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Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

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  1. Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: DebugErr 06.12.16 - 11:22

    ...desto besser für Amazon :)

  2. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: MK899 06.12.16 - 11:36

    Ich kann bei vielen Kritiken an bargeldlosen Zahlung mitgehen, aber diesen Punkt habe ich nur verstanden. Warum soll ich bei bargeldlosen Zahlung den Überblick verlieren? Mach ich schon ewig so. Girokonto Ausgangspunkt - wird regelmäßig kontrolliert und Abbuchung auf den ersten gestellt (auch Sparraten) und von dem Betrag zieht man den Einkauf einfach ab... Bei der DkB ist es noch etwas kniffliger da ein separates Visakonto gefurt wird, was erst nächsten Monat ausgeglichen wird. Ist doch nur bisschen Kopfrechnen.



    Edit: ich persönlich würde diese Art einzukaufen schon nutzen. Schlange stehen, Warten auf den obligatorischen Münzzähler, oder "wer hat den Tabakschlüssel" ... Irgendwie immer vor mir diese Frage... Darauf kann ich gerne verzichten.
    Die Kassierer haben so oder so eine schlechte Zukunft- auch ohne Amazon. War doch klar, dass dies irgendwann mal kommt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.16 11:39 durch MK899.

  3. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: knabba 06.12.16 - 12:02

    Im Gegenteil man hat sogar einen besseren Überblick weil die Handy-App immer genau anzeigt was man schon im "Beutel" hat. Manche wissen zwar auch beim Einkaufen ca. wie viel es kosten wird aber wohl fast keiner genau.

  4. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: Peter Brülls 06.12.16 - 12:17

    knabba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegenteil man hat sogar einen besseren Überblick weil die Handy-App
    > immer genau anzeigt was man schon im "Beutel" hat.

    > Manche wissen zwar auch beim Einkaufen ca. wie viel es kosten wird
    > aber wohl fast keiner genau.

    Dafür muss man aber auch draufgucken. So wie es der Film darstellt, geht man rein, greift sich ein paar Sachen und geht wieder raus.

    Ich sage voraus, dass in der Praxis der Blick auf das Handy nach einer Eingewöhnungszeit wegfällt, sobald der Benutzer gelernt hat, dass die Abrechnung schon stimmen wird.

  5. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: Peter Brülls 06.12.16 - 12:28

    MK899 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann bei vielen Kritiken an bargeldlosen Zahlung mitgehen, aber diesen
    > Punkt habe ich nur verstanden.


    Ich nehme mal an, dass „nur“ eigentlich „nie“ heißen sollte?

    > Warum soll ich bei bargeldlosen Zahlung den
    > Überblick verlieren?

    Achtung, Du hast die Aussage Deines Vorgängers subtil geändert. Ihm geht es um die Entkoppelung von des Nehmens von dem *Gefühl*, sich von etwas getrennt zu haben. Das kann durchaus vorkommen, ohne, dass man den Überblick auf sein Haben verliert.

    Es gibt diverse Studien, nach denen das Bezahlen mit Bargeld „schmerzhafter“ ist als das unbare, auch, das entsprechend bar bezahltes oder erhaltenes Bargeld höher bewertet wird als unbare Transaktionen.

    Ich persönlich vermute da allerdings auch ein gerütteltes Maß an Gewöhnung. Daran, dass man für diesen 20-Euroschein eine Stunde im Büro gesessen hat, erinnern sich die meisten wohl auch nicht mehr. Obwohl das der relevante Massstab wäre.


    Disclosure: Ich selbe zahle fast alles unbar. Aber ich prüfe meine Ausgaben quer über alle Konten praktisch täglich.

  6. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: MK899 06.12.16 - 13:03

    Stimmt es sollte "nie" heißen. Ich prüfe ebenso fast täglich meine Konten. Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, dass ich so ein Gefühl beim Ausgeben von Bargeld hätte, aber da tritt wohl der von dir erwähnte Gewöhnungseffekt ein.

  7. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: Peter Brülls 06.12.16 - 13:14

    MK899 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt es sollte "nie" heißen. Ich prüfe ebenso fast täglich meine Konten.
    > Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, dass ich so ein Gefühl beim
    > Ausgeben von Bargeld hätte, aber da tritt wohl der von dir erwähnte
    > Gewöhnungseffekt ein.

    Bei mir ist auch umgekehrt: Barausgaben sind bei mir schneller getätigt. Das Geld in der Börse fehlt schon auf dem Konto und quasi schon eh ausgegeben, ich brauche ihm nur noch einen kleinen Schubs zu geben.

    Wobei sich auch das geändert habe, seit ich meine Barausgaben in die Uhr spreche und kurz danach das Saldo genannt mitgeteilt kriege.

  8. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: My1 06.12.16 - 13:32

    naja für taschenrechnereinkäufe ist es schon praktisch wenn man nicht mehr selbst schauen muss.

  9. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: Peter Brülls 06.12.16 - 13:57

    My1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > naja für taschenrechnereinkäufe ist es schon praktisch wenn man nicht mehr
    > selbst schauen muss.

    Die Zeiten, in denen ich vor dem Kauf von Gütern des täglichen Bedarfs nachrechnen musste sind bei mir gottseidank vorbei. Wer da ist, wird bei Amazon eh nicht den besten Schnitt machen.

  10. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: My1 06.12.16 - 14:09

    naja wenn ich grad mal bspw nur 10¤ dabei hab oder so dann rechne ich schon mal nach was ich im Laden ausgebe, gut bei Amazon gehts aufs konto, aber ich wüsste schon gerne vorher wie viel ich ausgebe.

