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Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

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  1. Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: RipClaw 25.04.14 - 11:35

    Ich hab mir FirefoxOS mehr als einmal angesehen und man merkt bei den meisten WebApps das es eben nur Webseiten sind die auf ein kleineres Display angepasst wurden.

    Zwar gibt es inzwischen gute CSS und Javascript Frameworks mit denen die Seiten besser werden aber letztendlich sind sie nativen Apps immer unterlegen da sie grundsätzlich Beschränkungen unterliegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.04.14 11:36 durch RipClaw.

  2. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: Anonymer Nutzer 25.04.14 - 11:50

    Die billige Armbanduhr zeigt nur Zeit und Datum an? Verrückt. Die Mikrowelle kann kein Eis machen? Himmelherrgott. FirefoxOS legt ein Betriebssystem (-Aufsatz) für 25$-Handys aus und setzt auf einfach zu entwickelnde Html-Apps und dann läuft auf dem Mist kein Candy-Crush-Saga? #Aufschrei!

    Jetzt mal im Ernst: Dir ist auch bei mehrmaligem Ansehen nicht in den Sinn gekommen, dass FirefoxOS vielleicht genau das, was es macht auch genau so machen soll, weil es genau dafür erdacht, konzipiert und entwickelt wurde?

    Und jeder, der keine Achtkern-Fingerabdruck-Pulsmess-Gigabyte-Gigahertz-PCs für die Jackentasche braucht, will oder sich leisten kann, wird als Anhänger einer "fixen Idee" abgestempelt. Sehr gut kommentiert. Den Applaus liefere ich nach, soviel habe ich grad nicht vorrätig.

  3. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: RipClaw 25.04.14 - 14:30

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die billige Armbanduhr zeigt nur Zeit und Datum an? Verrückt. Die
    > Mikrowelle kann kein Eis machen? Himmelherrgott. FirefoxOS legt ein
    > Betriebssystem (-Aufsatz) für 25$-Handys aus und setzt auf einfach zu
    > entwickelnde Html-Apps und dann läuft auf dem Mist kein Candy-Crush-Saga?
    > #Aufschrei!

    Hast du dir schonmal die Preisliste von den Android Smartphones angesehen ? Die Preise stürzen zur Zeit ins Bodenlose.

    Erst neulich gab es eine Meldung von einem Tablet für 50$ und das ist der Verkaufspreis. Die Hardware kostet den Hersteller vermutlich keine 30$.

    Man braucht kein FirefoxOS um billige Smartphones herzustellen.

    > Jetzt mal im Ernst: Dir ist auch bei mehrmaligem Ansehen nicht in den Sinn
    > gekommen, dass FirefoxOS vielleicht genau das, was es macht auch genau so
    > machen soll, weil es genau dafür erdacht, konzipiert und entwickelt wurde?

    Ich kenne Menschen die verlangen echt nicht viel von einem Smartphone aber selbst die schütteln bei Firefox OS den Kopf.

    Das Problem ist diese Selbstbeschränkung auf WebApps. Selbst wenn man alles an neuen Webtechniken einbaut hat man als Entwickler immer noch nicht die Möglichkeiten die man mit nativen Apps hat.

    Und hier sehe ich einfach die Schwäche von FirefoxOS. Sie beschneiden ihre eigenen Möglichkeiten weil sie einfach nur Stur auf HTML + Javascript setzen.

    Und mit fixe Idee meinte ich das sie anscheinend an garnichts anderes mehr im Kopf haben. Da heisst es nur noch FirefoxOS volle Kraft voraus, alles andere muss zurückstehen.

    Mozilla hat so viele gute Projekte eingestampft für billige Smartphones und ein System das nie einen größeren Marktanteil bekommen wird.

    Und gerade in Zeiten in den klar geworden ist das Datensparsamkeit wichtig ist, drängen sie die Leute in Richtung Cloud.
    z.B. haben sie Thunderbird fallen lassen und meinten das die Leute doch lieber Webmailer verwenden. Zu dieser Zeit gab es schätzungsweise 20 Millionen aktive Nutzer von Thunderbird.

