Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › 1&1 Drillisch: 5G-Auktion ist zu…

Telekom hat schlecht verhandelt

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: dirk1405 12.06.19 - 19:05

    Yeah... Wieder mal Kosten die am Schluss wir bezahlen dürfen...
    Aber die Telekom hat genau so viel wie Vodafone und mehr als das doppelte bezahlt. Und Vodafone hat so viel wie 1&1 bezahlt aber dafür mehr? Krass die Zahlen.

  2. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: spezi 12.06.19 - 19:17

    dirk1405 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Yeah... Wieder mal Kosten die am Schluss wir bezahlen dürfen...
    > Aber die Telekom hat genau so viel wie Vodafone und mehr als das doppelte
    > bezahlt. Und Vodafone hat so viel wie 1&1 bezahlt aber dafür mehr? Krass
    > die Zahlen.

    Allerdings summieren die im Artikel genannten Zahlen sich nicht auf die 6,5 Mrd Euro, die insgesamt geboten wurden. Schätze, dass insbesondere bei Vodafone etwas fehlt. Bin gerade im ersten Zusammenrechnen auf ~1,8 Mrd Euro für Vodafone gekommen.

    Ansonsten hat Vodafone bei 3,6 MHz auf die 20 MHz am unteren Ende des Frequenzspektrum geboten. Die kommen mit Einschränkungen wegen anderer Nutzer(?). Wie gravierend das ist weiß ich jetzt nicht, aber in jedem Fall gingen diese 20 MHz für ~45 Mio Euro weg, ansonsten wurde generell knapp 150 Mio pro 10 MHz geboten. Auch bei 2 GHz gibt es verschieden "wertige" Frequenzblöcke. Vier Lizenzen gelten erst ab 2026, die anderen acht ab 2021(?). Die ab 2026 waren natürlich günstiger. Vodafone hat 3 x 2021 und 1x 2026. Telekom 4 x 2021.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.19 19:18 durch spezi.

  3. So gut, wie die österreichischen Telcos

    Autor: M.P. 12.06.19 - 19:23

    hat hier in Deutschland niemand "verhandelt"

    Österreich:
    188 Millionen für 360 MHz Spektrum im 3,6 GHz Band bei ca 8,8 Mio Einwohnern

    Pro Einwohner hat man also in Deutschland viermal so viel bezahlt - selbst, wenn man berücksichtig, dass in AT kein 2 GHz Spektrum versteigert wurde ein himmelweiter Unterschied ...

  4. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: notuf 12.06.19 - 19:30

    dirk1405 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Yeah... Wieder mal Kosten die am Schluss wir bezahlen dürfen...
    > Aber die Telekom hat genau so viel wie Vodafone und mehr als das doppelte
    > bezahlt. Und Vodafone hat so viel wie 1&1 bezahlt aber dafür mehr? Krass
    > die Zahlen.

    Am Ende bezahlt immer der Endverbraucher. Alles. Jede Maut, jede Steuererhöhung, jede Strafe. Denn nur der Endverbraucher kann nicht die gestiegenen Lebenshaltungskosten weitergeben.

  5. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: ndakota79 12.06.19 - 19:50

    Den Deutschen geht es gut genug. Ob der Mobilfunkvertrag mit iPhone jetzt 80¤ oder demnächst halt 120¤ kostet.

  6. Re: So gut, wie die österreichischen Telcos

    Autor: SanderK 12.06.19 - 19:52

    Grob 43 Euro in Österreich zu grob 75 in Deutschland. Ja, sieht Ned gut aus. Wobei wenn man die Verträge nimmt, dürfte der Unterschied kleiner werden und die Zahlen größer.

  7. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: tg-- 12.06.19 - 20:08

    dirk1405 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Yeah... Wieder mal Kosten die am Schluss wir bezahlen dürfen...
    > Aber die Telekom hat genau so viel wie Vodafone und mehr als das doppelte
    > bezahlt. Und Vodafone hat so viel wie 1&1 bezahlt aber dafür mehr? Krass
    > die Zahlen.

    Golem hat sich hier verschaut (bzw. vergessen bei Vodafone die 3,6 GHz Gebühren auf die 2 GHz zu addieren, wie es bei den anderen Anbietern passiert ist).

    Dann sieht das nämlich nicht mehr ganz so schlimm aus:
    Telekom: ¤ 2.174.943.000
    Vodafone: ¤ 1.879.689.000

    Die signifikante Differenz beruht in erster Linie darauf, dass Vodafone den 3,6 GHz Block 01K mit 20 MHz ersteigert hat, der am unteren Ende des Bandes liegt und an Bundeswehr-Radarfrequenzen angrenzt.
    Damit ist 01K nur mit beschränkter Sendeleistung nutzbar und muss 12 km Sicherheitsabstand zu betroffenen Bundeswehrstandorten einhalten.

    Die Telekom hat hingegen viel Geld für den Block 29K ausgegeben, der ebenfalls beschränkt ist, weil er am oberen Ende des Bandes ist und direkt daran Frequenzen für die (Auto)-Industrie folgen.
    Damit muss sich die Telekom zwar für die oberen 10 MHz mit der Industrie absprechen, hat aber dafür den Vorteil die gesamten 90 MHz als zusammenhängenden Block am oberen Ende des Spektrums nutzen zu können.

