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Das ist sehr gut

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  1. Das ist sehr gut

    Autor: Rolf Schreiter 04.12.17 - 09:59

    Denn dann sind endlich mal Arbeitskräfte frei für Berufe wo es nicht genug gibt (zumindest in meiner Region), wie Pflegekräfte, Handwerker, Ärzte...

  2. Das wäre sehr gut

    Autor: demon driver 04.12.17 - 11:58

    Rolf Schreiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denn dann sind endlich mal Arbeitskräfte frei für Berufe wo es nicht genug
    > gibt (zumindest in meiner Region), wie Pflegekräfte, Handwerker, Ärzte...

    Das wäre sehr gut, wenn die dann noch bezahlt werden könnten. Je weniger Menschen noch an der materiellen Wertschöpfung beteiligt sind, umso weniger reeller volkswirtschaftlicher Wert wird geschöpft, mit dem sich solche Dienstleistungen noch bezahlen ließen.

  3. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: theonlyone 04.12.17 - 12:23

    Der Pflege Bereich lässt sich mit Maschinen auch ganz gut ergänzen und ersetzen.

    Umso gesünder Menschen bleiben umso besser.

    Irgendwann hat man eben einen Raum der scannt dich ab und stellt die Diagnose und dann einen Raum da wirst du operiert.
    Fertig ist das voll automatische Krankenhaus.
    Investitionskosten dafür wären immens und allein deshalb verzögert sich das umso mehr.

  4. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: SegmenFault 04.12.17 - 12:41

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rolf Schreiter schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Denn dann sind endlich mal Arbeitskräfte frei für Berufe wo es nicht
    > genug
    > > gibt (zumindest in meiner Region), wie Pflegekräfte, Handwerker,
    > Ärzte...
    >
    > Das wäre sehr gut, wenn die dann noch bezahlt werden könnten. Je weniger
    > Menschen noch an der materiellen Wertschöpfung beteiligt sind, umso weniger
    > reeller volkswirtschaftlicher Wert wird geschöpft, mit dem sich solche
    > Dienstleistungen noch bezahlen ließen.

    Warum sollte sich der reale volkswirtschaftliche Wert verringern? Welche Firma verzichtet denn freiwillig auf Einnahmen? Selbstverständlich wird die Wirtschaft auch durch KI und Co weiter wachsen, es könnte lediglich sein, dass Menschen weniger daran beteiligt sind.

  5. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: demon driver 04.12.17 - 13:03

    Reeller volkswirtschaftlicher Ertrag entsteht nur durch menschliche Arbeit, und nur, wenn die angewandt wird, um aus Rohstoffen/Vorprodukten neue Produkte herzustellen, die auf Märkten mehr Geld einbringen (Mehrwert), als dafür aufgewandt wurde.

    Je weniger Menschen daran gearbeitet haben, umso weniger Wert steckt in der produzierten Ware. (Kein Unternehmer automatisiert, weil das teurer wäre – und sobald der erste eine Möglichkeit gefunden hat, etwas billiger zu produzieren, zieht auch die Konkurrenz nach, und der Preis der Ware pendelt sich entsprechend niedriger ein.) Um den gleichen Wert zu erzeugen wie vorher, müsste also entsprechend mehr produziert werden.

    Wenn nur noch eine Handvoll Menschen gebraucht wird, um die Maschinen zu entwerfen, zu bauen und zu beaufsichtigen, die ansonsten alle Arbeit erledigen, dann reicht das im bestehenden Wirtschaftssystem sowenig, um eine ganze Volkswirtschaft zu ernähren, wie wenn sich alle nur gegenseitig die Haare schneiden und dafür Geld geben würden. Das Geld erhält (behält) so keinen ausreichenden Wert mehr.

  6. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: User_x 04.12.17 - 21:24

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Pflege Bereich lässt sich mit Maschinen auch ganz gut ergänzen und
    > ersetzen.
    >
    > Umso gesünder Menschen bleiben umso besser.
    >
    > Irgendwann hat man eben einen Raum der scannt dich ab und stellt die
    > Diagnose und dann einen Raum da wirst du operiert.
    > Fertig ist das voll automatische Krankenhaus.
    > Investitionskosten dafür wären immens und allein deshalb verzögert sich das
    > umso mehr.

    echt, der mensch der es in den genen hat ein herdentier zu sein, selbst wir hier, die unsere bestätigung, belehrung, belustigung oder standpunkterweiterung suchen reden und suchen kontakt mit anderen.

    warum sollte es in der zukunft also so leer werden?

  7. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: quineloe 05.12.17 - 09:18

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Das wäre sehr gut, wenn die dann noch bezahlt werden könnten. Je weniger
    > Menschen noch an der materiellen Wertschöpfung beteiligt sind, umso weniger
    > reeller volkswirtschaftlicher Wert wird geschöpft, mit dem sich solche
    > Dienstleistungen noch bezahlen ließen.


