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ABP gegen Adserver
Autor: Blubbba 22.02.10 - 23:18
Lohnt sich der Krempel überhaupt noch?
Selbst in den Standardeinstellungen lässt ABP kaum Werbung von Google/Adserv durch... -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: ad-server 22.02.10 - 23:44
Du meinst wohl mit "Krempel" die Online-Werbung.
Hier schrieb mal jemand, ein Kollege aus einer Agentur hätte ihm gesagt, das die allerwenigsten Adblocker eingeschaltet hätten.
Text-Werbung wird wohl keiner filtern.
Die Bilder-Werbung hingegen schon. Adblocker scheinen sich im Volk aber leider wenig herumzusprechen. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: lalalalalala 23.02.10 - 01:34
ad-server schrieb:
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> Hier schrieb mal jemand, ein Kollege aus einer Agentur hätte ihm gesagt,
> das die allerwenigsten Adblocker eingeschaltet hätten.
Und für die Erkenntnis, dass die allerwenigsten einen Adblocker haben braucht ihr jemanden, der einen Kollegen in einer Agentur hat??? Gesunder Menschenverstand hätte euch wohl zur gleichen Erkenntnis gebracht.
Ich hab übrigens keinen Ablocker installiert. Brauch ich nicht, mein Hirn kann Werbung, die mich nicht interessiert ganz gut ausblenden. Gut, die Layer die die Seiten überlagern sind lästig, aber sonst stört mich die Werbung eher nicht, weil sie mir auch gar nicht einfällt. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: ad-server 23.02.10 - 03:26
lalalalalala schrieb:
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> Und für die Erkenntnis, dass die allerwenigsten einen Adblocker haben
> braucht ihr jemanden, der einen Kollegen in einer Agentur hat??? Gesunder
> Menschenverstand hätte euch wohl zur gleichen Erkenntnis gebracht.
Na ja. Hier in den Foren ist es sehr üblich, adblocker zu nutzen.
Eine Messung durch ivw o.ä. fände ich schon repräsentativer als blosse Behauptungen. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: Lars154 23.02.10 - 07:05
Klar... nicht jeder schaltet Werbung ab... manche haben doch ein wenig Verstand und sind sich der Konsequenzen bewusst.
Gerade als ABP Nutzer sollte man die gezielte Filterung nutzen... Unpassende Werbung wie Layer, Animationen oder gar Ton sperrt man da es wirklich unpassend ist, Text Werbung oder dezente Banner lässt man. Warum auch sollte man einem Dienstleister der einem Service bringt jegliche Einnahmequelle nehmen? -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: theschmitzcat 23.02.10 - 08:10
Lars154 schrieb:
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> Warum auch sollte man einem Dienstleister der einem Service bringt jegliche Einnahmequelle nehmen?
Na da habe ich keine falsche Hemmungen. Wie oben behauptet wurde filtern ja die meisten die Werbung nicht, dann kann es ja nicht das Geschäftsmodell der Dienstleister zerstören wenn ich als Mitglied einer offenbar kleinen Minderheit mir den Schrott gar nicht erst vom Server ziehe. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: Sil53r_Surf3r 23.02.10 - 10:40
> Warum auch sollte man einem Dienstleister der einem Service
> bringt jegliche Einnahmequelle nehmen?
Der Logik kann ich nicht folgen. Wenn ich Werbung ohnehin nicht beachte, also auch keine Klicks darauf generiere, welchen Nutzen zieht dann der Dienstleister aus deren Auslieferung?
Ist er auf Online-Werbung zur Finanzierung seines Angebotes angewiesen, ist sein Geschäftsmodell zudem antiquiert und mittelfristig sowieso zum Aussterben verurteilt. Ich kann, muß es aber nicht unterstützen.
Ich wünsche Inhalte zu lesen. *Nur* Inhalte. Keine Werbung. Zu Deutsch: Ich will den Werbedreck nicht, denn er ist in seiner Aggressivität eine Belästigung.
Vom Dienstleister erwarte ich dementsprechende, tragfähige Geschäftsmodelle. Die zu skizzieren, ist nicht meine Aufgabe als (potentieller) Kunde. Und weil das so ist, setze ich bis dahin sämtliche technische Mittel ein, die mir zur Verfügung stehen, um unerwünschte Inhalte zu unterdrücken. Dazu zählen Banner, IVW-, Tracker- und sonstige Webbugs und was man sonst noch so an Spionagezeugs im ausgelieferten Datenstrom findet: Ich habe das Recht, unerwünschte Information auszufiltern.
