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Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

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  1. Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: Lala Satalin Deviluke 08.04.15 - 08:18

    Das frage ich mich schon seit einigen Jahren...

    Grüße vom Planeten Deviluke!

  2. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: AndyMt 08.04.15 - 08:32

    Lala Satalin Deviluke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das frage ich mich schon seit einigen Jahren...
    Nein. Jedenfalls nicht nur. Es geht denen (auch) oft um den eigenen Machterhalt bzw. um Machausweitung. Insbesondere in diesem Fall.
    Wenn sie so weiter machen wird halt noch mehr aus Polen nach Deutschland verschickt.

    Ich hab selbst miterlebt wie es eine Gewerkschaft geschafft hat einen gesunden Betrieb in die Insolvenz zu streiken.

  3. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: Mopsmelder500 08.04.15 - 08:54

    Ich hab selbst miterlebt wie es eine Gewerkschaft geschafft hat einen gesunden Betrieb in die Insolvenz zu streiken.

    Na ja, vorher gibt ein gesundes Unternehmen einfach nach. Sobald es "ungesund" wird entlässt man dann die Gewerkschaftler....
    Die Gewerkschaft will einen symbolischen Sieg, Amazon genau das Gegenteil. Um die paar Euro gehts nicht und am wenigsten um die befristeten Mitarbeiter.

    Amazon kann problemlos ausweichen, die stört das kaum

  4. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: AndyMt 08.04.15 - 09:02

    Mopsmelder500 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab selbst miterlebt wie es eine Gewerkschaft geschafft hat einen
    > gesunden Betrieb in die Insolvenz zu streiken.
    Genau so gings mir auch!
    > Na ja, vorher gibt ein gesundes Unternehmen einfach nach. Sobald es
    > "ungesund" wird entlässt man dann die Gewerkschaftler....
    > Die Gewerkschaft will einen symbolischen Sieg, Amazon genau das Gegenteil.
    > Um die paar Euro gehts nicht und am wenigsten um die befristeten
    > Mitarbeiter.
    >
    > Amazon kann problemlos ausweichen, die stört das kaum
    So siehts aus. Die sägen an ihrem eigenen Ast.

  5. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: Lala Satalin Deviluke 08.04.15 - 09:44

    Also liege ich damit richtig, dass Verdi eigentlich nur ein Kropf ist.

    Grüße vom Planeten Deviluke!

  6. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: bofhl 08.04.15 - 12:22

    Mopsmelder500 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >..
    >
    > Na ja, vorher gibt ein gesundes Unternehmen einfach nach. Sobald es
    > "ungesund" wird entlässt man dann die Gewerkschaftler....

    Nur wird das Entlassen der Gewerkschaftler nichts mehr bringen wird - die mit der Gewerkschaft ausgemachten Regel gelten auch noch weiterhin. In aller Regel bleibt nur mehr der Gang in ein anderes Land - ähnliches lief bis zur entsprechenden Gesetzesänderung in Italien! Dort wurde jeder quasi unkündbar sobald er/sie es schaffte einige Zeit in einer Firma zu arbeiten.

  7. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: Jasmin26 08.04.15 - 20:24

    Es sollte ein geben und nehmen sein, eine faire behandlung und bezahlung, das sollte in deutschland 2015 selbstverständlich sein !
    es gibt aber firmen die nach deutschland kommen mit einer firmen - philosophie die jedlichen standart vermissen lässt. hier fallen amerikanische und chinesische firmen besonders auf .
    es bringt dann nicht hier arberitgeber-vertretter schlecht zureden wenn man keine ahnung hat !

  8. Re: Hat Verdi wirklich das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn?

    Autor: RapidStrikeCS-18 09.04.15 - 21:36

    Lala Satalin Deviluke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das frage ich mich schon seit einigen Jahren...