  4. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: Anonymer Nutzer 25.04.14 - 14:47

    > Das Problem ist diese Selbstbeschränkung auf WebApps. Selbst wenn man alles
    > an neuen Webtechniken einbaut hat man als Entwickler immer noch nicht die
    > Möglichkeiten die man mit nativen Apps hat.
    >
    > Und hier sehe ich einfach die Schwäche von FirefoxOS. Sie beschneiden ihre
    > eigenen Möglichkeiten weil sie einfach nur Stur auf HTML + Javascript
    > setzen.

    Die Idee ist ja, dass man nach und nach alle Möglichkeiten hat, zumindest alles was man braucht - über WebAPI
    Mit anderen worten > als reine webseites.

    Aber Firefox OS ist eher ein Langzeitprojekt.
    Und noch lange nicht da, wo sie sein wollen.
    Könnte interessant werden.

  5. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: RipClaw 25.04.14 - 15:43

    hutzlibu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das Problem ist diese Selbstbeschränkung auf WebApps. Selbst wenn man
    > alles
    > > an neuen Webtechniken einbaut hat man als Entwickler immer noch nicht
    > die
    > > Möglichkeiten die man mit nativen Apps hat.
    > >
    > > Und hier sehe ich einfach die Schwäche von FirefoxOS. Sie beschneiden
    > ihre
    > > eigenen Möglichkeiten weil sie einfach nur Stur auf HTML + Javascript
    > > setzen.
    >
    > Die Idee ist ja, dass man nach und nach alle Möglichkeiten hat, zumindest
    > alles was man braucht - über WebAPI
    > Mit anderen worten > als reine webseites.

    > Aber Firefox OS ist eher ein Langzeitprojekt.
    > Und noch lange nicht da, wo sie sein wollen.
    > Könnte interessant werden.

    Dann sollen sie in 5 Jahren noch mal anklopfen aber im Moment trauere ich einfach nur den Projekten nach die dafür im Stich gelassen wurden.

    Ganz oben stehen da bei mir Thunderbird und Lightning.
    Für beides gäbe es noch unendliches Potential für Verbesserungen und eine aktive Nutzergemeinde aber stattdessen wurden sie einfach weggeworfen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.04.14 15:44 durch RipClaw.

  6. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: Anonymer Nutzer 25.04.14 - 15:45

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man braucht kein FirefoxOS um billige Smartphones herzustellen.

    Man braucht auch kein Android dafür. Symbian, Bada und die anderen hätten das auch noch 'ne ganze Weile gekonnt.
    Man braucht ja auch kein iOS, um teure Telefone zu bauen.

    > Ich kenne Menschen die verlangen echt nicht viel von einem Smartphone aber
    > selbst die schütteln bei Firefox OS den Kopf.

    Und ich kenne Menschen, die kaufen Telefone und wissen gar nicht, was sie verlangen. Soll das jetzt 'ne repräsentative Umfrage ersetzen, wer mehr Leute in seinem Bekanntenkreis kennt?

    > Das Problem ist diese Selbstbeschränkung auf WebApps. Selbst wenn man alles
    > an neuen Webtechniken einbaut hat man als Entwickler immer noch nicht die
    > Möglichkeiten die man mit nativen Apps hat.

    Sieh's mal nicht als Beschränkung, sondern als Möglichkeit, ohne aufwändigen Reviewprozess schnell, einfach, unbürokratisch mit einer Auszeichnugssprache, die m.E. in jeden Informatikunterricht gehört, dazu CSS und einfaches Javascript, Apps zu erstellen, die tatsächlich einen Nutzen haben.

    > Und hier sehe ich einfach die Schwäche von FirefoxOS. Sie beschneiden ihre
    > eigenen Möglichkeiten weil sie einfach nur Stur auf HTML + Javascript
    > setzen.

    Das macht GMail auch, und das nutzen - ich betone n.u.t.z.e.n. - Millionen als Webapp.

    > Mozilla hat so viele gute Projekte eingestampft für billige Smartphones und
    > ein System das nie einen größeren Marktanteil bekommen wird.

