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Es ist eine Formalität ...
Autor: Muhaha 22.09.23 - 10:16
https://arstechnica.com/space/2023/09/permission-denied-for-reentry-of-vardas-orbiting-experiment-capsule/
Die FAA verweigert den Wiedereintritt, weil der Satellitenbetreiber keine Wiedereintrittslizenz hat, bzw. die FAA so eine Lizenz auf Grund fehlender/ungenügender Angaben des Betreibers nicht erteilt hat. Sobald aber die Formalien erfüllt sind, darf das Teil in die Atmosphäre eintreten.
Mehr steckt nicht dahinter. -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Kilpikonna 22.09.23 - 11:08
Oder man wartet einfach ab. Je nach Orbit wird das Ding schon von alleine runter kommen. Lizenz hin oder her, die Physik interessiert sich nicht für Papier...
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Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Muhaha 22.09.23 - 11:16
Kilpikonna schrieb:
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> Oder man wartet einfach ab. Je nach Orbit wird das Ding schon von alleine
> runter kommen. Lizenz hin oder her, die Physik interessiert sich nicht für
> Papier...
Keine Frage. Der FAA ist das aber wurscht. Ist ja nicht deren Geld, welches hier in Rauch aufgehen würde. Da hat offenbar der Betreiber sich selbst ein Problem bereitet, welches er auch selber wieder fixen muss. Oder nicht. Ist seine Kohle! -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: gadthrawn 22.09.23 - 11:21
Muhaha schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> arstechnica.com
>
> Die FAA verweigert den Wiedereintritt, weil der Satellitenbetreiber keine
> Wiedereintrittslizenz hat, bzw. die FAA so eine Lizenz auf Grund
> fehlender/ungenügender Angaben des Betreibers nicht erteilt hat. Sobald
> aber die Formalien erfüllt sind, darf das Teil in die Atmosphäre
> eintreten.
>
> Mehr steckt nicht dahinter.
Oder einfacher: Man landet woanders. -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Sharra 22.09.23 - 12:26
gadthrawn schrieb:
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> Muhaha schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > arstechnica.com
> >
> > Die FAA verweigert den Wiedereintritt, weil der Satellitenbetreiber
> keine
> > Wiedereintrittslizenz hat, bzw. die FAA so eine Lizenz auf Grund
> > fehlender/ungenügender Angaben des Betreibers nicht erteilt hat. Sobald
> > aber die Formalien erfüllt sind, darf das Teil in die Atmosphäre
> > eintreten.
> >
> > Mehr steckt nicht dahinter.
>
> Oder einfacher: Man landet woanders.
Können sie machen. Exakt 1x.
Varda Space ist ein US-Unternehmen. Der Start und die Kontrolle unterliegen der FAA.
Es hat schon mal ein US-Unternehmen versucht an der FAA vorbei seinen Kram in den Raum zu bringen. Ging nicht gut aus für die. (ich weiss leider nicht mehr welche Firma das war. Dürfte so 4-6 Jahre her sein. Ich glaube die sind auf eine indische Rakete ausgewichen)
Die FAA versteht da keinen Spass. -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: minnime 24.09.23 - 13:50
Verstehe ich nicht, warum sollte das relevant sein? Wenn ich als US-Unternhemen eine Weltraummission bei der ESA in Auftrag geben und die das in Kourou durchführen, was hat dann die FAA damit zu tun?
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Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: olma 25.09.23 - 08:57
minnime schrieb:
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> Verstehe ich nicht, warum sollte das relevant sein? Wenn ich als
> US-Unternhemen eine Weltraummission bei der ESA in Auftrag geben und die
> das in Kourou durchführen, was hat dann die FAA damit zu tun?
Du kannst auch ein europäisches Unternehmen sein, welches in Afrika Politiker bestochen hat und wirst von den Amis dafür verklagt. Das ist denen egal. Die kontrollieren die Finanzsysteme, den Weltmarkt und mindestens wenn du irgendwie in deren Land tätig bist, mischen die sich ein. -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Muhaha 25.09.23 - 10:05
olma schrieb:
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> Du kannst auch ein europäisches Unternehmen sein, welches in Afrika
> Politiker bestochen hat und wirst von den Amis dafür verklagt. Das ist
> denen egal. Die kontrollieren die Finanzsysteme, den Weltmarkt und
> mindestens wenn du irgendwie in deren Land tätig bist, mischen die sich
> ein.
Das ist jetzt aber keine Antwort auf diese Frage, sondern nur Geblubber ... -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Muhaha 25.09.23 - 10:11
minnime schrieb:
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> Verstehe ich nicht, warum sollte das relevant sein? Wenn ich als
> US-Unternhemen eine Weltraummission bei der ESA in Auftrag geben und die
> das in Kourou durchführen, was hat dann die FAA damit zu tun?
Im Prinzip hat die FAA nichts dagegen, solange sich die ESA an gewisse Abkommen hält. Die vom Vorposter angesprochene Geschichte ging um ein Verbot der FAA bez. des Startes von kommerziellen US-Satelliten durch indische Raketen, weil die indische Raumfahrtbehörde sich nicht bereit erklärt hatte bestimmte internationale Abkommen zu unterzeichnen.
Ob diese Abkommen nun sinnvoll sind (es geht hier um Preise und Geld, weniger um Technik/Sicherheit) oder nicht, ist ein anderes Thema, aber das ist der Hintergrund, warum die FAA Einfluss auf die Starts von kommerziellen US-Satelliten hat. -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Avarion 25.09.23 - 10:26
Internationale Raumverträge legen fest das Privatunternehmen immer der Rechtsprechung des Landes unterworfen sind in dem sie Registriert sind. Umgekehrt ist das Land für alles verantwortlich was das Unternehmen anstellt.
Daher kannst du zwar die Dienstleistungen eines Unternehmens in Anspruch nehmen, welches aus einem anderen Land kommt, du selbst bist aber weiterhin deiner Regierung unterstellt was Lizenzen etc betrifft. -
Re: Es ist eine Formalität ...
Autor: Birg3r 25.09.23 - 12:50
Vielen Dank für die Info, das ist doch mal was handfestes.



