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Genderinnen und Gender

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  1. Genderinnen und Gender

    Autor: gumnade 15.07.20 - 08:37

    Warum schlägt hier jetzt auch diese Gender-Mode durch, aber natürlich nur für positv und neutral konnotierte Begriffe, aber nicht für die Extremistinnen und Terroristinnen, die das aus den Gamerinnen rekrutiert werden?
    Manche Autorinnen und Autorierende haben wohl mal für die taz geschriebinnen.

    Sic transit gloria mundi

  2. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: trinkhorn 15.07.20 - 08:47

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum schlägt hier jetzt auch diese Gender-Mode durch, aber natürlich nur
    > für positv und neutral konnotierte Begriffe, aber nicht für die
    > Extremistinnen und Terroristinnen, die das aus den Gamerinnen rekrutiert
    > werden?
    > Manche Autorinnen und Autorierende haben wohl mal für die taz
    > geschriebinnen.

    AAAAlsooo...
    erstmal aus dem Header des Artikels:
    > Von Kai Biermann/Zeit Online
    Das könnte schon ein bisschen erklären, woher das "hier jetzt" kommt.
    An sich sehe ich das ebenso kritisch wie du, während ich normalerweise gegenderte Sprache in Berichten gut finde, und auch vermehrt drauf achte es selbst anzuwenden, wenn angemessen.
    Mein Problem mit deiner Aussage ist nur... man hat sofern ich keine Beispiele im Artikel übersehe entweder "Terroristen" (oder andere negativ konnotierte Begriffe) in Zitaten eingebaut, oder an Beispiele geknüpft.
    > "[...] von Terroristen und anderen Kriminellen missbraucht zu werden", heißt es in seiner Analyse.
    Im Zitat gendert man natürlich nicht.
    > Natürlich gibt es Beispiele dafür, dass Terroristen Gamesplattformen für ihre Zwecke genutzt haben
    Ich kenne spontan weder konkrete Beispiele von Terroristen die diese Plattformen genutzt haben, noch von Terroristinnen, aber es ist möglich, dass die den Autoren bekannten Beispiele alle auf männliche Terroristen zurückzuführen sind.
    Oder es geht eben konkret um
    > das Vorurteil vom Gamer als antisozialem Nerd
    der eben laut vorurteil männlich ist in seiner negativsten Form.

    Zusammengefasst:
    Soweit ich das beim überfliegen sehe (gut möglich das ich etwas übersehe) berufen sich die nicht gegenderten Teile immer auf Zitate oder reale Fälle, während die gegenderten eben die gesamte Gamerschaft (tolles Wort) bezeichnet, und sich nicht auf Kerchove beziehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.20 08:48 durch trinkhorn.

  3. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: Dysan 15.07.20 - 08:59

    Gut erkannt - darum geht es in dem Artikel!

  4. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: aha47 15.07.20 - 09:18

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Manche Autorinnen und Autorierende haben wohl mal für die taz
    > geschriebinnen.

    Meine Güte, bist du peinlich. Wie, merktst du nicht? Dachte ich mir.

  5. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: Panzrom 15.07.20 - 09:45

    Gamerinnen? Wusste gar nicht dass es das Wort gibt. Gamer ist ja eigentlich geschlechtsneutral.
    Naja immer noch besser als Gamer*innen...

  6. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: Pflechtfild 15.07.20 - 09:48

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum schlägt hier jetzt auch diese Gender-Mode durch, aber natürlich nur
    > für positv und neutral konnotierte Begriffe, aber nicht für die
    > Extremistinnen und Terroristinnen, die das aus den Gamerinnen rekrutiert
    > werden?
    > Manche Autorinnen und Autorierende haben wohl mal für die taz
    > geschriebinnen.

    Manche Autorende bitte...

  7. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: n0x30n 15.07.20 - 09:55

    Insbesondere weil Gamer auch noch ein englischer Begriff ist, der maskulin und feminin zugleich ist. Hier besteht erst recht keine Notwendigkeit diesen Quatsch einzuführen.

  8. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: divStar 15.07.20 - 09:55

    Aber geschlechtsneutral reicht nicht. Deswegen der Innen-Unfug. Und ja - meist nur im neutralen oder positiven Sinn, bei negativem Kontext bleibt das generische Maskulinum - da hat man wohl offensichtlich kein Problem mit.

  9. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: Haze95 15.07.20 - 09:57

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum schlägt hier jetzt auch diese Gender-Mode durch, aber natürlich nur
    > für positv und neutral konnotierte Begriffe, aber nicht für die
    > Extremistinnen und Terroristinnen, die das aus den Gamerinnen rekrutiert
    > werden?
    > Manche Autorinnen und Autorierende haben wohl mal für die taz
    > geschriebinnen.

