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Es wird Zeit für 128Bit
Autor: DerIngo 17.08.23 - 14:52
64Bit ist sowas von 2010 und immer wieder die Anzahl der Cores und Threads zu erhöhen bringt nicht mehr Leistung ;-)
DerIngo -
Re: Es wird Zeit für 128Bit
Autor: Ofenrohr! 17.08.23 - 15:51
DerIngo schrieb:
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> 64Bit ist sowas von 2010 und immer wieder die Anzahl der Cores und Threads
> zu erhöhen bringt nicht mehr Leistung ;-)
Von Adressraum braucht man garantiert keine 128 Bit. Und für breite Daten gibt's AVX512, das wären, hätte es Intel nicht wieder ausgebaut und AMD nicht so kreutz dämlich implementiert, sogar 512 Bit. ;-)
Ansonsten gibt es noch Rechenbeschleuniger in Form von Grafikkarten.
Grüße
arce -
Re: Es wird Zeit für 128Bit
Autor: superdachs 18.08.23 - 03:04
Ofenrohr! schrieb:
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> DerIngo schrieb:
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> > 64Bit ist sowas von 2010 und immer wieder die Anzahl der Cores und
> Threads
> > zu erhöhen bringt nicht mehr Leistung ;-)
>
> Von Adressraum braucht man garantiert keine 128 Bit. Und für breite Daten
> gibt's AVX512, das wären, hätte es Intel nicht wieder ausgebaut und AMD
> nicht so kreutz dämlich implementiert, sogar 512 Bit. ;-)
> Ansonsten gibt es noch Rechenbeschleuniger in Form von Grafikkarten.
>
> Grüße
> arce
Zwar ist der Adressraum für einen langen Zeitraum sicher groß genug um genügend Speicher adressieren und mappen zu können, größere Adressbereiche erlauben aber eine performantere Speicherverwaltung. Von daher wäre der Umstieg auf 128 oder 256Bit sicher nicht komplett verkehrt. Es ist ja auch nicht so, als gäbe es keine 128Bit CPUs. Selbst wenn kein Rechner der Welt auf absehbare Zeit so viel Speicher hat um die Register auszufüllen. Als erster Schritt, wäre es aber sicher sinnvoll, die 32Bit (und 16Bit, gibts das noch?) Modi der CPUs über Bord zu werfen. Dann kann man zwar keine 32Bit Betriebssysteme mehr nutzen, auch nicht in VMs, aber das muss man auch nicht. Es würde dafür die Komplexität der CPUs verringern. Ein großer Adressraum hat auch in verteilten Systemen Vorteile. Wir werden, über kurz oder lang, wieder zentral rechnen (müssen). Einfach aus ökologischen Gründen. Dabei werden Systeme entstehen, die bei 64Bit an ihre Grenzen kommen. Also warum nicht zeitnah anfangen? Ein weiterer Vorteil ist die höhere Genauigkeit. Jede Fließkommazahl muss sich auf Integer zurückführen lassen. Das passiert zwar, weitestgehend, in Hardware aber hier kann man mit breiteren Adressen eben noch genauer werden. Schlussendlich wäre es für die CPU einfacher mit Subsystemen wie GPUs Daten auszutauschen wenn die Adressen gleich groß sein können.
Ich denke wir werden 128 oder 256Bit CPUs, auch im Consumerbereich, eher bald als später zu Gesicht bekommen. Selbst wenn der Speicher selbst viel kleiner ist. -
Re: Es wird Zeit für 128Bit
Autor: sambache 18.08.23 - 08:17
superdachs schrieb:
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> Ofenrohr! schrieb:
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> > DerIngo schrieb:
> >
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> > > 64Bit ist sowas von 2010 und immer wieder die Anzahl der Cores und
> > Threads
> > > zu erhöhen bringt nicht mehr Leistung ;-)
> >
> > Von Adressraum braucht man garantiert keine 128 Bit. Und für breite
> Daten
> > gibt's AVX512, das wären, hätte es Intel nicht wieder ausgebaut und AMD
> > nicht so kreutz dämlich implementiert, sogar 512 Bit. ;-)
> > Ansonsten gibt es noch Rechenbeschleuniger in Form von Grafikkarten.
> >
> > Grüße
> > arce
>
> Zwar ist der Adressraum für einen langen Zeitraum sicher groß genug um
> genügend Speicher adressieren und mappen zu können, größere Adressbereiche
> erlauben aber eine performantere Speicherverwaltung. Von daher wäre der
> Umstieg auf 128 oder 256Bit sicher nicht komplett verkehrt. Es ist ja auch
> nicht so, als gäbe es keine 128Bit CPUs. Selbst wenn kein Rechner der Welt
> auf absehbare Zeit so viel Speicher hat um die Register auszufüllen. Als
> erster Schritt, wäre es aber sicher sinnvoll, die 32Bit (und 16Bit, gibts
> das noch?) Modi der CPUs über Bord zu werfen. Dann kann man zwar keine
> 32Bit Betriebssysteme mehr nutzen, auch nicht in VMs, aber das muss man
> auch nicht. Es würde dafür die Komplexität der CPUs verringern. Ein großer
> Adressraum hat auch in verteilten Systemen Vorteile. Wir werden, über kurz
> oder lang, wieder zentral rechnen (müssen). Einfach aus ökologischen
> Gründen. Dabei werden Systeme entstehen, die bei 64Bit an ihre Grenzen
> kommen. Also warum nicht zeitnah anfangen? Ein weiterer Vorteil ist die
> höhere Genauigkeit. Jede Fließkommazahl muss sich auf Integer zurückführen
> lassen. Das passiert zwar, weitestgehend, in Hardware aber hier kann man
> mit breiteren Adressen eben noch genauer werden. Schlussendlich wäre es für
> die CPU einfacher mit Subsystemen wie GPUs Daten auszutauschen wenn die
> Adressen gleich groß sein können.
>
> Ich denke wir werden 128 oder 256Bit CPUs, auch im Consumerbereich, eher
> bald als später zu Gesicht bekommen. Selbst wenn der Speicher selbst viel
> kleiner ist.
Ja, die 16777216 TB RAM Grenze ist schneller erreicht als man denkt ;-)
Wenn es so weiter geht wie bisher ca. 25 Jahre.
217 mal bearbeitet, zuletzt am 27.10.2022 13:44 durch sambache.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.08.23 08:19 durch sambache.