    Was meinst du, was passiert, wenn wir 90% Leute ohne Arbeit und Geld haben, und die 10% sagen den 90%, weil sie nicht arbeiten, dürfen sie auch nicht essen - hat ja schon der Franz Müntefering, von dem auch so tolle Zitate wie "Früher hätte man da Soldaten hingeschickt" stammen, so ganz fein gesagt. Ich mein, wenn die Sozialdemokraten sagen, die Menschen die "zu viel" sind sollen einfach verhungern, dann ist das ja schon sehr human und sozial, oder? Die können sich ja nicht irren.
    @gs: Einen Bundesminister darf man hoffentlich noch zitieren, ohne dass es "menschenverachtend" ist. Quelle:
    http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner

    Also wo wollen wir Menschen stellen, für die keine Arbeit da ist? Wie groß soll deren materielle Teilhabe an der Gesellschaft sein? Eine Mahlzeit am Tag? Drei? Eine Wohnung? Eigenes Haus? Ein Auto? Urlaub? Von unserer Wirtschaftsleistung wäre das übrigens alles drin.

    Oder von der anderen Seite gefragt, wie wenig muss man ihnen geben, dass sie nicht einfach anfangen, die 10% umzubringen bis sie kriegen, was sie wollen, so ganz französische Revolution mäßig? Ist ja nicht so, dass ein Aufstand allein wegen Vermögensverteilung (wir alles, du nix) keinen historischen Präzedenzfall hätte.

    und jetzt verschon mich bitte mit "die deutschen würden das nie machen". 17. Juni 1953, das waren Deutsche.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.17 09:20 durch quineloe.

  8. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: demon driver 07.12.17 - 19:39

    Ich bin da ganz bei dir, aber dadurch, dass die 90% die 10% beseitigen, werden die 90% ja auch nicht satt. Wenn wir mal soweit sind, dass nur noch 10% genug zu essen haben, dann ist es womöglich schon zu spät, dann ist schon zuviel kaputt. Und wenn nicht, dann ist die entscheidende Frage, ob die 90% denn dann einen Plan haben, wie sie die Welt denn künftig einrichten wollen, damit sie wieder satt werden – und womöglich gar eine Infrastruktur einschließlich sowas wie ein funktionierendes Gesundheitssystem aufrechterhalten können, in der nicht wieder jeder entzündete Blinddarm mangels Krankenhäusern zum Tod führt. Sicher ist dann nur eins – mit den Konzepten "Ware", "Geld" und "Markt" wird es nicht mehr gehen.

  9. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: quineloe 08.12.17 - 00:15

    Wieso sollten wir nur noch genug zu Essen für 10% haben? unsere produktivität steigt und steigt und steigt. Wir werfen genug Lebensmittel weg, um die Weltbevölkerung zu ernähren.

    Das Problem ist, dass all die Produktivitätssteigerung an Geld gekoppelt ist (wie ich schon schrieb, der primäre Zweck von Geld ist es nicht (mehr), Waren und Dienstleistungen handelbar zu machen, sondern um die Menschen ohne Geld von Waren und Dienstleistungen fernzuhalten.

  10. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: demon driver 10.12.17 - 22:47

    Wenn nur noch 10% der Menschen arbeiten, dann ist irgendwann auch nur noch genug Wert in Geldform da, um rund 10% satt zu bekommen – selbst wenn die arbeitenden 10% soviel produzieren wie vor zig Jahren mal bei Vollbeschäftigung produziert wurde. Das ist das Problem, dessen Anfänge wir längst weltweit beobachten, mit Ausnahme (noch) der wachstumsstarken Schwellenländer, solange die noch Potenzial haben, in der Produktivität aufzuschließen. (Und das werden dann im Zweifelsfall auch keine Lebensmittel sein, sondern Exportgüter.)

    Die Produktivität ist ja gerade die Ursache dieser Krise. Die Wertsubstanz im volkswirtschaftlichen Gesamtertrag geht damit zurück, wenn nicht im gleichen Maße, wie weniger Leute für die bestehende Produktion gebraucht werden, noch mehr produziert wird.

    Geld hat übrigens im Grunde seit dem Frühkapitalismus nur einen "primären Zweck" – zu mehr Geld gemacht werden zu können. Und das konnten schon damals tendenziell nur Leute, die schon genug hatten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.17 22:49 durch demon driver.

  11. Re: Das wäre sehr gut

    Autor: quineloe 11.12.17 - 08:44

    >Wenn nur noch 10% der Menschen arbeiten, dann ist irgendwann auch nur noch genug Wert in Geldform da, um rund 10% satt zu bekommen

    Muss ich an die Uni Freiburg gehen, um das zu verstehen? Oder wo bekommt man das beigebracht, dass nur von mit, durch Arbeit verdientes Geld, gekauftes Essen sattmacht?

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