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Machen das nicht alle irgendwie?

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  1. Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: SlightlyHomosexualPandabear 15.03.18 - 14:03

    Gut, Amazon setzt das in direkter Relation zu seinen Verdiensten außerhalb des Prime Video Angebots.

    Trotz alledem läuft das, egal bei wem, nicht im geringsten anders. Man produziert eine Serie, läuft sie gut, produziert man weitere Staffeln, bis sie nicht mehr geguckt wird. Läuft sie schlecht, wird sie eingestellt.

    Alle TV-Sender sind schon immer so verfahren, Netflix hat das in letzter Zeit sehr oft gemacht und auch nicht hinter dem Berg damit gehalten. Defenders? Kam nicht an, keine neue Staffel. Dirk Gently? Yo, ist cool, aber lohnt sich nicht für uns. Die Liste kann man lange fortsetzen.

    Deshalb verstehe ich manche Leute hier im Forum nicht, die fragen, wieso sie eine Serie anfangen sollten, obwohl sie Gefahr laufen das diese nicht beendet wird? Diese Gefahr droht dir mit absolut jeder anderen Serie genauso?

  2. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: dabbes 15.03.18 - 15:26

    Das macht man aber an Zuschauerzahlen fest und nicht an Neuabonennten.

  3. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: Cyril 15.03.18 - 16:56

    Zuschauerzahlen sind hier weniger wichtig, die Frage ist, was Geld reinbringt.
    Beim Werbefinanzierten Fernsehen kann man wahrscheinlich sagen: 1 Million Leute (der relevanten Zielgruppe) schauen das, entsprechend krieg ich Knete für den Werbeblock. Dann kann man die Ratio ausrechnen, wie viel 'ne Serie kostet und was sie reinbringt.

    Bei 'nem Komplettpaket ist das etwas kniffliger. Jeder liest zwar die Witze-Seite in der Zeitung, aber niemand kauft sie deswegen. Und was nun Leute davon überzeugt etwas zu kaufen, muss nicht zwangsläufig etwas damit zu tun haben, wie viel das auch konsumiert wird. In Deutschland stehen sicherlich viele Gesamtausgaben von Goethe im Regal, in die noch nie jemand reingeschaut hat :)

    Von daher ist es für all die Abo-Dienste relevanter, was wirklich Kundschaft bringt. Eine Serie kann wenig geschaut werden, aber in überdurchschnittlich vielen Leuten die Bereitschaft wecken, dafür zu bezahlen. Und andersrum kann es Serien geben, die man zwar gerne wegschaut, aber eben nicht (explizit dafür) bezahlen würde.
    Und dafür ist Faktor "Neukunde" ein ganz guter Indikator, besser zumindest als reine Zuschauerzahlen. Sicherlich wird der nicht alleine ausschlaggebend sein und exakt auf die Person wird man das nicht runterrechnen können, aber große Zahlen und so - eine ausreichend brauchbare Tendenz lässt sich da erkennen.

  4. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: Genie 15.03.18 - 18:16

    Cyril schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von daher ist es für all die Abo-Dienste relevanter, was wirklich
    > Kundschaft bringt.

    Das glaube ich bei Netflix nicht. Dies wird ein Teil der Kalkulation sein, aber nicht das Hauptargument. Ich finde diese Herangehensweise "Firststream" generell ziemlich seltsam, um den Erfolg einer Serie zu messen und als Refinanzierung zu nutzen. Wenn ich bereits 100 Mio Abonnenten habe, die das Abo bezahlen, kann ich den Erfolg doch nicht nur an 50.000 Neukunden festmachen, wenn von den 100 Mio beispielsweise 30 Mio diese ebenfalls geschaut haben. Je mehr Bestandskunden die Serien gucken, desto mehr indirektes Marketing habe ich durch Mundpropaganda, Online-Diskussionen etc. Dass dies hoffentlich auch zu Neukunden führt, ist klar und entsprechend muss dies auch in die Kalkulation einfließen. Aber sobald der Markt irgendwann mal ansatzweise gesättigt ist, funktioniert diese Art der Kalkulation schon gar nicht mehr, obwohl ich durch Bestandskunden die Refinanzierung längst rein habe.

  5. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: TomasVittek 15.03.18 - 18:53

    SlightlyHomosexualPandabear schrieb:

    > Alle TV-Sender sind schon immer so verfahren, Netflix hat das in letzter
    > Zeit sehr oft gemacht und auch nicht hinter dem Berg damit gehalten.
    > Defenders? Kam nicht an, keine neue Staffel. Dirk Gently? Yo, ist cool,
    > aber lohnt sich nicht für uns. Die Liste kann man lange fortsetzen.
    >

    von dirk gently gibt es relativ neu die 2. staffel und wo du zahlen herhaben willst die belegen das sich defenders wenig leute angeschaut haben würd ich auch gern wissen. oder verwechselt da einer wie so oft "ich denke" mit "ich weis"?