    Aha, dann bist Du also der erste, der erfolgreich eine Kristallkugel benutzt hat? Woher weißt Du, das das System nie einen Marktanteil haben wird?

    > Und gerade in Zeiten in den klar geworden ist das Datensparsamkeit wichtig
    > ist, drängen sie die Leute in Richtung Cloud.

    Apple, Microsoft, Google. Alle drängen Dich in die Cloud. Schon mal gefragt, warum manche Smartphones mancher Hersteller keinen SD-Kartenslot haben? Warum wohl? Bestimmt nicht, weil diese tollen nativen Apps, die ja gerne auch mal so gar nicht nativ in einer Java-Virtual-Machine laufen, so wenig Speicherplatz brauchen, wie eine Html-Seite.

  7. Re: mir wird immer ganz anders zumute ....

    Autor: Kasabian 25.04.14 - 15:52

    ... wenn ich solche Aussagen lese: "Wir stehen auch im Mobilbereich an der Schwelle zur Revolution eines offenen Webs und Mozillas Ziel ist es, in diesem Bereich die Grenzen von dem, was mit dem Web möglich ist, zu verschieben".

    Liest sich irgendwie ein nur noch wie ein Armutszeugnis.

  8. Re: mir wird immer ganz anders zumute ....

    Autor: Anonymer Nutzer 25.04.14 - 16:06

    Natürlich ist da viel Marketinggewäsch bei, Mozilla will ja nicht in den Himmel kommen, sondern muss seine Kinder ernähren. Aber die Grenzen von etwas kann man nur auf eine Art ausloten: indem man sie ein Stück weit ins Unmögliche hinein verschiebt.

    Apple hat anderen Browserherstellern - zumindest eine Zeit lang - vorgeschrieben, auf iOS die Webkit-Engine zu verwenden, sodass alternative Browser im Endeffekt zu GUI-Aufsätzen von Safari kastriert wurden. Grenzverschiebung sieht anders aus. Innovation sieht anders aus. Nichtmal Microsoft hatte die Chuzpe, Konkurrenten die IE-Renderingengine aufzuzwingen.

  9. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: RipClaw 25.04.14 - 16:21

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man braucht kein FirefoxOS um billige Smartphones herzustellen.
    >
    > Man braucht auch kein Android dafür. Symbian, Bada und die anderen hätten
    > das auch noch 'ne ganze Weile gekonnt.

    Stimmt aber wenn du die Wahl hättest zwischen einem Neuling und einem bereits ausgereiften System mit einem riesigen App Pool welches würdest du dann nehmen ?

    Die Hürde für alle neuen Systeme ist das Softwareangebot. Für FirefoxOS kenne ich bisher nur einen einzigen Messenger (Lime).

    Bisher hat kein anderer Anbieter einen Messenger für FirefoxOS auch nur angekündigt.

    > > Und hier sehe ich einfach die Schwäche von FirefoxOS. Sie beschneiden
    > ihre
    > > eigenen Möglichkeiten weil sie einfach nur Stur auf HTML + Javascript
    > > setzen.
    >
    > Das macht GMail auch, und das nutzen - ich betone n.u.t.z.e.n. - Millionen
    > als Webapp.

    Nur hilft die Webmail nicht viel wenn du offline bist. Hingegen wenn du deine Nachrichten lokal synchronisierst dann kannst du sie auch offline lesen.

    Klar kann man auch mit Javascript das ganze in einen offline Speicher packen aber wenn die WebApp eben nur eine mobile Webseite ist dann wird sie das nicht bieten.

    Und der Großteil der Anbieter wird sagen: Ich hab doch eine Mobilansicht. Das passt schon als FirefoxOS App.

    > > Mozilla hat so viele gute Projekte eingestampft für billige Smartphones
    > und
    > > ein System das nie einen größeren Marktanteil bekommen wird.
    >
    > Aha, dann bist Du also der erste, der erfolgreich eine Kristallkugel
    > benutzt hat? Woher weißt Du, das das System nie einen Marktanteil haben
    > wird?

