nachtabsenkung in einem individuellen Wohnungs-Heizungs-Szenario mehr Energie brauchen könnte als das Durchheizen)

  7. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: maze_1980 11.01.17 - 22:58

    Die Aufheizphase nach der Absenkung: Die Thermostate werden voll aufgedreht und die Heizkörper geben währen der Aufheizphase mehr Energie ab. Die Luft im Raum ist während dieser Phase wärmer als sonst, und daher sind die Wärmeverluste des Raumes während der Aufheizphase grösser als bei einem Raum mit konstanter Temperatur.
    Es ist nicht nur das Wasser.

  8. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: Technik Schaf 12.01.17 - 01:45

    maze_1980 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Aufheizphase nach der Absenkung: Die Thermostate werden voll aufgedreht
    > und die Heizkörper geben währen der Aufheizphase mehr Energie ab. Die Luft
    > im Raum ist während dieser Phase wärmer als sonst, und daher sind die
    > Wärmeverluste des Raumes während der Aufheizphase grösser als bei einem
    > Raum mit konstanter Temperatur.
    > Es ist nicht nur das Wasser.
    Ähhhh wäre die Luft im Raum wärmer als sonst wäre doch die aufheizphase schon beendet für das Thermostat

  9. Re: Haben in den 90ern den Sinn von Nachtabsenkungen in der Uni untersucht

    Autor: maze_1980 12.01.17 - 07:13

    Die warme Luft steigt nach oben, sammelt sich an der Decke, und dann wird sie an der gegenüberliegenden Wand heruntergedrückt bevor sie irgendwann zum Thermostat kommt.
    Sonst würde es im Raum nie richtig warm.

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