Mein Browser zeigt mir den Content an, den *ich* sehen will. Nicht das, was man mir von außen als solchen aufzuzwingen sucht.
Präsentiert sich ein Anbieter(!) nicht als ein solcher, sondern stattdessen als penetrante Werbeschleuder, will er mich nicht als Kunden, und ich ziehe weiter. Die allerwenigsten besitzen Alleinstellungsmerkmale. Wichtige Informationen tendieren ohnehin dazu, sich großflächig im Netz zu verbreiten.
Abstimmung per Mausklick. So einfach ist das. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: Lars154 23.02.10 - 12:39
Kleinvieh macht auch Mist.
Ich bin sicher, dass eine Vielzahl der Textwerbung dich in keinster Weise stören oder Behindern würde. Was dich also dazu bewegt eine Seite wie Golem.de oder andere um mögliche Einnahmen und Reichweitenermittlungen zu bringen ist rein das Prinzip des Könnens. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: Lars154 23.02.10 - 12:46
Sil53r_Surf3r schrieb:
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> Der Logik kann ich nicht folgen. Wenn ich Werbung ohnehin nicht beachte,
> also auch keine Klicks darauf generiere, welchen Nutzen zieht dann der
> Dienstleister aus deren Auslieferung?
Weil nicht nur der Klick zählt.
> Ist er auf Online-Werbung zur Finanzierung seines Angebotes angewiesen, ist
> sein Geschäftsmodell zudem antiquiert und mittelfristig sowieso zum
> Aussterben verurteilt. Ich kann, muß es aber nicht unterstützen.
Nein, genau dieses Geschäftsmodell ist es, dass langfristig überleben wird. Woher soll das Geld sonst kommen? ist die Paid Content lieber? Presseagenturen verkaufen Meldungen, können sich weniger Anbieter diese Meldungen leisten werden sie teurer und dann wird das Angebot deutlich geringer und über freie Medien werden zahlreiche Informationen nicht mehr verfügbar sein.
> Ich wünsche Inhalte zu lesen. *Nur* Inhalte. Keine Werbung. Zu Deutsch: Ich
> will den Werbedreck nicht, denn er ist in seiner Aggressivität eine
> Belästigung.
Das ist schlicht weg eine Lüge. Die Masse der Werbung stört dich definitiv nicht. Jene Werbung die stört (Layer etc.) wird von vielen Programmen auch außerhalb von ABP geblock... zum Beispiel Firewalls im Firmen (Textwerbung wird durchgelassen). Die Anbieter lernen daraus und gestalten Werbung entsprechend. So hat der Kunde den Werbenden in den letzten Jahren dazu gebracht die Präsentation der Werbung zu überdenken.
> Vom Dienstleister erwarte ich dementsprechende, tragfähige
> Geschäftsmodelle. Die zu skizzieren, ist nicht meine Aufgabe als
> (potentieller) Kunde.
Die Antwort lautet: Paid Content, dann zahlst du künftig für jeden Beitrag 29 Cent. Nur dann werden Anbieter davon Gebrauch machen, es jeden freien Medien zu untersagen Pressemeldungen abzuschreiben.
> Und weil das so ist, setze ich bis dahin sämtliche
> technische Mittel ein, die mir zur Verfügung stehen, um unerwünschte
> Inhalte zu unterdrücken. Dazu zählen Banner, IVW-, Tracker- und sonstige
> Webbugs und was man sonst noch so an Spionagezeugs im ausgelieferten
> Datenstrom findet: Ich habe das Recht, unerwünschte Information
> auszufiltern.
Natürlich... aber es gibt eben auch die dezente Werbung.
>
> Mein Browser zeigt mir den Content an, den *ich* sehen will. Nicht das, was
> man mir von außen als solchen aufzuzwingen sucht.
Wenn es schärfer wird, kann Werbung auch so gestaltet werden, dass sie definitiv nicht gefiltert werden kann.
> Informationen tendieren ohnehin dazu, sich großflächig im Netz zu
> verbreiten.
Ja, weil es Quellen gibt, die dafür gezahlt haben. Kostenfrei sind Pressemitteilungen wo Hersteller Produkte bewerben. Nachrichten aus aller Welt kosten jedoch Geld. Wenn die Anbieter zu Paid Content umschwenken wird es schwer.