    Alleine Microsoft tut sich schon schwer einen größeren Marktanteil aufzubauen und das mit ihren Mitteln und Verbindungen. Entsprechend wird sich Mozilla kaum leichter tun.

    Übrigens verschenkt Microsoft zur Zeit ihr Windows 8.1 an alle Hersteller für Geräte mit unter 9 Zoll Größe und lt. Aussagen von ihrem CEO machen sie da vermutlich nicht halt:

    http://stadt-bremerhaven.de/kommt-ein-kostenloses-windows-fuer-das-internet-der-dinge-und-wearables/

    Jetzt rechnen wir mal:

    * Ein Betriebssystem das bereits einen stetig wachsenden Marktanteil hat und dazu noch ein ganzes Ökosystem dazu für lau
    * Herstellungskosten so niedrig wie nie
    * Die Hardware gibt genug Leistung her um Windows laufen zu lassen

    Die Hersteller wären schön blöd wenn sie für neue Geräte FirefoxOS vorziehen würden statt auf Windows zu setzen.

    Es gibt zwar schon Geräte mit FirefoxOS aber wenn sich die Hersteller davon abwenden dann ist es so schnell wieder weg wie es gekommen ist.

    > > Und gerade in Zeiten in den klar geworden ist das Datensparsamkeit
    > wichtig
    > > ist, drängen sie die Leute in Richtung Cloud.
    >
    > Apple, Microsoft, Google. Alle drängen Dich in die Cloud. Schon mal
    > gefragt, warum manche Smartphones mancher Hersteller keinen SD-Kartenslot
    > haben? Warum wohl? Bestimmt nicht, weil diese tollen nativen Apps, die ja
    > gerne auch mal so gar nicht nativ in einer Java-Virtual-Machine laufen, so
    > wenig Speicherplatz brauchen, wie eine Html-Seite.

    Mozilla wirbt immer für genau das Gegenteil. Privatsphäre und Kontrolle über die eigenen Daten. Sie handeln aber nicht entsprechend.

    Sie haben vor kurzem Persona eingemottet das als verteilter Authentifizierungsdienst einen Gegenpol zu OAuth dargestellt hat, bei dem Google, Facebook & Co die Sammelstellen für deine Daten sind.

  10. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: Anonymer Nutzer 25.04.14 - 18:58

    RipClaw schrieb:

    > Stimmt aber wenn du die Wahl hättest zwischen einem Neuling und einem
    > bereits ausgereiften System mit einem riesigen App Pool welches würdest du
    > dann nehmen ?

    Na wenn's nach Dir geht, gar keins. Oder ist Android in seinen Kinderschuhen mit dem Appangebot gestartet, das es heute hat? Oder iOS? Windows Phone? Alle haben klein angefangen. Und jetzt Mozilla vorzuwerfen, dass sie keine Milliarden in ihr Mobil-OS versenken oder ohne nennenswerte Apps den Markt betreten, ist - mit Verlaub - Heuchelei und Geschichtsklitterung. Gebt ihnen doch wenigstens erstmal die Chance, es zu versauen, bevor ihr "es ja wusstet".

    Ziel soll es ja nicht sein, irgendein neues OS zu etablieren. Die drei Großen nehmen sich ja im Endeffekt nichts. Ziel soll es sein, eine offene Plattform zu schaffen, die leicht zugänglich, anspruchslos und transparent ist. Keins der etablierten OS kann sich das auf die Fahne schreiben.

    Wenn ich die Wahl zwischen nach Hause telefonierenden, Geld und Strom fressenden, pseudonativen, nach Rechten gierenden, bevormundenden Apps einerseits und hoffentlich leichtgewichtigen, quelloffenen, durchschaubaren, ungefährlichen Apps andererseits habe, wird mir FirefoxOS richtig sympathisch.

    Hoffentlich versauen sie es nicht und bringen bald eine benutzbare Version raus, dann installiere ich es mir auf mein Geeksphone Revolution.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.04.14 18:59 durch david_rieger.

  11. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: RipClaw 27.04.14 - 00:28

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    >
    > > Stimmt aber wenn du die Wahl hättest zwischen einem Neuling und einem
    > > bereits ausgereiften System mit einem riesigen App Pool welches würdest
    > du
    > > dann nehmen ?

