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Weiterverteilbar?

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  1. Weiterverteilbar?

    Autor: kaymvoit 11.07.16 - 11:15

    Was sagen die AGB und andere Regularien zu Weiterverteilung? Man könnte ja innerhalb eines Einfamilienhausblocks ohne Überschreitung von öffentlichem Grund Glasfaser (wegen Potentialunterschieden) oder WLAN mit Außenantennen verteilen (§ 6 TKG sollte wegen geschlossener Benutzergruppe ja nicht greifen). In Mehrfamilenhäusern ist es natürlich noch einfacher. Bei zehn Parteien ist man auf einem vernünftigen Preis, hat selbst wenn alle voll auslasten noch eine konkurrenzfähige Bandbreite und wenn nicht alle auslasten, kann man deren Kontingente mitnutzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.16 11:17 durch kaymvoit.

  2. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 11.07.16 - 11:29

    Eigentlich eine gute Idee, aber ME nicht gestattet gem. 5.2.5:
    http://fs.versatel.de/docs/produkt/1und1_glasfaser_business/ex_vertrag_formular/1815-bgb_1und1_glasfaser_business.pdf

    Abgesehen davon hast du immer noch das Thema rechtliche Verantwortung für den Anschluss und eben "shared Medium", d.h. also dass sind viele den Anschluss teilen.

  3. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: Bogggler 11.07.16 - 12:13

    Wenn man einen Verein gründet, den Vertrag damit abschließt, gibt man es nur an die Mitglieder, nicht an Dritte weiter.

  4. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 11.07.16 - 13:01

    Bogggler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man einen Verein gründet, den Vertrag damit abschließt, gibt man es
    > nur an die Mitglieder, nicht an Dritte weiter.

    Da steht aber nur "Organe, Arbeitnehmern und sonstige Mitarbeiter" -> Alle müsste dort angestellt sein.

    Das wird dann aber langsam echt aufwendig : P

  5. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: dersk 11.07.16 - 13:14

    Das wäre doch mal ein Grund für eine ständige Mitgliederversammlung (eine Mitgliederversammlung ist i.d.R. das höchste Organ). ;)

  6. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: chefin 12.07.16 - 08:55

    Natürlich kann man das als Merhfamilienhaus so machen. Sowas läuft automatisch auf GBR raus, die man formlos gründet. Machst du das nicht, hast du ein steuerrechtliches Problem. Den dir gehen ja mtl ca 500 Euro zu, das sind 6000 im Jahr. Heist du hast 6000 Einnahmen die du nicht versteuerst. Regelmässig.

    Ohne die Ausgaben dagegen zu setzen, hast du also ein dickes Problem. Du kannst das als Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit verbuchen und dann die Ausgaben dagegen rechnen. Nur dann bist du Unternehmer, musst eben Gewerbe anmelden usw.

    Nun fang mal an, den Preis zu kalkulieren 1Gbit/200Mbit für 499 netto = 0,6Euro/Mbit Upload. 100Mbit Upload kosten in diesem Paket also 60 Euro. Zuzüglich Strom für den Server, Switche, Anschlusskostenabschreibung, hausinterne Verlegung abschreiben, Wartungskosten allgemein. Gehen wir mal davon aus, das du 50% überbuchst, also kannst du statt 10 Parteien a 100Mbit/20Mbit 15 Parteien aufschalten. Senkt die Kosten auf ca 40Euro. Nur Internet, keine Telefonie oder TV. Und sollten dann 5 dabei sein die permanent alles rausholen was geht an traffic müssen die restlichen 10 im Schnitt mit 50Mbit auskommen.

    Die Beschwerden hängen dann an dir. Also wohl besser nicht überbuchen, wenn du nicht 100% Sicher bist oder Preislich staffeln.

    Achja, Abmahnungen kommen an die GBR, da nur eine IP nach aussen geht. Auch das Portfreischalten dürfte nicht so einfach werden. Spätestens wenn 2 ihren Webserver stellen wollen, aber nur einer den Port 80 bekommen kann.

    Fazit: weder Billig, noch einfach, rechtlich absolut scheisse, im zweifel hängt ihr dann alle zusammen vor Gericht nur wegen einer beschissenen Abmahnung und dem Umstand das derjenige der es getan hat, das nicht zugibt. So verteilen sich die Abmahnkosten auf alle Teilnehmer statt das er sie persönlich latzen muss. Oder du stellst Protokollserver, auf die dann wer Zugriff hat? Alle? Nur einer, aber wer? Und wer ist Verantwortlich wenn dieser Server gehackt wird bzw wer macht Updates und sorgt für Verfügbarkeit. Reboot natürlich nicht abends, wenn derjenige Zeit hätte, sondern bitte Nachts um 3 wenn alle Schlafen, aber erst in 2 Wochen, weil gerade ein Download läuft.

