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Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: kayozz 18.07.22 - 10:27
Damit meine ich SSDs anderer Hersteller, Chargen, etc.
Es soll ja schon vorgekommen sein, dass aufgrund eines Firmeware-Bugs identische SSDs am gleichen Tag ausgefallen sind.
Trotzdem finde ich das etwas kurzsichtig. Wenn die Kommunikation mal gestört ist (Sei es durch Sonnenwinde, Fehler bei der Empfangsstation auf der Erde, oder Datenverlust während der Übertragung), fehlt ein ganzer Tag.
Bei den Kosten von ~10 Mrd. USD auf 10 Jahre, wären das ca. 3 Millionen $ Verlust. Dafür hätte man doch größere SSDs einbauen können. -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: Dwalinn 18.07.22 - 10:32
Dachte ich mir auch gerade.
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Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: gcah 18.07.22 - 10:56
Das sind weder Standard-SSDs noch Standard-Controller (weder das eine noch das andere würde die kosmische Strahlung länger durchhalten), das ist alles "handgebaut" deshalb sind es ja auch nur 68GB. Mehr Speicher bedeutet mehr Abschirmung, mehr Platz, mehr Gewicht, mehr Energieverbrauch. Und schnell braucht man dann auch mehr Solarfläche, was nochmal mehr Gewicht und Platzbedarf bedeutet.
Ja, alles Kleinkram. Aber der läppert sich auch und bedeutet, dass man am Ende weniger Treibstoff mitnehmen kann und das verringert die Betriebsdauer schlimmer als mal der eine oder andere Tag, an dem man nicht die gesamten Daten abgerufen bekommt.... -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: Sharra 18.07.22 - 11:10
Nein, es ist einfach nur abgeschirmt. Der Rest darunter ist das gleiche, wie ein Hochsicherheits-Datenzentrum sie auch verbauen würde. Das ist Stangenware, die man danach in entsprechenden raumtauglichen Zustand versetzt hat. Da hat keiner NAND-Speicher auf Titanplatten gelötet...
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Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: superdachs 18.07.22 - 11:17
Sharra schrieb:
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> Nein, es ist einfach nur abgeschirmt. Der Rest darunter ist das gleiche,
> wie ein Hochsicherheits-Datenzentrum sie auch verbauen würde. Das ist
> Stangenware, die man danach in entsprechenden raumtauglichen Zustand
> versetzt hat. Da hat keiner NAND-Speicher auf Titanplatten gelötet...
Unsinn. -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: red17x 18.07.22 - 11:35
Wenn wir mal das Alter von JWST in Betracht ziehen und wie lange es schon in Entwicklung ist. Da war doch glaub irgendwann in den 2000er nochmal ne Überarbeitung 2005/6 ? .. Wenn wir das mit der Technik von damals betrachten sind die 68 GB eher "wow" .. ich weis noch als ich 2010 meine erste 64 GB SSD gekauft hatte für 150¤ .. das war mega. Gehen wir zurück und bedenken dass "Weltraum Technologie" bei Computer Hardware immer viel weiter "zurück" liegt aufgrund der ganzen Weltraum "Härtung" damit da nichts mit Strahlung kaputt geht bzw nicht viel. Dann sind die 68 GB eher sehr Fortschrittlich. Und bedenkt man dass die vermutlich noch Single Level Cells benutzen und dann pro GB mehrere Chips benötigt haben. Da sind also nicht wie heute 1 Chip pro 512 GB verbaut (siehe Macbook M2) sondern einige Chips in Hardware. Die haben dann auch vermutlich wirklich Low Level Access auf alle möglichen Controller und Chips. Sodass Sie dann auch einzelne Zellen verschmerzen wenn es eh mehrere Chips gibt .. Klar aus heutiger Sicht klein, aber mit Weltraum Technik Standards verglichen groß
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Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: Bananularphone 18.07.22 - 11:55
Sharra schrieb:
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> Nein, es ist einfach nur abgeschirmt. Der Rest darunter ist das gleiche,
> wie ein Hochsicherheits-Datenzentrum sie auch verbauen würde. Das ist
> Stangenware, die man danach in entsprechenden raumtauglichen Zustand
> versetzt hat. Da hat keiner NAND-Speicher auf Titanplatten gelötet...
