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"Nicht angemessene Preisgestaltung"...

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  1. "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: Wizzzard 30.12.21 - 17:18

    ...ist ein allgmeines Phänomen unserer Zeit. Die Produktpreise haben sich in vielen Fällen völlig von den Herstellungs- und Entwicklungskosten entkoppelt. Vielmehr wird versucht, dem Kunden das Maximale abzupressen, also bewusst bis zur Schmerzgrenze oder darüber hinaus zu gehen.
    In vielen Bereichen hat man nur noch die Wahl zwischen Billigprodukten mit schlechter Qualität (an allem so kompromisslos wie möglich gespart) oder maßlos überteuerten "Premiumprodukten" mit Bullshit-Features, um den Preis durch einen scheinbaren "Mehrwert" zu rechtfertigen. Dazwischen gibt's oft nichts. Bei Alltagsprodukten suche ich oft nach einfachen Produkten zu einem moderaten Preis, die aber solide verarbeitet sind und lange halten. Angeboten wird mir häufig nur kurzlebige Ware - entweder sehr billig oder sehr teuer, meist aber in beiden Preisvarianten leider oft schnell kaputt oder zumindest mit ärgerlichen Fehlern. Ist natürlich besser für die Verkaufszahlen. Die Anbieter behaupten häufig, dass "der Kunde das so will". Wirklich?
    Bin ich ein Exot, oder lassen wir uns alle nur schön brav verarschen?

  2. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: eastcoast_pete 30.12.21 - 18:04

    Deine letzte Frage zu beantworten: Ja, wir (mich eingeschlossen) lassen uns hier öfter verarschen. Gerade bei mobilen Geräten (Smartphone, Laptop, Tablets) ist's ja heutzutage fast unmöglich, da noch irgendwas zu machen, zumindest selbst und nicht im "authorized repair center". Qualcomm ist hier einer der größten Schurken, zumindest bis vor kurzem: einer der Hauptgründe, warum z.B. Android Smartphones nach 2-3 Jahren nicht Mal mehr mit Security Updates versorgt werden konnten war eben auch, das QC die SoC Firmware nicht mehr gepflegt oder offengelegt hat. Allgemein ist diese "Elektronik als Einwegware" ja gang und gäbe, die SoC Verpackung macht es eben fast unmöglich, auch eine SSD auszutauschen oder das Gerät mit mehr RAM noch ein paar Jahre brauchbar zu machen. Schon ein Batterie Tausch (verklebt - vielen Dank) wird schwierig.
    Ich bin eigentlich kein großer Fan von EU Regeln wenn's um Technik geht, aber hier macht Europa schon mehr richtig als zB die USA.

  3. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: flow77 30.12.21 - 18:13

    Wizzzard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...ist ein allgmeines Phänomen unserer Zeit. Die Produktpreise haben sich
    > in vielen Fällen völlig von den Herstellungs- und Entwicklungskosten
    > entkoppelt. Vielmehr wird versucht, dem Kunden das Maximale abzupressen,
    > also bewusst bis zur Schmerzgrenze oder darüber hinaus zu gehen.
    > In vielen Bereichen hat man nur noch die Wahl zwischen Billigprodukten mit
    > schlechter Qualität (an allem so kompromisslos wie möglich gespart) oder
    > maßlos überteuerten "Premiumprodukten" mit Bullshit-Features, um den Preis
    > durch einen scheinbaren "Mehrwert" zu rechtfertigen. Dazwischen gibt's oft
    > nichts. Bei Alltagsprodukten suche ich oft nach einfachen Produkten zu
    > einem moderaten Preis, die aber solide verarbeitet sind und lange halten.
    > Angeboten wird mir häufig nur kurzlebige Ware - entweder sehr billig oder
    > sehr teuer, meist aber in beiden Preisvarianten leider oft schnell kaputt
    > oder zumindest mit ärgerlichen Fehlern. Ist natürlich besser für die
    > Verkaufszahlen. Die Anbieter behaupten häufig, dass "der Kunde das so
    > will". Wirklich?
    > Bin ich ein Exot, oder lassen wir uns alle nur schön brav verarschen?

