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Plattengröße nicht allein relevant

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  1. Plattengröße nicht allein relevant

    Autor: paulw72 18.07.22 - 16:37

    Man hätte sicher mit überschaubarem Aufwand mehr Plattenspeicher mitnehmen können.

    Aber wie im Artikel angedeutet ist die sinnvolle Größe durch die täglich anfallende Datenmenge des Telekops, sowie durch die Datenrate des Downlinks begrenzt. Ich gehe davon aus dass alle 3 (und noch mehr) Parameter technisch gut aufeinander abgestimmt sind - es macht ja wenig Sinn, mehr Daten zu gewinnen als man speichern und senden kann. Nach Wikipedia gibt es jeden Tag 2 vierstündige Downstreams von mindestens 28,6 GB Daten - das passt mit Reserve gut auf so eine Platte. Für mehr müsste man vermutlich vieles erweitern - die Sendeanlage, die Kühlung, die Energiegewinnung, usw..

  2. Re: Plattengröße nicht allein relevant

    Autor: mambokurt 18.07.22 - 23:45

    paulw72 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man hätte sicher mit überschaubarem Aufwand mehr Plattenspeicher mitnehmen
    > können.
    >
    > Aber wie im Artikel angedeutet ist die sinnvolle Größe durch die täglich
    > anfallende Datenmenge des Telekops, sowie durch die Datenrate des Downlinks
    > begrenzt. Ich gehe davon aus dass alle 3 (und noch mehr) Parameter
    > technisch gut aufeinander abgestimmt sind - es macht ja wenig Sinn, mehr
    > Daten zu gewinnen als man speichern und senden kann. Nach Wikipedia gibt es
    > jeden Tag 2 vierstündige Downstreams von mindestens 28,6 GB Daten - das
    > passt mit Reserve gut auf so eine Platte. Für mehr müsste man vermutlich
    > vieles erweitern - die Sendeanlage, die Kühlung, die Energiegewinnung,
    > usw..

    Jetzt langweile die Golems mal nicht mit Fakten, die diskutieren gerade ganz heiß warum man eine drölf Terrabyte QNap nicht strahlensicher bekommt :D

  3. Re: Plattengröße nicht allein relevant

    Autor: amagol 19.07.22 - 00:20

    paulw72 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man hätte sicher mit überschaubarem Aufwand mehr Plattenspeicher mitnehmen
    > können.

    > es macht ja wenig Sinn, mehr Daten zu gewinnen als man speichern und senden kann.

    +1

    Ich glaube die wenigsten von uns kennen die Rahmenbedingungen unter denen die Hardware bei so einem Project ausgewaehlt/designt wird. Mal abgesehen von der Verantwortung, wenn das nicht funktioniert - 10 Mrd Euro Elektroschott im All weil irgendwer gedacht hat es geht auch ein paar Euro billiger? Da fliegt man nicht mal eben hin und tauscht die Platte aus. Ich denke da hat schon jemand nachgerechnet ob 10GB redundanz reichen und/oder ob man eine 2. SSD als Redundanz einbauen sollte (was dann eine komplexere Controllerlogik und/oder eine Umschaltung in der Software benoetigt usw.)

  4. Re: Plattengröße nicht allein relevant

    Autor: Ach 19.07.22 - 01:34

    Ich weiß soviel, dass die Hardware in möglichst groben, sprich großen Strukturen gewählt wird, weil sie damit unempfindlicher gegen Weltraumstrahlung ist. Deswegen auch gerne mehrere Generationen alte Prozessoren. So durchtrennt ein Nanoeisenteilchen der Kosmischen Strahlung im Falle eines Treffers eventuell keine Leiterbahn sondern schießt nur ein Loch hinein, was die Funktion des Leiters dann kaum beeinträchtigt.

    Dagegen kann ich mir bei den SSD sehr gut vorstellen, dass die grundsätzlich auf Single-Layer-Zellen(SLC-)-Speicher zurück greifen, der relativ viel Platz einnimmt, so wie alle SSDs der ersten Stunde, und natürlich aus den größten heute noch produzierten Zellen.

    BtW : Aufbewahrt wird Elektronik im Weltraum gerne in Behältnissen aus Titan. Titan schützt nicht nur gut, sondern ist dabei auch relativ leicht, Bestes Beispiel Juno, die jüngste Jupiter Mission, die in einem stark elliptischen Orbit um den Gasriesen kreist und sich bei jeder Näherung soviel super aggressive Strahlung aus dem Jupitermagnetfeld einfängt wie kein Raumschiff/Sonde jemals zuvor. Juno verfügt ebenfalls über einen Titankasten, in dem sämtliche Elektronik und Sensorik eingebettet ist.

  5. Re: Plattengröße nicht allein relevant

    Autor: paulw72 19.07.22 - 13:00

    Generell stimmt das. Für die älteren Hardwaregenerationen spricht außerdem, dass ihre Verhaltensweisen und Fehler besser bekannt sind als bei brandneuen Mustern.

    Dass man Titan wegen seines niedrigen Gewichts sowie seiner mechanischen und thermischen Eigenschaften gern im All einsetzt kann ich mir gut vorstellen. Eine Eignung als Abschirmung wäre mir neu.

  6. Re: Plattengröße nicht allein relevant

    Autor: Ach 19.07.22 - 14:27

    Schon klar, dass man beim Strahlenschutz am ehesten an Blei denkt. Titan ist mir in dieser Funktion fast ebenso neu, und hab es technisch auch noch gar nicht hinterfragt. Ich besuche halt immer wieder gerne so ein paar Astronomie-Kanäle, und dabei ist mir der praktische, bzw. vorgeschlagene Gebrauch von Titan als Strahlenschutzmaterial schlicht mehr als zwei mal über den Weg gelaufen.

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