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  5. › Tado im Test: Heizkörperthermostate…

ineffizientes Heizen

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  1. ineffizientes Heizen

    Autor: AssKickA 10.01.17 - 12:24

    genau das ist das Problem, was "smart home" verursacht anstatt es zu beseitigen. Ich habe schon vor einigen Jahren meine Heizkörper auf Max! Thermostate mit LAN Cube umgestellt, bin jedoch zur traditionellen Heizung (sprich manuelle Steuerung am Thermostat) zurück gegangen.

    Das Problem ist nämlich, dass wenn man tagsüber während der Abwesenheitszeit die Temperatur absenkt kühlen die Wände auch aus. Wenn man dann später wenn man nach Hause kommt die Temperatur wieder erhöht wird überdurchschnittlich Heizkosten produziert weil auch die Wände wieder erwärmt werden müssen und zwar in dem Maße dass es mehr Energie benötigt als vorher gespart wurde.

    Das macht daher nur Sinn wenn man mehrere Tage abwesend ist anderenfalls ist es höchstens "smart" für den Energieversorger .....

  2. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: ObjectID 10.01.17 - 12:44

    Ich habe das vor ein paar Jahren auch getestet und jeden Tag den Gaszählerstand notiert. Nach einem zweiwöchigen Urlaub im Winter habe ich exakt genau dieses Phänomen gehabt und die gesparten Heizkosten innerhalb von einem Tag wieder rausgehauen. Damals hatte ich die gesamte Wohnung "nur" mit 17 °C beheizt.

    Daher +1

  3. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: smirg0l 10.01.17 - 12:45

    Deswegen regelt man nicht komplett herunter, sondern nur auf so 16/17 Grad. Das macht bereits einen enormen Unterschied im Verbrauch, benötigt aber kaum Zeit um den Raum wieder auf seine 20/21 Grad zu bringen.

  4. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: smirg0l 10.01.17 - 12:46

    ObjectID schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe das vor ein paar Jahren auch getestet und jeden Tag den
    > Gaszählerstand notiert. Nach einem zweiwöchigen Urlaub im Winter habe ich
    > exakt genau dieses Phänomen gehabt und die gesparten Heizkosten innerhalb
    > von einem Tag wieder rausgehauen. Damals hatte ich die gesamte Wohnung
    > "nur" mit 17 °C beheizt.
    >
    > Daher +1

    Oh okay, das widerspricht meiner Theorie - gemessen habe ich es tatsächlich bislang nie. Werde ich dann wohl mal machen...

  5. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: emdotjay 10.01.17 - 13:10

    Ich bin mir sicher Sie kennen das Wärmeübetragungsmodell.
    Abgegebene Wärme ist proportional zu der Temperaturdifferenz.

    Eine warme Wand die nicht beheizt wird verliert am Anfang genausoviel Wärme
    wie eine Wand die beheizt wird.
    Danach sinkt der Wäremeverlust weil auch die Wand abkühlt.

    Wenn Sie die abgekühlte Wand jetzt wieder beheizen, dann steigt auch der Wärmeverlust wieder und sie müssen die natürlich die und er Wand gespeicherte Wärme auch ersetzen.

    Aber die akkumulierte Energie die Sie verbraucht haben ist geringer als bei der stetig beheizten Wand.

    Allerdings und das ist mir gerade beim schreiben eingefallen, der Wirkungsgrad ihrer Heizung kann bei höherer Last geringer sein, das würde erklären wieso Sie einen höheren Verbrauch gemessen haben.

    Letztendlich zählt was in der Geldbörse bleibt. ;)

  6. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: tomacco 10.01.17 - 13:15

    Auch der Verlust an Komfort sollte nicht vernachlässigt werden. Wenn ich tagsüber meine Wohnung mit meinen Thermostaten auf 17 Grad abkühlen lasse, brauche ich abends fast 3 Stunden, bis nicht nur die Luft wieder warm ist, sondern auch die Tischplatte etc. nicht mehr kalt abstrahlen. Das ist äußerst unangenehm. Seit dem regle ich auf ca. 20 Grad runter und abends dann auf 23 oder so. Darunter ist es in meiner, leider schlecht isolierten Wohnung, echt kalt vom Gefühl her.