    Schwieriges Thema.
    Manchmal ist die Qualität wirklich besser wenn man mehr ausgibt, häufig sind aber einfach nur teurere Komponenten verbaut, aber das Produkt selbst ist dadurch nicht wirklich "wertiger".

    Ich kaufe persönlich seit immer eigentlich nur wertige Dinge, weil man ja immer mindestens doppelt zahlt wenn man billig kauft.
    Aber so richtig gilt das mittlerweile auch nicht mehr, selbst Miele oder Timberland lassen seit einiger Zeit billigst in China produzieren, der Preis bleibt aber stabil.

    Ich denke die beste Einstellung zum kaufen allgemein: informieren, vergleichen und die Erwartungen definieren.

    Gebe dir aber insgesamt recht: in vielen Fällen gibt es entweder Spottpreis-Angebote oder Dinge die einfach exorbitant teuer sind.

  4. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: Cybso 30.12.21 - 18:59

    Eine der ersten Lektionen, die ich in meiner Selbständigkeit gelernt hatte: der Preis richtet sich nicht nach dem Aufwand für die Entwicklung bzw. Herstellung des Produktes, sondern danach, was der Kunde bereit ist zu zahlen.

  5. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: nightmar17 30.12.21 - 19:31

    Cybso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine der ersten Lektionen, die ich in meiner Selbständigkeit gelernt hatte:
    > der Preis richtet sich nicht nach dem Aufwand für die Entwicklung bzw.
    > Herstellung des Produktes, sondern danach, was der Kunde bereit ist zu
    > zahlen.

    Das sollte man in jeder kaufmännischen Ausbildung gelehrt bekommen.

  6. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: chithanh 31.12.21 - 00:24

    Wizzzard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In vielen Bereichen hat man nur noch die Wahl zwischen Billigprodukten mit schlechter Qualität (an allem so kompromisslos wie möglich gespart) oder maßlos überteuerten "Premiumprodukten" mit Bullshit-Features, um den Preis durch einen scheinbaren "Mehrwert" zu rechtfertigen.

    Interessanterweise gibt es auch eine andere Strömung, und zwar allen das gleiche Produkt zu bieten, einmal zu einem günstigen Basispreis und einmal mit mehr Speicher zu einem unverhältnismäßig hohen Aufpreis. Die Basisvariante sorgt für Marktanteile, die mit mehr Speicher (und ansonsten identischen Features) für Gewinne.

    Apple hat das früher beim iPhone so gemacht, ein Beispiel aus der jüngeren Zeit ist das Steam Deck.

  7. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: Boandlgramer 31.12.21 - 00:31

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cybso schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Eine der ersten Lektionen, die ich in meiner Selbständigkeit gelernt
    > hatte:
    > > der Preis richtet sich nicht nach dem Aufwand für die Entwicklung bzw.
    > > Herstellung des Produktes, sondern danach, was der Kunde bereit ist zu
    > > zahlen.
    >
    > Das sollte man in jeder kaufmännischen Ausbildung gelehrt bekommen.

    Ja, wenn das Ziel ist, den Markt zu zerstören, dann bringt man das den BWLern und Kaufleuten bei.

    Was dann passiert: Die Konsumenten verlieren das Gefühl für den Preis, haben schlechte Erfahrungen mit hochpreisigen Produkten und umgekehrt - und entscheiden sich dann konsequent für das billigste Produkt, weil das Risiko beim niedrigsten Preis am geringsten erscheint. Geiz ist geil!

    Und dann geht das Race to the bottom erst richtig los...

    Vielleicht wäre es klüger konsequent Preise zu kalkulieren, die dem Aufwand entsprechen und einen angemessenen Gewinn enthalten - und keine Absatzlotterie...

