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@golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: bLaSpHeMy 03.04.23 - 08:35
… sollte man vielleicht noch ergänzen.
Dadurch ist die Aussage der „großen Mehrheit“ doch etwas relativierend zu betrachten. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: henry86 03.04.23 - 08:39
Ist das überhaupt gültig, bei einer so geringen Wahlbeteiligung? Sollten nicht wenigstens 30 % bei einer Wahl teilnehmen, damit die Gültigkeit erhält?
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Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: MartinP95 03.04.23 - 08:44
In diesem Fall gab es keine notwendige Mindestbeteiligung laut dem vorherigen Artikel zu dem Thema.
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Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: ovbspawn 03.04.23 - 08:44
Ich wusste nur von ca. 100000 gut möglich, dass das 8% sind
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Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Oktavian 03.04.23 - 08:48
> Ist das überhaupt gültig, bei einer so geringen Wahlbeteiligung?
Ja, ist es. Bei der Befragung gab es keine Mindestwahlbeteiligung.
> Sollten
> nicht wenigstens 30 % bei einer Wahl teilnehmen, damit die Gültigkeit
> erhält?
Inwiefern "Sollten"? Wer sollte denn festlegen, was sein "sollte"? Die Franzosen haben sich für diese Regelung entschieden, und damit entspricht sie deren Recht. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: M.P. 03.04.23 - 09:00
Je uninteressanter also das Thema, das ggfs. nur eine Minderheit interessiert, desto höher die Chance, dass eine engagierte Minderheit die schweigende Mehrheit am Ring durch die Manege führt ... Da gibt es ja eine gute Chance für den Veggie-Dienstag ...
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Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Tragen 03.04.23 - 09:03
Ich habe kein Mitleid wen es die falsche Entscheidung war.
Wem das Thema wichtig ist geht zur Wahl.
Dann müssten sie halt in 5 Jahren nochmal abstimmen. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: forenuser 03.04.23 - 09:04
Naja, wenn man selber den Arsch nicht hoch bekommt darf man sich nicht wundern wenn andere, beweglicherer die eigenen Lebensumsrände bestimmen. Es stand ja jedem, auch den Befürwortern, frei seine Stimme abzugeben. Aber diese hatten wohl selber zuwenig Interesse.
--
Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: tomate.salat.inc 03.04.23 - 09:10
henry86 schrieb:
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> Ist das überhaupt gültig, bei einer so geringen Wahlbeteiligung? Sollten
> nicht wenigstens 30 % bei einer Wahl teilnehmen, damit die Gültigkeit
> erhält?
Warum? Jeder hatte die Möglichkeit hinzugehen und bei 92% Abwesenheit bedeutet es nicht, dass die Leute dafür sind.
Hingegangen sind vermutlich nur die, die eine starke Meinung dafür/dagegen haben. Dem Rest wirds vermutlich egal gewesen sein.
Solange jeder informiert war und die Chance hatte abzustimmen ist doch alles in Ordnung. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Oktavian 03.04.23 - 09:14
> Je uninteressanter also das Thema, das ggfs. nur eine Minderheit
> interessiert, desto höher die Chance, dass eine engagierte Minderheit die
> schweigende Mehrheit am Ring durch die Manege führt
Das ist der Nachteil einer direkten Demokratie, der häufig übersehen wird. Man kann sich nicht nur engagieren, man muss auch. Bei jeder Abstimmung, bei der man nicht mitstimmt, signalisiert man eigentlich: "Ist mir egal, ich kann mit beiden Ergebnissen gleich gut leben." Das ist aber unabhängig von der festgelegten Grenze, denn vorab kann ich nie sagen, wie hoch das Interesse der anderen sein wird. Nicht zur Wahl zu gehen, weil man hofft, dass das Quorum nicht erreicht wird, ist mutig.
Insofern finde ich es gut, wie es bei uns geregelt ist, dass eine relativ hohe Hürde besteht, ob überhaupt abgestimmt wird. Damit ist sichergestellt, dass nur relevante Fragen direkt entschieden werden. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: CptData 03.04.23 - 09:17
bLaSpHeMy schrieb:
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> … sollte man vielleicht noch ergänzen.
> Dadurch ist die Aussage der „großen Mehrheit“ doch etwas
> relativierend zu betrachten.
Vermutlich haben die Pariser auch grad andere Prioritäten (siehe Demonstrationen gegen Anhebung des Renteneintrittsalters, u.a.). -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Oktavian 03.04.23 - 09:20
> Vermutlich haben die Pariser auch grad andere Prioritäten (siehe
> Demonstrationen gegen Anhebung des Renteneintrittsalters, u.a.).
Schon, aber zum einen kommt man mit so einem Roller gut zur nächsten Demo, zum anderen kann man so hinreichend viele Roller zusammentragen und daraus prima brennende Barrikaden bauen. Barrikadenbau hat in Paris Tradition, seit fast 250 Jahren. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: bLaSpHeMy 03.04.23 - 09:24
Oktavian schrieb:
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> > Vermutlich haben die Pariser auch grad andere Prioritäten (siehe
> > Demonstrationen gegen Anhebung des Renteneintrittsalters, u.a.).
