1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › VarioPlace: Industriemaschinen zu…

Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

    Autor: Master68 23.09.14 - 16:26

    Ok, die Maschine legt mir die Bauteile exakt auf die Lötpads.

    Und wie jetzt weiter? Wie krieg ich das jetzt gelötet? Das Platzieren allein ist ja nur die halbe Miete.

  2. Re: Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

    Autor: iMattView 23.09.14 - 16:41

    wenn du bei pcb pool bestellst bekommst du die schablone für deine leiterplatte dazu geschenkt und einen kleinen ofen gibts auch für kleines geld

  3. Re: Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

    Autor: Mirko_von_VarioPlace 23.09.14 - 20:52

    Der Produktionsprozess von elektronischen Platinen besteht im Wesentlichen aus vier Schritten:

    1) Lötpaste aufbringen
    2) Bauteile Platzieren
    3) Löten
    4) Testen/Prüfen/Programmieren

    VarioPlace kann aktuell die ersten zwei Schritte abdecken. Aus der auf der im Bild sichtbaren Spritze kann automatisch Lötpaste auf die Pads aufgetragen werden. Alternativ kann dies mit einer Schablone (Stencil) in einem Rutsch vorweg erfolgen. Im Anschluss platziert VarioPlace dann die jeweiligen Bauteile an die richtigen Positionen.

    Das Löten erfolgt entweder in einem profi Reflow-Ofen, aber auch Bratpfannen, umgebaute Pizzaöfen oder Bügeleisen können verwendet werden. Kommt immer darauf an wie viele Platinen gefertigt werden sollen und wie hoch die Ansprüche an die Prozesssicherheit sind. Beim Löten wird im Endeffekt nur eine bestimmte Temperaturkurve abgefahren, die die Bauteilhersteller in Ihren Datenblättern festlegen können. Für Prototypen und Kleinserien ist die Einhaltung, von Spezialbauteilen abgesehen, aber nicht ganz so kritisch und daher lassen sich mit den genannten Methoden auch recht ordentliche Ergebnisse erzielen.

    Zum Abschluss wird die Platine dann in Betrieb genommen, getestet und eventuell mit einer Firmware versehen (programmiert). Das wars :-)

    http://www.varioplace.com

  4. Re: Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

    Autor: Master68 24.09.14 - 11:20

    Wäre es nicht cool, wenn es dazu auch noch einen Kopf mit einer Laserdiode gäbe, der die platzierten Bauteile gleich löten kann? Eine Laserdiode wie z.B. diese hier

    http://www.insaneware.de/epages/61714203.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61714203/Products/445-1w

    mit passender Optik dürfte von der Leistung her wahrscheinlich sogar schon reichen um die kleinen SMD Lötpunkte zu schmelzen. Von den Kosten her ist das auch überschaubar. Mit Diode, Diodengehäuse, Optik, Kühlkörper, Halterung und ein paar sonstigen Bauteilen dürfte sich so ein Kopf für rund 100 Euro realisieren lassen.

    Die Möglichkeit des Werkzeugwechsels habt ihr ja ohnehin schon fertig, es ginge nur noch darum das passende Werkzeug aufzunehmen. Die Kameraüberwachung ist auch schon da, somit könnte sogar relativ einfach eine automatische Kalibrierung nach der Laserwerkzeugaufnahme durch Anfahren von ein paar Messzielen erfolgen.

    Damit wärt ihr der Konkurrenz einen echten Schritt voraus, wenn ihr mit einem einzigen Gerät alle Schritte bis zur fertigen Platine abdecken könnt...

    (Und der Lasercutter / Lasergravur ist auf die Art gleich gratis mit dabei ;-))



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.09.14 11:27 durch Master68.

  5. Re: Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

    Autor: Its_Me 25.09.14 - 16:18

    Da bei vielen Bauteilen die Lötungen unter dem Bauteil sind, dürfte da ein Laser nicht so toll geeignet sein.

  6. Re: Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist...

    Autor: Mirko_von_VarioPlace 26.09.14 - 19:32

    Mit einem Laser zu löten ist komplizierter als es sich auf den ersten Blick anhört. Dies liegt primär daran, dass das Lötzinn den Laster stark reflektieren würde. Zum einen entsteht durch die Reflexionen eine Gefahr für Umwelt und Menschen, da die Energie des gestreuten Strahls unter Umständen reichen kann um z.B. Augen zu schädigen oder leicht brennbare Gegenstände zu entzünden. Weiterhin reicht dann die Energie des Lasers nicht mehr zum Verlöten, da ein Großteil reflektiert wird.
    Dieses Problem und das Argument von Its_Me sind auch der Grund warum Laserlöten auch in der Industrie nicht wirklich weit verbreitet ist. Man findet auf YouTube zwar vereinzelte Videos, aber wirklich Eingesetzt wird dieses Verfahren anscheinend nicht.

    Ich kann an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, aber es gibt auch andere Lösungen des Problems... :-)

    http://www.varioplace.com

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Freital bei Dresden
  2. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  3. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  4. Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Apple iPhone 11 Pro Max 256GB 6,5 Zoll Super Retina XDR OLED für 929,97€)
  2. (u. a. Find X2 Neo 256GB 6,5 Zoll für 439,99€, Watch 41 mm Smartwatch für 179,99€)
  3. 749€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

Covid-19: So funktioniert die Corona-Vorhersage am FZ Jülich
Covid-19
So funktioniert die Corona-Vorhersage am FZ Jülich

Das Forschungszentrum Jülich hat ein Vorhersagetool für Corona-Neuinfektionen programmiert. Projektleiter Gordon Pipa hat uns erklärt, wie es funktioniert.
Ein Bericht von Boris Mayer

  1. Top 500 Deutscher Supercomputer unter den ersten zehn
  2. Hochleistungsrechner Berlin und sieben weitere Städte bekommen Millionenförderung
  3. Cineca Leonardo Nvidias A100 befeuert 10-Exaflops-AI-Supercomputer

iPhone 12 Pro Max im Test: Das Display macht den Hauptunterschied
iPhone 12 Pro Max im Test
Das Display macht den Hauptunterschied

Das iPhone 12 Pro Max ist größer als das 12 Pro und hat eine etwas bessere Kamera - grundsätzlich liegen die beiden Topmodelle von Apple aber nah beieinander, wie unser Test zeigt. Käufer des iPhone 12 Pro müssen keine Angst haben, etwas zu verpassen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Displayprobleme Grünstich beim iPhone 12 aufgetaucht
  2. Entsperren erschwert iPhone 12 Mini macht Probleme mit dem Touchscreen
  3. Kabelloses Laden Magsafe entfaltet beim iPhone 12 Mini sein Potenzial nicht