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Ich wär schwach geworden

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  1. Ich wär schwach geworden

    Autor: iu3h45iuh456 23.09.19 - 11:23

    Vielleicht bin ich nicht visionär genug. Oder die Netflix-Gründer hatten bereits ein gut gefülltes Konto. Aber bei einem Kaufangebot von ca. 7 Mio. Piepen pro Nase hätte ich vielleicht versucht, noch ein bisschen mehr Geld oder andere Zugeständnisse raus zu holen. Aber auf jeden Fall zugeschlagen.

  2. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: peh.guevara 23.09.19 - 11:35

    Muss man eben immer Abwägen. Prizipiell hatten die Netflix-Gründer recht: Wenn sich jemand für dein Unternehmen interessiert und dir 14 Mio bietet kann das bedeuten du hast da sehr heißen Scheiß am start und da ist ne Menge Holz zu machen (der Investor geht schließlich davon aus in den nächsten Jahren mehr als die 14 Mio da raus zu holen).

    Allerdings kann auch ein Verkauf die richtige Entscheidung sein wie man schön am Beispiel StudiVZ sehen kann, die das sinkende Schiff im letzten Moment verkauft und verlassen haben. Die ganze Kohle die Holzbrink dafür hingeblättert hat dürfte futsch gewesen sein. StudiVZ war ja quasi 1-2 Monate nach dem Facebook Launch in DE tot.

    Du musst den Markt und dein Produkt eben gut kennen um die richtige Entscheidung zu treffen und ein quäntchen Glück gehört zum richtigen Riecher eben auch noch dazu.

  3. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: Hotohori 23.09.19 - 13:11

    Es kommt halt auch darauf an was man selbst machen will. Wenn man schon immer selbst so ein Unternehmen mit genau diesen Schwerpunkten führen wollte, dann hängt man da wieder anders drin als wenn man nur eine Idee hatte, mit der man zukünftig vielleicht viel Geld machen könnte.

    Als Musk damals Paypal mit gegründet hat, ging es ihm auch nur darum Geld zu machen um damit am Ende das Unternehmen gründen zu können was er wirklich haben wollte. SpaceX würde Musk wohl nicht so einfach hergeben. ;)

  4. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: chefin 24.09.19 - 07:56

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht bin ich nicht visionär genug. Oder die Netflix-Gründer hatten
    > bereits ein gut gefülltes Konto. Aber bei einem Kaufangebot von ca. 7 Mio.
    > Piepen pro Nase hätte ich vielleicht versucht, noch ein bisschen mehr Geld
    > oder andere Zugeständnisse raus zu holen. Aber auf jeden Fall zugeschlagen.


    Das impliziert aber auch, das du nie eine wirklich gute Idee am Markt platzieren könntest. Weil du kein Gespür dafür hast, was eine gute Idee ist. Wenn du morgen ein Angebot bekommst von Porsche die dein Sportwagenkonzept kaufen wollen, bedeutet das: das Konzept ist gut, es ist eine Konkurrenz für uns wenns richtig gemacht wird, also müssen wir es verdrängen. Im Prinzip also ein kostenloses Gutachten von einem der renommiertesten Gutachter die es gibt, welche dir eine entsprechend hohe Erfolgsquote bescheinigen. Und wenn Bezos 15 Millionen bietet, ist es 150 Millionen wert, wenn du alles richtig machst.

    Würdest du trotzdem für 15 Millionen verkaufen und mit 7 statt 75Millionen Heim gehen?

  5. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: elknipso 24.09.19 - 13:04

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iu3h45iuh456 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Vielleicht bin ich nicht visionär genug. Oder die Netflix-Gründer hatten
    > > bereits ein gut gefülltes Konto. Aber bei einem Kaufangebot von ca. 7
    > Mio.
    > > Piepen pro Nase hätte ich vielleicht versucht, noch ein bisschen mehr
    > Geld
    > > oder andere Zugeständnisse raus zu holen. Aber auf jeden Fall
    > zugeschlagen.
    >
    > Das impliziert aber auch, das du nie eine wirklich gute Idee am Markt
    > platzieren könntest. Weil du kein Gespür dafür hast, was eine gute Idee
    > ist. Wenn du morgen ein Angebot bekommst von Porsche die dein
    > Sportwagenkonzept kaufen wollen, bedeutet das: das Konzept ist gut, es ist
    > eine Konkurrenz für uns wenns richtig gemacht wird, also müssen wir es
    > verdrängen. Im Prinzip also ein kostenloses Gutachten von einem der
    > renommiertesten Gutachter die es gibt, welche dir eine entsprechend hohe
    > Erfolgsquote bescheinigen. Und wenn Bezos 15 Millionen bietet, ist es 150
    > Millionen wert, wenn du alles richtig machst.
    >
    > Würdest du trotzdem für 15 Millionen verkaufen und mit 7 statt 75Millionen
    > Heim gehen?