    > Na wenn's nach Dir geht, gar keins. Oder ist Android in seinen
    > Kinderschuhen mit dem Appangebot gestartet, das es heute hat? Oder iOS?
    > Windows Phone? Alle haben klein angefangen. Und jetzt Mozilla vorzuwerfen,
    > dass sie keine Milliarden in ihr Mobil-OS versenken oder ohne nennenswerte
    > Apps den Markt betreten, ist - mit Verlaub - Heuchelei und
    > Geschichtsklitterung. Gebt ihnen doch wenigstens erstmal die Chance, es zu
    > versauen, bevor ihr "es ja wusstet".

    Ok, machen wir keinen kleinen Ausflug in die Geschichte der Smartphones mit Mutitouch um dir mal zu erläutern warum meine Meinung so ist wie sie ist.

    Als das iPhone 2007 die Bühne betrat gab es bereits Smartphones jedoch ohne Multitouch und mit Stiftbedienung. Als Apple das iPhone rausbrachte dachten sie nicht an einen Appstore oder Erweiterungsmöglichkeiten. Die einzige Möglichkeit damals neues in das iPhone zu bringen waren WebApps.

    Das gefiel vielen Entwicklern nicht die ein größeres Potential in nativen Apps sahen. Daher haben sie das iPhone aufgehebelt und ein eigenes SDK geschaffen um selber native Apps zu schaffen. Auch einen AppStore gab es da noch nicht. Der wurde erst von einer Hackergemeinschaft geschaffen.

    Als Apple sah welche Möglichkeiten sie sich hier durch die Lappen gehen haben lassen haben sie sofort an der Entwicklung eines eigenen SDK gearbeitet und haben die Entwickler des damaligen Untergrund AppStores eingestellt.

    Gleichzeitig haben andere Hersteller aufgrund des Erfolgs des iPhones panisch versucht eigene Produkte auf den Markt zu bringen und ihre Systeme an Multitouchbedienung anzupassen. Das hat eher leidlich funktioniert.

    Die Spitzenreiter im Smartphonesektor vor dem iPhone waren Windows CE, Sybian, Palm und Blackberry. App Stores gab es nicht. Man musste sich mühsam die Programme zusammensuchen und umständlich installieren.

    Damals kam Google zu den Herstellern und stellte ihnen Android vor. Es war ursprünglich zwar auch für Stiftbedienung entwickelt worden aber konnte offenbar sehr schnell an Multitouchbedienung angepasst werden.

    2008 kam das erste Smartphone mit Android auf den Markt und das war auch der Start für das Rennen zwischen iOS und Android. Im laufe der Zeit hat Android nicht nur Boden gutgemacht sondern die Führung übernommen.
    Das lag zum Teil daran das der Markt mit Android Smartphones für jeden Geldbeutel überschwemmt wurde, und zum anderen an der ständig steigenden Anzahl an Apps für Android.

    2009 kam WebOS auf den Markt mit dem PalmPre. Damit hat Palm versucht sich wieder ins Spiel zu bringen. Das SDK für WebOS erlaubte ursprünglich nur die Entwicklung von Apps die auf HTML, CSS und JavaScript basierten. Allerdings waren sie schwerfällig und in den Möglichkeiten eingeschränkt.

    WebOS wurde später von HP aufgekauft und weiterentwickelt aber letztendlich fallengelassen.

    Samsung hatte zwischendurch ab 2009 mit Bada versucht eine eigene Plattform zu etablieren aber ist letztendlich gescheitert und haben die Entwicklung zugunsten von Titzen eingestellt.
    Bada hätte das Potential gehabt der dritte Marktteilnehmer zu werden aber letzendlich scheiterte das ganze an Verzögerungen in dern Entwicklung und daran das sich Samsung damit nur auf die Low Cost Markt konzentrierte.