    Und das ganze macht man natürlich kostenfrei in seiner Freizeit, oder soll man noch 5 Euro draufschlagen? Weil am Jahresende muss man ja auch ordentliche Buchführung vorweisen beim Finanzamt. Denke da kommt man dann um einen Steuerberater auch nicht rum. Und was ist, wenn der mit dem Adminzugang Urlaub machen will? Oder ins Krankenhaus muss. 9 weitere Teilnehmer denen eigentlich egal ist, wieso du nicht kannst. Und die dann dich verantwortlich machen. 8 sind recht umgänglich, aber dieser 9. ist ein Querulant, der dafür sorgt, das seine Rechtschutzversicherung nicht umsonst war.

    Ja...das ist alles machbar und 1&1 wird dir da sicher nicht ans Bein pissen deswegen. Weil auch die wissen, das du baden gehst und nach 2 Jahren den Bettel hinschmeist, aber dann liegt das Glasfaser am Haus von euch bezahlt, incl Inhouseverkabelung und 1&1 kann nun ohne viel Eigenkosten euch Glasfaseranschlüsse anbieten.

    Sollte irgendwo ein Schaden passieren, was auch immer, haftet die GBR als Gemeinschaft. Zusätzlich zum mtl Betrag muss man dann auch noch diese Schadenssumme ausgleichen. Wenn also einer der Teilnehmer Scheisse baut und das nicht zu ermitteln ist haften alle zusammen. Und nun lass einen der Leute im Haus "gewerblich" Filmstreams anbieten und man bekommt eine 10.000/Film Klage ins Haus. Schon das wären 1000 pro Teilnehmer. Also dieses Haftungsrisiko einer GBR ist nicht ganz unerheblich. Hier wäre eine ltd dann besser. Nur sind wir dann im Bereich eines Providers und die Hausbewohner sind Kunden. Sowas geht dann nur wenn die Eigentümer der Wohnungen mit im Boot sitzen.

  7. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 12.07.16 - 09:35

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte irgendwo ein Schaden passieren, was auch immer, haftet die GBR als
    > Gemeinschaft. Zusätzlich zum mtl Betrag muss man dann auch noch diese
    > Schadenssumme ausgleichen. Wenn also einer der Teilnehmer Scheisse baut und
    > das nicht zu ermitteln ist haften alle zusammen. Und nun lass einen der
    > Leute im Haus "gewerblich" Filmstreams anbieten und man bekommt eine
    > 10.000/Film Klage ins Haus. Schon das wären 1000 pro Teilnehmer. Also
    > dieses Haftungsrisiko einer GBR ist nicht ganz unerheblich. Hier wäre eine
    > ltd dann besser. Nur sind wir dann im Bereich eines Providers und die
    > Hausbewohner sind Kunden. Sowas geht dann nur wenn die Eigentümer der
    > Wohnungen mit im Boot sitzen.

    Ja...ne: Bei einer GbR haften alle Gesellschafter grundsätzlich gesamtschuldnerisch und zwar unbegrenzt und persönlich für alle Verbindlichkeiten der GbR. D.h. wen auch immer der Schutzsuchende in Anspruch nehmen will, kann dies erst mal tun. Nachdem du dann im Außenverhältnis geblecht hast, kannst du dich im Innenverhältnis darum kümmern.

    Ansonsten haste Recht: Meine Argumente etwas ausführlicher dargestellt.

  8. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: M.P. 12.07.16 - 13:37

    Gegen die Gewerbeanmeldung spricht die fehlende Gewinnerzielungsabsicht...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gewinnerzielungsabsicht

  9. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: chefin 12.07.16 - 14:34

    Wenn du kein Gewerbe anmeldest, hast du auch keine Möglichkeit etwas abzusetzen. Folglich sind deine "Ausgaben" privatvergnügen und die Einnahmen musst versteuern.

    Den irgendwer muss ja Unterschreiben und irgendein Konto muss für die Geldbewegungen herhalten.

    Gewinnerziehlungsabsicht bedeutet eben das man nicht auf Verlust kalkuliert.Wenn du den Artikel ganz liest, steht auch klar drin, das es nicht unbedingt zu Gewinn führen muss. Es darf nur nicht dauerhaft Verlust sein.

  10. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 12.07.16 - 15:02

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du kein Gewerbe anmeldest, hast du auch keine Möglichkeit etwas
    > abzusetzen. Folglich sind deine "Ausgaben" privatvergnügen und die
    > Einnahmen musst versteuern.

    Machen wir jetzt ein bisschen steuerliche Weiterbildung.

    Fangen wir an: Welche Einkunftsart sollen denn die Einnahmen der Nachbarn denn sein?
    Zur Erinnerung: Keine Einkunftsart = einkommensteuerlich nicht beachtlich



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 12.07.16 15:06 durch johnripper.

  11. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: M.P. 12.07.16 - 15:06

    Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Man holt sich ja "Untermieter" an seinen Internet-Anschluss ;-)

  12. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 12.07.16 - 18:00

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Man holt sich ja "Untermieter" an
    > seinen Internet-Anschluss ;-)

    Nein.

  13. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: bombinho 13.07.16 - 00:36

    johnripper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein.

