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  5. › THEC64: C64-Nachbau in Originalgröße…

Gibts dafür noch ein Markt?

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  1. Gibts dafür noch ein Markt?

    Autor: McWiesel 25.06.19 - 22:55

    Wenn man mal wieder Retro-Gefühle hat, sind die (guten) Spiele sind meist schon irgendwo im Browser spielbar, den Rest spielt man in einem Emu, dessen Konfiguration heute auch keine Nerd-Aufgabe mehr ist.
    Aber nach spätestens einer Stunde ist dann doch vorbei damit, die Faszination wie als Kind/Jugendlicher kommt doch einfach nicht mehr auf. Ich würde mich da nach gut 30 Jahren Gaming-Karriere als "abgestumpft" bezeichnen. Im Vergleich zu heutigen Spielen merkt man dann doch, dass es vorne und hinten überall fehlt, um richtig Spaß zu haben. Oder wer vergräbt sich heute noch in ein Text-Adventure oder in ein Autorennen mit hellblauem Himmel, grüner Begrenzung und grauer Straße? Stets ohne Savegames & Co ?

    Und ich glaube durch das Erlernen von BASIC-Programmierung (was wohl so mancher der heute 30-40jährigen gemacht hat) schafft man sich in heutigen Entwicklungsumgebungen auch keine Vorteile mehr, da hat in Bezug zu heutigen Programmiersprachen einfach nichts mehr mit nichts zu tun...

    Also schlussendlich.. was will man damit für das Geld? Nur noch ne Kiste mehr irgendwo im Schrank, auch wenn sie Nostalgiegefühle weckt (die leider nicht bleiben).

  2. Re: Gibts dafür noch ein Markt?

    Autor: qim 26.06.19 - 07:59

    Ja, den Markt gibt es. Klar gibt es auch die Situation, wie du sie beschreibst, aber aktuell erscheinen monatlich mehrere Spiele für C64 & Co., teilweise in aufwändigen Verpackungen und mit einigen Goodies wie Postern, o.ä. Die Preise sind ähnlich wie bei PC & Konsole, aber es gibt sie fast immer auch als Downloadversion, um sie am Emulator oder mit entsprechender Hardware direkt am C64 zu spielen.

    Was BASIC angeht, muss ich dir ebenfalls widersprechen: Die Faszination ist immer noch ungebrochen - auch bei Kindern. Um Grundkenntnisse der Programmierung zu lernen, reicht das völlig aus. Man muss eben nicht erstmal 5 Stunden die IDE erklären, sondern kann gleich loslegen. Und es ist dann total egal, ob BASIC V2, Python oder C++: Wenn sich das erste Mal ein Zeichen über den Bildschirm bewegt, weil man das selbst programmiert hat, freut man sich wie Bolle. ;) Und IDEs kann man für die komfortable Programmierung in BASIC oder Assembler auch bekommen, google mal C64Studio oder CBMprgStudio. ;)

    Ich selbst hab im letzten Jahr 2 Spiele geschrieben. Eins davon, "Maze of Death", ist ein relativ simples Spiel, geschrieben in BASIC. Bei einem Wettbewerb hab ich den 268. Platz gemacht, von ca. 4500 Einträgen. Neben all den Windows/Linux/OSX-Titeln gar nicht mal so schlecht. Und mehrere Leute haben das sogar bei Twitch oder auf Youtube gestreamed. Es wurde sogar "gecracked" und mit Trainer versehen und in der "Szene" (Die es auch noch gibt) veröffentlicht. Nie war ich stolzer. :D

    Aktuell lerne ich wieder Assembler, bzw. nutze einen Cross Compiler, um kleinere Spiele zu schreiben. Hat das einen Sinn? Nein, aber für mich ist das wie Puzzlen. Wie kann ich aus der kleinen Kiste möglichst viel rausholen? Das ist echt spannend - und entspannend im Vergleich zum täglichen Arbeitsstreß.

  3. Re: Gibts dafür noch ein Markt?

    Autor: nicoledos 26.06.19 - 08:51

    Man kann wunderbar mit den alten spielen noch sehr viel Spass haben. Klar sind diese nicht so ausgereift. Dort, wo es drauf ankommt wie den Rätseln oder Spielmechanik sind diese manchem aktuellen Game weiterhin überlegen.

    Sicher ist programmieren auf einer solchen Kiste anders als auf einem modernen Rechner mit aktueller Arbeitsumgebung, die einem ständig an der Hand hält unterstützt von dicken Frameworks. Aber man lernt bewusst mit Ressourcen umzugehen und die kreativ die begrenzen Mittel einzusetzen und Dinge zu ermöglichen für, die Hardware nicht gedacht war.

  4. Re: Gibts dafür noch ein Markt?

    Autor: most 26.06.19 - 10:52

    Ein bisschen muss man halt doch frickeln und sich die Spieleimages organisieren, bis das im Emulator läuft.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass es Leute gibt, die gerne noch mal das C64 Feeling von damals noch mal reproduzieren wollen (zumindest versuchen, stimme zu, dass das meist nicht so gut funktioniert), ohne sich lange in die Materie einzuarbeiten.

    Wie groß dieser Markt ist, ob man 1000 oder 100.000 dieser Geräte los wird, das ist eine andere Frage

  5. Re: Gibts dafür noch ein Markt?

    Autor: heikom36 26.06.19 - 21:19

    Bei mir und den sehr vielen Emulatoren die ich habe ist es bei Spielen (oder auch Anwendungen) meist so:

    Ich starte das Spiel, welches auch meistens schon gleich ganz gut läuft. Aber dann die Steuerung. Bis man die ein wenig drauf hat, ist es immer so ne Sache ^^
    Man braucht eigentlich dafür echt die Original alte Hardware.
    Und dann stelle ich, nachdem ich 60 Minuten probiert habe, fest, dass das Spiel dann doch nicht mehr so toll ist, wie vor über 30 Jahren mal war ^^
    Und ich hätte heute auch nicht mehr ansatzweise die Ausdauer zB so Games wie Giana Sisters durchzuspielen - damals musste man es am Stück machen. Speichern war nicht ^^

  6. Re: Gibts dafür noch ein Markt?

    Autor: heikom36 26.06.19 - 21:29

    >Man kann wunderbar mit den alten spielen noch sehr viel Spass haben. Klar sind diese nicht so >ausgereift.

    Doch, die sind sogar unglaublich gut optimiert und ausgereift. Da wurden Dinge aus den 8Bittern hervorgezaubert, die man gar nicht für möglich gehalten hatte. Damals konnte man halt nicht sagen: Wenns ruckelt... pff... sollen se halt mehr Speicher, andere Grafikkarte und schnellere CPU verbauen, juckt mich doch nicht...
    Und Patches... lol - ne, es musste getestet werden BEVOR es auf den Markt kam. Nachträgliches Patchen - schon rein wirtschaftlich gesehen unmöglich.
    Doch... es war damals, in Relation zur Leistungsfähigkeit der Hardware betrachtet, wesentlich optimierter und ausgereifter.

    Edit:
    Fairneshalber:

    Damals hatte man aber auch nicht die Problematik, dass unendlich viele Hardwarekombinationen theoretisch auch unendlich viele Fehle. Der Grund ist: Man kann Software ja gar nicht mehr unter allen Möglichen Konfigurationen testen.
    Die Aufgaben wurden natürlich auch komplexer - aber das man vieles heute lösen kann, was damals nicht ging, liegt nicht an den Fähigkeiten der Coder sondern an der Verfügbarkeit der Hardware.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.19 21:32 durch heikom36.

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