>
> Schon, aber zum einen kommt man mit so einem Roller gut zur nächsten Demo,
> zum anderen kann man so hinreichend viele Roller zusammentragen und daraus
> prima brennende Barrikaden bauen. Barrikadenbau hat in Paris Tradition,
> seit fast 250 Jahren.
Ja, man erinnert sich an die äußerst tollen Beschreibungen von Victor Hugo - Les Miserable.
Eine brennende Barrikade aus E-Rollern ist eine ziemlich gleißende Idee, quasi ein Leuchtfeuer für alle anderen… (; -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: ovbspawn 03.04.23 - 09:51
Im wahrsten Sinne ;-)
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Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Niriel 03.04.23 - 09:57
War das nicht sogar so das brennende Batterien sehr lange brennen und schwer zu löschen sind?
Das heißt das Leuchtfeuer bleibt auch schön lange sichtbar. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Silent_GSG9 03.04.23 - 10:34
Ja so pi mal daumen. Es gab/gibt wohl 1,3 Millionen Wahlberechtigte....
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Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: unbuntu 03.04.23 - 11:05
Wer nicht wählen geht ist halt raus. Ganz einfach.
Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
- Albert Einstein -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Oktavian 03.04.23 - 11:40
> Wer nicht wählen geht ist halt raus. Ganz einfach.
Wäre alles im Leben so einfach, wie Foristen sich das vorstellen...
Man sieht hier sehr schön die Problem direkter Demokratie. Vereinfachung und Entscheidungsmüdigkeit.
Wenn man das Volk fragt, muss die Frage einfach sein, damit auch jeder Depp sie verstehe. Auch muss man die Optionen auf ein paar wenige zusammenstreichen. Optimal hat man eine simple geschlossene Ja/Nein-Frage. Während man in Parlamenten und Ausschüssen diskutiert, abwägt, umformuliert und im optimalen Fall einen Konsens findet, geht es bei einer Volksabstimmung um Kampf, Sieger und Verlierer. Eigentlich ist eine solche Abstimmung so ziemlich das Gegenteil von guter parlamentarischer Arbeit. Da alle wissen, wie leicht die Bevölkerung hier beeinflussbar ist, findet vorab ein heißer Kampf um die ganze Formulierung der Fragestellung statt. Je nachdem, wie ich die Frage stelle, kann ich das Ergebnis fast beliebig vorausbestimmen.
Zum anderen möchte ich mich vielleicht nicht mit jeder Frage auseinander setzen. Nicht nur sinnlos eine tagesaktuelle Spotan-Meinung rauskotzen, sondern sich fundiert eine Meinung bilden, Fakten einholen, verschiedene Perspektiven einnehmen, abwägen, das ist harte Arbeit. Ich wähle und bezahle Repräsentanten, damit sie genau das für mich tun. Solche Befragungen grenzen schon an Arbeitsverweigerung der Legislative.
Und schließlich, wenn man ständig gefragt wird, schläft das Interesse an solchen Abstimmungen ein. Die Schweiz kennt das Problem, auf Kantonsebene sind Abstimmungen oft dürftig besucht. Gewinnen tun hierdurch wieder primär die Extremen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.23 11:44 durch Oktavian. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Rori 03.04.23 - 12:51
Mir fällt hierbei noch das Thema Zeitumstellung ein.
Die war eine Umfrage und keine Abstimmung. In etwa diegleiche miserable Wahlbeteiligung (da Umfrage) und plötzlich wollte das Europaparlament? dies als Wahl verstehen und daraus eine legitimierte Abstimmung machen.
Ich tippe die gleichen die sich hier aufregen wieso es sein kann, dass hier eine Abstimmung eine Konsequenz hat beschweren sich wieso die Umfrage zur Zeitumstellung immer noch nicht umgesetzt ist.. -
Re: @golem: Wahlbeteiligung bei 8 %…
Autor: Oktavian 03.04.23 - 13:09
> Mir fällt hierbei noch das Thema Zeitumstellung ein.
> Die war eine Umfrage und keine Abstimmung. In etwa diegleiche miserable
> Wahlbeteiligung (da Umfrage) und plötzlich wollte das Europaparlament? dies
> als Wahl verstehen und daraus eine legitimierte Abstimmung machen.
Wenn sich ein Parlament oder eine Regierung für die Stimmung in der Bevölkerung interessiert, kann sie ja gerne eine Studie dazu in Auftrag geben. Dann wird das Repräsentativ gemacht, Interviews geführt, offenere Fragen gestellt, usw. Kann nützlich sein.
Aber das kann nur der Ausgangspunkt parlamentarischer Arbeit sein, nicht das Ende.
Hier kann man der Pariser Regierung zumindest zugute halten, sie hat vorher angekündigt, das als Abstimmung zu betrachten und das Ergebnis umzusetzen. Trotzdem drückt sich damit ein Parlament eher vor der Verantwortung.