So weit ich weiß bräuchte man richtig dick Material um ordentlich vor kosmischer Strahlung zu schützen. Da tuts nicht ein dünnes Blech wie bei EMV-Abschirmung.
Nach dem die Daten nur einen Tag "überleben" müssen reicht es aber vielleicht tatsächlich eine mehr oder weniger normale SLC SSD zu nehmen und ordentlich Redundanz in der Hardware und Fehlerkorrektur in die Daten einzubauen. -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: thecrew 18.07.22 - 13:01
kayozz schrieb:
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> Damit meine ich SSDs anderer Hersteller, Chargen, etc.
>
> Es soll ja schon vorgekommen sein, dass aufgrund eines Firmeware-Bugs
> identische SSDs am gleichen Tag ausgefallen sind.
>
> Trotzdem finde ich das etwas kurzsichtig. Wenn die Kommunikation mal
> gestört ist (Sei es durch Sonnenwinde, Fehler bei der Empfangsstation auf
> der Erde, oder Datenverlust während der Übertragung), fehlt ein ganzer
> Tag.
>
> Bei den Kosten von ~10 Mrd. USD auf 10 Jahre, wären das ca. 3 Millionen $
> Verlust. Dafür hätte man doch größere SSDs einbauen können.
Du kannst davon ausgehen, das da sicherlich nicht nur eine "SSD" drin ist. Sondern ein Array mit Ausfallsicherung. Vielleicht sogar 20 STück. Who knows.. aber die Packen da sicherlich nicht nur eine einzige SSD rein. Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: Sharra 18.07.22 - 13:09
Ich hoffe es. Aber es wäre nicht der erste kapitale Bock, den die NASA auf diesem Niveau geschossen hätte.
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Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: Captain_Koelsch 18.07.22 - 13:19
Sharra schrieb:
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> Nein, es ist einfach nur abgeschirmt. Der Rest darunter ist das gleiche,
> wie ein Hochsicherheits-Datenzentrum sie auch verbauen würde. Das ist
> Stangenware, die man danach in entsprechenden raumtauglichen Zustand
> versetzt hat. Da hat keiner NAND-Speicher auf Titanplatten gelötet...
Ich empfehle https://www.electronicsweekly.com/news/business/information-technology/space-nasa-recordings-deliver-images-from-the-dawn-of-time-2012-04/ -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: mambokurt 19.07.22 - 01:49
kayozz schrieb:
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> Damit meine ich SSDs anderer Hersteller, Chargen, etc.
>
> Es soll ja schon vorgekommen sein, dass aufgrund eines Firmeware-Bugs
> identische SSDs am gleichen Tag ausgefallen sind.
>
> Trotzdem finde ich das etwas kurzsichtig. Wenn die Kommunikation mal
> gestört ist (Sei es durch Sonnenwinde, Fehler bei der Empfangsstation auf
> der Erde, oder Datenverlust während der Übertragung), fehlt ein ganzer
> Tag.
>
> Bei den Kosten von ~10 Mrd. USD auf 10 Jahre, wären das ca. 3 Millionen $
> Verlust. Dafür hätte man doch größere SSDs einbauen können.
Und die überschüssigen Daten funkst du dann wann? -
Re: Ich hoffe es gibt genügend Redundanz
Autor: kayozz 20.07.22 - 06:28
mambokurt schrieb:
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> Und die überschüssigen Daten funkst du dann wann?
Es ist ja nicht so, dass die nur zwei Stunden alle 12 Stunden haben, sondern brauchen, solange die Sonne oder der Mond nicht im Weg ist, könnte auch länger gesendet werder. Macht man aber vermutlich nicht, weil die Antenne alle 2,5 Std. neu ausgerichtet werden muss und das kostet Energie und verursacht Verschleiß, also bleibt man wohl innerhalb eines Zeitfensters.
Bei mehr Daten wären auch längere Zeiten drin.
https://de.wikipedia.org/wiki/James-Webb-Weltraumteleskop#Kommunikationssystem