    Sollte Dir das nicht passen, dann gibt es immer noch "Sonstige Einkuenfte", die sollten aber eigentlich nicht benutzt werden. Also lieber doch "Vermietung und Verpachtung".
    Der Steuerbehoerde ist es im Uebrigen mehr oder minder egal, wo du die Einnahmen verbuchst, solange diese als solche verbucht sind. Lediglich der Form halber sollte man sich auf eine sinnvolle Verbuchung einigen.

    Allerdings waere ich gerne bereit, einen Verbesserungsvorschlag an die Steuerbehoerde zu unterschreiben, in dem vorgeschlagen wird, wenn man mal nicht weiss, als was man die Einnahme verbuchen soll, dass man dann die Einnahme nicht als solche verbuchen muss.

    Meiner Meinung nach waere eine Ltd, wie schon vorgeschlagen, aus rechtlicher Sicht guenstiger. Wie es mit diesen Mini-GmbH aussieht, da habe ich keine Erfahrung.
    Allerdings hat eine Ltd zusatzliche Pflichten, deren Einhaltung Geld kostet und deren Nichteinhaltung noch deutlich teurer wird. Wenn jeder Teilnehmer gleichzeitig Anteilseigner ist, dann sollte sich das Problem mit persoenlichen Problemen weitgehend eruebrigen, da eine normale Rechtschutzversicherung keine gewerblichen Differenzen abdeckt. Allerdings muesste sich mindestens Einer, aber besser Mehrere in die Materie einarbeiten (lassen).
    Ein Problem mit Ltd ist der Brexit. Also muesste man auf eine Irische Ltd ausweichen.

    Und richtig ist, der Wartungs/Reparaturaufwand wird typischerweise an Einem haengenbleiben. Da sollte man schon zumindestens eine kleine Entschaedigung, der Einfachkeit halber als Ausschuettung, mit einplanen. Ein Puffer fuer Eventualitaeten waere zu versteuern aber individuelle Ruecklagen sind im Ernstfall eventuell nicht greifbar.

    Wie wuerde es bei einem eingetragenen Verein aussehen?

  14. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: M.P. 13.07.16 - 08:35

    johnripper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Man holt sich ja "Untermieter"
    > an
    > > seinen Internet-Anschluss ;-)
    >
    > Nein.

    Weiß ich selbst - deshalb ja: ;-)

  15. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 13.07.16 - 08:40

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > johnripper schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein.
    >
    > Sollte Dir das nicht passen, dann gibt es immer noch "Sonstige Einkuenfte",
    > die sollten aber eigentlich nicht benutzt werden. Also lieber doch
    > "Vermietung und Verpachtung".

    Nein + Nein.

    > Der Steuerbehoerde ist es im Uebrigen mehr oder minder egal, wo du die
    > Einnahmen verbuchst, solange diese als solche verbucht sind. Lediglich der
    > Form halber sollte man sich auf eine sinnvolle Verbuchung einigen.

    Nein, so funktioniert unser Steuerrecht eben nicht (siehe oben).

    > Allerdings waere ich gerne bereit, einen Verbesserungsvorschlag an die
    > Steuerbehoerde zu unterschreiben, in dem vorgeschlagen wird, wenn man mal
    > nicht weiss, als was man die Einnahme verbuchen soll, dass man dann die
    > Einnahme nicht als solche verbuchen muss.

    Wenn du ein GmbH oder Ltd. bist, dann sind die Einnahmen grundsätzlich Einnahmen aus Gewerbebetrieb.

  16. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: bombinho 13.07.16 - 21:59

    johnripper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du ein GmbH oder Ltd. bist, dann sind die Einnahmen grundsätzlich
    > Einnahmen aus Gewerbebetrieb.

    Ich muss Dich enttaeuschen, die Einnahmen werden intern weiterhin in die jeweilige Kategorie gebucht. Ansonsten wird es haarig, den notwendigen Bericht erstellen zu koennen. Von Hand moechte ich das nicht machen muessen.

    Allerdings ist Buchhaltung ungleich Steuererklaerung. Und Letzteres ueberlasse ich zumindestens in Deutschland den Fachkraeften.

  17. Re: Weiterverteilbar?

    Autor: johnripper 13.07.16 - 22:13

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > johnripper schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn du ein GmbH oder Ltd. bist, dann sind die Einnahmen grundsätzlich
    > > Einnahmen aus Gewerbebetrieb.
    >
    > Ich muss Dich enttaeuschen, die Einnahmen werden intern weiterhin in die
    > jeweilige Kategorie gebucht. Ansonsten wird es haarig, den notwendigen
    > Bericht erstellen zu koennen. Von Hand moechte ich das nicht machen
    > muessen.

    Also mir haben das Thema mit den Einkunftsarten immer noch nicht so ganz verstanden.

    > Allerdings ist Buchhaltung ungleich Steuererklaerung. Und Letzteres
    > ueberlasse ich zumindestens in Deutschland den Fachkraeften.

    Also mir.

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