  7. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: Sebbi 10.01.17 - 13:20

    ObjectID schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe das vor ein paar Jahren auch getestet und jeden Tag den
    > Gaszählerstand notiert. Nach einem zweiwöchigen Urlaub im Winter habe ich
    > exakt genau dieses Phänomen gehabt und die gesparten Heizkosten innerhalb
    > von einem Tag wieder rausgehauen. Damals hatte ich die gesamte Wohnung
    > "nur" mit 17 °C beheizt.
    >
    > Daher +1

    Ich habe auch gemessen. Wenn wir die Gastherme über nacht durchlaufen lassen, dann ist sie insgesamt länger an (konstante Gasmenge pro Zeit) als bei einer Abschaltung und dann folgendem Wiederaufheizen am Morgen (ca. 45 Minuten Brenndauer).

    Ich habe auch damit experimentiert wenn man nachts nur die Vorlauftemperaturschwelle ein wenig absenkt. Bringt auch etwas, aber wir haben ja nichts davon, dass es nachts ein wenig wärmer in allen Räumen ist ;-)

    Ich denke es hängt stark von der Isolierung ab wie man am effektivsten bei Abwesenheit heizen sollte.

  8. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: kaymvoit 10.01.17 - 13:23

    Wie wurde das gemessen? Gasuhr? In einem anderen Thread wurde gesagt, dass zumindest die Verdunster wohl nicht linear reagieren und deswegen einen höheren Verbrauch anzeigen können, als tatsächlich vom Energieträger entnommen wurde.

    Rein physikalisch hat der Poster unten recht: Wärme geht über die Außenwände nach draußen und zerfällt nicht einfach. Sobald die kälter sind, geht weniger Energie verloren. Kann höchstens sein, dass der Keller überproportional geheizt wird oder zuviel aus dem Schornstein entfleucht.

  9. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: Sicaine 10.01.17 - 13:39

    Vorausgesetzt du heitzt die Wohnung sofort/schnell auf. Hab das nie gemacht, hab einfach einen Pullover angezogen bis es wieder ohne ging.

    Mein Problem ist eher Schimmel: Die Waende kuehlen aus, Wasser kondensiert.

  10. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: Eheran 10.01.17 - 15:01

    Er spricht vom Gaszählerstand. Also die Zähluhr wie bei Strom oder Wasser. Das ist ausreichend genau.

  11. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: tobster 10.01.17 - 17:14

    Dagegen hilft Lüften

  12. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: FlorianP 10.01.17 - 20:08

    Kann das nicht bestätigen.

    Natürlich sollte man nicht zu rapide Schwankungen zulassen. Aber zwischen wohlfühltemperatur (bei mir ca. 20/21 grad) und auskühlen (ich regelmrunter auf 19") liegen Welten.

    Zudem habe ich meine Heizungsateueung mit aussenthermometern versehen und einem lichtsensor ergänzt. Wir habe große gut isolierte Fensterflächen und wenn die Sonne mit ausreichender Intensität rum kommt reguliere ich in den Fensterräumen im Vorfeld nochmal für 1/2-1 stunde ein 1/2-1 Grad tiefer, das gleicht die Sonne dann kurz danach aus. Ne Stunde später reguliere ich zurück.

    Aber eine wirklich sparende Lösung kostet viel viel erprobungszeit. Überhaupt vergleichbare Verhältnisse zu bekommen (Außentemperatur, Windverhältnisse, Luftfeuchtigkeit, Raumnutzung) ist nicht einfach. All das spielt mit. Aber ich bin mittlerweile recht weit und wenn ich meine Messungen von früher mit heute vergleiche, so spare ich auf dem Zähler zw. 5-10%, ergo 35-70¤/Jahr. Das ist nicht die Welt und wenn ich Arbeitszeit (etliche Wochenenden), Technik (ca. 400¤) und Betriebskosten (Strom für Raspberry, 1x/Jahr Batterien für die Thermostate) mit einrechne wird sich das erst nach einigen Jahren. Aber es macht ein gutes Gefühl und das basteln hat ebenfalls Spaß gemacht.

    Also Wayne.

  13. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: plutoniumsulfat 10.01.17 - 20:10

    Gerade im Winter ein klasse Tipp, damit die Wohnung nicht auskühlt.