  11. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: CHU 06.12.16 - 18:57

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sage voraus, dass in der Praxis der Blick auf das Handy nach einer
    > Eingewöhnungszeit wegfällt, sobald der Benutzer gelernt hat, dass die
    > Abrechnung schon stimmen wird.

    Die Abrechnung wird auf jeden Fall stimmen. Diese Blöße gibt sich Amazon nicht.

    Die müssen nicht offensichtlich betrügen, um an dein Geld zu kommen. Deren Mittel sind subtiler.

    Was die aus der Tasche (besser gesagt aus dem Gehirn) zu ziehen versuchen, sinde Eure Gedanken, um diese in eine Richtung zu lenken, noch viel mehr Geld bei denen zu lassen.

    Manch einer mag das als Vorteil sehen, dass man nun auch beim Einkaufen noch weniger sich Gedanken machen muss, weil der große Bruder in der Klaut ja aufpasst. Andere werden dabei ein mulmiges Gefühl haben, wenn ein Algorithmus sich anschickt und anmaßt einen jeden Blick zu deuten und zu analysieren, um den eigenen Verstand auszutricksen.

    Mein Fazit: Ein wenig mehr Komfort ja bitte, aber Seeleinstrip nein danke.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.16 18:58 durch CHU.

  12. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: BLi8819 06.12.16 - 22:55

    Sollte es so einen Laden in D geben, werden auch dort Preise ausgeschildert sein müssen, so wie in jeden anderen Laden auch. Zusätzlich wird es für ein Kaufvertrag in Deutschland ein Checkout geben müssen, da sonst keine Willenserklärung vorhanden wäre.

  13. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: BLi8819 06.12.16 - 22:59

    Zumindest in Deutschland müssen Preise ausgeschildert sein. Bei der Wahrnehmung wird sich also nicht viel tun, außer dass man kein Taschenrechner mehr braucht, um eine Zwischensumme zu erhalten, sondern ein Blick aufs Smartphone ausreicht.
    Zudem wird es in Deutschland ein Checkout (o.ä.) geben müssen, da es sonst keine rechtskräftige Willenserklärung gibt.

  14. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: Skwirrel 07.12.16 - 07:23

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei mir ist auch umgekehrt: Barausgaben sind bei mir schneller getätigt.
    > Das Geld in der Börse fehlt schon auf dem Konto und quasi schon eh
    > ausgegeben, ich brauche ihm nur noch einen kleinen Schubs zu geben.

    Jap, genau so sieht es auch bei mir aus. Sobald ich Bargeld habe, gebe ich es aus wie nichts. Da fühle ich mich wie Krösus. Als weg mit der Kohle, heute kann ich mal einer ausgeben usw. Schlimm :D.

    Hingegen wenn ich mit Karte bezahle oder im Internet shoppe, rechne ich alles durch und versuche billig einzukaufen, suche die besten Angebote. Betrachte ständig meinen Kontostand, wo was für was abging, wie sah es letzten Monat aus, gleiche Kosten?, hab ich plus gemacht usw.

    Also ich gebe definitiv mehr Geld aus, wenn ich es bar habe.

  15. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: Peter Brülls 07.12.16 - 10:47

    Skwirrel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hingegen wenn ich mit Karte bezahle oder im Internet shoppe, rechne ich
    > alles durch und versuche billig einzukaufen, suche die besten Angebote.
    > Betrachte ständig meinen Kontostand, wo was für was abging, wie sah es
    > letzten Monat aus, gleiche Kosten?, hab ich plus gemacht usw.

    Vor allem entfällt der Druck des Jetzt-Enscheidens. In den Amazon-Warenkorb legen oder - bei mir - mit einem Tastendruck den Shop-Link in die Todo-Liste und man hat alle Zeit der Welt, sich das zu überlegen.

  16. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: sofries 07.12.16 - 11:05

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte es so einen Laden in D geben, werden auch dort Preise ausgeschildert
    > sein müssen, so wie in jeden anderen Laden auch. Zusätzlich wird es für ein
    > Kaufvertrag in Deutschland ein Checkout geben müssen, da sonst keine
    > Willenserklärung vorhanden wäre.


    Das ist Falsch. Auch in Deutschland reicht eine konkludente Willenserklärung aus. Das heißt, dass mein Handeln aus Sicht Dritter eine Willenserklärungsabsicht ausdrückt. Wenn ich in die Berliner U Bahn reingehe, dann muss ich auch nirgendwo unterschreiben, dass ich jetzt mit der BVG einen Beförderungsvertag abschließen will, sondern mein Handeln wird so ausgelegt.

    Ferner ist es nicht der Kunde, der im Supermarkt dem Kaufvertrag zustimmt, sondern der Laden. Der Kunde gibt im Supermarkt das Angebot ab, die Waren kaufen zu wollen, indem er zur Kasse geht. Der Supermarkt kann dann entscheiden, ob er die Waren zu dem Preis verkaufen will oder nicht.

  17. Re: Umso weniger der Kunde das Gefühl hat, Geld auszugeben...

    Autor: BLi8819 09.12.16 - 15:13

    > Wenn ich in die Berliner U Bahn reingehe,

    Dann hast du vorher ein Ticket gekauft.

    > Ferner ist es nicht der Kunde, der im Supermarkt dem Kaufvertrag zustimmt,

    Beide Seiten eines Vertrags müssen eine Willenserklärung abgeben. Sonst gibts kein Vertrag.

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