    Microsoft stieg erst 2010 mit Windows Phone 7 wieder in den Markt ein. Um sich halten zu können haben sie eine strategische Partnerschaft mit Nokia geschlossen und extrem viel Geld in diese Partnerschaft gepumpt. Andere Hersteller hatten sich aufgrund geringen Erfolgs aus dem Bereich zurückgezogen. Anfangs mussten sie sogar Entwickler dafür bezahlen das die für Windows Phone Apps entwickeln um überhaupt einen Grundstock an Apps zu haben und aktuell verschenken sie sie sogar teilweise ihr aktuelles Windows 8.1 an die Hersteller.

    Der Markt hat sich inzwischen auf diese drei Ökosysteme aufgeteilt die das ganze unter sich ausfechten.

    Die aussichtsreichsten Neuanwärter um in den Markt zu drängen sind Samsung mit Titzen und Joola mit Sailfish.

    Samsung hat genug Geld um Titzen erstmal zu pushen und ein eigenes Ökosystem zu etablieren. Allerdings müssen hier Anreize für die Entwickler geschaffen werden um einen entsprechenden App Pool zu schaffen.

    Joola hat zwar nicht so viel Geld wie Samsung aber sie haben in ihrem Sailfish OS einen Kompatiblitätslayer für Android eingebaut der es erlaubt den fehlenden Grundstock an Apps zumindestens Teilweise auszugleichen. Zudem versuchen sie die Entwickler direkter anzusprechen um schnell mehr native Apps zu bekommen.

    Jedesmal wenn WebApps für die Erweiterung eines Systems herhalten sollten ist das ganze gescheitert.
    Bei iOS hatte Apple Glück das sie schnell genug erkannt haben das native Apps gewünscht sind. WebOS hat später dann native Apps bekommen aber da war es schon zu spät.

    WebApps fühlen sich einfach nicht so an wie native Apps und das merken die Benutzer.
    Daher wurden immer native Apps favorisiert.

    Späteinsteiger müssen entweder viel Geld in den Aufbau stecken oder aber versuchen sich bei der Konkurrenz zu bedienen bis ihr eigener App Pool steht.

    Auch die Beschränkung auf ein bestimmtes Segment kann zum scheitern führen.

    Alles in allem spricht nichts aus den vergangenen 7 Jahre dafür das FirefoxOS Erfolg haben wird.
    Die Beschränkung auf das untere Preissegment, die Beschränkung auf WebApps und der Mangel an Kapital sprechen einfach dagegen.

    > Ziel soll es ja nicht sein, irgendein neues OS zu etablieren. Die drei
    > Großen nehmen sich ja im Endeffekt nichts. Ziel soll es sein, eine offene
    > Plattform zu schaffen, die leicht zugänglich, anspruchslos und transparent
    > ist. Keins der etablierten OS kann sich das auf die Fahne schreiben.

    Und was hilft dieser Idealismus wenn die Plattform in irgend eines Marktniesche verschwindet ?

    Die Anwender haben keine Apps, die Entwickler und Hersteller wenden sich erfolgversprechenderen Plattformen zu und letztendlich wird die Entwicklung einschlafen.

    Idealismus hat bei Herstellern und Mobilfunkprovidern kein Gewicht. Für die zählen nur Absatzzahlen.

  12. Re: Die sind echt nicht abzubringen von ihrer fixen Idee FirefoxOS

    Autor: Anonymer Nutzer 27.04.14 - 20:44

    Was sagte denn vor sieben Jahren diesen Erfolg vorher? Was wird in den nächsten sieben Jahren passieren?

    Deine Zuversicht in allen Ehren, aber diese Kaffeesatzleserei hat sich in der Vergangenheit oft genug als zu kurz gegriffen erwiesen. Wir haben heute weltweit mehr als fünf Computer, mehr als 640KB Speicher, etc.

    FirefoxOS bereits für tot oder eine fixe Idee zu erklären ist töricht und anmaßend, wenn man in Betracht zieht, dass Du Dich auf Entwicklungen berufst, die bereits stattgefunden haben und versuchst, aus der Vergangenheit eine gerade Linie in die Zukunft zu ziehen. Keine Ahnung, wo der Mobil- oder Appmakrt hinsteuert, aber diese Art der Weissagung ist bestenfalls ungenau.

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