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fazit

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  1. fazit

    Autor: chefin 01.02.21 - 08:05

    DG baut 1 Million Anschlüsse pro Jahr. für die 35 Millionen Haushalte braucht sie also 35 Jahre. Ja, es wird schneller werden und 5 Millionen bekommen garkeinen am Ende. Die müssen jeden Ort den sie anschliessen wollen erstmal mit Glasfaser versorgen. Ist nicht so das überall schon Speedpipes liegen die man nur mal schnell mit Faser füllt. Und wenn doch, müssten sie die mieten, was in der Regel deutlich teurer ist.

    Telekom baut keine FTTH, legt aber ziemlich flächendeckend das Glasfaser bis 300m zum Haushalt. Das dauert etwas. Danach kann man aber auf kurzem Weg den rest machen. Daher sind deren 5 Jahre vorbereiten und dann 2 Millionen pro Jahr anschliessen rechnerisch(nach obigem Beispiel) 15+5 Jahre gegenüber 30 Jahre bei DG.

    Die Strategie der Telekom wird also erfolgreicher sein als die Strategie der DG. Die Telekom kann aufgrund ihrer Kupfervorleistungen die 5 Jahre auch leichter überbrücken. Natürlich ist das ihrer Marktposition geschuldet. Aber wenn wir mal fair drüber nachdenken: die Post wurde 1991 privatisiert. 90% der Kupferleitungen von damals sind inzwischen erneuert oder mit anderen Technologien überbaut. Sie haben 17 Millionen Bundesbürger erstmals mit Telefon und Internet versorgt, die das vorher garnicht hatten oder bestenfalls 1 Anschluss pro 20 Haushalte im Schnitt (EX-DDR). Heute also noch vom staatlichen Erbe zu sprechen ist ein blödsinn Argument.

    Die Telekom hat einfach alles richtig gemacht langfristig. Und viele Newcomer und Startups sind wieder verschwunden. Otelo, Arcor, O2, Gigabell, Hanse Net, Mannesmann, Motorola, Sprint, RWE...etc, alles wieder verschwunden. Aufgekauft von anderen. Und das wenigste davon bei der Telekom. Die ganzen größeren Unternehmen wurden als Konkurrenten zusammengefasst um überhaupt ein Gegengewicht zu schaffen. Und trotzdem konnten sie Telekom nicht vom Sockel stossen. Sowas über 30 Jahre durchzuhalten geht nicht, wenn man Fehler macht.

    Telekom ist eines sicher nicht: billig. Aber sie haben einen Support gegen den andere nur abstinken können und sie gehen ihre Weg mit langfristigen Zielen. DG wird dagegen noch 2-3 Jahre existieren, dann sind die aufgekauft von Vodafon damit Vodafon nicht vom Tisch der Bigplayer rutscht. Die machen nämlich kaum Glasfaser. Und hängen damit ziemlich durch.

  2. Bedarf wird massiv überschätzt. Die leute wollen billiges Internet kein Gigabit.

    Autor: Pecker 01.02.21 - 09:38

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DG baut 1 Million Anschlüsse pro Jahr. für die 35 Millionen Haushalte
    > braucht sie also 35 Jahre. Ja, es wird schneller werden und 5 Millionen
    > bekommen garkeinen am Ende. Die müssen jeden Ort den sie anschliessen
    > wollen erstmal mit Glasfaser versorgen. Ist nicht so das überall schon
    > Speedpipes liegen die man nur mal schnell mit Faser füllt. Und wenn doch,
    > müssten sie die mieten, was in der Regel deutlich teurer ist.

    Wenn nur DG ausbaut. Das ist aber nicht der Fall. Auch andere bauen Glasfaser aus.

    > Telekom baut keine FTTH, legt aber ziemlich flächendeckend das Glasfaser

    Die Telekom hat schon recht viel FTTH ausgebaut.

    > bis 300m zum Haushalt. Das dauert etwas. Danach kann man aber auf kurzem
    > Weg den rest machen. Daher sind deren 5 Jahre vorbereiten und dann 2
    > Millionen pro Jahr anschliessen rechnerisch(nach obigem Beispiel) 15+5
    > Jahre gegenüber 30 Jahre bei DG.