    An anderen Stellen kommt das auch vor.

    Ich lese desöfteren die WAZ und dort steht dann gerne:

    "Unfallfahrer flüchtet nach Unfall" oder ähnliches.
    Gerne steht auch der Passus dabei, die Polizei sucht nach Zeuginnen und Zeugen, die den Verursacher gesehen haben.

    Jedoch ist meist nicht klar, ob es jetzt eindeutig ein männlicher Täter war oder mal wieder nicht durchgängig gegendert ist.

    Straftaten sollen ja auch von weiblichen als genderneutralen Personen durchgeführt werden.

  10. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: blubberlutsch 15.07.20 - 10:00

    aha47 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Güte, bist du peinlich. Wie, merktst du nicht? Dachte ich mir.
    peinlich ist eher, diese Sprache durchzudrücken obwohl die Mehrheit sie ablehnt

  11. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: unbuntu 15.07.20 - 10:08

    Nicht zu vergessen, dass bei den Männern auch unsinnige Wortteile stehen dürfen. Siehe Kolleg*innen. Alle Männer sind demnach "Kolleg" und keine "Kollegen". Stört natürlich niemanden bei den Feminisitininnen. ;)

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  12. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: mnementh 15.07.20 - 10:11

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum schlägt hier jetzt auch diese Gender-Mode durch, aber natürlich nur
    > für positv und neutral konnotierte Begriffe, aber nicht für die
    > Extremistinnen und Terroristinnen, die das aus den Gamerinnen rekrutiert
    > werden?
    Wieso, gibts doch auch bei den negativen Begriffen:
    "rechten Extremistinnen und Extremisten"
    Lies nochmal sorgfältig.

  13. "maskulin und feminin zugleich"

    Autor: demon driver 15.07.20 - 10:13

    n0x30n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Insbesondere weil Gamer auch noch ein englischer Begriff ist, der maskulin
    > und feminin zugleich ist. Hier besteht erst recht keine Notwendigkeit
    > diesen Quatsch einzuführen.

    Was auch immer man von "diesem Quatsch" halten möchte (mehr als über den Gegenstand sagt eine solche Äußerung ja gerne mal über den Sprecher aus), die Begründung ist von der Linguistik her schlicht falsch. Sobald ein solches Wort im Deutschen verwendet wird, verliert es seine Unbestimmtheit, denn das Deutsche kennt die geschlechtlich unbestimmte Form eines Substantivs und des bestimmten Artikels "the" nicht. Deswegen heißt es "der" Gamer, bei dem unkenntlich bleibt, ob in einem konkreten Verwendungsfall die weiblichen mitgemeint sind. Und deswegen heißt es "die" Gamerin.

    Ferner gibt es mit aktuell rund 180.000 Fundstellen bei Google tatsächlich keine Notwendigkeit, die Form "einzuführen" – "eingeführt" ist sie längst, und zwar erfolgreich. Live with it, wie dazu im Englischen gesagt würde.

  14. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: demon driver 15.07.20 - 10:19

    blubberlutsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aha47 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Meine Güte, bist du peinlich. Wie, merktst du nicht? Dachte ich mir.
    > peinlich ist eher, diese Sprache durchzudrücken obwohl die Mehrheit sie
    > ablehnt

    Du weißt nicht, wie Sprache entsteht. Sprache wird weder "durchgedrückt", noch durch Mehrheitsentscheid beschlossen. Sprache bestimmt sich selbst, und zwar ganz einfach in der praktischen Verwendung von Wörtern und Formen durch reale Sprachnutzer. Und wenn dabei bestimmte, neue Wörter und Formen hinreichend oft verwendet werden, dann gehören sie irgendwann zur Sprache. Fertig aus.

  15. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: The Insaint 15.07.20 - 10:24

    Unter welchem Stein lebst du denn ... ?
    Dieses vertrottelte "gendern" wird jedem praktisch auf's Auge gedrückt. Und das in einem Land, welches eine eigene Sprache selber eh schon nicht mehr versteht.

  16. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: mnementh 15.07.20 - 10:26

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > blubberlutsch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > aha47 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Meine Güte, bist du peinlich. Wie, merktst du nicht? Dachte ich mir.
    > > peinlich ist eher, diese Sprache durchzudrücken obwohl die Mehrheit sie
    > > ablehnt
    >
    > Du weißt nicht, wie Sprache entsteht. Sprache wird weder "durchgedrückt",
    > noch durch Mehrheitsentscheid beschlossen. Sprache bestimmt sich selbst,
    > und zwar ganz einfach in der praktischen Verwendung von Wörtern und Formen
    > durch reale Sprachnutzer. Und wenn dabei bestimmte, neue Wörter und Formen
    > hinreichend oft verwendet werden, dann gehören sie irgendwann zur Sprache.
    > Fertig aus.
    Natürliche Sprache ist sogar noch flexibler. Man kann on the fly Wörter verformen und Wortspiele erfinden. Das ist alles funktionierende Kommunikation, so lange klar ist was gemeint war.