    Das mag erst banal klingen, aber während Vodafone 20 MHz sehr beschränktes Spektrum für wenig Geld bekommen hat (und dementsprechend 70 MHz unbeschränktes) hat die Telekom dafür bezahlt 80 MHz garantiert überall nutzen zu können, und 90 MHz in den meisten Fällen, und damit einen signifikanten Bandbreitenvorteil.

    Dazu kommt, dass der obere Teil des Spektrums aktuell nicht an Betreiber wie NetCologne vergeben sind, die bisher im mittleren 3,6 GHz Band WiMAX für Firmenkunden betreiben und gegen die Nutzung der Frequenzen klagen werden.
    Hier ist die Telekom nicht betroffen.

  8. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: LinuxMcBook 12.06.19 - 21:08

    tg-- schrieb:
    > Damit muss sich die Telekom zwar für die oberen 10 MHz mit der Industrie
    > absprechen, hat aber dafür den Vorteil die gesamten 90 MHz als
    > zusammenhängenden Block am oberen Ende des Spektrums nutzen zu können.

    Sind das tatsächlich zusammenhängende Frequenzblöcke? Denn die Bezeichnungen 15A, 16A, 19A, 24A lassen ja keine direkte Nähe vermuten.

  9. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: spezi 12.06.19 - 21:30

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Sind das tatsächlich zusammenhängende Frequenzblöcke? Denn die
    > Bezeichnungen 15A, 16A, 19A, 24A lassen ja keine direkte Nähe vermuten.

    Die meisten Frequenzblöcke sind "abstrakt" (deswegen 15A etc.), d.h. sie repräsentieren zwar eine Bandbreite von z.B. 10 MHz, aber erstmal noch keine bestimmten Frequenzen.

    Nur 01K und 29K sind "konkret", und entsprechen dem Anfang bzw. Ende des versteigerten Frequenzspektrum. Die abstrakten Blöcke werden jetzt so gelegt, dass sich ein kontinuierliches Spektrum ergibt. Da Vodafone 01K ersteigert hat, werden sie die unteren 90 MHz bekommen, die Telekom bekommt aus entsprechenden Grund die oberen 90 MHz.

  10. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: Oktavian 12.06.19 - 22:00

    > Am Ende bezahlt immer der Endverbraucher. Alles. Jede Maut, jede
    > Steuererhöhung, jede Strafe.

    Natürlich

    > Denn nur der Endverbraucher kann nicht die
    > gestiegenen Lebenshaltungskosten weitergeben.

    Doch, natürlich kann er das. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten gehen gleich in die nächsten Tarifverhandlungen wieder mit ein.

    Wirtschaft sind komplexe Regelkreisläufe, die nicht an bestimmten Knoten enden. Alles ist mit allem verbunden und alles hat auf alles Auswirkungen. Selbst unsere gutbezahlten Wirtschaftswissenschaftler haben dieses System nicht einmal ansatzweise verstanden. Deshalb taugen die ganzen Wirtschaftsmodelle auch nur dazu, hinterher schlüssig zu erklären, warum die Prognosen mal wieder so schrecklich daneben lagen.

  11. :D +0,99

    Autor: bombinho 13.06.19 - 00:15

    So ungefaehr kommt das hin. Immerhin kann man sich gegenseitig die Koepfe ueber grundsaetzliche Entscheidungen und das anzuwendende Modell einschlagen und hinterher das gleiche Ergebnis erzielen wie die, die es ganz anders gemacht haben.

  12. Re: So gut, wie die österreichischen Telcos

    Autor: M.P. 13.06.19 - 07:17

    188 / 8,8 = 21,36 ¤ / Einwohner in Österreich
    6600 Mio / 83 Mio = 80 ¤ / Einwohner in Deutschland ...

  13. Re: So gut, wie die österreichischen Telcos

    Autor: SanderK 13.06.19 - 07:28

    Verrechnet, kommt vor. Interessanter wären aber die Zahlen, auf wie viel Verträge es sich Verteilt, fiktiv.

  14. Re: So gut, wie die österreichischen Telcos

    Autor: M.P. 13.06.19 - 08:27

    Ich glaube nicht, dass sich die Mobiltelefon-Durchdringung in der österreichischen Bevölkerung von der in Deutschland groß unterscheidet ...

    Ein bisschen ungerecht ist meine Rechnung aber wie gesagt schon - in Österreich stand nur Spektrum im Bereich über 3,6 GHz zur Versteigerung ...
    Aber selbst, wenn man alleine die Summen für die entsprechenden Spektrums-Pakete hier in D sieht (4,176 MRD ¤ für 300 MHz vs. 188 Mio ¤ für 360 MHz in Österreich....) ist das immer noch ein Wucher-Preis ...

