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Kreatives Rechtssystem ^^
Autor: phex 15.02.15 - 11:36
Es werden also Aktien mit 1000% Stimmrecht gegenüber 100% "Normaloaktien" in stimmechtlich wertloses Papier umgewandelt.
Vielleicht sind hier ja Leute mit etwas Ahnung zu diesem Thema und können erklären, was eine Rechtsgrundlage als Richtmaß taugt, die man umdefinieren kann, sobald sie nicht mehr für einen selbst gilt. Oder ist Aktienrecht etwas, das man quasi selbst bestimmen kann; So, wie es einem eben gerade nützt? -
Re: Kreatives Rechtssystem ^^
Autor: DrWatson 15.02.15 - 11:48
Es läuft so ab, dass die Verkäufer von einem Teil ihrer Rechte zurücktreten und die Aktien DANACH verkaufen.
Die Googlegründer downgraden quasi einen Teil ihrer Aktien. Da niemand außer ihnen selbst schlechtergestellt wird ist daran nicht verwerfliches.
Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.
–George Santayana -
Re: Kreatives Rechtssystem ^^
Autor: Baron Münchhausen. 15.02.15 - 12:02
Sie haben ein Split durchgeführt.
Jeder der Aktien hatte, hatte dazu die gleiche Menge einer stimmrechtlosen Aktie erhalten. Der Wert der Aktien hat sich halbiert, da die menge der Aktien sich verdoppelt hat.
Da sind, unter anderem in DE, natürlich viele Probleme entstanden aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt wollten Sie die eigenen stimmrechtlosen Aktien verkaufen, was deren Wert weiter nach unten treiben würde und das ließen sich die Aktionäre zurecht nicht gefallen. -
Re: Kreatives Rechtssystem ^^
Autor: phex 15.02.15 - 12:45
Okay.
Ich bin auch davon ausgegangen, dass sie die Aktien vor dem Verkauf umwandeln.
Da die Macht aber an das Stimmrecht der Aktien gebunden war und ist, sollte das meiner Ansicht nach eine unveränderliche Größe sein. Denn mir kommt das so vor, als ob man mal eben das entwertet, das einem zuvor die Macht gesichert hat, damit kein anderer diese Macht erhält.
Zudem erhöhen sie nach meinem Verständnis den Wert ihrer noch vorhandenen B-Aktien effektiv, sowohl vom materiellen als auch vom Machtwert her, da sie durch ihr Vorgehen deren Anzahl verknappen.
Meiner Wahrnehmung nach dürfte die Zahl der Aktien mit Stimmrechtsanteil nicht veränderbar sein.
Ich habe dazu so schnell nichts Konkretes gefunden. Wieviel wären denn diese A, B und C-Aktien im Verkauf jeweils wert? Also nehmen sie für den Verkauf ihrer ehemaligen B Aktien, die in C umgewandelt wurden, auch nur einen Bruchteil des Wertes von B-Aktien ein? -
Re: Kreatives Rechtssystem ^^
Autor: Nullmodem 16.02.15 - 14:55
phex schrieb:
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> Okay.
> Ich bin auch davon ausgegangen, dass sie die Aktien vor dem Verkauf
> umwandeln.
> Da die Macht aber an das Stimmrecht der Aktien gebunden war und ist, sollte
> das meiner Ansicht nach eine unveränderliche Größe sein.
Würden die dont-be-evil-typen Aktien verkaufen weil sie Geld (für sich) brauchen, verlören Sie damit Stimmrecht (Stammaktie = Stimrecht). Im Schlimmsten Falle rutschen sie unter die 50% Anteil und verlieren damit das Sagen.
Jetzt machen Die aus einer Aktie mit Wert X und Stimmrecht zwei Aktien mit Wert X/2, eine hat Stimmrecht und eine nicht.
Jetzt veräußern Sie ihre Vorzugaktien (kein Stimmerecht), haben fette Kohle gemacht und der Anteil an Stammaktien ist dabei gleich geblieben.
Der Wert der Vorzugaktien wird aber schnell fallen, weil das Interesse an diesen rechtlosen Aktien kleiner ist als an Stammaktien.
Eine echte Win-Win Situation. (Ist klar, wer die beiden Gewinner sind, oder? Die, die einen Riesenberg Aktien direkt mit dem Split verkaufen)
nm
> Denn mir kommt
> das so vor, als ob man mal eben das entwertet, das einem zuvor die Macht
> gesichert hat, damit kein anderer diese Macht erhält.
> Zudem erhöhen sie nach meinem Verständnis den Wert ihrer noch vorhandenen
> B-Aktien effektiv, sowohl vom materiellen als auch vom Machtwert her, da
> sie durch ihr Vorgehen deren Anzahl verknappen.
> Meiner Wahrnehmung nach dürfte die Zahl der Aktien mit Stimmrechtsanteil
> nicht veränderbar sein.
>
> Ich habe dazu so schnell nichts Konkretes gefunden. Wieviel wären denn
> diese A, B und C-Aktien im Verkauf jeweils wert? Also nehmen sie für den
> Verkauf ihrer ehemaligen B Aktien, die in C umgewandelt wurden, auch nur
> einen Bruchteil des Wertes von B-Aktien ein?