    Auf der anderen Seite muss man damit leben, dass wenn man die Sprache so biegt es immer Leute gibt die einen auf das "korrekte" Teutonisch hinweisen. Ich habe auch dazu gehört. Ich habe früher natürliche Sprache als ähnlich zu Computersprachen begriffen, also mit definierter Syntax und Semantik. Oder das zumindest als Ideal gesehen. Inzwischen sehe ich, dass natürliche Sprachen mächtiger sind.

  17. Re: "maskulin und feminin zugleich"

    Autor: BlindSeer 15.07.20 - 10:30

    Wobei man den Unterschied zwischen Genus und Sexus nicht vergessen sollte, wenn man in die Linguistik geht. Männliche Formen sind unmarkiert und können für beide Geschlechter gelten, weibliche Formen sind markeirt und eindeutig nur weiblich. Somit ist das Maskulinum sogar schwächer als die weibliche Form.

  18. Re: "maskulin und feminin zugleich"

    Autor: The Insaint 15.07.20 - 10:33

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deswegen heißt es "der" Gamer, bei dem unkenntlich bleibt, ob in einem konkreten
    > Verwendungsfall die weiblichen mitgemeint sind. Und deswegen heißt es "die"
    > Gamerin.

    Abgesehen davon, daß es keine "Gamerin" gibt (dieses Wort existiert im englischen nicht), so machst du hier den gleichen Fehler wie die meisten auch: Du verwechselst den Genus mit dem Sexus.
    Oder noch schlimmer: Du machst absichtlich ein Neutrum zu etwas geschlechtlichem.
    Mit ein wenig mitdenken kommt man aber drauf, daß "gamer" in der deutschen Sprache "Spieler" heißt. Und das Wort "Spieler" ist ein Neutrum, welches auf männliche wie weibliche Personen angewendet wird (wie der Großteil aller Wörter im deutschen Sprachraum) . Es ist daher absolut falsch, hier den Sexus verwenden zu wollen. Was die Mehrheit der idioten, die keine Ahnung von ihrer Sprache haben, aber leider tun.
    Wenn die lernresistenten eben nicht lernresistent gewesen wären, dann müßten wir uns nicht mit diesen abartigen Schwachsinn herumschlagen.

  19. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: The Insaint 15.07.20 - 10:43

    Haze95 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Unfallfahrer flüchtet nach Unfall" oder ähnliches.
    > Gerne steht auch der Passus dabei, die Polizei sucht nach Zeuginnen und
    > Zeugen, die den Verursacher gesehen haben.
    >
    > Jedoch ist meist nicht klar, ob es jetzt eindeutig ein männlicher Täter war
    > oder mal wieder nicht durchgängig gegendert ist.

    Daran sieht man, wie schwachsinnig das alles ist.


    > Straftaten sollen ja auch von weiblichen als genderneutralen Personen
    > durchgeführt werden.

    Der Witz an der Sache ist ja der: "Unfallfahrer" oder "Verursacher" IST genderneutral, weil es eben Personen _beider_ Geschlechter bezeichnet. Kapieren aber mittlerweile die wenigsten mehr, weil alle glauben, ein Artikel eines Wortes ist der Sexus desselben. Tatsächlich ist es für die meisten Worte aber der Genus. Und der hat eben mit dem Geschlecht genau Null zu tun.

  20. Re: Genderinnen und Gender

    Autor: demon driver 15.07.20 - 10:48

    The Insaint schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unter welchem Stein lebst du denn ... ?
    > Dieses vertrottelte "gendern" wird jedem praktisch auf's Auge gedrückt. Und
    > das in einem Land, welches eine eigene Sprache selber eh schon nicht mehr
    > versteht.

    Wie gesagt, das ist die praktische Verwendung von Sprache durch Sprachnutzende. Wörter verschwinden, andere kommen dazu. Formen verschwinden, andere kommen dazu. Es gibt nur selten und wenige Ausnahmen von dieser "natürlichen" Sprachveränderung, etwa durch "Rechtschreibreformen". Und natürlich muss einem nicht immer gefallen, in welche Richtung sich Sprache entwickelt. Nur aufhalten kann man Sprachveränderung sicher nicht. Und wenn hinreichend viele Sprachnutzende eine Sprache, die bislang oft unsichtbar gewesene Geschlechter sichtbarer zu machen versucht, für eine gute Idee halten und entsprechende Formen nutzen, dann ist es halt so. Es mag, wer das nicht tut, darüber klagen, ändern wird sich dadurch nichts.

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