  14. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: as (Golem.de) 10.01.17 - 20:24

    Hallo,

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade im Winter ein klasse Tipp, damit die Wohnung nicht auskühlt.

    Stoßlüften hat wenig Auswirkungen, da das Inventar und das Mauerwerk davon kaum beeinflusst wird. Und ohne Lüften geht es einfach nicht:

    https://www.mieterbund.de/index.php?id=443

    Das sind sogar recht harte Tipps... Und als Allergiker hat man damit erst recht Spaß.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Andreas Sebayang (Hardware-Redakteur/Golem.de)

    Dominar Rygel XVI im Golem-Discord (https://discord.gg/AAMGkrA)

    Nicht mehr unterwegs! ;)
    https://www.instagram.com/aroundthebluemarble/
    https://twitter.com/AndreasSebayang

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  15. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: plutoniumsulfat 10.01.17 - 20:44

    Das kann man aber schlecht, während man tagsüber gar nicht zuhause ist ;)

    Edit: Gut, das halten einer Temperatur ist natürlich besser ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.17 20:47 durch plutoniumsulfat.

  16. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: monosurround 10.01.17 - 22:25

    Meine Steuerung hält die Bude auf 18°C wenn ich nicht da bin. Da kühlt auch nichts aus und im ersten Jahr war die Anlage so gut wie amortisiert. Natürlich recht kostengünstig DIY via FHEM, Anwesenheitserkennung und eQ3 MAX.

    Bin auch ganz bei Florian was das "Basteln" und den damit verbundenen Spaß angeht... Komfort würde ich noch ergänzen wollen. ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.17 22:29 durch monosurround.

  17. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: tearcatcher 11.01.17 - 02:03

    monosurround schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Steuerung hält die Bude auf 18°C wenn ich nicht da bin. [...]
    > Natürlich recht kostengünstig DIY via FHEM, Anwesenheitserkennung und eQ3
    > MAX.

    hallo!

    mal ne Frage: mit welcher Plattform benutzt du FHEM? ... also wodrauf läuft FHEM?

  18. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: M.P. 11.01.17 - 07:30

    Trotzdem ist die Argumentation einleuchtend: Während die Innentemperatur des Hauses geringer ist, geht weniger Wärme nach Außen verloren.

    Nun stellt sich die Frage, warum trotz der Absenkungsphasen mehr Energie verbraucht wird.

    Da fällt mir nur ein, daß ggfs die Heizung für den hohen Energiebedarf beim Aufheizen in einen ineffizienteren Modus fällt, und dadurch z. B. die Brennwerttechnik nicht zum Tragen kommt.

    Bei Häusern, die nach aktuellem Stand gedämmt sind, sollte aber sowieso z. B. eine Nachtabsenkung wenig bringen. Ein Passivhaus wird über Nacht kaum auskühlen...

    Eventuell kann man den Energiebedarf bei einem schlechter gedämmten Haus mit Brennwertkessel beim Aufwachen aus der Nachtabsenkung verringern, wenn man die Aufheizphase etwas verlängert, und den Kessel dafür in einem optimalen Betriebspunkt fährt, und nicht bei "Vollgas"....

  19. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: x-beliebig 11.01.17 - 08:08

    z.B. könnten es Verluste beim Konvektionstransport der Wärme sein. Wenn die Wände abgekühlt sind und diese dann wieder aufgeheizt werden müssen, muss die Wärmeenergie ja irgendwie da rein transportiert werden. Da moderne Häuser gut bis sehr gut gedämmt und Luftdicht sind, dürfte der Transmissionswärmeverlust der Außenwände wahrscheinlich schon so gring sein, dass diese Effekte bei oszillierender Temperatur beide beobachtbar sind.

  20. Re: ineffizientes Heizen

    Autor: M.P. 11.01.17 - 08:09

    Es gibt inzwischen Zwangslüfter mit Wärmerückgewinnung.
    Da gibt die feuchte warme nach außen geführte Luft 95 % der Wärmemenge in einem Wärmetauscher an die zugeführte Außenluft ab.

    So etwas will ich eventuell im Schlafzimmer einbauen (ggfs. lassen...).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.17 08:55 durch sfe (Golem.de).

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