    Du schreibst es schon selbst, wenn man alles richtig macht und wenn der Markt sich den Erwartungen entsprechend entwickelt, und wenn man dann noch etwas Glück hat kann das Ganze wertvoller werden. Oder komplett gegen die Wand fahren.

  6. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: iu3h45iuh456 24.09.19 - 13:05

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iu3h45iuh456 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Vielleicht bin ich nicht visionär genug. Oder die Netflix-Gründer hatten
    > > bereits ein gut gefülltes Konto. Aber bei einem Kaufangebot von ca. 7
    > Mio.
    > > Piepen pro Nase hätte ich vielleicht versucht, noch ein bisschen mehr
    > Geld
    > > oder andere Zugeständnisse raus zu holen. Aber auf jeden Fall
    > zugeschlagen.
    >
    > Das impliziert aber auch, das du nie eine wirklich gute Idee am Markt
    > platzieren könntest. Weil du kein Gespür dafür hast, was eine gute Idee
    > ist.

    Du siehst die Sache mit dem Wissen von jetzt. Zu dem Zeitpunkt war Netflix aber noch nicht das börsennotierte multinational bekannte Unternehmen mit dem Milliardenumsatz sondern eine kleine Firma mit weniger als 1% des jetzigen Umsatzes.

    Ist ja auch schon eine tolle Leistung, ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern oder so aufzubauen, die meisten bleiben kleiner. Trotzdem konnte vor 20 Jahren noch keiner dieses Wachstum vorhersagen.

  7. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: berritorre 24.09.19 - 15:22

    Wenn du weisst, wie manche Investoren vorgehen, dann stimmt das so nicht.

    Die stecken sehr viel Geld in viele verschiedene Projekte. Klar, Potenzial müssen sie in allen sehen, aber sie rechnen meist in einer Ratio von 1:10. Aus 10 Projekten wird meist 1 Projekt wirklich erfolgreich. Dieses muss die anderen quasi mitfinanzieren.

    D.h. nur weil jemand meint, er würde dir 15 Millionen bieten heisst das nicht, dass das auch wirklich was wird. Das Risiko ist auch weiterhin sehr gross. Und selbst wenn Amazon das übernimmt und es wird ein Erfolg, heisst das noch lange nicht, dass DU das auch geschafft hättest, die haben schliesschlich ganz andere Möglichkeiten, da bereits anderweitig am Markt sehr gut aufgestellt, Versand-Logistik unter Kontrolle, Skalen-Effekte, etc.

    Die Frage ist eben immer: Nimmst du den Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach? Manche Menschen sind eventuell mit weniger zufrieden und werden den Spatz nehmen. Anderen wollen mehr und versuchen die Taube zu bekommen. Ich kann beide Seiten verstehen und ich denke keine der Entscheidungen wäre wirklich "falsch". Es kommt eben immer darauf an, was daraus wird. Wenn du dich später immer ärgern wirst, dass du da mehr rausholen hättest können, dann musst du es versuchen das Ding nach oben zu bringen.

    Wenn du hingegen ein ruhiges Leben führen willst, dann wohl eher verkaufen. 7 Millionen US-Dollar sind schon so viel, dass du nie mehr arbeiten musst, wenn du keinen übertriebenen Lebensstil hast. Dicke Häuser, Yachten und fette Autos sind da natürlich nicht drin.

    Ich sehe da zum Beispiel kein Problem darin zu sagen: All den Stress muss ich nicht haben. Ich geh' auf Sicherheit.

    Genauso verstehe ich, wenn jemand sagt: Da ist mehr drin, ich will nach ganz oben. Ich will ein riesiges weltweites Unternehmen.

  8. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: berritorre 24.09.19 - 15:23

    Ja, es war auf jeden Fall ein Risiko. Heute zeigt es sich, dass es sich gelohnt hat. Hätte aber auch anders laufen können.

  9. Re: Ich wär schwach geworden

    Autor: berritorre 24.09.19 - 15:26

    Heute, sagt sich das alles sehr leicht.

    Aber ich hätte vermutlich auch die Risikolosere Variante gewählt, zumal 7 Millionen Dollar schon für ein Leben ohne Geldsorgen reichen kann (unter der Bedingung, dass man keine riesen Villen, dicke Autos und grosse Yachten braucht).

    Wenn mir heute einer 7 Millionen für mein Unternehmen zahlen würde, würde ich sofort ja sagen. Es kommt halt auch immer drauf an, wo man in seinem Leben steht. Ich würde es erstmal ruhiger angehen lassen. 1-2 Jahre Sabatical, Weltreise, etc. und dann weitersehen.

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