> Abstimmung per Mausklick. So einfach ist das.
Nein, Toleranz und Feedback per Filter. Wenn du alles blockst zeigst du deutlich, dass du keinen Kompromiss willst, das führt dann zu der erwähnten Lösungen, dass unfilterbare Inhalte kommen. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: abp 23.02.10 - 13:36
Sammelantwort, daher nicht gezielt an ein Posting drangehangen.
Textwerbung kann sehr unaufdringlich und doch einprägsam sein
Es gibt Branding- und Klick-Werbung.
Es gibt Bezahlung nach Klicks und nach Anzeige.
Von daher ist es zulässig, Werbung zu filtern. Dann wird sie hoffentlich auch nicht als angezeigt gezählt.
Golem und andere können gerne textwerbung ergänzen.
Wenn beispielsweise ein Spiel erscheint, welches getestet wurde, gibts dann einen Link auf Amazon und man kriegt Provision.
Oder die Fermi-Grafikkarten erscheinen endlich. Dann klickt man auf die golem-Textwerbung und landet bei Preisvergleichern für diese Karten und golem kriegt Provision, wenn darüber bestellt wird usw.
oder man bestellt und der Händler fragt, wer die Provision kriegen soll und nennt seine 10 wichtigsten Websites/Zeitschriften für dieses konkrete Produkt. man kann dann auch golem.de reinschreiben wenn die dort nicht auftauchen.
Die Käufer dafür belohnen, wäre dann auch eine Idee, damit die sich die Arbeit machen. Dann müsste es aber auch einen Punkt "() Keine Provision auszahlen" geben. Aber den Punkt gäbe es sowieso.
Ist also nicht ganz einfach. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: adserver-blocker 23.02.10 - 17:43
ad-server schrieb:
> Eine Messung durch ivw o.ä. fände ich schon repräsentativer
> als blosse Behauptungen.
Wie soll IVW etwas messen können,
wenn *ivwbox.de* selbst geblockt ist? -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: M_Kessel 23.02.10 - 17:56
Ich kann dem nur zustimmen.
Ich habe vor ca. 20 Jahren eine Allergie gegen agressive Werbung entwickelt.
Seit der Zeit nutze ich Werbeblocker, angefangen von Siemens Webwasher, bis heute ad Block+ von Firefox.
Mal ganz ehrlich -- Werbebanner haben mich damals nie gestört, die ignoriert man. Aber sobald das Bild anfängt zu blinken, der Text alle 10 cm von werbung unterbrochen wird, oder gar Fenster auf dem Inhalt geöffnet werden, die man nicht schliessen kann, dann hört es für mich auf Werbung zu sein.
Dann ist es für mich eher der Hinweis, von "Denen" bloß nichts zu kaufen. Somit ist es für die Werbefirmen günstiger, wenn ich so etwas gar nicht zu Gesicht bekomme. ;)
Werbebanner würde ich auch heute noch zulassen, Textwerbung stört mich nicht die Bohne. Allerdings bin ich einfach zu bequem, die Einstellungen im AdBlock zu suchen. :D
Ich meine, ich sperre ja nicht die Seite, die ich sehen will. Somit sind Banner und Textwerbung wohl noch problemlos möglich, nur halt nicht von Drittanbietern, was in meinen Augen aber dann eher ein "Problem anderer Leute" ist. -
Re: ABP gegen Adserver
Autor: Connecting-People 23.02.10 - 21:05
Es ist relativ einfach: werden 90.000 AdImpressions ausgeliefert, gab es offenbar entsprechend häufig die Gelegenheit dazu - also keine AdBlocker.
Ich weiß nicht, wie viele AdBlocker installiert sind. ABER: es sind genug User bereit, Werbung zu akzeptieren, um den großen Angeboten eine warme Mahlzeit zu bescheren.
Die Kleinen werden es vielleicht nicht schaffen - Dank ABlocker. Das ist (den Werbern) aber egal, weil die Masse ohnehin auf heise, Bild und Spiegel online surft.
Eine Anmerkung zu einem meiner Vorredner:
Gratuliere! falls Du vor 20 Jahren bereits Adblocker installiert hast, bist Du der Erfinder des World Wide Web!!!
Das grafische Web fand erst 1993/94 Verbreitung.
Und jetzt die Preisfrage wann und von wem wurde der erste Banner geschalten?