  6. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: robinx999 15.03.18 - 19:00

    Zumindest im Vergleich zum TV kommen hier noch die Produktionskosten ins spiel
    So kann eine Serie mit mehr Zuschauern durchaus abgesetzt werden wenn die kosten pro Zuschauer dort höher sind wie bei einer Serie die weniger Interessenten hat, die sich aber einfach günstiger produzieren lässt, gab hier ja auch mal einen interessanten Vergleich zwischen "The End of the F***ing World" und "Altered Carbon"
    https://www.dwdl.de/wocheinserie/65670/teotfw_die_kunst_mit_wenig_budget_viel_zu_machen/

    Ein TV Sender kann sich das schlecht leisten eine Serie zu haben die evtl. nur 200.000 Zuschauer hat, auch wenn die kosten der Serie sehr niedrig waren, bei einem Streaming Anbieter ist dies grundsätzlich kein Problem

  7. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: Avarion 15.03.18 - 21:35

    Die Frage ist was machen sie wenn sie den größtenteil der Leute haben die bereit sind bei ihnen ein Abo abzuschliessen? Aufhören Serien zu produzieren. Bestandskunden scheinen ja in die Rechnung nicht einzufliessen. Die können dann ja gerne kündigen.

  8. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: SlightlyHomosexualPandabear 16.03.18 - 08:05

    http://www.filmfutter.com/news/the-defenders-staffel-2/

    http://www.filmstarts.de/nachrichten/18516195.html

    Defenders kam insgesamt nicht gut an. Wurde insgesamt schlecht bewertet. Ich entschuldige mich natürlich dafür, dass ich keine mehrjährige Studie mit 10000 Probanden durchgeführt habe, bevor ich hier einen Beitrag erstellt habe.

  9. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: Fenster 16.03.18 - 09:18

    Bei Netflix sind es monatliche Kosten, die Abos können jederzeit monatlich gekündigt und wieder abgeschlossen werden. Bei Amazon Prime ist es ein Jahresabo, einmal bezahlt, sieht Amazon von dem Kunden erstmal kein Geld für neue Serien.

    Dadurch ist diese Art der Berechnung (auch wenn ich sie als unfair gegenüber den Millionen Bestandskunden betrachten) wesentlich naheliegender für Amazon als eben für Netflix.
    Gleichzeitig ist das auch der Grund, dass Netflix meiner Meinung nach die besseren Filme und Serien produziert und versucht, für jede Zielgruppe genug Stoff zu haben. Das Ziel von Amazon ist es, Neukunden für das Jahresabo zu gewinnen. Das Ziel von Netflix ist es, die Kunden zu halten.

  10. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: raxi 16.03.18 - 09:30

    Fenster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Netflix sind es monatliche Kosten, die Abos können jederzeit monatlich
    > gekündigt und wieder abgeschlossen werden. Bei Amazon Prime ist es ein
    > Jahresabo, einmal bezahlt, sieht Amazon von dem Kunden erstmal kein Geld
    > für neue Serien.

    "Für einen Mitgliedsbeitrag von 69 EUR/Jahr oder 7.99 EUR/Monat profitieren Sie von Amazon Prime-Vorteilen"

    Unterscheidet sich jetzt nicht soo stark von Netflix.Zumal man mit der Jahresbindung doch mehr vorteile hat, da ein Kunde nicht einfach nach 1 Monat abhauen kann.

  11. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: eXXogene 16.03.18 - 10:24

    Jahresverträge sind anderseits eine Hürde für Leute die noch nicht wissen ob sie den Dienst regelmäßig nutzen werden.

    Der Unterschied ist wie folgt:

    Amazon will seine Kunden möglichst lange binden und ist dafür bereit ein paar Leute zu vergraulen. Dazu kommt das nach dem Probemonat automatisch ein Jahresvertrag zustande kommt. Wer die Frist verpennt ist automatisch ein zweites Jahr dabei. Und so weiter. Prime ist generell auf Kundenbindung ausgerichtet. Siehe kostenloser Versand unter 30 Euro oder Prime Only Artikel

    Netflix hingegen will möglichst viele Neukunden gewinnen und hat wohl festgestellt das die Kunden bleiben, solange attraktive Inhalte angeboten werden.

  12. Re: Machen das nicht alle irgendwie?

    Autor: robinx999 16.03.18 - 18:37

    > paar Leute zu vergraulen. Dazu kommt das nach dem Probemonat automatisch
    > ein Jahresvertrag zustande kommt.

    Also beim letzen mal wurde aus einem Probeabo bei mir ein Monatsvertrag Abo

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