    10 MHz Spektrum haben in Deutschland pro Einwohner 1.68 ¤ gekostet.
    10 MHz in Österreich pro Einwohner 0,59 ¤ .....

  15. Re: So gut, wie die österreichischen Telcos

    Autor: SanderK 13.06.19 - 08:34

    Zweifel zwar selbst die Zahlen an aber.
    12 Millionen Anschlüsse Österreich zu 120 Millionen in Deutschland.
    Ist eine Hausnummer, wobei alles zu vage Gerechnet.

  16. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: AllDayPiano 13.06.19 - 09:05

    > Doch, natürlich kann er das. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten gehen
    > gleich in die nächsten Tarifverhandlungen wieder mit ein.

    Das mag richtig gewesen sein, ist aber inzwischen nicht mehr so. Die Entwicklung nach Rot-Grün, die Auswirkungen der Agenda 2010 haben dazu geführt, dass Menschen durch den Wegfall sozialer Sicherungssysteme mehr Angst vor Arbeitslosigkeit bekommen haben, und damit stärker dazu bereit sind, im Sinne ihrer Existenzsicherung die Duckmaus zu spielen. So wurden z.b. mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung vermittelt, aber genau die halten sich aus Angst um ihre Anstellung bei Gehaltsforderungen zurück. Ebenso Teilzeitkräfte, von denen es immer mehr gibt. Gewerkschaftsbashing hat dazu geführt, dass diese 50% Mitglieder verloren haben und somit auch zu wenig Druck auf Arbeitgeber ausüben können.

    Dazu kommt die Einführung von Leiharbeit, die die eigene Arbeitskraft von der Wirtschaftsleistung des entleihenden Unternehmens entkoppelt.



    Das treibt die Schere zwischen Unternehmensgewinnen und Arbeitnehmerentgelten immer weiter auseinander. Und sorgt dafür, dass das von Dir genannte Regulativ, das zu Zeiten des Industriebooms noch galt, nicht mehr funktioniert.

    Rot-Grün hat durch die Liberalisierung des Arbeitsmarktes und durch den Abbau sozialer Fangnetze diese Entwicklung angestoßen. Die Lorbeeren, nämlich die Schwarze 0, ist, worauf sich Schwarz/Gelb und Schwarz/Rot seit einer Dekade ausruhen.

    Damit das von Dir genannte Regulativ wieder funktioniert bedarf es dringenden Reformen. Aktuell sieht die Tendenz aber eher gegenteilig aus. Immer mehr wird nach China verlagert, deutsche Produktion wird immer weiter automatisiert, die Digitalisierung wird zukünftig noch enorm viele Arbeitsplätze gefährden und obendrein hinkt Deutschland mittlerweile gewaltig hinterher bei den Investitionen aus dem Ausland:



    Quelle 1
    Quelle 2

  17. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: M.P. 13.06.19 - 10:20

    Kleiner Tipp: Mit "img size=600" kann man die Grafiken so verkleinern, dass sie komplett im Beitrag angezeigt werden...

    Wollte schon über fehlende Beschriftungen meckern, habe mir aber die Grafiken alleine anzeigen lassen, dann sieht man sie in voller Breite ...

  18. Re: Telekom hat schlecht verhandelt

    Autor: AllDayPiano 13.06.19 - 12:48

    Ach cool. Merk ich mir :-)

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  2. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  3. Dataport, Hamburg
  4. S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke OHG, Furtwangen im Schwarzwald

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 529,00€ (zzgl. Versand)
  2. 344,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
  2. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter
  3. Elektroauto Porsches Elektroauto Taycan im 24-Stunden-Dauertest

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

  1. Apple: Mitarbeiter hörten bis zu 1.000 Siri-Schnipsel am Tag
    Apple
    Mitarbeiter hörten bis zu 1.000 Siri-Schnipsel am Tag

    Bevor Apple die Auswertung von Siri-Sprachdateien gestoppt hat, mussten Mitarbeiter in Irland teilweise bis zu 1.000 Audio-Schnipsel pro Schicht auswerten. Meist handelte es sich nur um Sprachkommandos, manchmal waren aber auch persönliche Informationen darunter.

  2. ISS: Sojus-Kapsel mit Roboter an Bord bricht Andockmanöver ab
    ISS
    Sojus-Kapsel mit Roboter an Bord bricht Andockmanöver ab

    Eine Sojus-Kapsel mit dem russischen Testroboter Fedor an Bord konnte nicht wie geplant an die ISS andocken - wegen eines Problems des automatisierten Andocksystems des Stationsmoduls. Ein zweiter Versuch ist bereits geplant.

  3. Raumfahrt: Nasa untersucht möglicherweise erstes Verbrechen im Weltraum
    Raumfahrt
    Nasa untersucht möglicherweise erstes Verbrechen im Weltraum

    Ein Scheidungskrieg scheint sich bis auf die ISS ausgeweitet zu haben: Die Astronautin Anne McClain hat von einem Computer der Raumstation auf das Onlinekonto ihrer Ex-Frau zugegriffen und deren Finanzen kontrolliert. Die Nasa untersucht das mutmaßlich erste Verbrechen im Weltraum.


  1. 14:15

  2. 13:19

  3. 12:43

  4. 13:13

  5. 12:34

  6. 11:35

  7. 10:51

  8. 10:27