    Die Frage ist eher, ob Glasfaser überhaupt bis zum Ende ausgebaut wird. Bzw. ob das notwendig sein wird.

    > Die Strategie der Telekom wird also erfolgreicher sein als die Strategie
    > der DG. Die Telekom kann aufgrund ihrer Kupfervorleistungen die 5 Jahre
    > auch leichter überbrücken.

    250 Mbit/s reichen für die nächste Zeit sowas von aus. Alles was mehr ist, ist Luxus. Wer das haben will, gerne, der soll es aber auch bezahlen. Aktuell ist es eher so, dass selbst die 50 Mbit/s Tarife die teuren Tarife mitfinanzieren. Das kann nicht sein!

    > Die Telekom hat einfach alles richtig gemacht langfristig. Und viele
    > Newcomer und Startups sind wieder verschwunden. Otelo, Arcor, O2, Gigabell,
    > Hanse Net, Mannesmann, Motorola, Sprint, RWE...etc, alles wieder
    > verschwunden. Aufgekauft von anderen. Und das wenigste davon bei der
    > Telekom. Die ganzen größeren Unternehmen wurden als Konkurrenten
    > zusammengefasst um überhaupt ein Gegengewicht zu schaffen. Und trotzdem
    > konnten sie Telekom nicht vom Sockel stossen. Sowas über 30 Jahre
    > durchzuhalten geht nicht, wenn man Fehler macht.

    Ob die Telekom alles richtig gemacht hat, bezweifle ich jetzt mal, ich bin zwar Telekomkunde, einfach auch deswegen, weil die anderen noch schlechter sind, aber was mir hier wirklich sauer aufstößt, sind die Preise. Gerade Festnetz wird immer teurer, was kaum einer mehr hinterfragt.

    > Telekom ist eines sicher nicht: billig. Aber sie haben einen Support gegen
    > den andere nur abstinken können und sie gehen ihre Weg mit langfristigen
    > Zielen.

    Immerhin erreicht man da wirklich innerhalb von Minuten einen Ansprechpartner ja. Aber die Telekom ist einfach nur aberwitzig teuer. Was auf Glasfaseranbieter auch zutrifft.

    >DG wird dagegen noch 2-3 Jahre existieren, dann sind die aufgekauft
    > von Vodafon damit Vodafon nicht vom Tisch der Bigplayer rutscht. Die machen
    > nämlich kaum Glasfaser. Und hängen damit ziemlich durch.

    Das mag stimmen, aber das liegt an etwas anderem. Glasfaser ist zu teuer. Damit verdient man kein Geld. Glasfaser bietet Leistung, die kaum einer braucht, zu Tarifen, die keiner bezahlen will. Früher hat ein ordentlicher Internetanschluss 20¤ gekostet. Damit war man damals zeitgemäß unterwegs. Bei DG geht's dagegen erst bei 45¤ los mit 300 Mbit/s. Kein Privathaushalt braucht zwingend 300 Mbit/s. Ich lese immer wieder, dass doch niemand 3 Streamingdienste parallel bezahlen will, da sind wir ja schon bei 25¤ im Monat, wenn man alles zusammennimmt. Aber beim Festnetz ist es okay, wenn man jetzt 45¤ wie anstatt früher 20¤ bezahlt. Ich hab 50 Mbit/s und man kann damit ALLES! machen. Kein einziger Dienst geht deswegen nicht. Klar, mehr darf gerne sein, aber ich sehe das Preismodell einfach nicht ein. Da wird für teures Geld Gigabit ausgebaut und bezahlen soll das der Kunde, ob er will oder nicht. Die Telekom ist ja damit auf die Nase gefallen. Der Gigabitanschluss hat 120¤ im Monat gekostet. Nachdem das keiner haben wollte, hat man den Preis auf 80¤ gesenkt. Das heißt aber, den Gigabitausbau bezahlen nicht die Leute, die Gigabit haben wollen würden, es aber dann nicht nehmen, sondern die Leute, die für 50 Mbit/s trotzdem 40¤ bezahlen.

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