  8. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: Eswil 31.12.21 - 10:29

    Verstehe ich nicht. Normalerweise kauft der Kunde doch nicht nach dem Preis sondern nach dem Bedürfnis.
    Ja ich kann einen Laptop für wenig Geld kaufen und auch der hält seine zwei drei Jahre.
    Wenn ich aber mehr Leistung brauche für Berechnungen oder einen HDMI - Anschluss mit 4k 60hz dann wird es schon dünner. Dazu kommt die Haptik, der soziale Status und natürlich ergonomie.

    Bei Apple stimmt für die meisten das Gesamtkonzept obwohl der Preis für die Leistung wirklich oberhalb liegt.

    Kalkulation: Einkaufspreis x 3 fertig.

  9. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: Hallonator 31.12.21 - 13:48

    chithanh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wizzzard schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In vielen Bereichen hat man nur noch die Wahl zwischen Billigprodukten
    > mit schlechter Qualität (an allem so kompromisslos wie möglich gespart)
    > oder maßlos überteuerten "Premiumprodukten" mit Bullshit-Features, um den
    > Preis durch einen scheinbaren "Mehrwert" zu rechtfertigen.
    >
    > Interessanterweise gibt es auch eine andere Strömung, und zwar allen das
    > gleiche Produkt zu bieten, einmal zu einem günstigen Basispreis und einmal
    > mit mehr Speicher zu einem unverhältnismäßig hohen Aufpreis. Die
    > Basisvariante sorgt für Marktanteile, die mit mehr Speicher (und ansonsten
    > identischen Features) für Gewinne.
    >
    > Apple hat das früher beim iPhone so gemacht
    Wann soll das IPhone einen günstigen Basispreis besessen haben, die für Marktanteile, aber nicht hohe Gewinne sorgt? Die haben doch immer mit riesiger Gewinnmarge verkauft?

  10. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: Hallonator 31.12.21 - 14:23

    flow77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kaufe persönlich seit immer eigentlich nur wertige Dinge, weil man ja
    > immer mindestens doppelt zahlt wenn man billig kauft.
    > Aber so richtig gilt das mittlerweile auch nicht mehr, selbst Miele oder
    > Timberland lassen seit einiger Zeit billigst in China produzieren, der
    > Preis bleibt aber stabil.

    Ich tendiere eigentlich immer zu einer mittleren Preisklasse.

    Beispiel Grafikkarten:
    "alle 4 Jahre eine 300¤ Grafikkarte" war immer sehr viel sinnvoller als "alle 8 Jahre eine 600¤ Grafikkarte"*

    *disclaimer: Jetzt ist das natürlich in dem Bereich nicht mehr so

  11. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: spiegelneuron 31.12.21 - 15:49

    Du erzählst vollkommenen undurchdachtes Zeug.
    Solche Notebooks stehen in Konkurrenz mit tausenden anderen x86-Notebooks, da kann man nicht jeden Preis aufrufen und hoffen, dass das auch entsprechend oft gekauft wird. Überhaupt werden in diesem Segment außer bei Apple keine Luxus-Preise verlangt weil die Konkurrenz groß ist.

  12. Re: "Nicht angemessene Preisgestaltung"...

    Autor: xPandamon 01.01.22 - 01:00

    chithanh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Apple hat das früher beim iPhone so gemacht, ein Beispiel aus der jüngeren
    > Zeit ist das Steam Deck.

    Apple machen das doch noch immer in sämtlichen Bereichen. Absolut unbrauchbare Basismodelle zu annehmbaren Preisen, richtige Upgrades dafür schweineteuer. Und beim iPhone kommt noch dazu dass die nicht Pro-iPhones technisch relativ langweilig um nicht zu sagen altbacken sind. Flaggschiff-Werte stecken da nur bedingt drin.

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