    Man mag es kaum glauben, aber eine Gewerkschaft besteht nicht bloß aus ein paar Sekretären und Funktionären, sondern auch aus vielen, vielen Mitgliedern. Und diese Mitglieder haben sehr wohl ihr eigenes Wohl im Sinn.

    Glauben Sie, die Streiks werden alle von Frank Bsirske höchstpersönlich organisiert? Den Mann habe ich bislang zweimal gesehen, und jedes Mal kam er auf ausdrückliche Einladung der Streikleitung hin. Der Großteil der Organisation wird von gewerkschaftlich organisierten Amazon-Mitarbeitern gestemmt. Insofern finde ich Aussagen von Unbeteiligten, die den Eindruck erwecken, wir alle seien manipulierte Marionetten ohne die Fähigkeit zur Selbstreflexion, sehr anmaßend.

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab selbst miterlebt wie es eine Gewerkschaft geschafft hat einen
    > gesunden Betrieb in die Insolvenz zu streiken.

    Wenn der Betrieb nur durch einen Streik insolvent wurde, kann es mit der "Gesundheit" nicht sonderlich weit her gewesen sein.

    Es sei denn, der Arbeitgeber hat derart stur jegliche Verhandlungen verweigert und willentlich Geld verbraten, nur um nicht nachzugeben. In dem Fall würde ich die Schuld aber eher beim Arbeitgeber suchen, der sein eigenes Unternehmen aufs Spiel gesetzt hat, nur um seinen Willen durchzusetzen.

    Es ist doch so: Das Zusammenspiel zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Gewerkschaften lässt sich mit der Spieltheorie beschreiben. Dabei wird aber davon ausgegangen, dass alle Beteiligten rational agieren und sich zu jeder Zeit bewusst sind, welches Verhalten den größeren Vorteil bzw. den kleineren Nachteil zur Folge hat.

    Sobald aber ein Beteiligter (insbesondere der Arbeitgeber) irrational agiert, ist die ganze Spieltheorie für die Katz.

    Ich empfehle Ihnen mal den Bericht zum amerikanischen Unternehmer Fil Filipov, der sein Unternehmen in Deutschland mit eiserner Hand regiert und mit dem Betriebsrat permanent auf Kriegsfuß steht. Gerichtsurteile werden einfach ignoriert, Niederlagen vor Gericht geleugnet, und der Mann sagt klipp und klar, es sei ihm egal, was es kostet - er werde sich durchsetzen.

    Mopsmelder500 schrieb:
    > Na ja, vorher gibt ein gesundes Unternehmen einfach nach. Sobald es
    > "ungesund" wird entlässt man dann die Gewerkschaftler....

    Nur kann der Arbeitgeber nicht einfach alle Streikenden entlassen und die "Treuen" verschonen. Eine Benachteiligung aufgrund einer Beteiligung an einem ordentlichen (d.h. von einer Gewerkschaft durchgeführten) Streik ist nämlich unzulässig!

    Und sobald der Arbeitgeber betriebsbedingte Kündigungen ausspricht, kommt der Betriebsrat ins Spiel, der mit dem Arbeitgeber einen Sozialplan aushandelt. Und bei der Sozialauswahl kann es gut sein, dass ausgerechnet die "Lieblinge" des Arbeitgebers ganz oben auf der Abschussliste stehen. Denn genau die Art Mitarbeiter, die bei Arbeitgebern besonders beliebt sind (jung, ledig, kinderlos, nicht beeinträchtigt) sind auch am leichtesten auf dem Arbeitsmarkt wieder zu vermitteln und haben somit bei einer Sozialauswahl die schlechteren Karten.

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mopsmelder500 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hab selbst miterlebt wie es eine Gewerkschaft geschafft hat einen
    > > gesunden Betrieb in die Insolvenz zu streiken.
    > Genau so gings mir auch!

    Kein Wunder, der Satz stammt ja ursprünglich von Ihnen. Der von Ihnen zitierte User hat ihren Beitrag lediglich schlecht zitiert.

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